Sommerliche Gurke-Lachs-Brote

Basierend auf Indizien gehe ich davon aus, dass ihr die Kombination Lachs und Gurke auf dem Brot mögt. Sowohl der Lachs-Skyr-Aufstrich mit Gurke als auch das Sandwich mit Lachscreme und Gurke sorgen hier auf dem Blog nämlich für regelmäßige Klicks und da ich beides ausgesprochen lecker finde kann ich euch das absolut nicht verdenken. Damit uns aber allen nicht langweilig wird habe ich mal wieder ein neues Experiment gewagt und ein paar sommerliche Gurke-Lachs-Brote gezaubert. Mit Jogurt, Honig und Senf ist die Kombination einfach genial und falls ihr vielleicht vom Vorabend ein paar Reste vom gebratenen Lachs habt ist das Ganze im Handumdrehen fertig. Frühstück, Mittagessen oder Abendbrot? Ganz egal, diese leckeren Schnittchen gehen einfach immer!



Sommerliche Gurke-Lachs-Brote

Zutaten für 8 Gurke-Lachs-Brote:

(ich plane 2-3 Brote pro Person):

8 große Scheiben Brot, z.B. Landbrot / Dinkelbrot / Toastbrot

150g Lachs (mit etwas Öl gebraten)

1 Salatgurke

10 Cocktailtomaten

 2 Frühlingszwiebeln

100g Joghurt

1/2 EL Senf

1 EL Honig 

1 Zitrone

Pfeffer & Salz

etwas Schnittlauch

Zubereitung:

Falls noch nicht geschehen etwas neutrales Pflanzenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Lachs von beiden Seiten braten bis er gar ist. Beiseite stellen und möglichst vollständig (oder zumindest lauwarm) abkühlen lassen, sonst gerinnt euch später das Joghurtdressing.

In dieser Zeit die Gurke klein würfeln, die Tomaten vierteln, den Schnittlauch und die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und die Schale der Zitrone mit einer feinen Reibe* dazu reiben. Alles zusammen in eine ausreichend große Schüssel geben.

Den Joghurt mit Senf, Honig, dem Saft aus der halben Zitrone, etwas Pfeffer und Salz zu einem  würzigen Honig-Senf Dressing anrühren und mit dem Salat vermengen. 

Am Ende den Lachs fein zupfen und unterheben. Alles mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Die Brote toasten oder in der Pfanne von beiden Seiten kurz anrösten. 

Den bunten Lachs-Salat auf die gerösteten Brote verteilen. 

Je nach Geschmack noch eine Prise Pfeffer über die sommerlichen Gurke-Lachs-Brote mahlen und die leckeren Schnittchen sofort servieren. 

Greift zu!

Sommerliche Gurke-Lachs-Brote




Schneller Johannisbeerkuchen

Es ist mal wieder so weit – im Garten hängen Sträucher und Büsche voll mit leckeren Beeren und die wollen natürlich geerntet und verarbeitet werden. Aus einem Teil werde ich auf jeden Fall wieder rote Grütze kochen – aber auch ein Kuchen darf natürlich nicht fehlen! Wie schön, dass Ina von Applethree und Zorra vom Kochtopf gerade unter dem Motto „A berry good time“ unsere liebsten Beerenrezepte suchen. Dadurch habe ich diesen Kuchen nämlich gleich zweimal gebacken. Beim ersten Mal war er so ruck-zuck verputzt, dass ich glatt vergessen hatte Fotos zu machen… beim zweiten Anlauf war ich dann schneller. Zum Glück ist der Kuchen so extrem unkompliziert und wirklich ganz schnell gemacht. Mein schneller Johannisbeerkuchen ist nämlich im Prinzip kein geringerer als der schnelle Heidelbeerkuchen den es schon eine Weile hier auf dem Blog gibt. Die Form ist eine andere und die Beeren ausgetauscht, aber der Rest ist unverändert. Welcher ist euer Favorit?



Schneller Johannisbeerkuchen

ZUTATEN FÜR EINE 28CM SPRINGFORM mit Rohrboden:

125g weiche Butter + etwas um die Form einzufetten

125g Zucker

3 Eier

200g Weizenmehl, Typ 405

1 Päckchen Backpulver

1 EL Vanilleextrakt

40ml Milch

200g Johannisbeeren

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und nacheinander die Eier einrühren. Dabei zwischen den Eiern ca. 20 Sekunden Abstand lassen. 

Mehl und Backpulver vermischen und untermengen. Am Ende Milch und Vanilleextrakt dazu geben. 

Zu guter Letzt die Johannisbeeren unter den Teig heben.

Die Backform mit Butter einfetten und den Teig hinein füllen. Rundum glatt streichen und den Kuchen auf mittlerer Schiene für 25-30 Minuten in den Ofen schieben. 

Den fertigen Kuchen aus dem Ofen holen und vollständig auskühlen lassen. Einen großen Teller auf die Form legen, den Kuchen beherzt umdrehen und auf den Teller stürzen. 

Nach Lust und Laune pur oder mit etwas Puderzucker bestäubt servieren. 

Schneller Johannisbeerkuchen

Frisch und fruchtig!

Schneller Johannisbeerkuchen

Mein schneller Johannisbeerkuchen ist mit dabei beim Event:


Blog-Event CLXV - A berry good time - alles mit Beeren! (Einsendeschluss 15. Juli 2020)

Schaut auch bei den anderen Teilnehmern vorbei!




Rezension – Skinny Pasta

Klingt es nicht verlockend – man könnte auf seine Ernährung achten, abnehmen und dabei nicht auf Pasta verzichten? Julia Azzarello verspricht in ihrem Kochbuch Skinny Pasta* das kürzlich im Thorbecke Verlag** erschienen ist genau das: durch eine kluge Auswahl der Zutaten gibt es herrlich leckere Nudelrezepte mit vollem Geschmack aber wenig Kalorien.  Jedes der Rezepte hat dabei unter 500 Kalorien und neben ein paar Basics ist von Suppen über Salate, vegetarische Rezepte oder Varianten mit Fisch und Fleisch alles dabei. 

