Rezension – Food, Friends & Love

Kennt ihr Enikö Gruber? Noch nicht? Dann bin ich wenigstens nicht alleine. Das ändert aber nichts daran, dass wir das schnellstens ändern müssen! Eni ist „erst“ seit 2017 in der Foodbloggerszene und gerade ist im Thorbecke Verlag** ihr Kochbuch „Food, Friends & Love„* erschienen. Schon von der ersten Seite an war ich verzaubert – alles klingt so herzlich und warm, man hat nicht das Gefühl, dass es hier nur darum geht einem Trend zu folgen (oder ihn zu setzen). Hier geht es wirklich darum für seine Gäste zu kochen und dann mit ihnen gemeinsam eine schöne Zeit zu haben. Denn alles soll entspannt sein, der Gastgeber nicht nur in der Küche stehen und am Ende sollen alle satt und zufrieden sein. Habe ich euch neugierig gemacht? Gut, dann werft doch mal mit mir zusammen einen Blick ins Buch – ich habe schon einige Rezepte für euch getestet!



Rezension - Food, Friends and Love

Zu den harten Fakten:

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Jan Thorbecke Verlag; Auflage: 1 (26. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3799514120
  • ISBN-13: 978-3799514125
  • Größe und/oder Gewicht: 20,1 x 2,3 x 26,9 cm

Herzlich Willkommen! Diese Worte ersetzen das obligatorische „Vorwort“ und bringen einen sofort in die passende Stimmung – jeder soll sich dazu in der Lage fühlen Gäste einzuladen um mit ihnen eine schöne Zeit zu verbringen. Spontane Pasta-Party oder gemütlicher Brunch, mit den passenden Rezepten und einer Flasche Wein gibt es keine Argumente mehr die dagegen sprechen. Es gibt Tipps zur Menüplanung, einen QR Code für Einladungskarten (falls es mal etwas festlicher sein soll), ein paar Hinweise wie ihr vorausschauend plant, einen Zeitplan erstellt und vorher nochmal eure Vorräte checkt. Musik, Veggi oder SOS – zu jedem Schlagwort findet sich eine kleine Anregung und so ist man glatt überrascht als es auf Seite 26 mit den Rezepten für die Geheimzutaten los geht, die Zeit verfliegt!

Bei den Geheimzutaten sind von der Lieblings-Knoblauch-Kräuterbutter über das Jalapeno-Honig-Relish bis zur asiatischen Koriander-Minz Gremolata einiges dabei um euren Rezepten mit wenigen Handgriffen das gewisse Extra zu verleihen. 

Sonntagsbrunch mit Freunden

Als erstes „großes Kapitel“ bietet Eni uns hier alles an was das Frühstücksherz begehrt. New York Bagels, Avocado-Eiersalat, verschiedene Dips und Aufstriche wie den Lachs-Meerrettich-Dip, Carrot Cake Bircher oder Shakshuka, French Toast Sticks oder Frühstückspizza. Ich habe gleich den Avocado-Eiersalat und den Lachs-Meerrettich-Dip ausprobiert und war ganz begeistert. Das Cinnamon Monkey Bread hätte mich sicher auch angelacht, aber da habe ich schon mein eigenes Lieblingsrezept… dafür steht das Banana Bread Baked Oatmeal ganz weit oben auf meiner to-do Liste.

Rezension - Food, Friends and Love

Fingerfood, Dips, Salat & Co

Das Buffet ist eröffnet – sehr gut, ich mag Buffets. Gerade für Partys mit vielen Gästen die alle ganz unterschiedliche Vorlieben haben ist es einfach unglaublich praktisch. Egal ob Reisnudelsalat oder Panzanella, der Lieblings-Linsensalat oder die Kürbisquiche – es gibt ausgefallene Sachen und all-time-favorites. So lachen mich die Mini-Quetsch-Kartoffeln mit Cheddar, Bacon und Aioli genau so an wie die loaded Nachos und wenn ich Hummus mit Süßkartoffel oder Avocado und Minze kombiniert sehe muss ich das natürlich unbedingt probieren. 

Rezension - Food, Friends and Love

Softe Prezel Bites mit Cheddar-Honig-Whiskey Dip lassen mich sofort an einen Fußballabend denken, vielleicht gibt es ja zur nächsten EM mal wieder eine passende Gelegenheit um das zu testen. Und die Tipps für die perfekte Käseplatte helfen ganz wunderbar den passenden Mix zu finden, da braucht es dann nur noch etwas Brot (und vielleicht ein Fläschchen Wein) zum großen Glück.

Geniale Hauptgerichte mit Gelinggarantie

Wenn das mal kein gutes Versprechen ist! Ich bleibe gleich am zweiten Rezept hängen, das indische Butter Chicken lacht mich einfach an – auch wenn Bessere Hälfte lieber die Nummer eins, Gorgonzola Rouladen mit Nudeln, priorisiert hätte. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben und das indische Hähnchen hat uns ausgesprochen glücklich gemacht. 

Rezension - Food, Friends and Love

Es folgt ein marrokanischer Kefta-Eintopf und eine feurige Caponata mit Büffelmozzarella, Enchilada-Verdes oder ein Drunken Thai-Curry. Oder sucht ihr nach Pasta? Von den Spaghetti mit Mozzarella-Pesto-Hackbällchen und Gremolata bis zur Pasta mit Honig-Salbeibutter mit Pinienkernen und Ziegenkäse ist einiges dabei. 

Das fruchtige Linsencurry hat mich im handumdrehen zu diesem Rezept hier inspiriert. Dazu gab es das Knoblauch-Naanbrot das hier am Tisch zu großer Euphorie geführt hat. Unglaublich lecker und ein ganz unkompliziertes Rezept. Leider ist das Brot auf dem Foto nicht im Fokus, aber ihr könnt mir glauben, dass es extrem lecker war und unglaubliches Suchtpotential hat… wir haben auf jeden Fall alle viel zu viel davon gegessen und waren am Ende vielleicht ein bisschen zu voll, aber glücklich. Das muss auch mal sein. 

Rote Linsen-Kürbis Dal

Einfache Begleiter

Manchmal braucht man nur eine grandiose Beilage und schon wird das Hauptgericht in den Schatten gestellt – Emi hat Ideen die vom Weihnachtsdinner bis zum sommerlichen BBQ jedes Bedürfnis decken. Da wäre zum Beispiel das weltbeste Süßkartoffelpüree, ein extra käsiges Kartoffelgratin oder ihre 5 liebsten Gemüsebeilagen zu denen auch der Sweet-Chili-Brokkoli zählt. Buntes Ofengemüse oder mexikanischer Reis – hier findet jedes Rezept den passenden Begleiter. 

Köstliche Kuchen und Desserts zum Dahinschmelzen

Das Beste kommt zum Schluss – die Desserts! Brownie Kuchen mit Himbeeren und Amarettini, die cremige Nougat-Panna-Cotta, die superschokoladige Cho-Chip-Cookie-Mousse oder wolkenweicher Kaiserschmarrn mit Apfel-Zimt Kompott… wenn ihr euren Gästen zum Abschluss noch den Gnadenstoß versetzen ein seeliges Lächeln ins Gesicht zaubern möchtet, dann werdet ihr hier fündig. 

Willkommen an der Bar

Beim ersten Blättern bin ich hier hängen geblieben und habe mir für den zweiten Durchgang gleich mal einen Granatapfel-Gin-Secco gemixt. Bei mir sah das nicht ganz so elegant aus wie auf dem Foto, aber vielleicht liegt es daran, dass ich TK-Granatapfelkerne verwendet habe. Für das Frühjahr habe ich mir auf jeden Fall schon den Lillet-Rhabarber-Spritz vorgemerkt und der Virgin Ginger Passionsfrucht Caipi klingt nach einem leckeren Vitaminbooster. 

Rezension - Food, Friends and Love

Zum Abschied gibt es noch etwas Menüinspiration und ein sehr herzliches „Danke“, dann sind gut 200 Seiten auch schon um, die to-cook Liste ist lang und zahlreiche Post it’s markieren die Highlights die unbedingt bald auf den Tisch gewünscht wurden. 

Mein Fazit: die Rezepte sind übersichtlich geschrieben, es gibt für jeden Zeit und Budgetrahmen das Passende und auch vom Schwierigkeitslevel wird jeder Rezepte finden an die er sich heran traut. Außerdem lassen sich die Mengen bei Bedarf gut rauf oder runter rechnen und so an mehr oder weniger Personen anpassen.

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass die Rezepte im Großen und Ganzen nicht „light“ sind, aber man hat ja auch nicht jeden Abend Gäste und falls einem doch danach ist kann man ja kurzerhand die Creme fraiche gegen Creme legere austauschen – ihr wisst was ich meine. 

Für mich ist dieses Buch definitiv eines der gleichzeitig unkompliziertesten und trotzdem vielseitigsten Kochbücher das sich mit dem Thema „Kochen für Gäste“ beschäftigt das ich seit langem in der Hand halte. Falls ihr sie also noch nicht kennt solltet ihr Eni und ihre Rezepte unbedingt bald kennenlernen!

** Das Buch “Food, Friends & Love” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Big Salads

Sättigende Salate aus einer Schüssel – Big Salads *! Das ist der Titel von Kat Meads neuem Kochbuch das diesen Sommer im Thorbecke Verlag** erschienen ist. In 60 ganz unterschiedlichen Rezepten wird gezeigt wie vielseitig leckere Salate die ganze Familie oder eure Gäste glücklich machen können. Und genau darum geht es – die Gäste nicht mit Menüs zu beeindrucken, sondern alle mit farbenfrohen und saisonalen Zutaten zu begeistern. Die Rezepte sind dabei bunt gemischt und sowohl Fleischfans als auch Vegetarier oder Veganer kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich persönlich finde Menüs ja toll, aber ein unkomplizierter Salat kann auch ganz großartig sein. Meine Erwartung war also ein Buch voller leichter und leckerer Rezepte – aber tatsächlich wurde diese Erwartung nochmal übertroffen! Für das ganze Jahr gibt es jede Menge ganz unterschiedliche Rezepte, einige davon leichte, bunte Girlie-Salate, andere mit asiatischem Touch und die nächsten lassen selbst die Männerherzen bei uns im Haus höher schlagen. Vier Rezepte habe ich schon für euch getestet, aber die Liste der Post-it’s ist noch lang und für den Herbst steht einiges auf der Liste – aber lest selbst was mir an diesem Buch so gut gefallen hat…



Zu den harten Fakten:Rezension - Big Salads

Taschenbuch: 176 Seiten

Verlag: Jan Thorbecke Verlag 

ISBN-10: 3799513388

ISBN-13: 978-3799513388

Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 2,2 x 25,9 cm

Zur groben Übersicht ist das Buch neben der Einleitung zu Beginn und einem Kapitel Wissenswertes am Ende saisonal in Frühling, Sommer, Herbst und Winter eingeteilt. Abgesehen davon, dass man heute doch immer mehr versucht saisonal zu kochen und einzukaufen ist das für mich als „Gartenmensch“ natürlich auch sehr praktisch. 

