Gnocchi mit Austernpilzen und Gemüse in Sahnesauce

Laut Blogstatistik liebt ihr Gnocchi Rezepte. Ich kann das voll und ganz nachvollziehen, bei uns werden die kleinen Kartoffelklößchen nämlich auch mit großer Begeisterung verputzt. Da sind über die Jahre schon einige Rezepte zusammengekommen – mal mit hausgemachten Gnocchi und mal als schnelle Feierabendküche mit der gekauften Variante. An irgendeinem Punkt habe ich sogar gelernt, dass sie im Plural nicht Gnocchis sondern Gnocchi genannt werden. Und genauso wie sich „homemade“ und Kühlregal die Waage halten, son gibt es auch einen bunten Mix aus vegetarischen Rezepten und welchen mit Hackfleisch, Schinken oder Lachs.  Diese Gnocchi mit Austernpilzen und Gemüse in Sahnesauce sind vegetarisch. Viele sagen ja, dass Austernpilze in der Konsistenz an Kalbsfleisch erinnern… ich bin da nicht ganz dabei, aber sie haben definitiv eine schöne Konsistenz und mit dem vielen Gemüse gleichen sie auch die Sahnesauce ein wenig aus. Wer jetzt denkt: „aber ein bisschen Schinken könnte man doch…?“ sollte unbedingt mal probieren anstelle von Speckwürfeln Softtomaten in seine Rezepte einzubauen – ich finde das aromatisch eine ganz wunderbare Alternative!



Gnocchi mit Austernpilzen und Gemüse in Sahnesauce

Zutaten für 2-3 Personen:

300g Gnocchi

150g Austernpilze

1 Zucchini

1 rote Paprika

1 Zwiebel

3 Softtomaten

1/2 Bund Petersilie

1 kleine Knoblauchzehe

Pfeffer & Salz

Olivenöl

1/3 Zitrone

70ml Schlagsahne

Zubereitung:

Die Pilze waschen und grob würfeln. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, die Zwiebel fein würfeln. Die Softtomaten in Streifen schneiden und die Petersilie grob hacken. Petersilie, Knoblauch, Tomaten und die Hälfte der Zwiebel in einen kleinen Mixer geben und zu einer dicken Paste mixen. 

Das Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen und die Pilze darin anbraten. Die Austernpilze mit Pfeffer und Salz würzen. Die restlichen Zwiebeln dazu geben und alles weiter anschwitzen bis die Zwiebeln glasig werden. In dieser Zeit die Paprika und die Zucchini in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse und die Gnocchi in die Pfanne geben, kurz mit anbraten und dann mit einer Tasse Wasser ablöschen. Aufkochen und 3-4 Minuten köcheln lassen. Die Zwiebel-Tomatenpaste einrühren und alles einmal aufkochen. Dann die Pfanne vom Herd nehmen, die Sahne einrühren und alles mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken. 

Die Gnocchi mit Austernpilzen und Gemüse in Sahnesauce auf tiefe Teller verteilen und sofort servieren. 

Schnell und lecker!

Gnocchi mit Austernpilzen und Gemüse in Sahnesauce




Kartoffelauflauf mit Brokkoli und Schafskäse

Erinnert ihr euch noch an die rotschaligen Kartoffeln die ich auf der Grünen Woche spontan mitgenommen habe? Die sind mit dem Brokkoli aus dem Garten, einem großen Stück Schafskäse und einem schnellen Guss aus Milch und Eiern in der Auflaufform gelandet. So ist mein Kartoffelauflauf mit Brokkoli und Schafskäse entstanden – sehr lecker und unkompliziert. Genau das Richtige für ein Abendessen unter der Woche!



Kartoffelauflauf mit Brokkoli und Schafskäse

Zutaten für 3 Personen:

700g (festkochende) Kartoffeln

250g Brokkoli

1/2 Zwiebel

8 Cocktailtomaten 

100g Schafskäse

2 Eier

250ml Milch

Pfeffer & Salz

1 Prise Muskat

1 Knoblauchzehe

Zubereitung:

Die Kartoffeln waschen und in ca. 0,5cm dicke Scheiben schneiden. Die Kartoffelscheiben in einer Auflaufform* fächerförmig auslegen. Den Brokkoli in kleine Röschen zupfen und gleichmäßig verteilen, die Tomaten vierteln und auf dem Auflauf platzieren. 

Die Zwiebel und den Knoblauch grob hacken und mit der Milch in einen Becher geben. Mit dem Stabmixer pürieren. Den Guss mit Muskat, Pfeffer und Salz würzen und die Eier einrühren. 

