Pizza mit Kochschinken und Paprika

Wie steht ihr zu Paprikawürfeln auf der Pizza? „Yeah“ oder „nö, lass mal“? Ich mag sie eigentlich überhaupt nicht und versuche sie eher zu vermeiden… aber manchmal nimmt man einfach das was der Kühlschrank her gibt, eine Paprika muss weg oder es passt einfach doch zu schön ins Konzept. Diesmal habe ich eine Pizza mit Kochschinken und Paprika gezaubert. Dazu nur etwas Käse, eine schnelle Tomatensauce und etwas Frühlingszwiebel – prima für alle die es nicht zu fettig haben wollen!



Pizza mit Kochschinken und Paprika

Zutaten für eine Pizza:

Für den Teig:

210g Weizenmehl, Typ 405

21g frische Hefe

40g Hartweizengrieß

10g Salz

180ml Wasser

Für den Belag:

300g Pizzatomaten

Salz & Pfeffer

3-4 große Scheiben Kochschinken

1 Frühlingszwiebel

1/2 gelbe Paprika

150g geriebener Käse nach Wahl, hier Gouda

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Teig in die Küchenmaschine geben und zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt für ca. 45 Minuten gehen lassen.

In dieser Zeit die Paprika in kleine Würfel und die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und auf ein Pizzablech* ziehen.

Den Backofen auf 200°C im Pizzamodus vorheizen.

Die Tomaten in einer kleinen Schüssel mit Pfeffer und Salz würzen und auf der Pizza verteilen. 

Den Kochschinken klein zupfen und auf der Pizza platzieren. Erst den geriebenen Käse und dann die Paprikawürfel darauf verteilen.

Die Pizza für ca. 15-20 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben und ab und an per Sichtkontrolle den Bräunungsgrad prüfen. 

Die fertige Pizza aus dem Ofen holen, die Frühlingszwiebelringe darüber streuseln und die Pizza mit Kochschinken und Paprika in Stücke schneiden. 

Greift zu!

Pizza mit Kochschinken und Paprika




Rezension – Aus dem Ofen

Die erste Frage die ich mir bei der Ankündigung von Diana Henrys neuem Kochbuch „Aus dem Ofen„* gestellt habe war: ob es wohl eher wie „Change your appetite“ oder mehr wie „simple“ sein wird…? Ich habe euch beide Bücher hier auf dem Blog vorgestellt und bin so oder so in die Rezepte von Diana Henry verliebt. Ihr neustes Werk aus dem Ars Vivendi Verlag** liegt irgendwo zwischen den beiden Büchern. Es ist definitiv nicht so leicht wie Change your Appetite, aber wo viele Rezepte an Simple erinnern sind die Saucen dann doch etwas weniger gehaltvoll und es gibt auch jede Menge frische Rezepte in diesem wunderbaren Buch. Seid ihr neugierig? Dann verrate ich euch mal was euch hier erwartet!



Rezension - Aus dem Ofen

Zu den harten Fakten:

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: ars vivendi (1. Oktober 2019)
  • ISBN-10: 3747200818
  • ISBN-13: 978-3747200810

Einfache Gerichte

Im ersten der sieben Kapitel geht es um einfache Gerichte. Gebratene Würste mit Äpfeln und Brombeeren, Lammfilet mit Kräuterbutter, Radieschen und Erbsen, Kabeljau mit Chorizo oder ein cremiges Gratin mit geräuchertem Schellfisch sind genau so vertreten wie Schweinebauch mit korianischem Dip oder Steak mit Soja-Ingwer Butter. Die Rezepte sind unkompliziert und abwechslungsreich, kommen mit wenig Vorbereitungszeit aus 

Meine Lieblingszutat

Oder auch: Hähnchenschenkel bis in alle Ewigkeit

Ich liebe unkomplizierte Rezepte bei denen sich der Ofen um das Hähnchen kümmert und davon findet man in diesem Kapitel einige. Hähnchen mit Fetakäse, Dill, Zitrone und Harissa Joghurt, das Hähnchen mit Pflaumen, Honig und Granatapfelkernen das mit einem großen Post-it vorgemerkt ist, Hähnchen mit Zitrone, Kapern und Thymian… ich könnte euch glatt jedes einzelne Rezept aus diesem Kapitel hier auflisten. Aber das ist ja das Schöne an der Ewigkeit – wir haben alle noch ein bisschen Zeit um uns durch dieses Kapitel zu schlemmen!

Von Spargel bis Aubergine

In diesem Kapitel geht es um Frühjahrs- und Sommergemüse. Das wird von bunten Rezepten wie den mit Kreuzkümmel gebratenen grünen Bohnen mit Tomaten und Tahini oder den gebratenen Radieschen mit Minze und eingelegter Zitrone genau so auf den Teller gezaubert wie von dem gebackenen Gemüse auf marokkanische Art mit Labaneh oder dem mit Ricotta und Pecorino überbackenen Spargel. 