In der Einleitung stellt sich die Frage was einem zum Thema Salat einfällt? Und ein Beispiel ist: etwas, das man essen soll, aber nicht unbedingt will.

Und ich muss sagen, genau gegen dieses Vorurteil wird hier ein Zeichen gesetzt. Denn die Salate sind nicht langweilig, nicht zu „Öko“ oder so, dass sie einem das Gefühl geben nur und ausschließlich gesund zu sein. Es gibt „Schlemmersalate“ und leichte Varianten – mit der Idee den Salat als Hauptgericht zu präsentieren und jedem am Tisch etwas zu bieten. Ich würde sagen das Ganze ist gelungen – die Rezepte sind allgemein für 4 Personen gedacht, mit einem Hinweis auf vegetarische oder vegane Varianten versehen und leicht nachzuzaubern. Was will man mehr, ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon darauf in den Herbst zu starten!

Frühling

Okay, ich gebe zu – das erste Gericht ist zwar für den Frühling gedacht, aber ich konnte nicht widerstehen. Melone, Gurke, Ziegenkäse, Pistazien und Minze waren für mich auch absolut sommertauglich und so hat dieser Salat auch gleich den Anfang gemacht:

Rezension - Big Salads

Lecker, frisch und unkompliziert – wer könnte da nein sagen? Im Frühling locken auch Erbsen, Spargel und Eier oder ein warmer Cocktailsalat mit Riesengarnelen jeden Soulfoodfan aus der winterlichen Schmortopfecke hervor. Oder wie wäre es mit einem Dukkah-Kabeljausalat mit Frühkartoffeln? Natürlich mit passendem Rezept für die Gewürzmischung. Eier, Spargel und Aijoli klingen genau so lecker wie der Fenchel-Orangensalat mit den karamellisierten Pekannüssen. Ich find es sehr charmant gelöst, dass nicht jedes Rezept ein separates Bild hat, sondern man auch immer mal wieder eine Doppelseite mit 3-4 tollen, bunten Salaten findet. So bleibt glaube ich kein Rezept ohne Foto… und ich liebe Kochbücher wie Big Salads mit vielen Rezeptfotos! Rote Bete, Rhabarber – der Frühling zeigt sich von allen Seiten.

Sommer

Auch im Sommer lacht mich das erste Rezept gleich ganz besonders fröhlich an – Steakstreifen auf Ananasreis. Im Original werden sie in der Ananas serviert, aber bei drei Personen mit kleinem Kind wäre das irgendwie schwierig geworden. Ich hoffe also auf eure Nachsicht – bei mir gab es den super leckeren Salat einfach in tiefen Tellern angerichtet:

Rezension - Big Salads

Geschmacklich hat das dem Ganzen aber absolut nicht geschadet und so wurde der Salat bis auf das letzte Reiskorn verputzt!

Beim zweiten Sommerrezept konnte ich auch nicht nein sagen – wir haben so viele Tomaten geerntet, dass die Kombination Tomaten und Burrata mit Basilikum-Walnusspesto schon fast Pflicht war. Ich muss mich leider outen, dass ich es nicht geschafft habe einen Burrata zu holen und wir somit am Ende den vorgeschlagenen Büffelmozzarella als Alternative gewählt haben, der Salat war aber dadurch nicht weniger lecker. Besonders die Kombination mit den gebackenen Tomaten fand ich ziemlich genial:

Rezension - Big Salads

Grüne Bohnen mit Chipotle und Honig oder Oktopus mit Sauerteigbrot-Toast klingen genau so verlockend wie das Chili-Hähnchen mit Reisnudeln und Erdnüssen oder die gegrillten Pfirsiche mit Brunnenkresse und Ricotta. Ich habe mich wegen der reichlichen Tomatenernte trotzdem erstmal für den Tomatensalat mit gebackenem Feta und Pinienkernen entschieden. Nicht zuletzt, weil ich wissen wollte ob dieses italienisch-griechische Crossover funktioniert oder nicht. Basilikum und Pinienkern? Ja. Feta, Oregano und Oliven? Ja. Aber alles zusammen? Es funktioniert – wer hätte das gedacht!

Rezension - Big Salads

Herbst

Damit kommen wir auch schon im Herbst an. Ein Honig-Maisbrot mit Paprika-Mais-Salat steht für die kommende Woche auf meiner to-do Liste, dicht gefolgt von den Balsamico-Feigen mit gebackenem Ziegenkäse und Hanfsamen und der Kombination aus Mangold, roter Bete, Ziegenkäse und Nüssen. Ein warmer Salat mit Birnen, Pilzen und Ricotta oder Rote Bete mit Brombeeren? Warum nicht! Aber natürlich kommen auch Kürbis, Lamm und anderes gebackenes Gemüse zum Einsatz. Da wird mir der Herbst doch gleich ein bisschen sympathischer! 

Winter

Salat im Winter könnt ihr euch nicht so recht vorstellen? Vielleicht kann euch das Buch Big Salads doch überzeugen – wie wäre es mit Flanksteak und Chicorée oder gegrilltem Stubenküken mit Muhammara? Gebratene Orangen mit Makrele. Grünkohl und Speck wechseln sich mit grünen Linsen, gebackenem Halloumi und frittierten Kapernäpfeln ab. Karotten und Pastinaken kommen genau so zum Zug wie die Ente mit Wurzelgemüse, Grünkohl und Orange (ein Gericht das ich mir leicht abgewandelt auch super zur Resteverwertung für den Gänsebraten vorstellen könnte). 

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen neugierig machen – mir hat das Buch Big Salads unglaublich gut gefallen und somit ist es nicht nur gut geeignet für die Vorsätze im neuen Jahr, sondern um das ganze Jahr durch immer wieder leckere, vielseitige Salate auf den Tisch zu zaubern!

** Das Buch “Big Salads” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Change your Appetite

Es gibt Kochbuchautoren die liebt man einfach – und Diana Henry ist für mich ganz klar eine davon. Ihr Kochbuch Simple ist nicht umsonst schon ewig auf meiner Top-5 Liste und mit ihrem neuen Buch „Change your appetite„* das gerade im ars vivendi Verlag** erschienen ist hat sie mein Herz endgültig erobert. Denn schon nach ein paar Seiten war mir klar: Diana ist wie ich! Nicht nur ein bisschen, sondern total. Wenn ich meine alten Rezepte anschaue, dann gibt es immer wieder buttrige Phasen und leichte Phasen, Sahne Zeiten und Salat Epochen. Ein ständiges auf und ab zwischen „etwas zu viel des Gutem“ und „jetzt wird alles anders“. Ich denke mittlerweile habe ich es ganz gut im Blick was mit gut tut und was nicht und genau so ist es auch bei Diana. In vier Kapiteln widmet sie sich leichten und leckeren Rezepten für Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Und die sind unglaublich lecker! Ich habe schon einige Rezepte für euch getestet und die to-do Liste ist noch lang. Aber bevor ich zu den Details komme gibt es hier die harten Fakten:



  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten Change your appetit Diana Henry
  • Verlag: ars vivendi verlag GmbH & Co. KG (24. Januar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869139803
  • ISBN-13: 978-3869139807
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 3,2 x 26,6 cm

Der Frühling steht bei Diana unter dem Motto leicht, frisch, vielseitig – mit Gemüse, als Salat, Suppen oder Salaten. Spargel auf venezianische Art, peruanische Hühnerbrühe, Gersten-Couscous mit Harissa und Buttermilch, brillianter Brokkoli oder Brokkoli Nachschlag… und da haben wir auch schon das erste Testrezept. Brokkoli mit Ricotta, Zitrone und Parmesan – klingt vielleicht nicht besonders aufregend, ist aber ein leckeres Abendessen!

Change your appetite - diana henry

Ein anderes Rezept an dem ich nicht vorbei gekommen bin ist das persische Hähnchen mit Safran, Minze und Couscous. 

Change your appetite - diana henry

Eier gehen immer, viele frische Rezepte mit Fisch wie einen warmen Lachssalat mit Lauch, Petersilie und Kapern oder das nahöstliche Joghurtbrot. Und wenn ich Brot lese, dann kann ich ja selten anders als das Rezept zu testen – dank Joghurt kommt es mit kurzen Gehzeiten und vollem Geschmack auf den Tisch.

Change your appetite - diana henry

Und wer in Sorge ist, dass es nicht genug Süßkram gibt: vom Schokoladen-Rosmarin Sorbet zum Pistazien-Zitronen Kuchen ist einiges dabei.

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Ein Salat mit Nektarinen, Tomaten, Basilikum und Mozzarella lacht einen vom Foto aus an, aus Sizilien kommt ein Salat mit Artischocken und dicken Bohnen… und ich muss zugeben, dass ich den Aufwand die Bohnen aus ihren Hülsen zu drücken deutlich unterschätzt habe. Nachdem ich aber reichlich geflucht habe hat der Salat uns für alles entschädigt – er ist nämlich total lecker!

Change your appetite - diana henry

… ein warmer Salat mit Grapefruit , Garnelen und Kokos oder einer mit Ziegenkäse und Kirschen. Bei mir kommt der türkische Löffelsalat auf den Tisch und den Teller. Da ist sogar der kleine Mann mehr als begeistert.

Change your appetite - diana henry

Beeren-Hibiskus Sorbet, Lachs vom Grill oder gebackener Wolfsbarsch, pochierter Pfirsich mit Rosé Gelee, Hähnchen-Spieße mit Limetten-Chili-Minze-Salat oder als süße Versuchung ein Stachelbeer-Mandel-Dinkel Kuchen. Es gibt aber nicht nur Rezepte, es gibt einfach viele tolle Tipps über Diäten und das Frühstück. Man schmunzelt und lacht – und ich persönlich kann mich in vielen Punkten wiedererkennen.

Der Herbst beginnt mit Rezepten für tolle Brühen, denn Brühe tut einfach gut und muss beim besten Willen nicht langweilig sein. Es gibt aber auch viele saisonale Salate wie den Beluga-Linsen-Chicorée Salat mit gebackenen Trauben oder oder einen Karotten-Krautsalat mit Äpfeln und Kümmel. 