Den Kartoffelauflauf mit dem Guss übergießen. Den Schafskäse darüber bröseln. Den Backofen auf 200°C Vorheizen und den Kartoffelauflauf mit Brokkoli und Schafskäse für 40-50 Minuten in den Ofen schieben bis die Kartoffeln gar sind. 

Den Auflauf aus dem Ofen holen und sofort servieren.

Guten Appetit!

Kartoffelauflauf mit Brokkoli und Schafskäse




Pizza mit Thunfisch und Artischocken

Es ist mal wieder Zeit für eine leckere Pizza – seit Beginn des Jahres haben wir ja den Fleischkonsum in der häuslichen Küche deutlich reduziert und ich koche von Montag bis Donnerstag vegetarisch während der Freitag unser Fischi-Friday geworden ist. Am Wochenende gibt es dann Fleisch – quasi den erweiterten Sonntagsbraten und bisher klappt das wirklich super. Freitag und Pizza ist übrigens  auch so eine relativ häufige Kombination bei uns und so habe ich das Ganze kombiniert und mal wieder eine Pizza mit Fisch gemacht. Eine Pizza mit Thunfisch und Artischocken um genau zu sein. Die ist ein schönes Upgrade zur klassischen Thunfischpizza und wir fanden sie extrem lecker. Wie sieht es bei euch aus – mögt ihr Thunfisch auf der Pizza?



Pizza mit Artischocken und Thunfisch

Zutaten für 1 Pizza mit Thunfisch und Artischocken:

210g Weizenmehl, Typ 405

40g Hartweizengrieß

21g frische Hefe

5g Salz

160ml Wasser

Für den Belag:

200g Pizzatomaten

Pfeffer & Salz

etwas getrockneter Oregano

1 Zwiebel

5 Artischockenherzen, eingelegt in Salzlake

1 Dose Thunfisch 

15 schwarze Oliven

6-7 Cocktailtomaten

150g geriebener Käse, hier Gouda 

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Teig von Hand oder in der Küchenmaschine zu einem elastischen Teig verkneten und abgedeckt 30-45 Minuten lang gehen lassen bis der Teig sein Volumen deutlich vergrößert hat.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen oder von Hand rund ziehen und auf ein Pizzablech* ziehen.

Pizza mit Artischocken und Thunfisch

Die Pizzatomaten mit Pfeffer, Salz und Oregano würzen und auf dem Teig verteilen. 

Die Artischocken und die Tomaten vierteln und die Zwiebel fein aufschneiden. Alles bunt gemischt mit dem Thunfisch und den Oliven auf der Pizza verteilen.

Pizza mit Artischocken und Thunfisch

Am Ende den Käse darüber streuseln und die Pizza für 15-20 Minuten bei 200°C (hier im Pizzamodus) in den vorgeheizten Backofen schieben. Ab und an per Sichtkontrolle den Bräunungsgrad prüfen.

Die fertige Pizza aus dem Ofen holen und sofort servieren.

Greift zu!

Pizza mit Artischocken und Thunfisch




Schnelles Bohnen-Kichererbsencurry mit Joghurt

** Dieses Rezept enthält Werbung

Wie sieht es bei euch mit Curry Rezepten aus – zaubert ihr sie eher im Winter oder im Sommer auf den Tisch? Sollen sie leicht und frisch sein, oder auch mal etwas pikant und füllender? Und noch viel wichtiger: geht es euch dabei in erster Linie um den Currygeschmack oder habt ihr auch ein Auge auf den gesunden Aspekt geworfen? Bei mir ist das ganz bunt gemischt – ich habe Veggie Currys neben Rezepten mit Fisch oder Fleisch auf dem Blog und wenn ich mich mal durch mein Archiv klicke, dann gibt es eigentlich zu jeder Jahreszeit eine passende Variante. Eine ordentliche Prise Kurkuma darf da natürlich nicht fehlen. Der macht die Gerichte nicht nur so schön gelb, sondern ist auch noch ein guter Immunbooster. Wenn ihr den Kurkuma neben seinem Verwandten, dem mittlerweile schon fast klassischen Ingwer, noch gar nicht auf dem Schirm hattet solltet ihr unbedingt mal bei Lebensfreude-aktuell** vorbeischauen. Dort gibt es jede Menge wissenswertes rund um die gelbe Wurzel. Ich habe zum Beispiel gelernt, dass Kurkuma sich gerne etwas Fett wünscht um richtig wirken zu können. Aber egal ob ihr Kurkuma wegen der schönen Farbe oder der nachgesagten Wirkung verwendet – dieses Bohnen-Kichererbsencurry mit Joghurt solltet ihr unbedingt ausprobieren, es ist nämlich super lecker!