Rote Bete und Bittersalat

Wo Frühling und Sommer sind dürfen Herbst und Winter natürlich nicht fehlen und so gibt es jede Menge Rezepte für gebackenen Topinambur mit Lauch und Créme Fraîche, in Granatapfelsirup gebackene rote Bete mit Orangen, Walnüssen, Dill und Labaneh, gebackenen Kürbis mit Tofu oder den gebackenen Knollensellerie mit Rosenkohl, Bacon und Maronen. Mit dem konnte ich den kleinen Mann nicht wirklich vom Hocker hauen, aber Bessere Hälfte hat sich riesig gefreut. 

Rezension - Aus dem Ofen

Weich Garen

Beim Thema Weich Garen dreht sich alles um Getreide und Hülsenfrüchte. Ihr findet sommerlich leichte Rezepte wie Weiße Bohnen und gebackene Tomaten mit Dressing aus Kapern, Minze und Chili neben deftigen Baked Beans mit smoked Bacon, Schweinebauch und Melasse. Arroz con Verduras oder al Horno bieten viel Raum für Inspiration zu jeder Jahreszeit…

Rezension - Aus dem Ofen

… beim Hähnchen mit Wildpilzen, Kürbis und Salbeibutter habe ich die Butter radikal reduziert und trotzdem war das Ganze sehr, sehr mächtig. Lecker, aber mächtig… und sehr lecker. Mehr gibt es da eigentlich nicht zu sagen.  

Rezension - Aus dem Ofen

Wochenende, Feiertage und besondere Anlässe

Ich finde es ja immer schön, wenn ein Kochbuch auch ein paar Rezepte anbietet die für besondere Anlässe geeignet sind. Wenn diese dann auch noch unkompliziert auf den Tisch gezaubert werden ist doch alles wunderbar. Den in Butter gebratenen Lachs mit roter Bete und Meerrettichpüree habe ich schon getestet und für sehr lecker befunden. Auch wenn ich nach dem Urlaub feststellen musste, dass die Kräuter im Garten überwiegen erfroren sind und der Lachs damit etwas „nackig“ auf den Teller kam. 

Rezension - Aus dem Ofen

Aber auch die Lammkeule aus dem Ofen mit Basilikum, Pecorino, Knoblauch und Wein, das Hähnchen mit den persischen Gewürzen, der Schweinerollbraten mit zerdrückten Trauben, Marsala und Wacholder oder die langsam gebratene Schweineschulter mit Radischen und Gurkensalat klingen sehr verlockend.

Etwas Süßes

Das Dessert kommt zum Schluss – Schokokuchen mit Rotwein, gebackenes Steinobst mit Mandeln und Orangenblütenstreuseln, ein süßer Auflauf mit Passionsfrucht und Kokos oder Bratäpfel mit gerösteten Roggenbröseln, Mincemeat und Sahne mit Cider Brandy lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen und bieten Inspiration für jede Jahreszeit und jeden Anlass. 

Alles in allem kann ich nur sagen, dass „Aus dem Ofen“ genau so ein Kochbuch ist wie man es von Diana Henry erwartet. Unkompliziertes Soulfood das einfach für jede Lust und Laune das passende Rezept bietet. Ich werde auf jeden Fall noch einige Rezepte aus diesem wunderbaren Buch zaubern!

** Das Buch “Aus dem Ofen” wurde mir freundlicherweise vom Ars Vivendi Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Leichter Karotteneintopf

Eigentlich war ich ja nie ein Eintopf Fan… raffinierte, cremige, gebackene oder besonders exotische Süppchen? Na klar! Aber so ein Eintopf… musste nicht unbedingt sein. Ausnahmen bestätigen die Regel. Nun ist es aber so, dass der kleine Mann und Bessere Hälfte beide super gerne Eintöpfe essen und sein wir mal ganz ehrlich – praktisch ist das schon. Mein Leichter Karotteneintopf ist zum Beispiel ratz-fatz fertig, braucht nur wenige Zutaten, kann ganz einfach und unkompliziert um alles ergänzt werden was gerade noch weg muss und ist perfekt um vor dem Winterurlaub schnell noch etwas Ordnung in den Kühlschrank zu bringen. Gut, bei uns sah Winterurlaub so aus, dass wir für 3 Wochen in die Karibik gedüst sind… aber hier in Berlin stand definitiv schon der Winter vor der Tür!



Leichter Karotteneintopf

Zutaten für 3-4 Personen:

500g Karotten

200g Drillinge (oder andere Kartoffeln mit dünner Schale)

5-6 Champignons

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

etwas Karottengrün (oder Petersilie)

4 Pimentkörner

2 Lorbeerblätter

Pfeffer & Salz

1 Zitrone

Dazu passen auch: Blumenkohl, Brokkoli, Wiener

Zubereitung:

Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Das Karottengrün fein hacken. Die Pilze in Scheiben schneiden und die Kartoffeln in mundgerechte Stücke würfeln.

Kartoffeln, Karotten, Zwiebel, Lorbeerblätter, Champignons und Knoblauch in einen Topf mit kaltem Salzwasser geben und aufkochen. Die Pimentkörner und etwas Pfeffer zerstoßen und dazu geben. Die Hitze reduzieren und alles 12-15 Minuten köcheln lassen bis die Karotten und Kartoffeln gar sind.

Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Das fein gehackte Karottengrün einrühren. Schon ist euer leichter Karotteneintopf fertig und kann serviert werden. 

Guten Appetit!

Leichter Karotteneintopf




Kürbissuppe mit Buchstabennudeln – Kürbissuppe für Kinder

Der kleine Mann ist glücklicherweise ein recht unkomplizierter Esser. Trotzdem gibt es immer mal wieder Phasen in denen es etwas mehr Engagement erfordert ihn zum Essen zu motivieren – zum Beispiel wenn er Schnupfen hat. Wen wundert es – das ist ja bei uns Erwachsenen auch nicht anders. Natürlich würden gerade dann Wiener, Pudding und ähnlicher Kram ohne Probleme aufgefuttert werden und wenn er wirklich krank ist, dann ist mir Junkfood immer noch lieber als gar nichts. Aber eigentlich möchte man ja, dass ein kränkelndes Kind möglichst viele Vitamine und vernünftiges Essen isst und somit ist so eine Kürbissuppe einfach weiter oben in meinem persönlichen Ranking angesiedelt. Also habe ich diese Kürbissuppe mit Buchstabennudeln gezaubert – eine Kürbissuppe für Kinder, aber natürlich auch für alle anderen Suppenfans!



Kürbissuppe mit Buchstabennudeln - Kürbissuppe für Kinder

Zutaten für 4 Personen:

1/2 Muskatkürbis

1 Zwiebel

3 Knoblauchzehen

etwas neutrales Pflanzenöl

500ml Wasser

250g weiße Bohnen (Abtropfgewicht)

2 (möglichst frische) Lorbeerblätter

Pfeffer & Salz

2 EL Ahornsirup

1 Zitrone

1 Frühlingszwiebel

40-50g Buchstabennudeln

Optional etwas Baguette

Zubereitung:

Den Kürbis schälen, die Kerne entfernen und den Kürbis in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und die Zwiebel grob würfeln. Einen Esslöffel Öl in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse darin anschwitzen. Mit dem Wasser ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Lorbeerblätter mit in den Topf geben und alles 15 Minuten köcheln lassen. 

Die Bohnen abtropfen lassen. Die Lorbeerblätter aus dem Topf nehmen, die Bohnen hinein geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren.

Die Buchstabennudeln in die Suppe geben und alles für 3-4 Minuten köcheln lassen bis die Nudeln gar sind. 

Die Kürbissuppe mit Buchstabennudeln mit Zitronensaft, Ahornsiurp. Salz und Pfeffer abschmecken. 

Die Frühlingszwiebel in feine Ringe aufschneiden. Falls ihr Baguette zur Suppe auf den Tisch stellt dieses in Scheiben schneiden. 

Die Suppe auf tiefe Teller verteilen und die Frühlingszwiebel darüber streuseln. 

Lasst es euch schmecken!

Kürbissuppe mit Buchstabennudeln - Kürbissuppe für Kinder




Schmortopf mit Rindfleisch und Merguez

Dieser spanisch angehauchte Schmortopf mit Rindfleisch und Merguez möchte eine Weile köcheln, belohnt euch dafür aber auch mit wunderbar zartem Fleisch. Das Gemüse kommt erst gegen Ende der Garzeit dazu – so bringen Paprika und Mangold noch ein wenig Frische auf den Teller. Ich habe das Ganze hier mit Kichererbsen kombiniert, ihr könnt aber auch ganz wunderbar Bohnen, Reis oder Kartoffeln nehmen oder den Eintopf einfach mit etwas Brot zum dippen auf den Tisch stellen. So oder so eine extrem leckere Angelegenheit!



Schmortopf mit Rindfleisch und Merguez

Zutaten für 4 Personen:

400g Rindergulasch

3-4 Merguez Würste

Olivenöl

Pfeffer & Salz

1 TL geräuchertes Paprikapulver* (scharf)

1/2 TL Cumin

5-6 getrocknete Tomaten (in Streifen geschnitten)

6-7 Champignons

2-3 Knoblauchzehen

1 EL Tomatenmark

400g Kichererbsen (Abtropfgewicht)

1 rote Paprika

1 Mangold

etwas Sherryessig

Zubereitung:

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und in feine Scheiben und Ringe aufschneiden.

Den Backofen auf 140°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Das Öl in einem großen, möglichst gusseisernen, Topf erhitzen und das Fleisch rundum scharf anbraten. Paprikapulver, Cumin und Tomatenmark dazu geben und alles kurz anrösten. Die Zwiebel und den Knoblauch untermengen und kurz mit anschwitzen. Dann alles mit 750ml Wasser ablöschen und einmal kurz aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und für 2,5 Stunden in den Backofen schieben. Ab und an einen Blick in den Topf werfen um zu prüfen ob noch genug Flüssigkeit vorhanden ist und bei Bedarf nochmal etwas Wasser dazu geben. 