Und dann stellt sich die Frage des Mittagessens. Wie macht ihr das wenn ihr arbeitet? Geht ihr raus etwas essen, zelebriert ihr eure Mittagspause oder erwischt ihr euch auch ab und an dabei, dass ihr eigentlich am Schreibtisch esst und nebenbei eure E-Mails checkt? Ich gehöre, genau wie Diana, in die letzte Kategorie. Wenn es passt mache ich mit den Kolleginnen eine richtige Pause, aber meistens wird eher nebenbei gegessen. Nicht weil wir keinen schönen Pausenraum hätten oder so unter Druck arbeiten müssten das es nicht anders geht – wir haben es uns wohl nur irgendwann so angewöhnt. Hier im Buch findet man auf jeden Fall sowohl Rezepte für Zuhause, als auch für das Büro. Schnell und frisch gemacht oder unkompliziert zum mitnehmen – gegrillte Aubergine mit Dattel-Walnuss-Joghurt Salat oder Kisir, Dal oder Pilaw von gemischtem Getreide mit Süßkartoffel, Fenchel und Avocado, Burmesischer Chili-Fisch mit scharfem-saurem Salat oder Räuchermakrele mit rote Bete-Mohnsamen Relish – der Herbst wird bunt, vielseitig und rundum inspiriert von asiatischen, fernöstlichen Aromen. Dabei gibt es eine lange Liste mit Infos zu verschiedenen Getreidesorten und wo man was am besten verwendet. Ich liebe solche Übersichten als Inspirationsquelle – denn oft hat man etwas für ein Rezept gekauft und dann ist noch die halbe Packung übrig. So kann man auch selbst gut experimentieren. Porridge, Müsli, Omlette – keines davon langweilig, alles saisonal und mit vielen guten Zutaten. Ich denke da darf der Herbst (irgendwann) auch wieder kommen.

Und ja, an den Winter wollen im Moment wohl die wenigsten von uns denken… aber irgendwann wird er wieder an unserer Tür kratzen und dann bin ich vorbereitet. Denn wenn ich ehrlich bin ist der Winter für mich immer die schwierigste Jahreszeit und das liegt nicht nur an Lebkuchen und Weihnachtsschoki, sondern auch an Gulasch, Rouladen, Knödeln, Spätzle, Ochsenbäckchen, naja – und eben auch an der Weihnachtsschoki. Winterliches Soulfood kann man auch leicht kochen, aber ich persönlich finde das viel schwieriger als im Frühling oder Sommer leicht durch den Tag zu kommen. Aber hey, das Motto ist ja auch „change your appetite“!

Die Rhabarberstangen auf der ersten Seit wirken vielleicht etwas unpassend, aber Rhabarber kommt ja früh im Jahr und in England vielleicht noch etwas früher? So oder so ist selbst der Winter bunt – und so gibt es zwei wunderbare Seiten voll nützlicher Informationen warum man viele bunte Lebensmittel essen sollte. Antioxidantien, Nahrungsmittel gegen Krebs, Superfoods – kein Mythos wird ungeprüft übernommen aber alles erwähnt und beleuchtet. 

Dann landen die Rote Bete-Karottenpuffer mit Joghurt-Dill-Sauce direkt auf meiner to-do Liste, gefolgt vom Emmer-Salat mit winterlichem Ofengemüse und viel Senf oder den unzähligen Karottenrezepten. Marokkanischer Karottensalat, Japanischer Karottensalat, pikanter Karottensalat, Karotten-Mooli Salat – langweilig wird es hier sicher nicht! Geräucherter Fisch wird mit indischen Gewürzen kombiniert und dann ist da noch der Grünkohl. Als Pesto mit Linguine oder mit Bohnen und einer Anchovis-Rosmarin Sauce. Bessere Hälfte freut sich jetzt schon. Soba-Nudeln mit Spiegelei oder Wolfsbarsch Ceviche mit Avocado und Grapefruit, die Gerichte passen zum Winter und sind trotzdem leicht und frisch. Aber auch die klassischen Winteraromen sind zu finden – im georgischen Hähnchen mit Walnusssauce und warmer roter Bete oder im Hirsch-rote-Bete Schmortopf mit Meerrettich. Dazu gibt es allerlei Infos über Fette und gutes Brot – für mich der perfekte Abschluss für dieses vielseitige und leichte Buch.

Sollt ihr deswegen auf euer Gulasch verzichten? Definitiv nicht! Aber ein guter Mix aus leichten und deftigen Gerichten wird euch vor dem typischen Neujahrsfrust bewahren und sorgt dafür, dass ihr leicht, gesund und vielseitig durch das Jahr kommt. Dazu ist das Ganze noch saisonal abgestimmt – was will man mehr?! 

Und weil das Ganze so herrlich ehrlich geschrieben ist erfahren wir im „Dank“ auch, dass Vollkornreis in Grüntee kein Knüller ist und das Weißmehlprodukte wohl in vielen Familien eine Herausforderung sind.

Für mich ist das Buch jetzt schon eines der Highlights 2019 – einfach weil ich mich in so vielen Punkten wiedererkenne und die Rezepte alle gut angekommen sind. Sowohl bei mir, als auch bei Bessere Hälfte und dem kleinen Mann. 

Falls ihr also auch auf der Suche nach Rezepten für eine ausgewogene Ernährung seid kann ich euch „change your appetite“ nur wärmstens ans Herz legen! 

** Das Buch “Change your appetite” wurde mir freundlicherweise vom ars vivendi Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Ayurveda – eine kulinarische Reise

Wisst ihr mit welcher Küche ich mich bisher noch praktisch überhaupt nicht beschäftigt habe? Ihr könnt es euch vielleicht denken – mit Ayurveda. Dabei finde ich das Ganze total spannend, aber irgendwie hat es sich einfach noch nicht ergeben. Das „Vorurteil“, dass es dabei immer vegetarisch zugeht hat mich ein bisschen daran zweifeln lassen, dass ich mich damit Zuhause besonders beliebt machen werde und so hing das Thema auf der „müsste man irgendwann mal ausprobieren“ Liste fest. Aber das ist ja das Schöne am Bloggen, manchmal finde ich nicht das Thema, sondern das Thema findet mich! Fit Reisen** hat nämlich dieses ganz wunderbare Ayurveda Kochbuch herausgebracht und so habe ich mich letztes Wochenende zu einem gemütlichen Abend mit Freunden das erste Mal an die ayurvedische Küche gewagt. Und eigentlich passt das ganz gut, denn die ersten guten Vorsätze für das neue Jahr sind schon über Bord geflogen und gibt das Buch einen schönen Anreiz um nochmal so richtig gesund durchzustarten… und den Urlaub für das Jahr zu planen. Das könnt ihr übrigens auch, ich darf das Buch nämlich 3x an euch verlosen. Was ihr dafür tun müsst erfahrt ihr unter dem Beitrag.



Zu den harten Fakten: Ayurveda - eine kulinarische Reise

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: FIT Gesellschaft für gesundes Reisen mbH; Auflage: Erste (2018)
  • ISBN-10: 3000589996
  • ISBN-13: 978-3000589997

Köche aus zahlreichen ayurvedischen Resorts haben dem Buch mit bunten Rezepten eine tolle persönliche Note gegeben, zu Beginn wird außerdem die ayurvedische Lehre erklärt und es gibt eine Menge Tipps um Ayurveda in den Alltag zu integrieren und sich so mit ein paar einfachen Tricks gesünder zu ernähren.

Es gibt Rezepte für Masala Reis aus Bali, Linseneintopf Panchratna Khichdi, Avial mit Joghurtcreme oder Würztofu mit Kokosraspel aus Indien. 

Mir fallen sofort das Spinat-Kokosgemüse und das Kokoscurry mit Kochbanane aus Kerala ins Auge – der Spinat eignet sich wohl ganz wunderbar für Detox und ist in erster Linie extrem lecker.

Es werden viele kleinere und größere Resorts vorgestellt, viele davon befinden sich schon seit Generationen im Familienbetrieb und alle legen großen Wert auf ein gesundes Komplettpaket, gewürzt mit einer kleineren oder größeren Prise Luxus. 

Eines der drei Gerichte die bei mir auf den Tisch gekommen sind ist das pikante Kürbisgemüse mit Knoblauch, Curryblättern und Kokosöl.

Ayurveda - eine kulinarische Reise

Kokos und Spinat scheinen auf Kerala eine beliebte Kombination zu sein, ich entscheide mich am Ende für das Rezept aus einem kleinen, familiären Resort – hier kommt noch etwas Reis in das Gemüse und so macht das Ganze auch angenehm satt.

Ayurveda - eine kulinarische Reise

Es geht weiter nach Sri Lanka, dort lockt ein würziger Salat mit Erdnüssen und Bananenblüten. Tatsächlich war ich überrascht, dass man die meisten Rezepte ohne Probleme nachkochen kann. Die Zutaten findet man im gut sortierten Supermarkt oder es werden leicht erhältliche Alternativen vorgeschlagen. Außnahmen bestätigen die Regel, sollte ich mal Kohliawurzeln finden werde ich den passenden Salat und das Curry unbedingt ausprobieren. 

Das dritte Rezept das ich für unseren gemütlichen Abend gezaubert habe war ein fein gewürztes Kartoffel-Curry. Das hatte den absoluten Suchtfaktor und wurde Stück für Stück verputzt.

Ayurveda - eine kulinarische Reise

In Sri Lanka findet man auch Fisch-Wraps und ein Curry mit frischer Gurke, ein Fischfilet mit Mandeln und weißen Bohnen und ein Curry mit roten Linsen im Kokos-Limettensud. 

Zum Dessert gibt es noch ein paar Resorttippps um Ayurveda in Europa zu erleben. Auf Madeira, in Slowenien oder auch gleich um die Ecke in Deutschland. 

Am Ende hat man eine lange Liste an Rezepten die unbedingt ausprobiert werden wollen und jede Mange Reiselust!

So, und nun zu euch – ich habe drei Exemplare die ich an euch verlosen darf. Das Einzige was ihr dafür tun müsst ist mir bis zum 14.02.2019 um 23:59 Uhr einen Kommentar zu hinterlassen und mir zu verraten welches Rezept euch spontan am besten gefällt oder wo ihr Ayurveda gerne mal live erleben würdet. Der Versand der Preise erfolgt nur nach Deutschland, für die Teilnahme müsst ihr mindestens 18 Jahre alt sein und der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen, der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht und die Preise dürfen nicht getauscht oder übertragen werden.

Ihr Lieben – ich danke euch für eure Kommentare! Es hat mich riesig gefreut zu lesen wo und wie ihr Ayurveda gerne mal probieren und erleben möchtet. Heute hat das Los entschieden und die Kommentare 1, 6 und 7 von Mandy, Michaela und Michela haben gewonnen! Die Gewinner werden von mir per E-Mail benachrichtigt, ich brauche dann nur noch eure Adresse damit sich die Bücher auf den Weg zu euch machen können.

Seid ihr dabei? Ich freue mich auf eure Kommentare!

**Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Fit Reisen entstanden. Meine Meinung zum Buch und den Rezepten ist davon natürlich nicht beeinflusst. Die Preise für die Verlosung wurden mir zur Verfügung gestellt.