Schnelles Bohnen-Kichererbsencurry mit Joghurt (

Zutaten für 2 Personen:

200g grüne Bohnen

1 Dose Kichererbsen, Abtropfgewicht 260g

6-7 Chamipgnons

etwas Kokosöl

2 Knoblauchzehen

1 große Zwiebel

1/2 TL Kurkuma

1/2 TL Curry

1 Prise Chilipulver

Salz & Pfeffer

100g Joghurt, hier fettarm

Zubereitung:

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Bohnen waschen, die Enden entfernen und die Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden. Die Pilze in Scheiben schneiden und die Kichererbsen in einem feinen Sieb unter fließendem Wasser spülen. 

Das Öl in einer großen Pfanne mit Deckel erhitzen. Die Pilze und die Zwiebel hinein geben und anschwitzen. Nach 2-3 Minuten die Bohnen und den Knoblauch untermengen. Mit Kurkuma, Chili und Currypulver würzen und mit ca. 200ml Wasser ablöschen. Das Curry salzen und die Kichererbsen dazu geben. Den Deckel auflegen und alles 10-12 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren damit das Curry nicht anbrennt. Bei Bedarf nochmal etwas Wasser hinzufügen.

Das Curry vom Herd nehmen und 3-4 Minuten abkühlen lassen. Den Joghurt einrühren und alles mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Das Bohnen-Kichererbsencurry mit Joghurt auf tiefe Teller verteilen und sofort servieren.

Lasst es euch gut gehen!

** Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit lebensfreude-aktuell.de entstanden. Meine Meinung zum Rezept und der Seite ist davon nicht beeinflusst und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Erfahrung.

Schnelles Bohnen-Kichererbsencurry mit Joghurt (




Rezension – Australia Living & Eating

Vielleicht habt ihr das Buch Australia – Living & Eating * schon auf der Liste meiner Neuzugänge im Bücherregal entdeckt – das vegane Kochbuch von Harriet Birrel aus dem Thorbecke Verlag** ist Ende letzten Jahres in meiner Sammlung gelandet und mit unserem Vorsatz weniger Fleisch zu essen sind die Rezepte auf meiner „Testliste“ im Januar ganz weit nach vorne gewandert. Australien und vegan erschien den meisten meiner Mitmenschen die vor 10-15 Jahren ein Auslandssemester dort verbracht haben eher absurd. Die einen haben sich praktisch von gegrilltem Fleisch ernährt, die anderen haben sich seinerzeit damit abgefunden, dass es für Vegetarier tagaus und tagein beim BBQ bestenfalls gegrillten Kürbis gab. Und BBQ war quasi an der Tagesordnung. Aber bringen wir es auf den Punkt – auch hier in Deutschland hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten viel geändert. Somit war ich neugierig und optimistisch, dass mich hier mehr als nur gegrillter Kürbis erwartet. Und ich wurde nicht enttäuscht! Okay, wenn ihr Kürbis und Sesam mögt ist das bei diesem Buch von Vorteil, aber es gibt wirklich eine tolle Bandbreite von bunten und leckeren Rezepten für jede Gelegenheit. Zum Teil sind diese Rezepte recht aufwendig, man sollte also nicht denken veggie = unkompliziert, aber dafür sind sie auch unglaublich lecker. Wenn ihr neugierig seid, dann werft doch mit mir einen Blick ins Buch und lasst euch überraschen!



Rezension Australia Living and Eating

Zu den harten Fakten:

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Jan Thorbecke Verlag; Auflage: 1 (26. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3799513779
Größe und/oder Gewicht: 20 x 3,3 x 25,5 cm

In der Einleitung erfährt man, dass die Idee zum Buch beim Campen in Tasmanien entstanden ist. Campen ist so überhaupt nicht mein Ding, meine zuhause vorbereitete Camping Bolognese rettet einen gerade mal bei einem Mikro-Kurztripp und definitiv nicht über vier Wochen und mit Datteln und Bananen zu süßen ist nicht meine Lieblingsvariante – Ahornsirup mag ich allerdings gerne. Aber das mir die Story zum Buch nicht so zusagt bedeutet ja nicht, dass mir die Rezepte nicht gefallen werden. Die sind nämlich super spannend. Und das meine ich nicht im Sinne von „es schön reden“ – gerade für mich als „nicht Veganer“ haben sich hier viele neue Perspektiven und Rezeptansätze ergeben. Es wird noch ein bisschen über Zutaten und den passenden Lebensstil geschrieben, bei den Tipps geht es um unverpacktes Einkaufen, Vorratshaltung und die Vermeidung von Abfall und dann kommen endlich die ersten Rezepte zum Thema Frühstück.