Nach 2,5 Stunden die Merguez in mundgerechte Stücke und die Pilze in Scheiben schneiden. Die Wurst in einer beschichteten Pfanne ohne zusätzliches Fett anbraten – sie sollte dabei ordentlich Fett auslassen. Die Wurst auf einem Teller beiseite stellen, das Fett in der Pfanne lassen und direkt die Champignons darin anbraten.  Wenn die Pilze Farbe bekommen dürfen Wurst und Champignons mit in den Schmortopf. 

Eine weitere halbe Stunde im Ofen garen. In dieser Zeit die Paprika in Streifen schneiden und die Mangoldblätter grob zupfen. Beides zusammen mit den Kichererbsen (samt Flüssigkeit aus der Dose) und einer Prise Salz und Pfeffer in den Topf geben und ein letztes Mal für 30 Minuten in den Ofen schieben. 

Am Ende den Schmortopf mit Rindfleisch und Merguez mit Pfeffer, Salz und Sherryessig abschmecken und sofort servieren oder für den nächsten Tag aufheben. 

Wunderbares Soulfood für graue Tage!

Schmortopf mit Rindfleisch und Merguez




Fisch-Kartoffelcurry mit Kokos

Currygerichte stehen bei uns ziemlich häufig auf dem Tisch. Gerade unter der Woche sind sie oft schnell gemacht, man ist flexibel mit den Zutaten und in den meisten Fällen schnappe ich mir einfach ganz spontan etwas aus dem Gemüsefach und zaubere daraus ein Curry mit Huhn, Fisch oder eine vegetarische Variante. Die Portion für den kleinen Mann gebe ich meistens zuerst auf den Teller und würze für mich und Bessere Hälfte dann noch mit einer extra Prise Chili nach – so können wir alle das Abendessen genießen. Mein Fisch-Kartoffelcurry mit Kokos und Brokkoli habe ich diesmal mit Dill gewürzt. Dill verwende ich sonst wirklich selten bis nie in Currys und die Kombination hat mir so gut gefallen, dass ich das Rezept unbedingt mit euch teilen möchte!



Fisch-Kartoffelcurry

Zutaten für 3 Personen:

200g Kabeljau

1 EL Kokosöl

1 TL Kurkuma

1 TL Currypulver

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 Daumen großes Stück Ingwer

1/2 Aubergine

2-3 Karotten

1/2 Brokkoli

200g kleine Kartoffeln, z.B. Drillinge

1 Limette

1/2 Bund Dill

1 Prise Chili

Salz

400ml Wasser

Zubereitung:

Den Ingwer, die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln.

Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Den Brokkoli in Röschen schneiden, die Aubergine und die Kartoffeln in mundgerechte Stücke würfeln.

Den Fisch auf Gräten prüfen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Der Kabeljau neigt dazu zu zerfallen, wenn ihr das nicht mögt könnt ihr natürlich auch einen anderen Fisch nehmen.

Das Kokosöl in einem großen, beschichteten Topf* erhitzen. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch hinein geben und kurz anschwitzen. Kurkuma und Curry einrühren und eine Minute mit anrösten bis es traumhaft nach Kokoscurry duftet. 

Karotten, Aubergine und Kartoffeln dazu geben. Alles gut umrühren, 2-3 Minuten anschwitzen, salzen und dann mit Wasser ablöschen. Den Deckel auflegen und alles 7 Minuten sanft köcheln lassen. Dann den Brokkoli untermengen und das Kokos-Curry weitere 5 Minuten köcheln lassen. 

Am Ende den Fisch und den fein gehackten Dill dazu geben, die Hitze ausschalten und den Fisch 2 Minuten gar ziehen lassen. 

Das Fisch-Kartoffelcurry mit Limettensaft, Salz und Chili abschmecken. Bei Bedarf noch etwas Wasser dazu geben oder falls es euch zu scharf geworden ist etwas Joghurt einrühren. 

Das Curry auf tiefe Teller verteilen und sofort servieren.

Lasst es euch schmecken!

Fisch-Kartoffelcurry




Das Morgenpost Menü im Hotel de Rome

Unter der Schirmherrschaft der Berliner Morgenpost wandert das Morgenpost Menü jeden Monat in eine andere Berliner Spitzenlocation wo die dortigen Küchenchefs mit ihren Teams die Gäste verzaubern. Für uns war es das erste Event aus dieser Reihe und wir hatten schon ganz unterschiedliches von den verschiedenen Hotelrestaurants gehört – also war es an der Zeit, dass wir uns ein eigenes Bild machen und einen gemütlichen Abend mit Freunden im Restaurant La Banca im Hotel de Rome verbringen. Obwohl dieser Sommer uns mit traumhaft sonnigen Tagen verwöhnt hat war ausgerechnet für diesen Abend Regen angesagt und wir konnten nicht draußen sitzen – das wurde aber ganz elegant durch weit geöffnete Terrassentüren gelöst und so hatten wir mit unserem Tisch am Fenster wirklich Glück und konnten den Abend „fast wie draußen“ genießen… 



Morgenpost Menü im Hotel de Rome - la banca

Als kleinen Gruß aus der Küche gab es vorab ein paar Antipasti-Leckereien wie Oliven, Schinken, Brot, Butter und Tomaten. 