Zugegeben – die Idee dahinter hat mich gleichzeitig voller Begeisterung, aber auch mit einer gewissen Skepsis die ersten Seiten aufschlagen lassen. 

Was definitiv meine Highlights sind und wo ich nicht rundum glücklich war verrate ich euch hier…



Rezension Skinny Pasta von Julia Azzarello

Zu den harten Fakten von Skinny Pasta:

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Thorbecke; Auflage: 1 (10. Februar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3799514228
  • ISBN-13: 978-3799514224
  • Größe und/oder Gewicht: 16,4 x 2 x 23,3 cm

Die Einleitung nimmt uns kurz mit ins südliche Italien, dann werden wir in die Realität der Foodtrends zurückgeholt. Wir werden informiert, dass uns in diesem Buch moderne Interpretationen der Klassiker erwarten bei denen wir nicht stundenlang in der Küche stehen und Knochen auskochen müssen,  und Fleisch wird in Maßen oder als Extra verwendet. „Kalorien werden durch kluge Ersetzungen und…“ und jetzt kommt der gefürchtete Satz „… maßvolle Portionen eingespart.“

Ja, natürlich wissen wir alle, dass wir keine 150g Pasta (Trockengewicht) pro Person futtern können und trotzdem rank und schlank bleiben (zumindest die Wenigsten von uns) aber irgendwie war die Hoffnung schon da… zumindest ein bisschen. Auf der anderen Seite muss ich ganz ehrlich sagen gewöhne ich mich sehr schnell an maßvolle Portionen und ein Beilagensalat ist ja auch immer eine Option… trotzdem hoffe ich schon auf dieser Seite 7, dass das Konzept hinter diesem Buch nicht alleine darin besteht mit Mini-Portionen Kalorien einzusparen. Wir werden sehen.

Ich mag die Anmerkungen – hier geht es um ein paar grundsätzliche Dinge wie milchfrei / vegetarisch / glutenfrei oder vegan zu kochen, Nudelformen und passende Saucen werden erklärt und es gibt ein paar Hinweise dazu wie man Nudeln kocht (nicht so banal wie es klingt), welche Küchengeräte hilfreich sind und die mittlerweile fast schon obligatorische Bestückung der Speisekammer über die ich aber keineswegs schimpfen will – mit einem gut bestückten Vorratsschrank kann man IMMER eine Pasta zaubern. Immer-immer im Sinne von „da geht immer was!“. 

Basics

Einfacher frischer Nudelteig, glutenfreie Gnocchi, Spätzle, traditionelles Pesto, schlanke Bolognese-Sauce oder Ofen-Gemüse – hier wird kurzum und ohne viel Schnickschnack Grundlagenwissen vermittelt. Mir gefällt die schlanke Bolognese-Sauce am besten, der Rest ist recht klassisch aber es geht ja auch um Basics. 

Mittagessen

Mit Blick auf die Kapitel habe ich mich zuerst gewundert was das Mittagessen hier zu suchen hat. Es erschien mir nicht wirklich passend, irgendwie „dazwischengewurschtelt“ und zu gewollt. Beim ersten Satz im Kapitel „Ich habe das Gefühl, dass das Mittagessen unterbewertet ist.“ bekomme ich daraufhin sogleich ein schlechtes Gewissen. Ich erkenne mich absolut als recht liebloser Mittagessen-Esser wieder. Reste vom Vortag, ein Ei mit Salat, ein schnelles belegtes Brot oder einfach ein Snack reichen mir in der Regel vollkommen aus, lassen das Mittagessen aber natürlich ein leichtes Schattendasein fristen. Also sehen wir mal was uns hier erwartet – besondere Gelegenheiten und Frühlingstage im Garten, saisonale Leckereien. Alles mit dem Hinweis, dass die Rezepte auch als Vorspeise oder Zwischengang serviert werden können. 

Den Anfang machen Rote-Bete-Ravioli, gefolgt von frischen Tagliatelle mit Trüffeln. Ein Orzo-Risotto mit Erbsen, dicht gefolgt von Mini-Anelletti al Forno (einem sizilianischen Mini-Auflauf) oder der schwedisch inspirierten Pytt i panna (einem Pfannengericht). Boeuf Stroganoff mit Pilzen und Pappardelle klingen für mich auch noch nicht so richtig leicht, der Butternut-Kürbis mit Parmaschinken oder die Geflügelwürstchen mit gebackenen Trauben, Kürbis und Fregola klingen da schon leichter. 

Ich neige also bereits dazu meinen ersten Verdacht bestätigt zu sehen und im Buchladen hätte ich vielleicht schon zum nächsten Buch gegriffen. 200g Vermicelli für 4 Personen, 175g Anelletti für 4-6 Portionen, 200g frische Tagliatelle die nur mit einem Hauch Butter und etwas Parmesan plus Trüffel aufgepeppt werden… ja, das sind kleine Portionen. Ich bin ganz ehrlich: Primi Piatti (also wirklich dieser leckere italienische Pastazwischengang) trifft es für mich hier eher. Das Problem damit ist nur, dass es ein zusätzlicher Gang ist und damit auch die <500 Kalorien nur gemäßigt tröstend sind. Für ein sommerliches, kleines Mittagessen oder serviert mit viel Salat passt das Ganze für mich dann schon eher, aber irgendwie bin ich nicht ganz sicher ob mich Thunfischsandwich + Apfel am Ende nicht satter machen würden. Da ich aber nicht in der Buchhandlung stehe sondern gemütlich auf der Couch sitze geht es für mich im nächsten Kapitel weiter – Salate!