Frühstück

Wie könnte man ein Kochbuch schöner starten als mit Pfannkuchen? Also Pancakes… oder in Berlin eben Eierkuchen, aber das ist kein Thema für hier. Einfache Pfannkuchen mit Kokosjoghurt und Beeren, Rawnola mit Haferflocken, Beeren und Joghurt, ein Süßkartoffelsmoothie oder ein Kokos-Porrdige mit Lokum sind hier genau so vertreten wie die Avocado auf Hafer-Toast, Kartoffelrösti mit Avocado oder gebackene Bohnen mit Kokos-„Speck“. Da ist für jeden der passende Start in den Tag dabei.

Bowls

Bowls sind für mich irgendwie immer noch Neuland. Den Trend habe ich wohl schlicht und einfach verpasst, faszinieren tun sie mich trotzdem. Wie wäre es also mit einer nahrhaften 5-Minuten Bowl, einer Tempeh-Budda Bowl einer köstlichen Dal-Bowl oder einer mexikanischen Chili-Bowl? Die Chili-Bowl darf man im Aufwand nicht unterschätzen, aber es lohnt sich – sie ist im Geschmack einfach so vielseitig und ganz nebenbei bemerkt perfekt um einzelne Tortillas zu verwerten. 

Rezension Australia Living and Eating

Und weil man auf einem Bein nicht stehen kann gab es gleich noch eine zweite Bowl. Die Süßkartoffel-Bowl mit süßem Senf. Den übrig gebliebenen  Miso-Hummus habe ich am nächsten Tag gleich noch für mein Auberginen-Curry verwertet. Einfach, unkompliziert und ebenfalls sehr lecker!

Rezension Australia Living and Eating

Salate

Das dritte Kapitel widmet sich dem Thema Salate. Sehr sommerlich und frisch wie der Reissalat mit Kräutern und Rote-Bete-Joghurt, der pikante Salat mit thailändischen Kelp-Nudeln, Salat mit gegrillten Zucchini, Erbsen, Minze und Parmesan, ein cremiger Kartoffelsalat mit Dill oder der Süßkartoffel-Salat mit Miso Hummus (der der Bowl oben ziemlich änlich ist) stehen auf jeden Fall auf der to-cook Liste!

Hauptgerichte

Bei den Hauptgerichten freue ich mich schon riesig auf die nächste Zucchiniernte, aber eines nach dem anderen… es gibt orientalisch gefüllte Aubergine, Pasta mit Pilzbällchen, ein Kürbis-Kichererbsencurry mit Blumenkohlreis, und mich lacht das Risotto mit Pilzen, Zitrone und Thymian an. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass das für mich zwar eine super leckere Reispfanne ist, aber bei einem Risotto erwarte ich einfach dieses schlonzige, buttrige… na ihr wisst schon. Lecker war es aber trotzdem! Mal schauen, was ich aus dem Cashew Parmesan noch so zaubern werde. Um den herzustellen habe ich extra Nährhefe* bestellt – wenn schon, dann richtig!

Rezension Australia Living and Eating

Die cremige Kokos-Polenta mit Balsamico-Gemüse und  die Zucchini-Kürbis-Schnitten klingen genau so verlockend wie die Pasta Alfredo mit Pilzen. Burger, Gemüsepfannen, Suppen und Currys – über mangelnde Abwechslung kann sich hier niemand beklagen. Gespickt ist das Buch immer wieder mit schönen Fotos vom Strand, ein bisschen rauem Surferfeeling und einer gewissen Picknickstimmung. Die passt dann auch wunderbar zum nächsten Kapitel:

Zum Teilen

In diesem Kapitel lachen einen unglaublich viele, mehr oder minder unkomplizierte, kleine Snacks an. Von Auberginen-Pizza-Häppchen zu Fladenbroten mit Gewürz-Kichererbsen, von Süßkartoffel-Nachos über frische Toastaditas (das sind eine Art Bruschetta auf Nachos – nur eben mit einem aufgepeppten Tomate-Avocado Mix als Topping), Süßkartoffelecken mit süßer Chili-Aioli, oder Arancini aus Kürbis und Naturreis (kleines Fingerfood das sich auch als Resteverwertung perfekt macht). Mir gefallen besonders gut die episch große bunte Platte und der tolle Mezze Teller – ich liebe es einfach meinen Gästen eine große Auswahl an Leckereien auf den Tisch zu stellen und jeder snackt das was ihm gerade am besten gefällt!