Das 5-Gänge Menü mit Weinbegleitung wurde von einem Wolfsbarsch Sashimi mit Erbsen, Pesto und Mandarinensorbet eröffnet. Ein schöner, fruchtig frischer Start in den Abend, begleitet von einem 2018er Roero Arneis von Prunotto aus dem Piemont. 

Kurz danach steht auch schon das Gläschen 2018er Bio Weißburgunder vom Weingut A. Christmann aus der Pfalz auf dem Tisch, aber der zweite Gang… ja wo bleibt der nur? Wir sind ja geduldig, schließlich verfliegt die Zeit in guter Gesellschaft ja ohnehin – aber irgendwann ist der Wein warm und in dem Moment wo wir fragen wann es denn weiter geht sieht man auch dem Service an, dass da irgendwas nicht so ist wie es sein sollte. Zumindest haben wir wenige Minuten später eine kleine Entschuldigung aus der Küche in Form von einem frischen Sorbet und ein neues Glas Wein auf dem Tisch stehen. Man verspricht uns, dass es sofort weiter geht!

Morgenpost Menü im Hotel de Rome - la banca

Das geht es dann auch mit diesen Fusilli cacio e pepe mit frischen Saubohnen. Wenn ich mich richtig erinnere war die Pasta mit sieben Sorten Pfeffer gewürzt – lecker, aber auch recht mächtig.

Morgenpost Menü im Hotel de Rome - la banca

Bei der Rotbarbe mit Cannellinibohnen und Petersilie sind wir wieder im Rhythmus – ich mag es ja, wenn man eine Zutat in verschiedenen Texturen aus dem Teller hat. Der 2018er Löss Grüner Veltiner vom Schloss Gobelsburg ist frisch und passt, hinterlässt aber langfristig keinen bleibenden Eindruck. Aber das muss er ja auch nicht unbedingt, in dem Moment hat er jedenfalls als Begleitung gut gepasst.

Morgenpost Menü im Hotel de Rome - la banca

Dann kommt die geschmorte Kalbsschulter mit Möhre, cremigen Zwiebeln und Amalfi Zitrone. Der klare Beweis, dass man ein Schmorgericht auch im Hochsommer genießen kann – wenn es eben mit den passenden Zutaten und einer gewissen italienischen Leichtigkeit auf den Teller gezaubert wird.

Dazu gab es ein Gläschen 2015er Rosso Piceno von Tenuta de Angelis der wohl auch Weißwein-Fan begeistert – wir mögen Rotwein, so gesehen kann ich das schwer beurteilen. 

Morgenpost Menü im Hotel de Rome - la banca

Wir nähern uns dem Ende des Menüs – zum Abschluss gibt es die hauseigene Interpretation der Yogurette aus Waldheidemilch mit Beelitzer Erdbeeren und Schokolade – ein feines, kleines Dessert das von einem Gläschen Prunotto Moscato d’Asti serviert wird. 

Morgenpost Menü im Hotel de Rome - la banca

So geht ein Abend in wunderbar entspannter Atmosphäre im Restaurant La Banca auch schon auf das Ende zu. Wir verlassen das Hotel de Rome… 

Morgenpost Menü im Hotel de Rome - la banca

… und machen uns auf den Heimweg – dabei genießen wir noch einen Moment die Ruhe im nächtlichen Berlin!

Morgenpost Menü im Hotel de Rome - la banca




Leichte Karotten-Chinakohlsuppe

Erinnert ihr euch noch an meine Chinakohlexperimente aus dem letzten Winter? Ich finde ja, dass Chinakohl ein angenehm milder Kohl ist der sich super unkompliziert mit vielem anderen Gemüse kombinieren lässt. So ist dann auch diese punktefreundliche, leichte Karotten-Chinakohlsuppe entstanden für die ihr nicht mal Brühe braucht weil sie auch so einen tollen Geschmack hat. Wer möchte serviert dazu noch etwas Brot oder gibt ein Löffelchen gekochten Reis in die Suppe – ich bin auch so rundum zufrieden!



Leichte Karotten-Chinakohlsuppe

Zutaten Karotten-Chinakohlsuppe für 4 Personen:

500g Karotten

1 EL Rapsöl

1 große Zwiebel

2 Knoblauchzehen

3 Stangen Staudensellerie

1 Daumen großes Stück Ingwer

1/2 Chinakohl

2 Limetten

etwas Petersilie

Pfeffer & Salz

1 Prise Chilipulver

Zubereitung:

Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel, den Ingwer, den Sellerie und den Knoblauch schälen und würfeln. Das Öl in einem großen, beschichteten Topf erhitzen und das Gemüse darin anschwitzen. 

Alles zusammen 5-6 Minuten anrösten und dann den Chinakohl dazu geben. Eine weitere Minute anschwitzen und dann mit 1/2L Wasser ablöschen. Die Suppe mit Salz und Pfeffer würzen. Den Topf mit einem Deckel verschließen und alles 15 Minuten köcheln lassen. 

Die Karotten-Chinakohlsuppe mit dem Stabmixer* pürieren und nach Bedarf noch etwas Wasser dazu geben. 