Rezension – New York Foodtrends

Wart ihr schon mal in New York? Mich hat die Stadt bei unserem Besuch vor gut 4 Jahren unglaublich begeistert. Nicht zuletzt, weil Bessere Hälfte mir dort den Heiratsantrag gemacht hat. Hach ja, das war schön! Und natürlich verfolge ich, wie die meisten Foodies, aufmerksam was da drüben an neuen Foodtrends entsteht, wieder vom Tisch ist bevor ich es ausprobiert habe oder zu uns rüber schwappt und plötzlich in aller Munde… oder auf allen Blogs… ist. Sonja Stötzel hat sich jetzt in ihrem Buch „New York Foodtrends“* aus dem G|U Verlag** nicht nur mit den Trends, sondern auch mit der wunderbaren Stadt aus der sie kommen beschäftigt. Zusammen mit Fotografin Vivi D’Angelo hat sie dabei zehn Stadtviertel besucht und die Besonderheiten der einzelnen Viertel, den jeweiligen Trend der gerade aktuell ist und ein paar passende Rezepte ausgewählt. Auch wenn mich ihr Erzählstil nicht gleich ab der ersten Seite mitgenommen hat, haben das die vielen Details zu den einzelnen Stationen schnell wett gemacht und so konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen während ich einen Post-it nach dem anderen geklebt habe und meine to-cook Liste immer länger wurde. Aber kommen wir zu den harten Fakten:



  • Rezension - New York FoodtrendsGebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; Auflage: 2 (10. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783833867002

Die Reise startet in Greenpoint, hier gibt es neben vielen Parks und tollen Aussichtspunkten mit Blick auf Manhattan auch zahlreiche Bäckereien die das Brot backen als Kunst und Handwerk zugleich betrachten. Und es tut mir glatt leid, aber ihr müsst mir glauben, dass dieses Kapitel das einzige war in dem mir die Rezepte so absolut nicht gelungen sind. Auch wenn das jetzt natürlich ein denkbar schlechter Start ist, aber ich möchte im Buch nicht hin und her springen. Greenwich wird als Bezirk für Familien mit vielen kleinen und individuellen Läden vorgestellt, dann wird davon geschwärmt wie viel Liebe hier in die Details gesteckt wird wenn es um die Herstellung der Brot geht. Ich habe das French Bread, das Sauerteigbrot und das No Knead Bread (von links nach rechts) getestet und muss sagen, dass ich den Teig bei allen Broten sehr weich fand. Da die Brote nur von oben fotografiert sind und nicht im Anschnitt vermute ich fast, dass sie im Original auch nicht wirklich in die Höhe gegangen sind – auch wenn der Teig in allen Fällen wirklich aktiv war. 320ml Wasser auf 400g Mehl – für mich nicht ideal.

Weiter geht es nach Park Slope – ebenfalls grün und familienfreundlich lockt dieser Stadteil Barbeque und Picnic Fans in die Parks von Brooklyn. Von der Beschreibung her klingt das fast wie ein Sommertag im Berliner Tiergarten – Picknickdecken, Klappstühle und Kühlboxen, dazu Leckereien vom Greenmarket. Auch in den umliegenden Cafés hat man sich auf den to go Trend eingestellt – das werden wir bei unserem nächsten NY Besuch definitiv ausprobieren. Bei den Rezeptideen lachen mich der Quinoa-Salat mit Mango, der Orzo Nudelsalat mit Kräutern, würzige Hähnchen-Wraps und Energy Balls an. Alles Dinge die man auch wunderbar auf der nächsten Gartenparty servieren kann! Den Orzo Nudelsalat habe ich auch schon ausprobiert, allerdings nur, weil ich ihn im letzten Moment mit dem Tabouleh Pastasalat aus Bushwick verwechselt habe (den ich eigentlich machen wollte) und mich noch gefragt habe wie ich die Zutatenliste nur so falsch im Sinn haben konnte… da die beiden Salate sich aber super ähnlich sind hat es eigentlich keinen Unterschied gemacht.

In Greenwich Village zeigt Sonja uns was bei Alteingesessenen, Künstlern und Studenten gerade angesagt ist – von Nobelrestaurants zu Kellerkneipen und immer wieder Kaffee, Kaffee, Kaffee. Cookies und Sticky Buns, Cold Brewed Coffee und Espresso-Brownies – wer die Café Kultur mit allem drum und dran liebt wird in diesem Kapitel voll auf seine Kosten kommen.

East Village wird unter dem Motto „Farm to table“ vorgestellt. Lokal, regional, saisonal – ein Trend der uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt und auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet. Authentisch, renovierungsbedürftig und teuer – mit charmanten Innenhöfen und Restaurants die auf gute Qualität achten. Als Rezeptideen findet man hier Grillspargel mit Mikrogreens, den tollen Süßkartoffelsalat den ich sofort ausprobiert habe und die Jerusalem Artichoke Lasagne die noch auf der to-do Liste steht.

Ab geht es nach Bushwick – und hier gibt es einiges an Halal Food für uns! Industrial Chic ist ja eigentlich nicht so meins, aber zu einer Runde Sightseeing zwischen den Young Hipsters oder einem Besuch in den kleinen Kneipen und Galerien würde ich natürlich nicht nein sagen. Nachdem ich dann noch einiges über den Ursprung von „Halal“ gelernt habe sind zuerst die gegrillten Hähnchenspieße auf unserem Tisch gelandet. Der persische Reis und der Gewürzgurkensalat werden aber auf jeden Fall auch noch ausgetestet!

DUMBO – oder Down Under the Manhattan Bridge Overpass… ja, ich bleibe dann auch bei DUMBO. Wir sind und bleiben in Brooklyn, und ich setze gleich mal einige der Fotospots auf meine Merkliste. Aus einem Industrieviertel wird ein Trendbezirk mit tollen Fischrestaurants und natürlich auch den passenden Empfehlungen wo man unbedingt essen gehen sollte. Bei den Rezepten steht der Grünkohl-Avocado-Salat für dieses Jahr noch unbedingt auf meiner Liste, aber auch der Fisch mit Tomaten-Kapern-Sauce klingt nach einem unkomplizierten Abendessen.

Weiter geht’s – nächster Halt Bedford-Stuyvesant. Angeblich findet man hier das beste Southern Comfort Food in New York City. Ich bin nicht ganz sicher ob mich der Mix aus Gangs und neuen Bars so richtig anzieht, aber das Viertel soll im Kommen sein und vielleicht hat sich ja noch ein bisschen mehr getan bevor wir es wieder nach NY schaffen. Kulinarisch würde es mich nämlich schon reizen, die Cajun-Garnelen klingen genau so lecker und unkompliziert wie die Fried Green Tomatoes.

Williamsburg – die Hipster Hauptstadt. Ja, ich bin ehrlich, hier würde ich mich schon wohler fühlen. Fusion Food ist aber auch einfach eine tolle Sache, besonders wenn die Fusion wirklich so komplett unterschiedliche Trends zusammenführt wie hier. Oder würdet ihr zu indisch-französischem Kedgeree (einem Reisgericht mit Kablejau), Koreanisch angehautem Dinkelrisotto mit Pilzen oder Crème Brûlée mit Ahornsirup nein sagen? Also ich ganz bestimmt nicht!

Zum Abschluss zieht Sonja noch mit uns durch Queens und dort direkt nach Chinatown. Hier kann man in kleinen „Keller-Garküchen“ nicht nur Dumplings und Ramen genießen. Die Soba-Nudeln mit Erdnusssauce sind definitiv mein absolutes, ultimatives Lieblingsrezept aus diesem Buch geworden und um den Currybratreis werde ich auch nicht mehr lange drum rum kommen. Glasnudelsalat oder chinesische Pfannkuchen – ich hätte jetzt Lust auf authentisches Asia-Food!

So endet dieses Buch über die New York Foodtrends auch schon – mit ein paar schönen Fotos und einem alphabetischen Rezeptregister. Zurück bleiben neben einer langen to-do Liste nur die Reiselust und gaaanz viel Fernweh. Tatsächlich habe ich noch kaum eine der empfohlenen Ecken in New York gesehen, bin aber definitiv neugierig geworden was mich dort erwarten könnte. 

Alles in allem kann ich euch das Buch definitiv empfehlen wenn ihr euch bereits in die Stadt verliebt habt oder noch dorthin wollt. Man bekommt eine Menge Infos über die Entstehungsgeschichte der einzelnen Ecken und was einen dort erwartet, auch wenn das Ganze vielleicht teilweise durch die vielen Zahlen und Daten etwas trocken wird – die tollen Fotos gleichen das definitiv wieder aus! Die Rezepte sind dafür bunt und vielseitig, ähneln sich aber teilweise auch etwas und neben wirklich tollen neuen Ideen sind auch ein paar „nicht ganz so wilde“ Gerichte im Buch zu finden.  

Ich hoffe ihr könnt euch jetzt ein gutes Bild machen was euch im Buch erwartet!

** ** Das Buch “New York Foodtrends” wurde mir freundlicherweise vom G|U Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Leftover von Vincent Fricke

Rezension – Leftover von Vincent Fricke

„In deinem Kühlschrank steckt mehr als du denkst“ – unter diesem Motto ist im September das neue Buch „Leftover*“ von Vincent Fricke im Umschau Verlag** erschienen. Mein erster Gedanke war: wie soll man denn ein Kochbuch mit Resten gestalten? Es weiß doch nie einer ob und was ich da im Kühlschrank habe, geschweige denn ob es bald weg muss. Auf der anderen Seite habe ich hier auf dem Blog selbst unzählige Rezepte mit denen man vor dem Urlaub noch schnell den Kühlschrank aufräumen kann, gerade so eine bunte Ofengeschichte macht sich da ja immer gut. Meine Neugierde war also geweckt und nur wenige Tage später habe ich es mir mit dem Buch auf der Couch gemütlich gemacht und geschaut wie das Thema hier angegangen wird.

Das Buch wird übrigens unverpackt vertrieben, also ohne diese hauchdünne Plastikfolie in die viele Bücher eingeschweißt sind. Ich persönlich finde das sehr gut, diese Folie braucht nun wirklich kein Mensch.

Schon beim Vorwort des Autors muss man schmunzeln, Vincent Fricke ist einfach herrlich ehrlich. Übergebliebenes klingt nicht attraktiv, also nennt er das Buch Leftover. Und dann geht es auch schon los, es wird nicht gemeckert und genörgelt wie es bei diesem Thema ja doch recht häufig üblich ist, sondern verständnisvoll betrachtet. Schließlich kocht ja keiner von uns aus Spaß zu viel – mal sind die Gäste weniger hungrig oder wir selbst schneller satt als wir dachten. Und sicher hat er recht, wenn er schreibt dass auch unsere Großmütter gerne mehr gekocht haben als gegessen wurde, schließlich sollte ja bloß keiner hungrig bleiben, aber die sind am Ende halt einfach besser mit den Resten umgegangen. Und dann kommt er zum springenden Punkt: „… für die Leftover-Küche braucht man an sich gar keine fixen Rezepte, sondern schlicht ein wenig Basis-Know-how…“ Ist das am Ende so? Kochen so viele Leute nur nach Rezept und wissen eigentlich nicht was sie da tun (wodurch dann das Basiswissen für die Resteverwertung auf der Strecke bleibt)? Vielleicht ist das so. Ich denke aber ein anderer Punkt ist, dass wir alle auf Blogs, in Büchern und auf Pinterest so viele Ideen sammeln, dass unsere to-do Liste so furchtbar lecker ist, dass man die vermeintlich unattraktiven Reste oft einfach ein paar Tage zu lange vor sich herschiebt bis es dann zu spät ist. So oder so ist das natürlich nicht der Sinn der Sache, aber da hatten unsere Großmütter mit dem eher begrenzten Input an neuen und experimentellen Rezepten natürlich schon eine andere Ausgangssituation. Also müssen wir lernen an unseren (neuen) Aufgaben zu wachsen und genau dafür gibt dieses Buch einem die richtigen Tipps an die Hand – seid kreativ und traut euch ohne Mengenangaben zu kochen!

