Mein Gewürzregal und ich…

Mein Gewürzregal und ich…

Im April 2012 habe ich euch hier auf dem Blog über meine Salze und mich berichtet, im August 2013 waren es meine Essige und Öle. Und wie das zum Jahresende immer ist, man schwelgt in alten Erinnerungen und reflektiert ein bisschen was sich im Laufe der Zeit so alles verändert hat. Damals hat mich die Sammelleidenschaft gepackt – kombiniert mit wilder Experimentierfreude und dem neu entdeckten „Spielplatz“ Feinkostabteilung ist mein Gewürzregal in kürzester Zeit enorm angewachsen. Allen voran die Salze, Öle und Essige. Es war ja auch schön, für jeden Bedarf gab es eine kleine Spezialität, neue und wilde Kombinationen und all das hat mich zu unglaublich vielen spontanen Experimenten verleitet, die ich hier auf dem Blog mit euch geteilt habe. Nun hatte ich aber im Hinblick auf diese alten Artikel das Gefühl, dass es langsam aber sicher mal Zeit für ein kleines Update ist und so nutze ich den letzten Tag im Jahr für diesen ganz persönlichen Blogpost…

Mittlerweile bin ich nämlich ein bisschen ruhiger geworden – gutes Salz, Essig und Öl definitiv ja. Aber wo ich früher Zitronensalz genommen habe greife ich heute lieber zu Salz und etwas Zitronenabrieb. Und kam damals das Rosmarinsalz zum Einsatz koche ich heute lieber mit Salz und frischen Kräutern. Ausnahmen bestätigen die Regel – im Sommer habe ich so ziemlich jedes denkbare Kräutlein frisch im Garten, steht der Winter vor der Tür trockne ich Oregano, Estragon, Ysop und Rosmarin und überbrücke damit die kalten Monate. Die Kräuter sind dann noch deutlich aromatischer als viele getrocknete Kräuter aus dem Supermarkt, oft hole ich dann aber auch einfach ein paar frische Kräuter. Ganz nach Bedarf.

Und bei den Ölen konzentriere ich mich auf das Wesentliche – ein gutes Rapsöl für Salate, eins zum braten, das Gleiche beim Olivenöl, ein Erdnussöl für Wok und Raclettegrill, ein Sesamöl, ein Kürbiskernöl, ein ganz einfaches Sonnenblumenöl und noch die eine oder andere kleine Flasche die mir bei Gelegenheit geschenkt wurde.

Meine Gewürze

Auch bei den Essigen ist es ähnlich – anstelle von Fruchtessig nehme ich heute in vielen Fällen lieber einen Mix aus Essig und frisch gepresstem Fruchtsaft für meinen Salat und Sorten wie Schokoladenessig findet man derzeit auch nicht mehr in meinem Vorratsschrank. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass meine Küche langweiliger geworden ist – nur vielleicht etwas besonnener.

Wo ich aber definitiv immer noch meiner Sammelleidenschaft fröne sind meine Gewürze. Nicht mehr aus dem Big-Pack vom Asia-Laden, dafür lieber Bio oder von (aus meiner Sicht) sehr guten Herstellern. Verschiedene Chilipulver, Kümmelsorten, exotisches oder orientalisches – die kleinen Gläschen finden immer noch irgendwo einen Platz in meiner Küche (die ich euch ja hier schon gezeigt habe). Sie stehen dunkel, ich habe den Überblick wie alt die Gewürze sind und seit einiger Zeit mahle ich mir verschiedene Gewürzmischungen auch selbst. Da schmeckt mein Brotgewürz dann aber auch genau so wie ich es mag, mein Pumpkin Pie Spice aus dem Herbst gibt sich mit dem Weihnachtsgewürz die Klinke in die Hand, das Colombo ist aus der Küche kaum noch wegzudenken und vor ein paar Tagen ist das Fünf Gewürze Pulver das erste Mal genau so geworden wie ich es haben wollte. Gemahlen wird mit der Mockmill* – einfach weil es so schön unkompliziert geht die Gewürzmühle direkt an die Kitchen Aid zu schrauben. Außerdem weiß ich so genau was in meinen Gewürzmischungen drin ist, aber auch das ist natürlich alles eine kleine Spielerei die mir halt derzeit unglaublich viel Spaß macht.

Meine Gewürze

Ich denke mein Gewürzregal und der Kleiderschrank haben eines gemeinsam – sie unterliegen gewissen Trends, geschmacklichen Irrungen und Wirrungen und einem stetigen Wandel.

Und mit diesen tiefsinnigen Worten verabschiede ich mich aus dem Jahr 2017… und sollte sich in meiner Küche etwas grundlegend ändern erfahrt ihr es hier natürlich als erste.

Habt einen guten Rutsch ins neue Jahr!