Rezension – Gemüse kann auch anders

Rezension – Gemüse kann auch anders

Es ist schon ein paar Tage her, dass sich das Buch „Gemüse kann auch anders“ aus dem G|U Verlag in meine Sammlung eingereiht hat. Das ich es euch erst jetzt vorstelle liegt nicht etwa daran, dass es vegetarisch ist, oder mir nicht gefallen hat – ich bin einfach nur früher noch nicht dazu gekommen mehr als ein Rezept daraus zu kochen. Das ist mir dann doch etwas wenig. Jetzt gibt es im Garten aber so viel zu ernten, da kann ein wenig Inspiration nicht schaden und so ist dem Brokkoli-Couscous Salat jetzt auch die Limettenfrische Erbsensuppe gefolgt.

Aber fangen wir doch mal mit den harten Fakten an:

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten

Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH;

ISBN-13: 978-3833838439

ca. 200 Rezepte mit 25 Gemüsesorten

Fangen wir mal ganz allgemein an – das Konzept ist nicht neu. Klingt hart, ist aber nicht weiter schlimm. Der Aufbau ist ähnlich wie bei Bauernmarkt und Biokiste oder Natürlich Jamie – man wandert von Saison zu Saison mit dem passenden Gemüse und zahlreichen Rezepten durch das Buch. Hier allerdings komplett vegetarisch.

Artischocken, Auberginen und Blumenkohl machen den Anfang, gefolgt von Erbsen und Zuckerschoten. Zu jedem Gemüse, bzw. jeder Gemüsegruppe gibt es einen kleinen Überblick, gefolgt von den Rezepten.

Die Rezepte werden von vielen wunderbaren Bildern begleitet – das Buch ist in dieser Hinsicht wirklich sehr schön gestaltet.

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Bei längeren Rezepten findet man die Zutatenliste gesondert. Das gefällt mir immer sehr gut, weil es schön übersichtlich ist. Bei kürzeren Rezepten sind die Zutaten samt Mengenangabe nur dick im Text hervorgehoben, was für mich persönlich auch bei wenigen Zutaten immer etwas unübersichtlich ist. Aber das mag ja an mir liegen.

Die Rezepte sind auf jeden Fall sehr abwechslungsreich und vielseitig – es gibt viele tolle Suppen und Salate, aber auch zahlreiche Pfannengerichte lachen einen an. Es geht von orientalisch inspirierter Küche über mediterrane Einflüsse bis hin zu französisch angehauchten Rezepten quer um die Welt, trotzdem findet sich eigentlich kein Klassiker in diesem Buch, sondern eher moderne und neue Rezepte.

Ich habe mich als erstes für den Brokkoli-Couscous Salat mit Zitronenjoghurt entschieden. Nur, dass wir ihn mit Bulgur gemacht haben. Ich gebe allerdings ganz ehrlich zu, dass es bei uns dazu noch Chicken-Wings gab. In der vegetarischen Variante hätten ein paar Gemüsebratlinge sicher gut gepasst. Als alleinstehendes Hauptgericht wäre es uns vielleicht ein bisschen „wenig“ gewesen, nicht von der Menge, aber einfach als Gericht. Perfekt war der Salat aber am nächsten Tag, als ich ihn für die Mittagspause mit ins Büro genommen habe. Und die grüne Currypaste hat ihm eine schöne Schärfe verliehen.

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Brokkoli Bulgur Salat mit Zitronenjoghurt

 500g Brokkoli

2 Zwiebeln (laut Rezept 100g)

1/2 Bund Frühlingszwiebeln

1 Bund glatte Petersilie

1 Hand voll Mandelblättchen (laut Rezept 40g)

350ml Gemüsebrühe

2 TL grüne Thai-Currypaste

250g Bulgur

1/4 TL Kurkumapulver

etwas Olivenöl

Salz & Pfeffer

Für den Joghurt:

300g griechischer Joghurt

1 Zitrone

etwas Olivenöl, ca. 1EL

2 TL Honig (im Rezept Akazienhonig)

Salz & Pfeffer (im Rezept Kräutersalz & grüner Pfeffer)

Zubereitung:

 Ich bin da etwas radikal und habe kurzerhand die Zwiebeln und den (am Strunk geschälten) Brokkoli durch die Küchenmaschine gejagt. Das hat keine Minute gedauert, man kann es aber auch mit der Käsereibe raspeln. Strunk und Röschen habe ich getrennt aufgefangen.

Die Petersilie und die Frühlingszwiebeln fein hacken, die Mandelblättchen ohne Fett in der Pfanne anrösten.

Parallel die Currypaste und Kurkuma in der Brühe lösen und den Bulgur hinein geben. Aufkochen und nach Packungsanleitung ziehen lassen.

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Die Mandeln beiseite stellen und etwas Öl in der Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln und den Brokkolistrunk zusammen mit dem weißen Anteil der Frühlingszwiebeln hinein geben und anschwitzen.

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In dieser Zeit den Zitronenabrieb und den Zitronensaft mit dem Joghurt und etwas Öl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Brokkoliröschen mit in die Pfanne geben und kurz mit andünsten.

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Den Bulgur mit einem Holzlöffel etwas auflockern und das Gemüse untermengen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Pfeffer, Salz und Zitronensaft abschmecken.

Die Petersilie untermengen und die Mandelblättchen darüber geben.

Zusammen mit dem Joghurt servieren. Schmeckt sowohl warm als auch kalt.

Wer möchte probieren?

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