Zu den harten Fakten: Leftover - in deinem Kühlschrank steckt mehr als du denkst

ca. 256 Seiten

19,8 x 27,2 cm

Hardcover

ISBN: 978-3-86528-953-7

Die Basis für einen gut geführten Haushalt in der Küche legt laut Vincent ein gekonnter Einkauf – also durchläuft man gleich zu Beginn die Ausbildung zum Leftover-Ninja. Es wird empfohlen zwischen Basis und Großeinkauf zu unterscheiden, eine Einkaufsliste zu führen und sich dann auch an diese zu halten – nicht nur um nix zu vergessen, sondern auch um nicht zu viel zu kaufen. Eine der dafür empfohlenen Apps nutzen wir auch, das ist vor allem dann ideal wenn nicht nur einer den Einkauf macht sondern mehrere Leute wissen sollen was fehlt. Beim Verstauen der Lebensmittel jedes Mal den Kühlschrank komplett auszuräumen ist mir persönlich allerdings etwas viel Aufwand, trotzdem schaue ich natürlich, dass „ältere“ Sachen vorne stehen und neu gekauftes in den richtigen Fächern landet. Auch dazu gibt es eine tolle Übersicht mit vielen guten Hinweisen. Nachdem wir also unsere Ausbildung zum Leftover-Ninja absolviert haben geht es endlich los und wir dürfen kochen.

Den Anfang machen sie Suppen – kein Wunder, schließlich gibt es kaum einen unkomplizierteren Weg um (wenig ansehnliche) Gemüsereste zu verwerten. Das Schöne – man wird wirklich mit unkomplizierten Basics abgeholt. Gemüseschalenbrühe, Knochenbrühe und gute Tipps für Geflügelknochen, Fischkarkassen und Krustentierschalen – ich kann euch das besonders für die Weihnachtszeit ans Herz legen, da kann man nach der ganzen Schlemmerei super zwischen den Feiertagen und Neujahr die Reste verwerten. Weiter geht es mit den Grundrezepten für die Eintöpfe mit oder ohne Fleischansatz. Ich finde besonders gut, dass es zu allen Rezepten ein paar Lieblingsvarianten / Kombinationsmöglichkeiten von Vincent gibt, zum Beispiel für den Eintopf die Idee ihn mit Kichererbsen, Karotten und Blumenkohl oder Berglinsen, Petersilienwurzeln, Zucchinis und Aubergine zu zaubern.
Bei den Gemüsesuppen wird dann zwischen den Topfsuppen und den Ofentopfsuppen unterschieden – mit einer Übersicht welche Gemüsesorten einfach direkt gekocht werden können (zum Beispiel Zucchini, Paprika oder Wirsing) und welche man vorher im Ofen vorgaren und entwässern sollte (zum Beispiel Fenchel, Kürbis oder Topinambur). Es gibt für beide Suppentypen eine Basisliste welche Zutaten da sein sollten und dann jede Menge Anregungen für passende Kräuter und Gewürze. Bei mir hat noch eine letzte große Zucchini aus eigener Ernte im Gemüsefach auf ihren Einsatz gewartet und so habe ich die Zucchinisuppe mit Thymian (eine Topfsuppe) ausprobiert. Super lecker und total unkompliziert!

Leftover - in deinem Kühlschrank steckt mehr als du denkst

Es folgen noch Klassiker wie die von mir wirklich gehasste Soljanka – es tut mir leid, ich sage das sonst nicht über Essen, aber ich habe es mehrfach probiert weil mir immer wieder gesagt wurde ich hätte nur noch nicht „die richtige Soljanka“ probiert… aber ich habe mich jedes Mal durch den Teller gequält. Dafür lacht mich das Bairisch Stew an – so hat halt jeder seine Vorlieben und für jeden ist etwas dabei.

Und so unterschiedlich wie die Vorlieben was auf den Tisch kommt sind auch die „Leftover-Typen“. Ich habe wirklich gelacht als ich das gelesen habe weil es so putzig geschrieben ist – die Bewussten, die Bequemen, die Sparfüchse und die Kreativen werden hier kurz vorgestellt. Denn jeder hat seine ganz eigenen Gründe um die Reste aus dem Kühlschrank auf den Teller zu bringen und am Ende ist es ja ganz egal was uns antreibt, das Ergebnis zählt!

Im zweiten Abschnitt geht es an die Leftover Salatbar. Für Vincent sind Salat die einfachste Möglichkeit um Reste zu verwenden. Rohkostsalate, Ideen für eine Kichererbsenbowl, Inspiration für verschiedene Rote-Bete Salate… und auch gleich für eine Suppe falls vom Salat etwas übrig bleibt – hier wird nichts dem Zufall überlassen. Die Fakten beim Brotsalat sprechen wirklich für sich – es ist fast unfassbar was in Deutschland jährlich an Brot weggeworfen wird. Ich mache ja aus den Kanten meistens Semmelbrösel und friere, ganz ehrlich gesagt, das frisch gebackene und in Scheiben aufgeschnittene Brot immer ein. Das wird dann bei Bedarf kurz aufgetoastet und gut ist’s. Ansonsten würde es bei uns wohl oft Brotreste geben, so haben wir das auf ein Minimum reduziert. Wobei der Brotsalat mit Roastbeef wirklich sehr lecker aussieht, vielleicht sollte ich doch mal ein Stück Brot „vergessen“?

Nein, das ist ja nicht der Sinn der Sache – ich habe übrigens für dieses Kochbuch nicht ein einziges Mal eingekauft! Tatsächlich konnte ich alle drei Rezepte mit einem gut bestückten Vorratsschrank und meinen echten Resten im Kühlschrank prima umsetzen.

Als nächstes bin ich bei den Dips fündig geworden. Gleich das erste Rezept in diesem Kapitel hat mich angelacht – das Baba Ganoush. Empfohlen wird nur, dass mindestens eine halbe Aubergine da sein sollte und genau die hatte ich auch. Okay, es ist wirklich das kleinste Schälchen Baba Ganoush ever geworden – aber es war extrem lecker. Trotzdem muss ich einfach der Fairness halber anmerken, dass ich nicht sicher bin ob 45 Minuten bei 220°C im Backofen die optimale Lösung für eine halbe Aubergine sind, einfach wegen dem Energieverbrauch. Aber habe ich schon erwähnt, dass es super lecker war?

Leftover - in deinem Kühlschrank steckt mehr als du denkst

Es folgen Hummus und viele schöne Varianten für Joghurt Dips – und ich weiß ja wie sehr ihr auf Dips steht, zumindest sagt das die Besucherstatistik hier auf dem Blog. Da gibt es ein paar schöne Ideen um den halb angefangenen Joghurtbecher oder den Joghurt der wirklich unbedingt verarbeitet werden sollte aufzubrauchen. Wer sonst überhaupt keine Ideen dazu hat: macht Hähnchenspieße dazu, das geht einfach immer.

Für die übrig gebliebenen Tomaten gibt es Salsa, aus Zwiebeln und Trockenobst werden Chutneys, mit angebrochener Mayo wird Aijoli gemixt und dann gibt es noch ein paar klasse Ideen für kreative Pestos mit Leinsamen, Kopfsalat, Olivenöl und Pecorino oder klassisch mit Mandeln, Rucola, Olivenöl und Parmesan. Statt den typischen Kräutern gibt es hier viele schöne Ideen um Blattsalate zu verwerten – ich persönlich liebe ja Rucola im Pesto. Es folgt noch ein kurzer Schwank zum haltbar machen durch Einmachen oder fermentieren. Das ist natürlich gerade dann super, wenn man wenig Platz im Tiefkühler hat und trotzdem saisonal ab und an mit größeren Mengen an frischem Obst oder Gemüse versorgt wird.

Hauptgerichte – ja, ihr könnt noch mehr aus euren Resten machen als Suppen, Salate und Dips – bunte Tortillas oder Risotto klingen schon gut, ich habe mich aber für das Dal aus Linsen und Leftover entschieden. An frischem Gemüse hatte ich Süßkartoffeln und Blumenkohl da – die Süßkartoffel steht bei den Zutaten die „am vortrefflichsten passen“, der Blumenkohl hat sich aber auch sehr gut gemacht. Natürlich wären Spinat oder Zucchini optisch vielleicht noch netter gewesen, aber lecker war es auf jeden Fall.

Leftover - in deinem Kühlschrank steckt mehr als du denkst

Veggie-Burger, Fried Rice, Kumpir (gefüllte Ofenkartoffel) oder Gemüseaufläufe, Pasta oder Quiche – gefühlt gibt es kein Gericht das sich nicht auch zur Resteverwertung eignet.

Das nächste Kapitel finde ich ziemlich cool, auch wenn wir wirklich extrem selten Essen bestellen. Aber es dreht sich voll und ganz um die Reste vom Lieferservice. Da werden Antipasti genau so liebevoll verwertet wie der klare Fond einer asiatischen Suppe oder Glasnudeln. Aus dem vielen Reis den der indische Lieferservice gebracht hat wird ein Reissalat – da landet wirklich nichts mehr im Müll.

Dann kommen wir zu den Bratenresten – als Sunday Leftover wird aus dem Brathähnchen ein Hühnerfrikassee gezaubert, Bratenreste werden mit Pasta zum Ragout, Schwein, Rind, Hähnchen und Lachs werden gezupft und kommen in tollen „Pulled“ Varianten zurück auf den Tisch und auch die Eintöpfe, Salate und Stullen rufen sich mit einfachen Rezepten wieder ins Gedächtnis zurück.

Stullen isnd dann aber auch gleich nochmal ein Kapitel für sich und erinnern so überhaupt nicht an Leftover Küche und viel eher an Foodtrucks – zumindest würde mich keines der Rezepte beim Streetfood Sunday überraschen – ein Sloppy Joe als Leberkässemmel, ein Hack-Guacamole-Nacho-Brot (wer hat denn Reste von der Guacamole?!) oder eine Schweinebratenrestestulle mit Coleslaw – sogar die Namen sind cool, da denkt doch nun wirklich keiner an langweilige Resteküche.

Zwischen den einzelnen Kapiteln wird immer wieder an die richtige Lagerung erinnert, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum immer in Kombination mit dem eigenen Instinkt und etwas gesundem Menschenverstand betrachtet werden sollte und das sich so einfach unnützer Abfall einigermaßen leicht vermeiden lassen.