Süßes

Ähm… ja… okay, süßes auf veganer und Haushaltszuckerfreier Basis ist jetzt nicht gerade mein Steckenpferd. Zwischen dem probiotischen Eiscreme-Kuchen mit Schoko und Minze, den drei Sorten Süßkartoffel-Eiscreme, den Cookie-Dough-Schnitten und dem Crumble mit Äpfeln, Heidelbeeren und Rhabarber gibt es zwar einiges was ich gerne probieren würde wenn es vor mir steht – aber auch wenn die vielen Sorten Stieleis recht einfach zu zaubern sind muss ich zugeben, dass der Funke im Moment nicht so recht überspringen will. Aber vielleicht ändert sich das ja im Sommer!

Drinks

Drinks sind aus meiner Sicht immer ein Kapitel in dem ich gerne ganz spontan zuerst nach einem Rezept gucke das ich vielleicht sogar mit Zutaten aus dem Vorratsschrank machen kann. Neben der nahrhaften Brühe und den Kombucha-Drinks lacht mich sofort die probiotische Limonade mit Kurkuma und Ingwer an, aber auch die Frühstückssmoothies und der Gewürz-Chai-Tee mit Kurkuma und Ingwer klingen sehr lecker. Ich habe einfach mal die Limonade für euch getestet.

Rezension Australia Living and Eating

Basics

Am Ende gibt es noch die Basics – gerade für „Nichtveganer“ ist das ganz hilfreich, hier findet man neben Miso-Hummus, frischer Salsa und Haferbrot auch Rezepte für Cashew „Parmesan“, Cashew „Mozzarella“ und Kokos-„Speck“. 

Ich kann dieses Buch allen die sehen wollen wie viel mehr die Australische Küche zu bieten hat als BBQ und Kürbis, die auf der Suche nach tollen und vielseitigen Rezepten ohne Fleisch oder die einfach Lust auf ein buntes Kochbuch vom anderen Ende der Welt haben nur wärmstens ans Herz legen. Ich hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß damit und werde sich noch das eine oder andere Rezept ausprobieren!

** Das Buch “Australia Living & Eating” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Kleines No-Kneat-Bread mit Sauerteig

Endlich habe ich es mal wieder geschafft an einem der tollen Events zum #synchronbacken mit Zorra vom Kochtopf und Sandra von From Snuggs Kitchen teilzunehmen. Als Rezept haben die Beiden diesmal das „no-kneat-Brot mit Emmervollkornmehl und Leinsamen“ von Dagmar ausgewählt. Das schien wohl nicht nur mir ein super unkompliziertes Rezept zu sein – es gab nämlich zahlreiche Teilnehmer die ihre Fotos von dem Brot auf Instagram geteilt haben. Da ich die Zutatenliste nur flüchtig mit meinem Vorratsschrank abgeglichen habe musste ich beim Ansetzen des Teigs einen Teil vom Emmervollkornmehl durch Dinkelvollkornmehl austauschen, ansonsten bin ich dem Rezept ziemlich treu geblieben. Beim Backen hatte ich zuerst den gusseisernen Topf im Visier, dann fand ich die Teigmenge dafür aber etwas zu knapp und habe mich für das Backen in der Kastenform entschieden. Es ist also ein eher kleines No-Kneat-Bread geworden. Am Ende ist aber auf jeden Fall ein super leckeres Brot aus dem Ofen gekommen – knapp an der Grenze zwischen saftig und klitschig, da hätten 10 Minuten mehr im Ofen vermutlich nicht geschadet, aber definitiv vielseitig und schmackhaft!



Kleines no-kneat-bread mit sauerteig

Zutaten für 1 no-kneat-bread mit Sauerteig:

50g Sauerteigansatz

200g Weizenmehl, Typ 550

180g Emmervollkornmehl

120g Dinkelvollkornmehl + etwas für die Arbeitsfläche

3g frische Hefe

12g Salz

420g Wasser

Zum Bestreuseln:

4-5 EL Leinsamen (gold)

Kleines no-kneat-bread mit sauerteig

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Teig in einer ausreichend großen Schüssel gründlich vermengen. Abgedeckt bei Raumtemperatur mindestens 12 Stunden, bei mir waren es 18 Stunden, gehen lassen. 

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig darauf geben. Den Teig mit dem Teigspatel immer wieder zusammenschieben und leicht falten. 