Salate

Nudelsalate und Salate mit Nudeln sind nicht das Gleiche – beides hat aber voll und ganz seine Berechtigung und so macht den Beginn ein Panzanella-Salat mit Dinkelnudeln anstelle von Brot in dem einfach mal Nudeln vom Vortag verwertet werden. Eine schöne Idee und definitiv für die Tomatensaison vorgemerkt! Es folgen Gemelli und Sommergemüse mit Avocado-Koriander-Sauce, ein Nudelsalat Caprese mit Erdbeeren, Buchweizennudeln mit Apfel, geräucherter Makrele und roter Zwiebel, eine Art kleiner Caesar Salad mit Hähnchen und eine Entenbrust mit Radicchio, gerösteten Walnüssen und Fregola. Leider haben nicht alle Rezepte ein Bild und ich muss mich als sehr bildorientierten Kochbuchleser outen. Vermutlich haben mich die Blogs und andere ausgiebig bebilderte Kochbücher etwas verdorben, aber es ist wie es ist… 

Suppen

Juhu – dieses Kapitel ist voll und ganz meins… und das vom kleinen Mann. Suppen mit Nudeln sind nämlich genau unser Ding!

Minestrone geht doch einfach immer, trotz fehlendem Foto kann mich aber auch die Kichererbsen-Nudelsuppe begeistern… scheinbar hat es einen Grund warum man hier auf das Foto verzichtet hat:

Rezension Skinny Pasta - Kichererbsen-Nudelsuppe

Nicht sexy, aber extrem lecker. Die Hühnersuppe mit Spätzle und Dill klingt auch spannend, die italienische Hochzeitssuppe ist ein Klassiker der danke Putenhack etwas leichter auf den Teller kommt, Pasta e fagioli (also Nudeln mit Bohnen) gibt’s hier sobald die Bohnen reif sind und die Nudelsuppe mit Erbsen und Schinken fand ich grandios… stand damit aber leider absolut alleine da. War trotzdem lecker… jawohl!

Rezension - skinny Pasta - Nudelsuppe mit Erbsen und Schinken

Es folgt noch eine Suppe mit Wachsbohnen und Chorizo, Spinat und Pappardelle und dann ist das Kapitel Suppen leider auch schon durch. 

Vegetarisches

Pasta ist für mich ja immer die einfachste Variante fleischlos zu kochen. Nudeln sind Soulfood und kommen wunderbar ohne Fleisch aus. Es gibt hier eine kleine Einleitung zu passenden Gemüsesorten, saisonalen Varianten und passenden Zubereitungsarten, dann geht es mit den Rezepten los. Frische Pappardelle mit geröstetem Blumenkohl und cremiger Senfsauce. Blick auf die Pastamenge – 350g frische Pasta für 4 Personen. Grummel… klingt nach einer kleinen Portion… ABER – 1 ganzer Blumenkohl mit ca. 1kg der im Ofen gebacken wird und somit kaum Gewicht verliert macht schon satt. Nicht ganz so überzeugend sind die Makkaroni mit Käse bei denen nur ca. 50g Pasta pro Nase eingeplant sind. Auch mit viel Käse ist das schon ein sehr kleines „Trostessen“. Bei den Rigatoni mit frischen Kirschtomaten und Oliven kommen auf 300g Pasta schon wieder 400g Tomaten und somit wird sicher niemand hungrig bleiben – die Rigatoni warten bereits im Vorratsschrank auf ihren Einsatz… oder eben auf die Tomatensaison. Es gibt Cannelloni mit Spinat und Kräuter-Ricotta bei denen am Ende 3 gefüllte Cannelloni pro Person auf dem Teller landen und ich denke das ist ein fairer Deal, ich habe die Farfalle und Caponata gezaubert bei denen eine sizilianische Fleischsauce in eine vegetarische Variante umgewandelt wird. Es tut mir glatt ein bisschen Leid zu sagen, dass ich extrem begeistert war während meine Männer die Rosinen aussortiert haben weil sie die Kombination in Pasta einfach nicht mochten. 

ezension - Skinny Pasta

Es folgen sommerliche Vermicelli mit Ofen-Tomaten, Rucola und Feta, leichte Mafaldine mit Romanesco-Sauce und Zitrone, leckere Dinkel-Penne alla Nonna die mit viel Gemüsesauce auf den Teller kommen, eine Lasagne mit Beluga-Linsen-Sauce, glutenfreie Gnocchi mit Kürbis, brauner Butter und Salbei bei denen eben nicht nur Gnocchi mit Butter, sondern auch Kürbiswürfel mit auf den Teller kommen, Orecchiette mit Stängelkohl und Chili oder Tagliatelle mit Pilzen und Kalettes bei denen einfach eine gute Menge Gemüse dafür sorgt die eher kleine Menge Pasta auszugleichen. So habe ich mir das vorgestellt! Etwas weniger überzeugen mich das die Cacio e pepe und die Linguine Lunghi… auf der anderen Seite könnte man ja hier einen Salat als Beilage servieren. Ich finde ja noch die Strozzapreti mit Artischockenherzen, Favabohnen und Erbsen gut aber der Rest der Familie hat hier leider schon ein Veto eingelegt. Mal gucken, vielleicht ergibt sich ja trotzdem mal die Gelegenheit. Das vegetarische Kapitel ist in jedem Fall mein ganz persönliches Highlight in Skinny Pasta. 