Am Ende gibt es sogar noch Süßkram – aus Obst wird ein Crumble, Marmelade oder ein Rumtopf, aber auch Rührkuchen, French Toast und Panna Cotta finden ihren Platz.

Alles in allem ist das Buch wirklich eine schöne Inspirationsquelle, es ermuntert dazu mutig zu sein und auch ohne genauste Mengenangaben mit einem übersichtlichen Rezept etwas leckeres zu kochen und zu experimentieren. Ich denke gerade für junge Leute in der ersten eigenen Wohnung ist das wirklich eine tolle Sache, meistens hat man nicht so viel Geld, dass man es im wahrsten Sinne des Wortes in den Müll schmeißen könnte und zum Teil fehlt einfach die Erfahrung was alles mit ein paar Basics schnell gekocht ist. Aber auch für alle anderen die sich mit dem Thema Resteverwertung befassen ist dieses Buch eine schöne Sammlung an Ideen und Infos.

Und am Ende hilft es, wenn ihr versucht euch ehrlich selbst zu reflektieren. Was werfe ich weg? Die Frage ist unbequem, aber wenn wir unsere typischen Schwachstellen kennen, dann können wir sie auch besser vermeiden. Bei mir sind das Avocados (viel zu oft) weil ich sie oft spontan kaufe und sie immer noch super aussehen bis man sie dann nach ein paar Tagen wieder in die Hand nimmt und sofort merkt, dass da unter der Schale nicht mehr viel los ist. Zum anderen ist das ab und an Frischkäse – ich denke mir: „oh, der sollte langsam weg“ und wenn ich den Becher aufmache winkt mir ein pelziges Etwas fröhlich zu. Und dann passiert es mittlerweile nicht mehr oft, aber doch ab und an, dass ich Kartoffeln aus den Augen verliere. Die halten schon echt lange durch weil ich sie gut lagern kann, aber irgendwann heißt es dann doch manchmal Endstation Kompost.

Wie sieht es bei euch aus? Warum ist Resteverwertung für euch wichtig und was sind eure liebsten Rezepte? Ich freue mich über eure Ideen oder Links 🙂

** Das Buch “Leftover” wurde mir freundlicherweise vom Umschau Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – eat von Chelsea Winter

Rezension – eat von Chelsea Winter

Heute habe ich mal wieder eine ganz wunderbare Buchempfehlung für euch – im Ars Vivendi Verlag** ist Chelsea Winters neustes Kochbuch „eat“* erschienen und als bekennender Chelsea Fan habe ich mich natürlich riesig darauf gefreut von der ersten bis zur letzten Seite nach leckeren Rezepten, toller Inspiration und praktischen Tipps stöbern zu können. Schon die Willkommensseite ist wieder wunderbar herzlich geschrieben und Chelsea bringt es schön auf den Punkt wenn sie schreibt, dass sie sich nicht groß um Trends oder Diäten kümmert und stattdessen die Freude am Kochen im Mittelpunkt steht. Puh, ja – manche Rezepte sind ganz schön „buttrig“, auch mit der Sahne ist Chelsea immer gut dabei, aber alles in allem sind es einfach viele schöne und super vielseitige Soulfoodrezepte mit denen man sich selbst, der Familie und Freunden eine Freude macht.  Chelsea Winter eat - Rezension

Zu den harten Fakten:

EAT
Winter, Chelsea
ISBN 978-3-86913-982-1
240 Seiten
121 Bilder, farbig

Die Unterteilung in diesem Buch ist mal etwas anderes – statt den üblichen Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts oder den auch sehr beliebten Frühling, Sommer, Herbst und Winter Varianten geht es hier ums Stärken, Wohlfühlen, Kombinieren, Selbst machen und Versüßen. Gefolgt von ein paar Tipps über Vorräte, einem kleinen Danke und natürlich dem Rezeptregister. Ich habe versucht möglichst unterschiedliche Rezepte für euch zu testen und euch damit einen guten Überblick zu geben was euch in diesem Buch an Leckereien erwartet!

Stärken

Das erste Kapitel ist auch gleich das größte Kapitel – Chelsea hat auf rund 90 Seiten eine bunte Mischung an unkompliziertem, familienfreundlichen Wohlfühlessen zusammengestelt. Die Portionen sind bewusst großzügig bemessen damit man am nächsten Tag noch Reste für ein kleines Mittagessen hat und soviel kann ich bestätigen: das geht auch genau so auf. Es gibt viele Rezepte mit Hähnchen – zum Beispiel das Blitzhähnchen mit Thymiancreme, Hähnchenburger mit Blauschimmelkäsesauce und die Penne mit Hähnchen und Pilzen in cremiger Sauce sind quasi die kleine Schwester zu den „Fettucine mit Hähnchen in cremiger Sauce“ in die ich mich schon hier in Homemade Happiness verliebt habe.

Genau so kann man sich aber auch für das Balinesische Rindfleisch Rendang, den Mama-Mia Fleischbällchenauflauf oder das Bratwurstcurry begeistern. Ich habe unter anderem den wurstigen Süßkartoffelauflauf ausprobiert:

Chelsea Winter - eat

Bei mir hat das Rezept einen Tick länger gebraucht, aber das kann bei so einem reinen Ofengericht natürlich immer mal ein bisschen schwanken weil ja jeder Backofen doch ein bisschen unterschiedlich ist.

Die spanische Reispfanne mit Chorizo steht noch genau so auf meiner to-do Liste wie der Lamm-Rote-Bete-Süßkartoffel-Salat mit Fetacreme und der Fisch mit Kräutersauce und knusprigen Kapern – ihr seht, es ist wirklich ein ganz bunter Mix an Rezepten bei denen für jede Stimmung und jeden Esser etwas dabei ist!

Wohlfühlen

Im Vorwort zu diesem Kapitel beschreibt Chelsea den Duft von Schmorgerichten der schon den ganzen Tag die Vorfreude auf das Abendessen weckt – und ganz ehrlich: ich liebe das auch! Wenn man schon am frühen Mittag mit den Vorbereitungen beginnt um Abends ein traumhaft zartes Stück Fleisch mit einer aromatischen Sauce auf dem Tisch zu haben ist das für mich der Inbegriff von einem winterlichen Sonntag. Gleich das erste Rezept hat es uns angetan – Rinderbäckchen in Rotwein! Ein Traum kann ich euch sagen – bei der Sauce musste ich einen Mini-Abstrich machen weil ich alkoholfreien Rotwein verwendet habe und der einfach nicht an die alkoholische Variante rankommt, aber so oder so sind die Bäckchen ein Fleisch gewordener Traum auf dem Teller. Kombiniert habe ich sie wie empfohlen mit Kartoffelpüree und dann hätten wir uns einfach nur hineinlegen können.

Chelsea Winter - eat

Aber natürlich sind die Bäckchen nicht das einzige tolle Rezept in diesem Kapitel – vom Irish Stew über Quesadillas mit geschmortem Schweinefleisch, Ginger-Beer-Schweinefleisch oder einen cremigen französischen Hähnchen-Gemüseauflauf ist wirklich für jeden das Richtige Soulfood dabei.

Kombinieren

Dieses kleine Kapitel widmet sich ganz den Beilagen, aber auch wenn die Beilagen wie der cremige Kartoffelbrei mit Petersilie, krosse Kartoffelspalten oder großartiges Ofengemüse eher Basics sind punkten für mich besonders die „Außenseiter“ wie das super leckere Süßkartoffelstampf mit karamellisierten Zwiebeln das ich gleich mal ausprobiert habe.

Chelsea Winter - eat

Genau so stehen aber auch der knackige Kohl mit Knoblauch, der asiatische Krautsalat und das Pizzabrot vom Grill mit süßer Chilisauce und Pesto auf meiner to-do Liste.

Selbst machen

Einfache Sachen selber machen ist immer super – für das Brot braucht man nicht mal eine Küchenmaschine und der kleine Mann und ich haben uns fleißig in die Küche gestellt und gemeinsam den Teig geknetet. Dazu gibt es jede Menge Tipps für „die richtige Stellung“ und ich finde das Brot ist unkompliziert und gelingsicher. Allerdings bekommt es tortzdem einen kleinen Minuspunkt, denn es hält sich nicht lange frisch und wir haben es schon am zweiten Tag aufgeschnitten und eingefroren.

Chelsea Winter - eat

Ansonsten findet ihr hier weitere nützliche Basics wie zum Beispiel die Rezepte für Pesto, Semmelbrösel und halb getrocknete Kirschtomaten aus dem Ofen.

Versüßen

Das Kapitel rund um den Süßkram ist wirklich umfangreich und bietet für jede Gelegenheit die passende Idee. Kuchen, Kekse, Desserts oder kleine Naschereien… aber eigentlich denke ich beim Blättern nur „Kuchen, Kuchen, Kuchen“…

Trotzdem habe ich mich als erstes für die Gingernuts entschieden, einfach weil Kekse immer so schön schnell gehen und lange halten.

Chelsea Winter - eat

Aber vielleicht lachen euch ja die Schokoladen-Orangen Schnitten oder die Hot Cross Buns noch viel mehr an? Bei mir wird die to-do Liste von Zitronen-Kokosschnitten, den Oat my Goodness Schnitten (denen ich sofort glaube das sie ihren Namen zurecht tragen), dem weiße Schokolade-Cranberry-Kühlschrank-Buttertoffee und unbedingt noch von der Himbeer-Joghurt-Cremespeise mit weißer Schokolade abgerundet. Da Chelsea mit Zucker allerdings genau so wenig sparsam ist wie mit Butter und Sahne werde ich diese Testphase etwas strecken müssen, sonst kann ich mich von den „schlanken Jeans“ in die ich endlich wieder passe ganz flott verabschieden.

Das Buch schließt mit einem kleinen Kapitel über Vorräte, die richtige Lagerung und den verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten. Ein Thema das man sich gar nicht oft genug ins Gedächtnis rufen kann.

Für mich ist Chelsea Winters Kochbuch eat mal wieder ein schöner Neuzugang in meiner Kochbuchsammlung und bietet sowohl Anfängern als auch „fortgeschrittenen“ Köchen einen tollen Mix aus leckeren Gerichten!

 ** Das Buch “eat” wurde mir freundlicherweise vom Ars Vivendi Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Gennaros Passione

Rezension – Gennaros Passione

Gennaro Contaldo, der herzliche Italiener den viele von uns einfach immer als Jamie Olivers Lehrmeister sehen werden, hat ein neues Kochbuch geschrieben. „Gennaros Passione – die klassische italienische Küche“* nennt es sich und ist im Ars Vivendi Verlag** erschienen. Mehr als hundert bunte Rezepte aus der italienischen Küche haben hier ihren Platz gefunden und sind mit viel Charm, kleinen Anekdoten und nützlichen Tipps und Hinweisen versehen zu Papier gebracht worden. Der Titel Passione steht dabei nicht nur für die Leidenschaft im wörtlichen Sinne sondern war auch der Name von Gennaros Restaurant in London. Dieses wurde nach einigen Jahren als das beste italienische Restaurant in London ausgezeichnet und das eine oder andere Rezept findet sich auch hier im Buch wieder.