Das Gärkörbchen mit Mehl ausstreuen und die Leinsamen darin verteilen. Den Teig in die Länge ziehen und in das Gärkörbchen* geben. 30 Minuten gehen lassen. In dieser Zeit den Backofen samt passender 30cm Kastenform auf 240°C vorheizen. 

Den Teig vorsichtig in die Kastenform kippen, bzw. heben. Die Leinsamen sollten jetzt oben sein. 

Die Form abdecken – ich nehme dazu meine große Sandwichbrotform und setze sie umgedreht wie einen Deck auf. 

Das Brot 30 Minuten backen, den Deckel abnehmen, die Hitze auf 225°C reduzieren und das Brot weitere 25 Minuten fertig backen. 

Das Brot aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und aus der Form stürzen. Bei mir löst es sich etwas schwer, aber mit dem Teigschaber lassen sich angeklebte Stellen gut lösen. 

Anschneiden und bunt belegen oder mit etwas Butter verputzen.

Greift zu!

Kleines no-kneat-bread mit sauerteig




Curry-Kritharaki mit Hähnchen und Brokkoli

Heute ist der letzte Tag der Internationalen Grünen Woche in Berlin und eigentlich auch der letzte Tag meiner grünen Woche hier auf dem Blog. Für die habe ich euch ja schon von der Messe berichtet, einen grünen Smoothie und die dicken Knoblauchbohnen gezaubert und heute wollte ich euch eigentlich eine Art Hähnchen Biryani mit Brokkolireis zaubern. Blöd gelaufen – mein Mixer hat den Geist aufgegeben. Somit gab es hier also keinen geraspelten Brokkoli und die damit verbundene miese Laune meinerseits hat dazu geführt, dass ich den Brokkoli einfach nur in Röschen gezupft und gekocht habe. Da war natürlich ganz klar, dass daraus kein ernsthaft grünes Rezept mehr werden kann und somit habe ich kurzerhand Reis gegen Kritharaki getauscht und ganz flott Curry-Kritharaki mit Hähnchen und Brokkoli gezaubert. Pasta ist Soulfood und macht glücklich – da kann man sagen was man will. Somit hat mich das Rezept über den Verlust des Mixers ein wenig hinweg getröstet, auch wenn es somit keinen grünen Abschluss meiner grünen Woche auf dem Blog gibt… ich bin sicher, dass auch euch diese Curry-Pasta ein wenig Trost spenden wird!



Curry-Kritharaki mit Hähnchen und Brokkoli

Zutaten für 2-3 Personen:

ca. 250-300g Brathähnchenreste

1/2 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

400g Brokkoli

250g Kritharaki

1/2 TL Cumin

1 TL Currypulver

1 TL Kurkuma

1 EL Rapsöl

Salz

1 Prise Chilipulver

Zubereitung:

Für die Kritharaki einen Topf Salzwasser zum kochen bringen und die Reisnudeln nach Packungsanleitung (hier 12-15 Minuten) gar kochen. 

Nach der Hälfte der Zeit die klein gezupften Brokkoliröschen dazu geben.

Während die Kritharaki kochen das Öl erhitzen. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, fein hacken und im Öl anschwitzen. Cumin, Curry, Kurkuma und eine Prise Salz dazu geben. Die klein gezupften Brathähnchenreste untermengen und alles kurz erwärmen. Den Deckel auf den Topf legen, die Hitze ausstellen und alles kurz beiseite stellen.

Die Kritharaki durch ein feines Sieb* abgießen und mit dem Curry-Hähnchen vermengen. 

Alles mit Salz und Chilipulver abschmecken und auf tiefe Teller verteilen. 

Schnell und lecker!

Curry-Kritharaki mit Hähnchen und Brokkoli




Dicke Knoblauchbohnen zum Brathähnchen

Eine Kategorie die hier auf dem Blog mehr als stiefmüttlerich behandelt wird ist die Kategorie Beilagen. Eigentlich ist das fies, denn unglaublich viele Rezepte haben den Schwerpunkt auf der Beilage und landen dann in der Ecke Huhn, Fisch oder Rind weil ein einfach gebratenes Stück Fleisch mit auf dem Teller liegt. Deshalb gibt es heute dicke Knoblauchbohnen zum Brathähnchen – ja, man braucht das Hähnchen um Knoblauch und Zwiebeln darin zu schmoren. Trotzdem sind die Bohnen der Fokus, das Hähnchen ist zwar notwendig um Knoblauch und Zwiebel als Füllung zu garen, war aber am Ende nur mit Salz gewürzt auf dem Grillspieß. Somit haben wir hier nach dem Smoothie das zweite Rezept meiner grünen Woche auf dem Blog. Und auch wenn ich jedes Mal fluche während ich von jeder verflixten Bohne einzeln die Haut abziehe – lecker war es allemal! 



