Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Lesetipp – Madame Mallory

Lesetipp – Madame Mallory

Kochbücher, Bücher von Köchen oder Bücher über das Kochen – mich kann alles davon begeistern. Deshalb möchte ich euch hier auch kurz über dieses Buch berichten und vielleicht sucht ja der Eine oder Andere von euch noch die passende Urlaubslektüre für den anstehenden Sommer.

Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef von Richard Morais gehört zu den Büchern die ich am liebsten nicht aus der Hand legen wollte. 400 Seiten und es wird nicht ein einziges Mal langweilig während man mit dem jungen Hassan Haji und seiner Familie nach einem tragischen Zwischenfall Indien verlässt, in England nicht die ersehnte neue Heimat findet und sich dann auf die kulinarische Tour durch Europa macht bevor man in Frankreich wieder sesshaft wird und ein indisches Restaurant eröffnet. Man ist traurig über die anfänglichen Vorurteile von Madame Mallory, die es mit ihrem wunderbaren 2-Sterne Restaurant bisher gewohnt war immer die besten und frischesten Produkte auf dem Markt zu bekommen, freut sich aber auf der anderen Seite über die vielen Positiven Reaktionen der Menschen in der französischen Provinz und ihre Offenheit.

Es kommt wie es kommen muss, die Situation eskaliert auf dramatische Weise… um danach eine ganz neue Wendung zu nehmen.

Madame Mallory bildet Hassan aus – in Theorie und Praxis. Kleine Eifersüchteleien, ein bisschen Konkurenz in der Küche und irgendwann der große Tag als er so weit ist das Saule Pleureur zu verlassen und in Frankreich seinen Platz zu finden. Man freut sich über seine Erfolge, seine Menschlichkeit und leidet mit ihm über den Verlust eines guten Freundes. Vielleicht fragt man sich auch ein wenig wie groß der Druck von Sternen und Punkten sein muss…

Am Ende ist es umso schöner zu lesen wie Hassan seinen Weg gemacht und seinen Platz gefunden hat.

Ein wunderbares Buch!

Garteneinblick 2015 – Mitte Juni

Garteneinblick 2015 – Mitte Juni

Es ist mal wieder so weit – im Garten hat sich so viel verändert, dass sich ein neuer Garteneinblick lohnt. Den letzten gab es ja hier Mitte Mai und seit dem wächst und gedeiht alles ganz fleißig.

Aber fangen wir mit den großen Veränderungen an – wir haben jetzt endlich einen Zaun! Dadurch ist das Gemüsebeet jetzt in alle Richtungen befestigt und die Johannisbeer- und Stachelbeersträucher rutschen nicht mehr zur Seit weg. Um das Unkraut bei den Sträuchern in den Griff zu bekommen ist dort alles mit Rindenmulch ausgelegt. Mir gefällt das sehr gut. Auch die Tomaten haben sich gut eingelebt und die ersten fangen an zu blühen.

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Auch die Zucchini gibt sich größte Mühe und man kann schon zwei kleine gelbe Kugeln erkennen. Die grüne Rankzucchini durfte erst am Wochenende in die freie Wildbahn, nachdem wir endlich das Rankgitter setzen konnten.

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Ich glaube in diesem Jahr haben sogar die Gurken den Umzug gut überstanden, auch wenn die sich ja im Wohnzimmer pudelwohl gefühlt haben und die Zimmerpalme hochgerankt sind.

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Zuckererbsen und Rettich wachsen im Beet um die Wette. Die Zuckererbsen blühen schon und beim Rettich bin ich wirklich gespannt – das ist dieses Jahr nämlich mein erster Versuch!

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Die Zwiebeln kommen schnell, die Karotten dafür extrem langsam. Wurzelpetersilie und Pastinaken hatten dieses Jahr scheinbar keine Lust zu wachsen, vielleicht war es auch einfach zu kalt oder ich hatte Pech mit der Saat.

Bei den Radieschen kann ich mich jedenfalls nicht beschweren und auch die rote Bete ist auf dem Vormarsch.

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Zugegeben, bei der Aubergine habe ich geschummelt. Nachdem meine selbst gezogene nicht über die Keimblätter hinaus gewachsen ist habe ich mir im Pflanzencenter eine mitgenommen. Ich freu mich trotzdem…

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Auch die Kürbisse und Erdbeeren in der hinteren Sitzecke wachsen fleißig und wie es aussieht kann ich schon bald die ersten zwei Erdbeeren ernten.

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Zum Polterabend haben wir noch einige Sorten Minze bekommen die dann auch gleich hinten eingepflanzt wurden. Die Minze scheint sich da bestens eingelebt zu haben – da dürfen noch einige Mädelsabende mit Mojito kommen. Und für den Salbei im Steingarten fehlen mir weiterhin die Worte…

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Das war er dann auch schon wieder – der Rundgang durch den Garten.

Den nächsten Einblick gibt es dann im Juli!

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Lesetipp – Anthony Bourdain – Ein bisschen blutig

Lesetipp – Anthony Bourdain – Ein bisschen blutig

Ein weiterer Lesetipp für den Urlaub oder einfach mal zwischendurch. Habt ihr die Bücher von Köchen mittlerweile für euch entdeckt? Nein? Also ich kann euch Tim Raue oder Bill Buford nur ans Herz legen. Ein bisschen blutig war mein erstes Buch von Anthony Bourdain und ich bin selten mit so gemischten Gefühlen durch ein Buch gewandert. Ein geheimes Treffen, fast schon eine Verschwörung, am Anfang macht neugierig. Dann folgt sein Outing über seine Drogeneskapaden, verschiedene Stationen im kulinarischen Niemandsland und sehr, sehr, sehr viel gemecker. Ich war tatsächlich schon ein bisschen genervt, als auf einmal der Umschwung kam.

Anthony Bourdain beschreibt kulinarische Stationen von seinen Reisen. Bildlich, mit Aromen, Gerüchen, Locations – man möchte auch dorthin, in die kleinen Restaurants oder Imbisse die er entdeckt hat. Man möchte auch den Burzel knuspern oder die Suppe schlürfen. Ab und an fällt das Wort Gastroporno und auch in seinen Beschreibungen lässt er dem Essen einen ausgeprägten Erotikfaktor zukommen. Und bei all diesen detaillierten, aber nicht langweiligen, Beschreibungen hatte er mich. Ab und an wird auch im weiteren Buch gemeckert, na gut – eigentlich recht viel, aber jetzt sieht man es irgendwie mit Humor. Der Beruf als Koch, Fernsehreihen mit Köchen oder Kochbegeisterten, Restaurants, Gäste, jeder bekommt sein Fett weg. Es ist aber auch viel Offenheit dabei, besonders da er ja selbst mittendrin statt nur dabei ist.

Auch wenn ich mich sonst nur gemäßigt dafür begeistern kann über Kinder und Kindererziehung zu lesen – seine Methode ein Kind dafür zu sensibilisieren wie schlecht doch Fastfood ist und das der lustige Clown aus der Werbung kein Freund ist hat mir beim Lachen die Tränen in die Augen getrieben. Einfach genial, aber das will ich euch hier nicht vorweg nehmen.

Am Ende schweift man noch ein wenig durch die New Yorker Gastronomieszene, bevor man sich fragt wie 400 Seiten so schnell ausgelesen sein können.

Sicher nicht mein letztes Buch von Anthony Bourdain!