Die Suppe mit Salz, Limettensaft und Chili abschmecken. 

Die Petersilie fein hacken. Die Karotten-Chinakohlsuppe auf tiefe Teller verteilen und die Petersilie darüber geben. 

Lasst es euch schmecken!

Leichte Karotten-Chinakohlsuppe




Kleiner Gemüsetopf mit Bratenresten

Heute gibt es Reste. Nicht auf die pragmatische Art und Weise wo man einfach das Gericht vom Vortag wieder erwärmt, sondern ich habe ein unkompliziertes Rezept für Bratenreste für euch. Denn wenn ich eines im Laufe der Bloggerjahre immer wieder gehört habe, dann dass sich Freunde und Bekannte über meine Ideen zur Resteverwertung gefreut haben. Natürlich ist das Thema bei manchen Leuten oft ein bisschen verpönt – ist denn ein Rezept mit Resten ein richtiges Rezept? Das ist doch nur etwas was weg muss… Aber ich glaube in den letzten Jahren ist das Bewusstsein dafür weniger Essen zu verschwenden und Reste kreativ zu verwerten einfach noch gewachsen (es gibt ja sogar Kochbücher zu dem Thema) und abgesehen davon gibt es keinen Grund Bratenreste zu entsorgen oder sich am Tisch zu langweilen. Ich habe diesmal einen kleinen Gemüsetopf mit Bratenresten gezaubert – wenn ihr am Vortag lange in der Küche gestanden habt geht es heute ganz flott. Aber falls ihr noch mehr Inspiration sucht schaut euch doch auch meine anderen Rezepte zu dem Thema an!



Kleiner Gemüsetopf mit Bratenresten

Bevor es mit der Zutatenliste losgeht hier eine kleine Auswahl an passenden Rezepten zum Thema:

Gänsesandwich im Asia-Style

 Schweinebraten-Sandwich

 Spirelli mit Lamm

 bunter Gänsesalat

 Asia-Nudelpfanne mit Eisbein und Knoblauch

 Gänse Biryani

 was macht man mit den Racletteresten

Tomatensuppe mit Gänsebraten

Pasta mit (Parmesan-)Krustenbraten

Raclette mit Bratenresten und Grünkohl

Gänse Spirelli (einer meiner absoluten Favoriten)

Kleiner Gemüsetopf mit Bratenresten

Zutaten für 3 Personen:

ca. 250g Bratenreste, hier von der Gans aber Schwein oder Rind passen auch wunderbar

ca. 250ml Bratensauce (alternativ etwas Bratenfond aus dem Glas oder einfach mehr Butter und ein wenig Brühe)

200g Kartoffeln

3 Karotten

1/4 Blumenkohl

etwas Butter

1 kleine Zwiebel

1/2 Bund Petersilie

Pfeffer & Salz

3-4 Pimentkörner

Zubereitung:

Die Bratenreste klein zupfen und zusammen mit den Resten von der Sauce in eine kleine Pfanne oder einen Topf mit Deckel geben. Beiseite stellen damit sie auf Zimmertemperatur kommen. Wer keine Bratensauce hat gibt knapp 100ml Brühe oder Bratenfond aus dem Glas und etwas Butter dazu. 

Die Kartoffeln waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden und den Blumenkohl waschen und in kleine Röschen zerlegen. 

Die Kartoffeln und Karotten in einen Topf mit kaltem Salzwasser geben und aufkochen. Sobald das Wasser kocht den Blumenkohl dazu geben. Insgesamt ca. 12-15 Minuten köcheln lassen.

Die Bratenreste langsam erwärmen und mit Pfeffer, Salz und den zerstoßenen Pimentkörnern würzen und sanft köcheln lassen.

Das Gemüse durch ein Sieb abgießen und zurück in den Topf geben. Die Bratensauce aus der Pfanne zum Gemüse geben und etwas Butter unterrühren. Alles mit Pfeffer und Salz abschmecken und die fein gehackte Petersilie unterheben.

Das Gemüse auf tiefe Teller verteilen und die Bratenreste darauf platzieren.

Schon ist euer kleiner Gemüsetopf mit Bratenresten fertig. 

Lasst es euch schmecken! 

Kleiner Gemüsetopf mit Bratenresten




Rezension – Dining In

Unter dem Titel „Dining In – freche Rezepte genial einfach und verblüffend im Geschmack„* ist gerade das ganz bezaubernde Kochbuch von Alison Roman im Unimedica Verlag** erschienen. Bessere Hälfte ist verliebt – die Gerichte treffen genau seinen Geschmack, haben einen rundum Soulfood-Faktor und sind dabei ganz vielseitig. So ist für jeden Geschmack etwas dabei. Falls ihr aber genauer wissen wollt was uns an diesem Buch so begeistert, dann solltet ihr euch unbedingt ansehen was ich alles schon getestet habe… und die to-cook Liste ist noch lang! 