Mit Fisch und Fleisch

Tatsächlich sind die Maltagliati mit geräuchertem Lachs, Crème fraîche und Dill nicht das erste was mir bei Skinny Pasta in den Sinn käme, aber da sind sie – die Portion klein aber fein. Es gibt Pasta mit Thunfisch, Kapern und schwarzen Oliven (klingen sehr verlockend), Linguine al vongole, Fiorelli mit Garnelen, Butter und Tomaten und noch einiges mehr mit Fisch und Meeresfrüchten. Die Rezepte klingen unglaublich gut, die Pastamenge liegt bei 60g pro Portion. Manchmal wird das aus meiner Sicht ausgeglichen, manchmal ist es halt eine kleinere Portion. 

Die Rezepte mit Fleisch klingen ebenso wunderbar – Paprikahuhn mit frischen Tagliatelle, Orecchiette mit Brokkoli, Geflügelwürstchen und Harissa, Tagliatelle mit Spinat, geräuchertem Hähnchen und Ricotta oder Spaghetti Carbonara mit Erbsen – es ist für jeden etwas dabei. Tatsächlich ist die Carbonara-Variante ein Beispiel für das was ich mir von diesem Buch erwartet habe. Weniger Nudeln und dafür Erbsen die das Ganze „auffüllen“. Es folgen warme Antipasti mit Nudeln, oder Fleischbällchen mit Rigatoni und Marinara-Sauce. Eine bunte Sammlung Skinny Pasta Rezepte die mit dem Inhaltsverzeichnis zum Ende kommt. 

Mein Fazit: jein… die Rezepte sind toll, ohne Frage. Die „Skinny Pasta“ ist aber in vielen Fällen auch einfach eine sehr kleine maßvolle Portion und um zu wissen dass eine kleine Portion weniger Kalorien hat als eine große Portion braucht es nicht zwingend ein Kochbuch. Wer aber wissen möchte in welchem Maß er Nudeln ohne schlechtes Gewissen genießen kann und wer wie ich ein großer Fan von Nudelsuppen ist der sollte diesem Buch doch einen zweiten Blick gönnen. 

** Das Buch “Skinny Pasta – Nudelrezepte voller Geschmack mit weniger als 500 Kalorien” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Gebratener Lachs mit Brokkoli und Zitronen-Sahnesauce

Es ist schon ein paar Tage Wochen her, dass dieses leckere Rezept für gebratenen Lachs mit Brokkoli und Zitronen-Sahnesauce bei uns auf dem Tisch stand. Eigentlich wollte ich es dann auch zeitnah hier auf den Blog bringen aber wie es manchmal so ist war ich ganz sicher, dass ich mit der Sauce irgendwas total simples und gleichzeitig geniales gemacht habe… die Frage war nur: was? Und wie es dann auch manchmal so ist fällt es einem plötzlich wie Schuppen von den Augen und man fragt sich warum es so lange gedauert hat – in der Zitronen-Sahnesauce ist nicht nur Zwiebel, sondern auch der fein aufgeschnittene Strunk vom Brokkoli! Jetzt wisst ihr Bescheid… und ich auch. Somit will ich euch dieses leckere und unkomplizierte Rezept als neustes Mitglied meiner Lachs-Rezeptsammlung auch nicht weiter vorenthalten – vielleicht gibt es ja bei euch diese Woche auch einen Fishi-Friday?  



Lachs mit Brokkoli und Zitronen-Sahnesauce

Zutaten für 3 Personen:

400g Lachsfilet mit Haut

etwas Öl

150g Reis 

Salz & Pfeffer

500g Brokkoli

1 große Zwiebel

1 Zitrone

1/2 Bund frische Petersilie

1 gehäufter TL Mehl

1 Tasse Wasser

100ml Schlagsahne oder z.B. Creme fine 7% Fett

Zubereitung:

Den Fisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Die Zwiebel schälen und klein würfeln. Die Röschen vom Brokkoli schneiden, zerteilen und beiseite stellen. Den Strunk schälen und fein würfeln. 

Einen Topf Salzwasser zum kochen bringen und den Reis hinein geben. Nach Packungsanleitung zubereiten.

Eine große beschichtete Pfanne mit wenig Öl erhitzen. Den Fisch auf der Hautseite scharf anbraten. Die Hitze reduzieren und den Lachs langsam garen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Am Ende einmal wenden und noch 1 Minute fertig braten. Die Lachsfilets aus der Pfanne nehmen und abgedeckt beiseite stellen. 

Einen kleinen Topf Salzwasser zum kochen bringen und den Brokkoli 5-6 Minuten gar kochen (je nach Größe der Röschen).

Den fertigen Reis durch ein feines Sieb abgießen.

Die Zwiebel zusammen mit dem Brokkolistrunk in die Pfanne geben und anschwitzen. Das Mehl darüber streuseln, gut vermengen und dann langsam das Wasser einrühren ohne das Klümpchen entstehen. Die Sahne einrühren und alles auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen. Die Zitronen-Sahnesauce am Ende mit dem Abrieb der Zitronenschale, dem Zitronensaft, Pfeffer, Salz und fein gehackter Petersilie abschmecken. 

Reis, Lachs und Brokkoli auf großen Tellern anrichten und die Zitronensauce dazu geben.

Schon ist euer gebratener Lachs mit Brokkoli und Zitronen-Sahnesauce fertig.

Lasst es euch schmecken!

Lachs mit Brokkoli und Zitronen-Sahnesauce




Frischer Salat mit Balsamico-Gemüse

Ich bin ja ein großer Fan von Balsamico-Ofengemüse und habe damit schon das eine oder andere Rezept gezaubert. Diesmal wollte ich das Ganze aber in einer leichten Variante mit Salat kombinieren und habe das Gemüse in der Pfanne zubereitet. Dazu kamen noch Pinienkerne und Feta mit auf den Salat und schon stand ein recht schnelles und unkompliziertes Abendessen auf dem Tisch. Mit einem Gläschen Wein ist dieser Salat mit Balsamico-Gemüse einfach perfekt für warme Sommerabende auf der Terrasse!