Dicke Knoblauchbohnen zum Brathähnchen

Zutaten als Beilage für 4 Personen:

400g dicke grüne Bohnen, hier TK

2 EL Olivenöl

1 Zitrone

Pfeffer & Salz

1 Knolle Knoblauch – ja, Knolle (nicht Zehe)

1 Zwiebel

Zubereitung:

Das Brathähnchen salzen, die Knoblauchknolle quer halbieren (so das alle Zehen mittig durchgeschnitten sind), die Zwiebel schälen und vierteln.

Das Hähnchen mit Zwiebel und Knoblauch füllen und am Spieß oder im Bräter zubereiten. 

In dieser Zeit einen ausreichend großen Topf Salzwasser zum kochen bringen und die Bohnen darin 8 Minuten lang weich kochen. 

Durch ein Sieb abgießen, einmal kalt abschrecken und dann von allen Bohnen die dicke weiße Haut abziehen. 

Die geschälten Bohnen in eine große Schüssel geben und beiseite stellen.

Den Zitronenabrieb, Zitronensaft, Pfeffer, Salz und Olivenöl in einen kleinen Mixer geben. Sobald das Hähnchen fertig ist die Füllung aus dem Bauch holen. Die Knoblauchzehen aus der Schale ziehen und zusammen mit den Zwiebelstücken zu den restlichen Zutaten in den Mixer geben. Mixen bis kaum noch Stücke zu sehen sind.

Die Bohnen mit dem zitronigen Zwiebel-Knoblauch-Dressing anmachen und nochmals mit Pfeffer und Salz abschmecken. 

Das Hähnchen zerlegen und auf einem großen Teller platzieren.

Die dicken Knoblauchbohnen zum Brathähnchen auf den Tisch stellen. 

Greift zu!

Dicke Knoblauchbohnen zum Brathähnchen




Grüner Ingwer-Avocado Smoothie

Die Internationale Grüne Woche 2020 ist in Berlin mal wieder in vollem Gange und ich habe euch an dieser Stelle bereits wieder über unseren Besuch auf der Messe berichtet. Und wie schon in den letzten Jahren gibt es auch in diesem Jahr wieder eine kleine „grüne Rezeptserie“ – einfach weil es mir Spaß macht etwas Passendes für euch zu zaubern. Den Anfang macht heute ein grüner Ingwer-Avocado Smoothie – der ist nicht nur super um Ordnung im Kühlschrank zu schaffen, sondern auch wunderbar frisch, cremig und dank Ingwer und Kurkuma ein kleiner Booster für euer Immunsystem!



Grüner Ingwer-Avocado Smoothie

Zutaten für 4 Gläser Ingwer-Avocado Smoothie:

1 Avocado

1 Hand voll Rucola

1 Hand voll grüne Weintrauben

1 saurer Apfel, z.B. Boskop

1 Daumen großes Stück Ingwer

1 TL Kurkuma*, gemahlen

150ml Orangensaft

kaltes Wasser + 6-7 Eiswürfel

Zubereitung:

Die Avocado halbieren, aus der Schale löffeln und in den Mixer geben. Die Weintrauben von der Rispe zupfen, den Apfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen, den Ingwer schälen und grob würfeln, den Rucola waschen und etwas klein zupfen. Alle Zutaten zur Avocado in den Mixer geben. 

Den Kurkuma und den Orangensaft dazu geben. Die Eiswürfel und etwas Wasser zufügen und alles einmal kräftig mixen. Nach Bedarf nach und nach etwas Wasser dazu geben und zwischendrin immer wieder mixen. Falls euch der Smoothie zu mild wird etwas mehr Orangensaft hinzufügen. 

Wenn Konsistenz und Geschmack passen wird euer grüner Ingwer-Avocado Smoothie auf passende Gläser verteilt und sofort serviert. 

Genießt euren Smoothie!