Rezension - dining in - alison roman

Zu den harten Fakten von Dining In:

  • 328 Seiten, gebunden
  • 125 Rezepte
  • Verlag: Unimedica ein Imprint der Narayana Verlag; Auflage: 1 (29. August 2019)
  • Gewicht: 1305g
  • ISBN: 978-3-96257-106-1

Zum Buch:

Für alle die Alison Roman noch nicht kennen gibt es auf zwei Seiten eine kleine Einführung – sie hat das College unter-/abgebrochen um Köchin zu werden. Sie bezeichnet ihren Kochstil nicht als faul, sondern als Low-fi – denn sie besitzt weder einen Mixer noch sonstige ausgefeilte Küchentechnik, nutzt immer die gleiche Pfanne und ein und denselben Topf… die Zutaten die sie verwendet sind leicht aufzutreiben aber trotzdem sind die Gerichte weit davon entfernt langweilig zu sein. Findet Alison… und wir auch. 

Der kleinen Vorstellung folgt das mittlerweile schon fast obligatorische Register für Zutaten die man immer als Vorrat haben sollte.

Dann kommen die Würzmittel. Egal ob ihr in New York lebt oder nicht – ich vermute fast eher nicht… damit wir alle nie wieder aus dem Haus gehen müssen um coole Öle, Relish, Brotbrösel oder eingelegte Zitronen zu bekommen gibt es in diesem Kapitel von Dining In ein paar nützliche Rezepte bevor wir mit dem ersten richtigen Kapitel starten.

Gemüse

Von gegrillten grünen Bohnen mit cremigem Tahini und frischer Chilisauce über einen rohen Brokkoli-Basilikum-Salat mit Erdnüssen und Schalotte, gebratenen Auberginen mit Harissa und Dill oder einem traumhaften Ofenkürbis mit Gremolata aus gerösteten Kokoschips ist hier für jede Saison etwas dabei. Ihr könnt euch sicher schon denken, dass ich dem Kürbis nicht widerstehen konnte. Alison empfiehlt dazu Brathähnchen oder Schweinekoteletts falls man den Kürbis nicht pur essen möchte – bei uns gab es dazu ein leckeres Steak und einen schnell angemachten Feldsalat.

Rezension - dining in

Aber auch die gedünsteten Artischocken mit gesalzener Knoblauchbutter und der Salat mit gegrilltem Mais, Frischkäse und Corn Nuts lachen mich spontan an.

Messer-und-Gabel-Salate

Da musste ich kurz lachen – Alison outet sich gleich zu Beginn des Kapitels, dass sie Salaten für die man Messer und Gabel braucht besonders viel abgewinnen kann. Bei mir sieht es da so lala aus und Bessere Hälfte ist schon genervt, wenn ich die Rucolablätter am Stück lasse. Das wird also nicht so ganz unser Kapitel. Die Kombination von Romanasalat mit Sauerrahm, Speck und Kräutern oder Radicchio mit Sardellen-Brotbrösel und Eigelb gefällt mit aber trotzdem gut. Vielleicht setze ich das einfach mal ein bisschen anders um.

Obstsalate

Hier treffen süß und salzig in saisonaler Kombination zusammen – vorausgesetzt das Obst ist perfekt gereift. Persimonen mit Blauschimmelkäse und würzigen Pekannüssen oder Cantaloupe-Melone mit Rucola und schwarzen Oliven lachen mich genau so an wie Blutorangen mit roter Zwiebel und Avocado. Gerade für die Wintersaison habe ich in Dining In  den einen oder anderen Post-it geklebt. 

Herzhafte Frühstücksgerichte

Seid ihr beim Frühstück eher süß oder herzhaft unterwegs? Bei uns ist es eher herzhaft und auch bei Alison kommt süßes Frühstück eher selten auf den Tisch. Dann doch lieber die gebackenen Eier auf Kichererbsen mit Chorizo und frischen Brotbröseln, Eier mit Krauskohl gebraten in Geflügelfett oder für Eilige eine Avocado mit dem Allrounder-Saatenmix. Ich habe mir die Eier mit den Kichererbsen tatsächlich eher als Abendessen auf die to-ccok Liste gesetzt – ich denke unter der Woche ist das eine unkomplizierte und schnelle Nummer.

Körner und Konsorten

Emmer, Dinkel, Hafer, Linsen, Bohnen und Kichererbsen finden in diesem Kapitel von Dining In ein Zuhause. Das geht los mit dem Spalterbsen-Salat mit kleinen Kartoffeln und Speck, führt uns zu Lammfleisch mit Gemüse und Knoblauch-Joghurt, zum vier Bohnen Salat mit grüner Romesco den ich nächstes Jahr unbedingt als Grillbegleiter zaubern werde, zum Sauerrahm Fladenbrot das ihr im Ofen, in der Pfanne oder auf dem Grill zubereiten könnt (und wenn ihr Lust habt könnt ihr es auch noch belegen), es gibt aber auch Spaghetti Vongole mit Chorizo und Walnussgremolata, die besten Baked Beans, oder einen Nudelauflauf mit Artischocken, grünem Blattgemüse und Käse über Käse. Ja, so schreibt Alison das ab und an – charmant und direkt, wer da nicht schmunzelt… ach ich weiß ja auch nicht. Sie nimmt sich auf jeden Fall nicht zu ernst und so macht es unglaublich Spaß die Einleitungen zu den Rezepten zu lesen. Nur mit den kalten Nudelgerichten lockt sie mich nicht so ganz in die Küche… 