Frischer Salat mit Balsamico-Gemüse

Zutaten für 2-3 Personen:

Für den Salat:

150g Schafskäse

3 EL Pinienkerne

150g Rucola

Für das Balsamico-Gemüse:

2 EL Olivenöl

60ml Balsamico

etwas Wasser

Pfeffer & Salz

1/2 Aubergine

1 große Zwiebel

1 rote Paprika

1 gelbe Paprika

1 kleiner Zweig Rosmarin

Optional:

etwas Brot

Zubereitung:

Die Aubergine in mundgerechte Stücke würfeln. Die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Die Paprika waschen, halbieren, entkernen und ebenfalls klein würfeln. 

Die Pinienkerne ohne Öl in einer beschichteten Pfanne* anrösten und anschließend beiseite stellen. 

Das Öl erhitzen und die Aubergine hinein geben. 3-4 Minuten anbraten und dann die Zwiebel und den Rosmarinzweig hinzufügen. Weiter anschwitzen bis die Zwiebel glasig wird. Die Paprika untermengen, kurz mit anrösten und alles mit dem Balsamicoessig ablöschen. Ein klein Wenig Wasser (ca. 40ml) dazugeben und bei kleiner bis mittlerer Hitze langsam einreduzieren lassen. Das Balsamico-Gemüse mit Pfeffer und Salz würzen. 

Den Rucola klein zupfen und in eine große Schüssel geben. Den Schafskäse würfeln und dazu geben. Das Balsamico-Gemüse warm untermengen. Bei Bedarf noch etwas Olivenöl an den Salat geben. Den Salat mit Balsamico-Gemüse auf passende Teller verteilen und die Pinienkerne darüber streuen. 

Schon ist euer Salat fertig!

Frischer Salat mit Balsamico-Gemüse




Garteneinblick Juni 2020

Heute ist noch Juni, richtig? Ende Juni, aber Juni… eigentlich wollte ich diesen Garteneinblick Juni 2020 schon längst fertig haben, aber manchmal verschiebe und verschiebe und verschiebe ich Dinge einfach und dann denke ich doch wieder „Fotos mache ich bei Sonnenschein… hier könnte noch vorher Unkraut gezupft werden… das würde aber netter aussehen wenn…“ naja, und dann ist der Monat schon fast zu Ende. Dabei habe ich nicht ein einziges Foto von unserer phänomenalen Erdbeerernte gemacht. Und die war wirklich unglaublich. Und von der Sonne war gestern Nachmittag auch nicht mehr wirklich viel zu sehen – also habe ich letztendlich bis auf den letzten Drücker gewartet um euch meinen Garten im strömenden Regen zu präsentieren. Das hatten wir bisher auch noch nicht…



Garteneinblick Juni 2020

Fangen wir unseren Rundgang doch einfach mal mit dem Steingarten an – nachdem ich euch im April ja stolz mein Basilikum gezeigt habe hat es noch zwei oder drei Tage gedauert bis mich anstelle von grünen Blättchen eine Schneckenschleimspur angelacht hat. Aus der Traum vom Basilikum… ich habe zwar nochmal ein Tütchen Samen gekauft, aber dann habe ich die Aussaat aufgeschoben und aufgeschoben und vor ein paar Tagen einfach zwei Töpfe Basilikum gekauft und ausgewildert. Das nächste Gartenjahr kommt bestimmt. Meine Vogel-/Katzen-/Insektentränke ist übrigens sehr beliebt bei den vielen Brummern die sich hier herumtreiben.

Garteneinblick Juni 2020

Als ich das Insektenhotel gebastelt habe stand ja auch die Frage nach einem Hummelkasten* als Idee im Raum. Der war aber ehrlich gesagt super aufwendig gegen Wachsmotten und Ameisen zu schützen und wurde erstmal auf Eis gelegt. Das stört die Hummeln allerdings überhaupt nicht, die haben nämlich an zahlreichen Stellen Einflugschneisen hinter dem Lavendel rund ums Haus und scheinen im Kiesbett vom Spritzschutz zu nisten. Das hatte ich in den vergangenen Jahren zwar schon vermutet aber noch nie so deutlich gesehen.

Im Beet gedeihen die Zuckererbsen und der Mangold ganz wunderbar, die Radieschen waren leider durchlöchert und die vielen Frühlingszwiebeln und anderen Zwiebeln sind auf dem Foto leider etwas vom Regen erschlagen, aber ich denke man erkennt dass sie gut gekommen sind.

Von den Zucchinis ist dafür leider nur eine gekommen – die muss dafür umso fleißiger sein.

Garteneinblick Juni 2020

Die rote Bete hat dieses Jahr scheinbar den perfekten Standort bekommen und auch der Salat schießt mir diesmal nicht ins Kraut sondern wächst perfekt. Somit gehe ich mittags einfach mal raus und pflücke mir meinen Salat zum Mittagessen. Das nenne ich mal „Farm to table“!

Die Buschbohnen sind nicht ganz so glücklich mit ihrem Standort. Ich habe den Lavendel schon einmal zurückgeschnitten aber irgendwie wünschen die sich glaube ich etwas mehr Raum und Licht. 

Garteneinblick Juni 2020

Auf der anderen Seite vom Hochbeet wächst ein bunter Mix aus noch mehr roter Bete, Kohlrabi, Rucola, wild gewachsenen Kürbissen und expandierenden Erdbeerpflanzen. 

Links seht ihr übrigens die Wildblumen die der kleine Mann gesät hat – die werden gelegentlich auch angeflogen, sind aber gerade bei den Bienen nicht annähernd so beliebt wie die Kräuter im Steingarten.

Garteneinblick Juni 2020

Das umgebaute Rankgitter bekommt im nächsten Jahr noch eine kleine Modifizierung damit die Bohnen besser klettern können. Da musste ich doch ganz schön nachhelfen und der Weg nach oben ist für die meisten noch weit… Heute haben wir übrigens Johannisbeeren geerntet – mal schauen was ich daraus zaubern werde.