Grüner Ingwer-Avocado Smoothie




Internationale Grüne Woche 2020

Es ist wieder so weit – die Internationale Grüne Woche 2020 hat ihre Tore für Besucher aus aller Welt geöffnet. Und wie in jedem Jahr haben wir uns ins Getümmel gestürzt und unsere Runde durch die vielen unterschiedlichen Messehallen gedreht. Was wir dieses Jahr aber anders gemacht haben war unser zeitlicher Ablauf. Schon um kurz nach 10Uhr am Samstag Vormittag ging es schon los und wir sind zusammen mit den ersten Besuchern in unsere Tour durch die Hallen gestartet. Während die ersten zielstrebig die Verkostung deutscher Biere eingeläutet haben sind wir in Richtung Tierhallen aufgebrochen und konnten ohne allzu großes Gedränge die verschiedenen Ecken und Leckereien der Messe erkunden.



Internationale Grüne Woche 2020

Meine erste Beute waren ein paar rotschalige Kartoffeln. Die sahen einfach super aus, sind im plastikfreien Netz verpackt und werden sich in den nächsten Tagen ganz wunderbar auf dem Teller machen. Auf unserem Weg durch die deutschen Hallen probieren wir in Beelitz Kaninchen-Wiener. Die sind geschmacklich definitiv anders als der Klassiker, weniger würzig aber dafür mit mehr Eigengeschmack…

Internationale Grüne Woche 2020

… dann geht es in die Berliner Hallen. Das schokoladige Wahrzeichen der Stadt von Rausch ist ein absoluter Fotomagnet, aber auch Schokoküsse und Gebäck haben schnell Fans.

Internationale Grüne Woche 2020

Eine Sache die sich in den letzten Jahren definitiv sehr verändert hat ist die Präsenz von Nachhaltigkeit, Regionalität und Bio. Eine Tonne verdeutlicht die Menge an Lebensmitteln die wir im Durchschnitt wegwerfen, kleine Beete zeigen was saisonal angebaut wird und Blumeninseln machen Lust auf den Frühling.

Internationale Grüne Woche 2020

Das übrigens nicht ohne Hintergedanken. Wir sehen das Luxus-Insektenhotel das uns im nächsten Herbst als Bauvorlage dienen wird. Außerdem lasse ich mir von den super tollen und hilfsbereiten Imkern Tipps für Blumen geben mit denen man den Bienchen in den Randzeiten Frühjahr und Herbst eine besondere Freude machen kann. Krokusse habe ich zum Glück reichlich gesetzt, gefüllte Astern habe ich mir für den Herbst auf die Liste gesetzt, ob ich allerdings einen Platz finde um eine Weide zu pflanzen… ich bin noch nicht überzeugt.

Internationale Grüne Woche 2020

In der Tierhalle sehen wir Rinder, Ziegen und Schafe, Esel und Alpakas, jede Menge Pferde und sogar eine Preisverleihung. 

Internationale Grüne Woche 2020

Bei den Haustieren ist der kleine Mann besonders von den Kaninchen begeistert, aber auch Katzen, Hunde und Fische sind spannend. 

Das absolute Highlight neben den Tieren sind die vielen Landwirtschaftlichen Maschinen in die die Kids klettern dürfen. Während man als Mama Blut und Wasser schwitzt obwohl man ja weiß, dass da nichts plötzlich angehen kann wird in Reifen rumgeklettert, Schneidewerkzeug begutachtet und sämtliche Knöpfe hinterfragt. 

In Halle 1.2 findet ihr die Foodtruck Ecke. Von Insekten über Eis und Raclettebrote, Hot Dog Wraps oder Pulled Pork Sandwichs, Burger und Süßkram ist alles dabei was man sich unkompliziert auf die Hand wünschen kann.

Internationale Grüne Woche 2020

Dann erreichen wir die Blumenhalle.

Internationale Grüne Woche 2020

Die ist auf jeden Fall wieder hübsch und farbenfroh gestaltet – kombiniert mit den milden Temperaturen hier in Berlin bekommt man glatt Frühlingsgefühle. Es gab in den letzten Jahren (zum Beispiel 2016 oder 2014) aber auch schon ausgefallenere Themen die mich mehr fasziniert haben. Für einen kleinen Frühlingsspaziergang sollte man sich hier aber auf jeden Fall „hin verirren“. 

Direkt nebenan finden sich Whirlpools und Saunafässer – so eine kleine Mini-Almhütte mit passendem Whirlpool ist schon ein Hingucker…  

Nach gut drei Stunden machen wir uns auf den Weg in Richtung Ausgang. Dabei shoppe ich noch ein bisschen Salami in Frankreich und einen absolut genialen Büffel-Käse in Italien. Den Käse solltet ihr wirklich nicht verpassen!

Wir hatten auf jeden Fall einen tollen Tag auf der Internationalen Grünen Woche 2020 und freuen uns schon auf das nächste Jahr!