Fisch

Ist Fisch ein Problemkapitel? Ich liebe Fisch, aber hier lese ich, dass viele Leute aus verschiedenen Gründen bei Fisch eine gewisse Skepsis an den Tag legen. Aber wenn ich „Garnelen in der Schale mit viel Knoblauch und wahrscheinlich zu viel Butter“ lese, dann habe ich den Duft förmlich in der Nase und freue mich schon riesig auf den nächsten Sommer mit einem Abendessen auf der Terrasse. Aber auch die Venusmuscheln mit grüner Knoblauchbutter und Weinresten oder der im ganzen gebackene Snapper mit Harissa und Cocktailtomaten sieht ganz bezaubernd aus. Die Fotos in diesem Buch sind überhaupt sehr schön, es gibt zu fast jedem Rezept ein Bild und das macht einfach Appetit. Ein schneller Fischtopf mit Oliven, Frühlings-Fischsuppe mit Erbsen, Frühkartoffeln und Estragon oder Heilbutt in Sojalake mit Blattsenf, Sesam und Limette – da findet doch wirklich jeder etwas… oder? 

Fleisch-Gerichte

Fleisch ist ja so ein polarisierendes Thema – Alison bezeichnet sich eher als Allesfresser und weniger als Fleischfresser. Sie isst selten Fleisch, dann aber richtig und sehr aufwendig. Was mir gefällt ist die Animation zu experimentieren. Nimm dieses Gewürz doch mal für jenes Gericht, kombiniere das eine mit dem anderen oder tausche hier und dort mal eine Zutat aus. Das macht solche Kochbücher mehr als Alltags tauglich und gibt gerade Kochanfängern das nötige Selbstvertrauen eigene Wege zu gehen und einfach mal zu experimentieren. 

Uns gefällt die Hähnchenkeule aus der Pfanne mit Oliven und Sumach genau so gut wie die Schweinekoteletts mit Fenchel-Rub. Natürlich darf auch eine Hühnersuppe nicht fehlen – hier mit Knoblauch, Pilzen und Staudensellerie. Gebratene Shortribs oder Kreuzkümmel-Lammkoteletts mit Frühlingszwiebeln und Erdnüssen, langsam gegarte Schweineschulter mit Knoblauch, Zitrusfrüchen und Koriandergrün oder die Kurkuma-Lammschulter mit Karotten und allem Drum und Dran. Das Lamm haben wir ausprobiert – dank Vermerk im Rezept auch ohne schlechtes Gewissen weil ich keine Schulter sondern nur Keule bekommen habe. Und was soll ich sagen: unglaublich großartig, zart und wunderbar unkompliziert!

Rezension - dining in

Als weiteres Fleischrezept hatte ich das Hähnchen in Buttermilchlake mit frischem Zatar auf der to-cook Liste, habe mich dann aber ganz kurzfristig für das Sradellen-Butter-Hähnchen mit Geflügelschmalz-Croutons entschieden in das sich Bessere Hälfte spontan verliebt hat. Es war aber auch einfach unglaublich lecker. Aber halt auch sehr butterlastig. Das muss man der Fairnis halber anmerken – Fett ist ein Geschmacksträger und der Geschmack wird in diesem Buch nicht nur auf Händen sondern auf einem kuschelweichen Samtkissen getragen. Noch ein Flöckchen Butter? Na klar! Aber es ist halt auch sehr lecker und ich denke wenn man nicht täglich so kocht ist das ganz in Ordnung. 

Rezension - dining in

Süße Sachen

Wie jemand der beruflich viele Jahre in der Patisserie tätig war sagen kann, dass ihn süße Sachen eigentlich nicht sonderlich reizen ist mir unbegreiflich… aber auf der anderen Seite mag man ja nicht alles was man gut kann und die wenigsten von uns nehmen ihren Job mit nach Hause. 

Falls ihr also bei Nussbutter-Buttermilch-Kuchen Butter-Schoko-Shortbread mit Salz und Schoko-Tahini-Tarte mit Knuspersalz auch nicht einfach weiter blättern könnt, dann habt ihr Glück – ich habe die Tarte ausprobiert, dank Variationsvorschlag mit Erdnussbutter statt Tahini, und fand sie wirklich zum Niederknien. Bessere Hälfte mag die Kombination süß-salzig nicht sonderlich, aber ich fand die cremige Schokoladenfüllung einfach großartig.

Rezension - dining in

Crumbles und Pies, Obst und Eis – hier ist für jeden Geschmack das passende Dessert zu finden.

Für mich ist Dining In ein ganz klarer neuer Favorit im Kochbuchregal und hat sich seinen frisch gewonnenen Platz in meinen Top 5 mehr als verdient. 

Wie gefallen euch die Rezepte? 

** Das Buch “Dining In” wurde mir freundlicherweise vom Unimedica Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.