Garteneinblick Juni 2020

Die Tomaten und Chilis kommen recht gut – ich habe ja dieses Jahr das erste Mal alles selbst gezogen, vom Samen bis zur Pflanze. Die Gurken wachsen tatsächlich besser als je zuvor – den Standort an der Stange muss ich mir für nächstes Jahr wieder merken. Ob ich sie dann wieder direkt im Freiland aussäe oder drinnen vorziehe hängt davon ab wie die Ernte ausfällt. Gesünder und kräftiger sind sie draußen auf jeden Fall angewachsen. 

Garteneinblick Juni 2020

Am hinteren Rankgitter kämpfen die Kürbisse um Höhe – ich habe keine Ahnung warum hier so der Wurm drin ist… eigentlich habe ich an diesem Standort über Jahre immer super wachsende und auch ertragreiche Pflanzen gehabt, aber seit letztem Jahr läuft’s irgendwie nicht so wie es soll… mal schauen ob die noch durchstarten.

Garteneinblick Juni 2020

Und zu guter Letzt haben wir ja noch ein paar Quadratmeter Rasen erneuert. Der ist super angewachsen und deutlich schöner als der Unkrautteppich der dort vorher vor sich hin vegetiert ist. 

Garteneinblick Juni 2020

So, das war es auch schon wieder mit meinem Garteneinblick Juni 2020 – vielleicht klappt es ja im Juli auch wieder mit Fotos bei Sonnenschein!




Sommerlicher Eintopf mit Hähnchen und Kichererbsen

Wie steht es bei euch im Sommer mit Eintöpfen? Seid ihr Fans oder soll man euch damit eher wegbleiben? Ich finde Eintöpfe immer eine schöne Sache um viel Gemüse und alles was man gerade so zur Hand hat in ein leichtes Abendessen zu verwandeln. In diesem Fall ist daraus ein sommerlicher Eintopf mit Hähnchen und Kichererbsen geworden. Dafür sind Zucchini, Aubergine und Paprika in den Topf gehüpft und das Ergebnis war wirklich super lecker. Kann ich euch vielleicht für ein Tellerchen begeistern?



Sommerlicher Eintopf mit Hähnchen und Kichererbsen

Zutaten für 3-4 Personen:

250g Hähnchenbrustfilet

1 TL Olivenöl

1 große Dose Kichererbsen, ca. 480g Abtropfgewicht

1 Aubergine

1 Zucchini

1 1/2 gelbe Paprika

1 Zwiebel

2-3 Knoblauchzehen

1 Dose Pizzatomaten

etwas Balsamico Essig

Pfeffer & Salz

etwas geräuchertes Paprikapulver*

1 Zweig Rosmarin

Zubereitung:

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Paprika halbieren, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Aubergine und die Zucchini ebenfalls klein würfeln. Das Fleisch in ca. 2x2cm große Würfel schneiden.

Das Öl in einem großen, beschichteten Topf erhitzen und das Hähnchen rundum anbraten und mit Pfeffer, Salz und Paprikapulver würzen. Die Aubergine, die Paprika, die Zwiebel, den Knoblauch und die Zucchini dazu geben und kurz mit anschwitzen, dann alles mit den Pizzatomaten ablöschen, die Dose gut zur Hälfte mit Wasser füllen und dieses ebenfalls einrühren. Alles mit einem Schuss Balsamico Essig würzen. 

Die Kichererbsen durch ein Sieb abgießen und zum Eintopf geben. Den Rosmarinzweig ebenfalls in die Sauce legen und alles 10 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen.

Am Ende muss euer sommerlicher Eintopf mit Hähnchen und Kichererbsen mit Pfeffer, Salz und Balsamico abgeschmeckt werden.  

Auf tiefen Tellern anrichten und sofort servieren.

Sommerliches Soulfood!

Sommerlicher Eintopf mit Hähnchen und Kichererbsen




Leichter Nudelsalat mit Joghurt und Tomate

Am letzten Wochenende habe ich diesen Nudelsalat für einen gemütlichen Grillnachmittag gezaubert. Früher gab es ja oft so einen leichten „Fleisch-overload“ wo neben dem Grillfleisch auch im Nudelsalat noch reichlich Fleischsalat war… und versteht mich nicht falsch – Nudelsalat mit Fleischsalat wie dieser Curry Nudelsalat hat durchaus seine Berechtigung… aber eben bei uns schon lange nicht mehr als Beilage. Deshalb gab es diesmal diese Variante – ein leichter Nudelsalat mit Joghurt und Tomate. Der wird dank Mais, Oliven und Tomaten richtig schön bunt und das Dressing ist ein Mix aus Joghurt und leichter Mayo, so dass der Nudelsalat (für einen Mayonnaisesalat) richtig schön frisch auf den Teller kommt!



Leichter Nudelsalat mit Joghurt und Tomate

Zutaten als Beilage für 6 Personen:

400g Vollkornnudeln, hier Hörnchennudeln

250g Joghurt, hier 1,8% Fett

250g leichte Mayonnaise, hier Miracle Whip Balance

Pfeffer & Salz

1 TL Paprikapulver, edelsüß

200g Mais aus der Dose

250g Cocktailtomaten

15-20 grüne Oliven ohne Stein

2 Frühlingszwiebeln

1/2 Zitrone

Zubereitung:

Für die Nudeln einen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Pasta darin al dente kochen.

In einer ausreichend großen Schüssel die Mayonnaise mit dem Joghurt und Zitronensaft verrühren. Alles mit Pfeffer, Salt und Paprikapulver würzen. 

Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Die Tomaten vierteln, die Oliven halbieren, den Mais abgießen und untermengen. Alles unter das Dressing heben und beiseite stellen.

Die Nudeln abgießen und abkühlen lassen. Unter fließend kaltem Wasser auflockern, das überschüssige Wasser ausschütteln und die Pasta unter den Joghurt-Mayonnaise-Mix heben. 

Jetzt darf euer leichter Nudelsalat mit Joghurt und Tomate mindestens 30 Minuten ziehen. Den Nudelsalat mit Pfeffer und Salz abschmecken und bis zum Servieren kalt stellen.

Lasst es euch schmecken!

Leichter Nudelsalat mit Joghurt und Tomate




Chili sin Carne – vegetarisches Chili

Ich habe es ja vor einiger Zeit schon angekündigt und heute passen Wetter und Stimmung auch endlich mal wieder zusammen um dieses Rezept für euch aufzuschreiben – die Rede ich von diesem super leckeren Chili sin Carne mit viel Paprika! Falls ihr euch fragt ob so ein Chili ohne Fleisch nicht irgendwie langweilig ist kann ich euch versichern, dass ihr es einfach nur passend würzen müsst. Ich habe mich dabei für eine kräftige Rauchnote entschieden und neben geräuchertem Paprikapulver auch ein Rauchsalz verwendet. Das ist richtig lecker geworden und war tatsächlich ziemlich flott gemacht!



Chili sin Carne mit viel Paprika

Zutaten für 3-4 Personen:

1 EL Olivenöl

2 Zwiebeln

3-4 Knoblauchzehen

2 große rote Paprika

3-4 Zweige Oregano

800g Kidneybohnen

1/2 Dose Mais (ca. 150g)

1 Dose Pizzatomaten

Pfeffer & Rauchsalz*

1 gute Prise geräuchertes Paprikapulver

1/2 TL Cumin

Chiliflocken

etwas Balsamico Essig

Zubereitung:

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und würfeln. Die Paprika waschen, halbieren, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Oregano fein hacken.

Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen und die Zwiebel mit dem Knoblauch darin anschwitzen. Die Paprikawürfel dazu geben und 3-4 Minuten mit anbraten. Die Kidneybohnen samt Flüssigkeit aus der Dose dazu geben. Sofort die Pizzatomaten unterrühren, die Dose einmal mit Wasser befüllen und dieses langsam einrühren. Mais und Oregano untermengen und das Chili mit einem Schuss Balsamico, Paprikapulver, Chiliflocken, Cumin, Pfeffer und Rauchsalz würzen. 

Alles im offenen Topf unter gelegentlichem Rühren 20 Minuten köcheln lassen bis die Sauce schön eingedickt ist. Abschmecken und bei Bedarf noch mit etwas Balsamico, Pfeffer und Rauchsalz würzen. 

Das Chili sin Carne auf tiefe Teller verteilen und sofort servieren. Wer möchte stellt dazu noch etwas Baguette auf den Tisch.

Lasst es euch schmecken!

Chili sin Carne mit viel Paprika




Rezension – Jamie Oliver Veggies

Anfang des Jahres haben wir uns entschieden unseren Fleischkonsum zu reduzieren und mehr vegetarisch zu kochen. Wir haben einen Fishi-Friday, am Wochenende Fleisch und Montag bis Donnerstag wird vegetarisch gekocht – war der Plan und den haben wir die ersten drei Monate auch ganz wunderbar umgesetzt. Als Bessere Hälfte und der kleine Mann dann mit mir im Homeoffice waren hat sich doch wieder etwas mehr Fleisch auf den Speiseplan geschlichen aber das werden wir jetzt wieder anpassen. Für einen bunten Mix an vegetarischen Rezepten und ganz viel Inspiration hat dabei ein neues Kochbuch gesorgt: Jamie Oliver Veggies *.  



Tatsächlich war ich vorher nicht wirklich sicher ob es sich lohnt das Buch zu kaufen oder ob es eher eine bunte Beilagenküche wie in so vielen vegetarischen Kochbüchern ist. Aber ein Blick ins Buch hat uns im Buchladen überzeugt. Tatsächlich musste Bessere Hälfte auch darin stöbern damit ich sicher bin, dass ihm die Rezepte ebenfalls gefallen. Aber er hat auf Anhieb einen großen Schwung leckerer Gerichte entdeckt und so wurde das Buch kurzerhand mit nach Hause genommen. 

Rezension Jamie Oliver Veggies

Zu den harten Fakten von Jamie Oliver Veggies:

Gebundene Ausgabe: 312 Seiten
Verlag: Dorling Kindersley Verlag GmbH; Auflage: 2. Auflage, 2020 (2. September 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3831038287
Größe und/oder Gewicht: 19,9 x 2,9 x 25,6 cm

Es geht mit einem Vorwort zum Hintergrund des Buchs los, es ist nicht nur für Vegetarier gedacht sondern jeder ist willkommen. Die Rezepte sollen außerdem erschwinglich sein und Spaß machen. Alles klar – ich bin dabei!

Currys & Geschmortes

Grandioses Gemüsechili, Blumenkohl-Tikka-Masala, gnadenlos guter Gumbo oder Tipptopp-Tomatencurry, aber auch Pilz-Stroganoff oder eine fabelhafte Gemüse-Tajine finden hier einen Platz auf dem Tisch. Die Rezepte sind bunt, abwechslungsreich und weit von langweiligen Beilagen entfernt.

Pies & Aufläufe

Hier gibt es eine super bunte Mischung – von der karamellisierten Zwiebeltarte über Dosas mit Ofengemüse, einer sommerlichen Gemüse-Pie zur Blumenkohlpizza, Spargelquiche mit Spargelsuppe, Veggie-Moussaka die mir optisch leider nicht ganz so gut gelungen ist aber total lecker war…

Rezension Jamie Oliver Veggies

… oder knusprige Filoteig-Schlangen – die Auswahl ist groß und nicht auf eine bestimmte Küche festgelegt. 