Bevor ich euch aber die Details verrate kommen wir zu den harten Fakten: Passione - Gennaro Contaldo - Rezension

Gennaros Passione

Die klassische italienische Küche von Gennaro Contaldo

ISBN 978-3-86913-905-0
1. Auflage
208 Seiten
75 Bilder, farbig
Erscheinungsdatum: 14.08.2018

Ihr seht es vielleicht an dieser Stelle schon – es gibt nicht zu jedem Rezept ein Bild. Es gibt viele schöne Bilder, zu manchen Rezepten sogar mehrere wenn es sich um eine step-by-step Anleitung handelt, aber leider nicht zu jedem. Dazu kommen noch viele wunderschöne Bilder von der Amalfiküste die mich schon wieder in Urlaubsstimmung versetzen. Da ist der bezaubernde italienische Küstenabschnitt auf meiner Reisewunschliste gleich wieder ein Stückchen höher gewandert. Zurück zu den Rezeptfotos – ich persönlich liebe ja Rezepte mit Bild, aber dafür habt ihr ja mich – ich habe einige Gerichte ohne Foto nachgekocht und werde euch hier das Ergebnis zeigen!

Auf den ersten Seiten des Buchs führt uns Gennaro in seine Welt ein. In das Italien seiner Kindheit um genau zu sein. Als Mutter schlage ich da die Hände über dem Kopf zusammen, der kleine Gennaro hat ständig die Schule geschwänzt und sich schon damals lieber mit Essen und den dazugehörigen Zutaten befasst. Unterhaltsam ist seine Geschichte aber trotzdem…

Die Grundzutaten in seiner Küche beschreibt er mit viel Leidenschaft und Begeisterung, Nudeln, Knoblauch, Oliven – worauf man achten sollte und was man lieber selber macht erfahrt ihr hier kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

Dann geht es endlich los mit den ersten Rezepten, den Suppen um genau zu sein. Von der Hühnerbrühe zur Tomatensuppe mit Eischnee – alles gewürzt mit einer Prise Nostalgie und dem Hinweis wessen Lieblingsrezept das war oder von wem es inspiriert wurde.

Und vermutlich muss ich es nicht erwähnen – es gibt natürlich auch ein Kapitel zur Pasta! Der Nudelteig wird direkt in zwei Varianten vorgestellt, mit oder ohne Ei. Dazu gibt es eine detaillierte Anleitung zur Herstellung von Agnolotti. Wenn ich mal sehr viel Zeit habe muss ich das unbedingt ausprobieren. Ravioli mit Ricotta-Zitronenfüllung in Minzbutter, Spaghetti mit dicken Bohnen, Kirschtomaten und Ziegenkäse, Farfalle mit Erbsen, Pancetta und Ricotta – in diesem Kapitel kleben noch einige Post-it’s und warten darauf abgearbeitet zu werden.

Aus dem nächsten Kapitel habe ich gleich zwei Rezepte getestet. Hier dreht sich alles um Polenta, Risotto und Gnocchi. Und da das Rezept für die Polenta-Gnocchi mit Paprikasugo ohne Ei auskommt konnte ich nicht widerstehen. Dabei konnte ich auch gleich die Tipps aus dem Gemüsekapitel testen und die Paprika entsprechend vorbereiten.Passione - Gennaro Contaldo - Rezension

Risotto ist ja hier im Hause ein schwieriges Thema, ich liebe es einfach und Bessere Hälfte kann es überhaupt nicht leiden. Deshalb habe ich zwar große Vorräte an verschiedenstem Risottoreis, aber noch nie welches selber gekocht. Das habe ich hiermit geändert und die Gelegenheit genutzt um das Risotto mit Sauerampfer, den Signature Dish aus Gennaros Restaurant, zu testen. Doppelt gut, so habe ich nämlich noch schnell den Sauerampfer im Garten abgeerntet. Ich bin ganz verliebt in die tollen Aromen!

Passione - Gennaro Contaldo - Rezension

Fisch und Meeresfrüchte – Geschichten von Fischern, dem Haus an der Klippe und den Stunden am und im Meer leiten dieses Kapitel ein. Dann geht es los und vom Seehechtsalat mit grünen Bohnen und Salsa Verde über die Goldbrasse mit Kirschtomaten bis hin zur Schwertfischroulade ist alles dabei. Ich habe mich an der Goldbrasse versucht, muss aber sagen dass mir das Rezept leider nicht ganz so geglückt ist. Vielleicht war der Fisch noch nicht lange genug aus dem Kühlschrank raus, auf jeden Fall hat es bei mir deutlich länger gedauert bis er gar war und so weicht meine Variante am Ende optisch deutlich vom Rezept im Buch ab. Für den Winter habe ich mir auf jeden Fall schon die gefüllten Muscheln mit Tomatensauce auf die to-cook Liste gesetzt.

Passione - Gennaro Contaldo - Rezension

Nun folgt das Kapitel für Fleischliebhaber. Von gedämpften Fleischklößen über einen klassischen geschmorten Kalbsbraten mit Zwiebeln oder einen gefüllten Schweinerollbraten, von Stubenküken in Apfelessigsauce zu Entenbrust in Limoncello – ein bunter Mix an Rezepten erwartet euch. Ich habe als erstes das Hähnchenbrustfilet mit Zitrone und Thymian getestet, an den Geflügelhäppchen mit Pancetta und Salbei klebt aber gleich das nächste Post-it.

Passione - Gennaro Contaldo - Rezension

Das Hähnchen ist hier übrigens super angekommen. Ich habe es mit einem alkoholfreien Weißwein zubereitet und so konnte auch der kleine Mann munter drauf los futtern. Eine Beilagenempfehlung gibt es bei den Fleischgerichten auch immer und an die habe ich mich einfach mal gehalten. Das Rezept für die Kartoffeln findet man dann im Gemüseabschnitt und ich habe lediglich den Rosmarin durch Thymian ersetzt um hier eine Linie zu halten.

Gemüse ist dann auch gleich das nächste Kapitel und während der Orangen-Fenchel Salat noch auf der to-do Liste steht habe ich die sautierten Kartoffeln schon getestet und mit den Tipps zur Gemüsezubereitung auch die gegrillte Paprika vorbereitet. Dieses Kapitel bietet aber mehr als nur Beilagen, gefüllte Artischocken oder Zucchinihäppchen wären eine tolle Vorspeise und die marinierten Beten werde ich unbedingt ausprobieren um die letzten roten Knollen in diesem Jahr zu ernten und zu verwerten. Das Foto folgt dann in den nächsten Tagen.

Natürlich haben die Tomaten in der süditalienischen Küche einen ganz besonderen Stellenwert und so ist es nicht verwunderlich, dass es gleich vier Rezepte für Tomatensauce gibt – manche frisch, manche sorgfältig eingekocht, immer mit Tipps was wann und wozu am besten passt.

Tramezzini – die Snacks der italienischen Küche sind zum Teil Klassiker wie Bruschetta und Crostini, aber auch frittierte Leckereien wie gefüllte Reisbällchen oder Pasta fritta. Und bevor es mit dem Brot weitergeht darf eine original neapolitanische Pizza natürlich nicht fehlen.

Das Kapitel zum Brot basiert in erster Linie auf einen Grundrezept das dann entsprechend der Bedürfnisse des Rezepts angepasst wird. Ich knete damit zum Beispiel die Focaccia mit Knoblauch und Rosmarin und der kleine Mann hat fleißig mitgeholfen den Teig zu kneten. Eine schöne Sache wenn man mit Kindern kocht. Meine zwei Männer haben die Focaccia übrigens innerhalb von zwei Tagen bis auf den letzten Krümel verputzt – ein voller Erfolg würde ich sagen.

Passione - Gennaro Contaldo - Rezension

Den Abschluss bilden – wie könnte es auch anders sein – Dolci. Wenn ich hier bessere Zitronen bekommen würde wäre die Amalfi-Zitronentarte ganz vorne auf der Liste, so habe ich mir für den nächsten Sommer die Erdbeeren mit Erdbeersauce vorgemerkt und könnte mir die Mandelkekse mit exotischen Gewürzen sehr gut in der Herbst- und Weihnachtsbäckerei vorstellen.

Damit endet dieses schöne Buch auch schon – Gennaros Passione überträgt sich auf jeden Fall auch auf mich und meine Küche und so werde ich ganz sicher noch viele der frischen und aromatischen Rezepte ausprobieren!

** Das Buch “Passione” wurde mir freundlicherweise vom Ars Vivendi Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Gesunde Sommerküche

Rezension – Gesunde Sommerküche

Ich freue mich ja immer, wenn ich ein neues Kochbuch testen darf. Umso besser, wenn es dann auch noch ein Thema trifft das mich gerade ohnehin beschäftigt. In diesem Fall ist das die leichte Küche. Und, saisonal bedingt, ganz besonders die leichte Sommerküche. Da trifft es sich ganz wunderbar, dass im Becker  Joest  Volk Verlag** gerade das neuste Kochbuch „Gesunde Sommerküche„* von Dr. med. Anne Fleck erschienen ist. Die hat nämlich zusammen mit Spitzenköchin Su Vössing eine ganz wunderbare Sammlung verschiedenster sommerlicher Rezepte zusammengestellt die nicht nur Low Carb, sondern auch noch frisch, bunt und abwechslungsreich sind. Gesunde Sommerküche

Aber kommen wir zuerst zu den harten Fakten:

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Becker Joest Volk Verlag; Auflage: 1. Auflage 2018 (23. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3954531518
  • ISBN-13: 978-3954531516

Inhaltlich hat das Buch sogar noch mehr zu bieten als die rund 80 Rezepte, so geht Dr. Fleck zu Beginn darauf ein was man aktuell als gesund bezeichnet, worauf man achten sollte, wie man zur richtigen Zeit die richtige Flüssigkeit tankt und wie wichtig Schlaf ist. Nun gut, ob und wie ich schlafe kann ich derzeit dank des kleinen Manns kaum beeinflussen, dieses Kapitel setze ich mir dann mal für später auf meine to-do Liste. Zumindest scheine ich meine Sportgewohnheiten auf die richtige Tageszeit eingetaktet zu haben. Es gibt eine schöne Übersicht welche Lebensmittel laut der traditionellen chinesischen Medizin eine kühlende oder wärmende Wirkung haben und eine kleine, regionale Kräuterkunde darf natürlich auch nicht fehlen. 

Dann kommen die Rezepte – den Anfang machen erfrischende Smoothies und Getränke mit tollen (Eis-)Tees, grünen oder fruchtigen Smoothies (meinen persönlichen Favoriten) vier frischen Varianten Aromawasser die nicht nur mich, sondern auch unsere Gäste schon jetzt stark begeistert haben. Gurke und Basilikum ist eine absolut geniale Kombination. Außerdem kann man die Karaffe problemlos 2-3 Mal mit frischem Wasser auffüllen und hat trotzdem ein tolles Aroma. Aber auch Zitrone und Minze ist eine schnelle und unkomplizierte Kombination.

Rezension - Gesunde Sommerküche

Als nächstes kommen die leichten Suppen und Vorspeisen. Zugegeben, das ist nicht mein liebstes Kapitel – das liegt aber nur daran, dass ich kein großer Fan von kalten Suppen bin. Wenn euch aber zum Beispiel eine grüne Gazpacho, die eiskalte Spargelsuppe oder eine leichte Buttermilchsuppe gefallen könnten, dann werdet ihr hier voll auf eure Kosten kommen. Ich für meinen Teil flirte dann eher mit den Varianten vom Ei im Glas und lass mich von den frischen Bruschetta Kreationen inspirieren. Ei und Gurke haben mich dabei so frisch angelacht, dass ich daraus kurzerhand ein Frühstück gezaubert habe. Das Bruschetta mit grünem Spargel gab es minimal abgewandelt zum Abendbrot.

Rezension - Gesunde Sommerküche

Salate für heiße Tage sind genau das Richtige für mich – Quinoa und Halloumi, ein griechischer Salat ohne Gurke, Kräuter-Perlgraupen-Salat mit Feta, Cesar Salad oder der bunte Kugelsalat sind nur einige Beispiele aus diesem Kapitel. Der griechische Salat ist ein toller Hingucker für Gäste und ich habe ihn als Beilage zum Grillen gezaubert, der Cesar Salad macht sich wunderbar als Abendessen unter der Woche und der Tomatensalat mit Bohnen und Kapern steht für die erste Bohnenernte ganz weit oben auf meiner to-cook Liste.

Rezension - Gesunde Sommerküche

Im nächsten Kapitel kommt Bessere Hälfte voll auf seine Kosten – es sind die Sommergerichte mit Fleisch. Mein absoluter Favorit waren die Lammfilets auf roten Linsen mit Mango, aber auch die Entenbrust auf Bohnensalat hat uns super geschmeckt. Die Liste der Post it’s ist auch in diesem Kapitel noch lang – so stehen die Kalbsschnitzel auf fruchtigem Gurkensalat, die Linsennudeln mit Erbsen und Kalbsfleisch, das Kohlrabirisotto mit Rinderhackfleisch, RInderfilet mit Johannisbeervinaigrette, gegrillte Zucchini mit Vitello-Hackbällchen und einige andere Leckereien auf der to-do Liste.

Rezension - Gesunde Sommerküche

Weiter geht es mit Fisch und Meeresfrüchten – die Fisch Tacos haben uns ehrlich gesagt nicht so aus den Latschen gehauen, dafür werde ich aus diesem relativ kurzen Kapitel noch das Cevice vom Thunfisch probieren. Für die Garnelen mit Reis, Granatapfel und grünem Apfel werde ich den Mann wohl eher nicht begeistern können.

Rezension - Gesunde Sommerküche

Vegetarische Sommergerichte können viel mehr sein als nur gegrilltes Gemüse oder Salat – Lauchkuchen mit Brokkoliboden, Spargel mit Süßkartoffeln, Süßkartoffeltarte oder Avocadoschiffchen mit Linsengemüse sind nur ein paar bunte Beispiele aus diesem Kapitel. Ich hoffe mal für mich, dass wir dieses Jahr eine gute Kirschernte haben – dann wird nämlich unbedingt der gebratene Ziegenkäse auf Kirsch-Radieschen-Salat ausprobiert.

Und natürlich dürfen auch die Sommer-Desserts nicht fehlen – der erste Merkzettel klebt gleich am roten Fruchtsorbet, aber auch die Mascarponecreme mit Trauben und Beeren lacht mich sofort an. Gebackenes Ricottadessert mit Aprikosensauce, eine Kokosmilchcreme mit Himbeersauce, Mango-Crumble oder gegrilte Ananas mit Birne und Blauschimmelkäse – seid ehrlich, da ist doch wirklich für jeden etwas dabei!

Wie ihr seht habe ich schon einige Rezepte für euch getestet und noch eine lange to-cook Liste die mich in diesem Sommer begleiten wird. Einer der ganz großen Pluspunkte von diesem Buch sind aus meiner Sicht die übersichtlichen Zutatenlisten und das man so ziemlich alle Zutaten ohne Probleme bekommt. Die Rezepte sind übersichtlich, gut nachvollziehbar und im Großen und Ganzen wirklich unkompliziert. Die ganz großen Experimente und Überraschungen sind allerdings nicht dabei, dafür bietet das Buch aber auch weniger erfahrenen Hobbyköchen eine große Sammlung an frischen und leichten Rezepten. Aus meiner Sicht ist es auf jeden Fall besonders für die schnelle Feierabendküche eine super Inspirationsquelle!

** Das Buch “Gesunde Sommerküche” wurde mir freundlicherweise vom Becker Joest Volk Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Homemade Happiness von Chelsea Winter

Rezension – Homemade Happiness von Chelsea Winter

Unter Homemade Happiness versteht sicher jeder etwas anderes. Aber ich denke ich bin nicht alleine, wenn die Rezepte aus Chelsea Winters neuem Kochbuch „Homemade Happiness*“, das im September 2017 im ars vivendi Verlag** erschienen ist, für mich genau das auf den Teller bringen. Chelsea zählt keine Kalorien – ihr Motto ist „Stresst euch nicht. Habt Spaß am Leben!“, sie kocht gerne für viele, viele Personen und teilt ihre Rezepte auf ihrem neuseeländischen Blog mit ihren unzähligen Followern. Homemade Happiness ist das dritte ihrer mittlerweile vier erschienenen Kochbücher und steht seit rund vier Wochen in meinem Kochbuchregal. Mittlerweile habe ich schon einige Rezepte daraus gezaubert und kann euch nur sagen: ich bin hin und weg!Chelsea verbindet in ihrem Buch das Beste aus guten Rezepten mit dem Erzählstil einer Bloggerin die von ganzem Herzen dabei ist. Jedes Rezept hat eine Einleitung die einen einfach mit in ihre Welt nimmt, mal zum Schmunzeln, mal mit tollen Tipps. Und von denen gibt es einige im Buch, egal ob es um passende Beilagen geht, andere Zubereitungsarten oder einfach saisonale Varianten. Kein Rezept steht einfach nur so da, jedes kommt mit einer kleinen Geschichte daher!

Aber bevor ich jetzt ins Detail gehe gibt es erst einmal die harten Fakten: Chelsea Winter - Homemade Happiness

Taschenbuch: 240 Seiten

Verlag: ars vivendi verlag GmbH & Co. KG (26. September 2017)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3869138858

ISBN-13: 978-3869138855

Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 2,5 x 24,9 cm

Das Buch ist in sechs Kapitel unterteilt, den Anfang machen „leichtere Mahlzeiten“ wie indisches Hähnchen oder Muscheln mit Prosciutto-Streuseln vom Grill, ein paar tolle Suppen und Sandwichs, Samosas oder die Lieblingspizza von ihrem Mann. Ich war überrascht, dass Bessere Hälfte einen Post-it an die cremige Suppe mit Kürbis, Süßkartoffel und Karotte geklebt hat, aber das habe ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen und so wurde die Suppe direkt getestet. Dazu muss ich sagen, dass ich statt dem Speisekürbis ein Stück Muskatkürbis verwendet habe und die Suppe deshalb ein wenig dünner geworden ist, aber abgesehen davon war sie super lecker.

Chelsea Winter - Homemade Happiness

Kapitel Nummer zwei ist „Dinner Time“. Hähnchen in Sesamsauce oder Chelsea Fried Chicken treffen auf Hähnchenschenkel italienischer Art oder Lasagne mit Hähnchen und Kürbis. An den Hähnchenschenkeln italienischer Art konnte ich nicht vorbeilesen und musste sie unbedingt ausprobieren. Sehr lecker…

Chelsea Winter - Homemade Happiness

… aber mein ultimativer Favorit sind die fantastischen schwedischen Fleischklöße. Die waren so unglaublich gut, das glaubt man nur wenn man sie selbst probiert hat!

Chelsea Winter - Homemade Happiness

Ein Massaman Curry mit Rindfleisch findet genau so seinen Platz wie ein Lamm-Moussaka, Gnocchi mit Tomatensauce oder Fisch mit Zucchininudeln, Süßkartoffelpüree und Olivenölstreuseln.

Und dachte man die schwedischen Hackbällchen wären nicht mehr zu toppen… nein, die sind nicht zu toppen… aber die Pasta mit Hähnchen in cremiger Sauce kommt verdammt dicht ran!

Chelsea Winter - Homemade Happiness

Gefühlt „Mitten im Buch“ kommen als drittes Kapitel die köstlichen Desserts. Hier stehen die Schokoladentorte ohne Mehl genau so auf meiner to-do Liste wie der würzige Pumpkin Pie oder der Bread and Butter Pudding mit Honig und Aprikosen. Und wenn ich Bananasplit mit Karamellsauce oder Kokosmilchreis lese, dann muss man mich natürlich auch nicht lange bitten – das könnte ich beides sofort verputzen!

Doppelt hält besser, also gibt es gleich noch ein zweites süßes Kapitel. Backen und Süßes – von den besten Chocolate Chips Cookies über Blaubeer-Muffins mit Zitrone und Honig bis zu Cupcakes, Ginger Kisses oder einem Chai Masala mit hausgemachter Gewürzmischung ist alles dabei.

Kapitel fünf widmet sich den kleinen Genießern – Lunchbox & Snacks für Kids. Von Lunchbox Wraps über Parmesan-Hähnchen-Happen, Roll-Ups aus echtem Obst oder knusprigen Müsliriegeln ist alles dabei. Gut, das Sushi hat mich in diesem Kapitel etwas überrascht, aber vielleicht liegt das an mir. Der Schokonanen-Smoothie wäre auf jeden Fall genau mein Ding!

Im letzten Kapitel geht es um Knabbereien und Beilagen – mexikanische Dips, Räucherlachscreme oder Knobluchbrot? Hier bleiben keine Fragen offen. Viele der Beilagen passen zu den anderen Rezepten im Buch und werden an der einen oder anderen Stelle empfohlen. Der Rote-Bete-Salat mit Cashewkernen und Feta lacht mich jedenfalls genau so an wie der Kartoffelsalat deluxe.

Ihr seht schon – eine große, bunte und vielseitige Rezeptsammlung bei der man überhaupt nicht weiß wo man mit dem Nachkochen anfangen soll.

Ich hatte auf jeden Fall jetzt schon super viel Spaß mit dem Buch und werde noch viele, viele der geklebten Post-its abarbeiten!

** Das Buch “Homemade Happiness” wurde mir freundlicherweise vom ars vivendi Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.