Suppen & Sandwiches

Passen diese zwei Dinge in ein Kapitel? Es wäre nicht meine erste Zuordnung, aber wen stört das schon. Da geben sich also Pastinakensuppe und knuspriges Pilz-Schawarma die Klinke in die Hand. 

Rezension Jamie Oliver Veggies

Es gibt eine schneidige schwarze Bohnensuppe oder ein super Schichtsandwich, eine Fenchelsuppe oder ein Pilzsandwich. Pilze sollte man in diesem Buch mögen – Bessere Hälfte findet sie immer einen guten Fleischersatz und da schließe ich mich an. Das Käsetoast auf griechisch lacht mich auf jeden Fall genau so an wie die Lauchsuppe mit Brunnenkresse. 

Aus dem Ofen

Ich liebe Gerichte aus dem Ofen – besonders wenn man wenig vorbereiten muss und sich dann alles so ein bisschen von alleine zaubert. Neben sommerlich leichtem mediterranem Gemüsereis findet man eine etwas gehaltvollere gestürzte Blätterteigpizza, Kartoffeln & Pilze al Forno sind pures Soulfood…

Rezension Jamie Oliver Veggies

… und neben verschiedenen Varianten Ofengemüse werden in diesem Sommer ganz sicher auch die gefüllten Zucchiniblüten auf Reis auf unserem Tisch landen.

Reis & Nudeln

Reis und Nudeln sind ja so die typischen vegetarischen Verdächtigen wenn man schnell improvisieren will. Zumindest bei mir – Reisgerichte mit viel Gemüse sind einfach nie verkehrt und asiatische Nudelsüppchen mögen wir auch gerne. Also dürfen auch hier Rezepte wie ein Risotto mit gerösteten Tomaten, eine süßsaure Wokpfanne mit Reisnudeln die ich nur minimal abgewandelt habe damit sie zum Inhalt vom Kühlschrank passt…

Rezension Jamie Oliver Veggies

… Kürbisreis, Pilzrisotto, ein schnelles Nudelsüppchen mit Pilzen – hier kleben noch einige Post-it’s. Die ganz großen Überraschungen sind es in diesem Kapitel vielleicht nicht, aber viele leckere all-time favorites.

Pasta

Das nächste Kapitel widmet sich dann so richtig dem Thema Pasta. Eine tolle Sache, schließlich sind Nudeln Soulfood und kommen auf dem Teller ganz wunderbar ohne Fleisch oder Fisch aus. Wie wäre es mit grünen Mac’n’Cheese, Pasta Allerlei auf Toast, veganer Lasagne, einem Picknick-Pasta-Salat, leuchtend, leckeren Sonnenschein-Fusilli…

Rezension Jamie Oliver Veggies

… prachtvoller Pilzpasta (tolle Titel findet Jamie ja immer für seine Rezepte) oder Kürbis-Gnocchi auf einem knallig grünen Petersilien-Pesto? Ein ganzes Kapitel für die große Pastaliebe – Herz was willst du mehr?

Salate

Lady-Marmalade Salat, Salat mit zweierlei Mais, Fenchel-Melone & Mozzarella, ein französischer Knoblauchbrot-Salat, Salat mit Blumenkohl und Kirschen oder ein warmer Trauben-Radicchio-Salat – langweilig wird es sicher nicht, manche Rezepte klingen mir aber fast ein bisschen zu abenteuerlustig… gut aussehen tun sie aber. 

Burger, Puffer & Co

Maispuffer mit Jalapenos, würzige Karotten-Pfannkuchen, brillante Bhaji-Burger – ein kleines aber feines Kapitel.

One Pan Wonders

Wenn das eine schlampige Auberginenlasagne ist, dann sehe ich keinen Grund warum man sich noch Mühe geben sollte. Sie sieht nämlich ganz wunderbar aus. Es gibt richtig gute Baked Beans, einen fast griechischen Blumenkohltopf, eine feurige Pasta Fagioli Shakshuka auf Jamies Art oder schnellen Bratreis mit Eiern. Bunt, lecker und unkompliziert. 

Brunch

Ihr seht schon, das Buch nimmt kein Ende und auch zum Brunch wird es nicht langweilig. Es gibt eine australische Brunch-Bowl, Honig-Halloumi, Feigen und Fladenbrot, brunchtaugliches Eiercurry, Scones mit Zucchini und Feta, schnelle gefüllte Tortillas aber auch Süßkram wie eine Smoothie Bowl, Buchweizenpfannkuchen und Toffee-Waffeln. Da dürfen die Gäste kommen!

Kleine Snacks

Braucht man für kleine Snacks eine vegetarische Alternative? Ich brate mir ja selten Steakhäppchen oder Knusperspeck zum snacken, aber als kleine Mahlzeit zur Mittagszeit oder als Tapashäppchen sind sie eine schöne Idee. Kimchi-Toast mit Käse, Hummus, knusprige Taco-Schalen, Polenta-Pommes oder Bauern-Nachos sind in meiner Welt eher Beilagen oder Vorspeisen, aber das kann ja jeder so machen wie er möchte.

Die letzten Kapitel

Mit Tipps und Tricks und einem ganzen Schwung Infos zur richtigen Ernährung kommt dieses wunderbare umfangreiche, bunte und vielseitige Kochbuch zum Abschluss. Wie immer ließt sich auch dieser Teil bei Jamie Oliver wie ein kleiner Roman und bietet einiges an nützlichen Informationen. Ich hatte mit dem Buch Jamie Oliver Veggies auf jeden Fall viel Spaß und werde noch einige der Rezepte ausprobieren oder mich zu neune Experimenten inspirieren lassen!