Chinesisches Fünf Gewürze Pulver selber machen

Chinesisches Fünf Gewürze Pulver selber machen

Es gibt ja so Rezepte, die sollten seit über einem Jahr auf dem Blog sein. Blöd nur, wenn man einfach nicht den richtigen Mix findet! So ging es mir als ich mein chinesisches Fünf Gewürze Pulver selber machen wollte. Es gibt gefühlt tausend Rezepte dafür, aber irgendwie habe ich mich auf der Suche nach dem richtigen Mix schwer getan und war erst im dritten Anlauf wirklich zufrieden damit. Punkt eins – ein fünf Gewürze Pulver hat für mich 5 Gewürze zu haben. Keins mehr und keins wenig – in Worten FÜNF. Mag ja sein, dass ich da kleinlich bin… aber da stehe ich zu. Punkt zwei – nimmt man alle Gewürze zu gleichen Anteilen und hat wirklich gute Anissterne, dann schmeckt es nach einem – nach Anis. Vom Szechuan Pfeffer hat man dann nicht mehr viel. Ich bin jetzt nicht der Typ Drama Queen der euch erzählt ihr könntet dann anstelle von Szechuan Pfeffer auch Katzenstreu nehmen, aber ihr versteht sicher was ich meine. Also mehr Szechuan Pfeffer, weniger Anis, die Gewürze unbedingt in der Pfanne anrösten und schon habt ihr in wenigen Minuten eine tolle, selbst gemachte Gewürzmischung die euch (gut verschlossen und dunkel gelagert) die nächsten Monate viel Freude bereiten wird. Und das Beste? Ihr wisst genau was drin ist! So macht sich das Ganze auch ganz wunderbar als kleines Geschenk aus der Küche.

Und wenn ihr das Gewürz in Gläser abfüllt, fotografiert und euch dann später an den Kopf fasst weil euch von jedem Foto das „made in italy“ anlacht, dann bleibt euch wohl nur ein weiterer Versuch…

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

Zutaten für ca. 150g chinesisches fünf Gewürze Pulver:

45g Szechuan Pfeffer*

15g Anissterne

30g Nelken

40g Fenchelsamen

20g Zimt, gemahlen

Zubereitung:

Den Sternanis im Mörser grob zerstoßen. Anis, Szechuan Pfeffer, Nelken und Fenchelsamen in einer kleinen Pfanne ohne zusätzliches Fett einige Minuten lang anrösten.

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

Die duftenden, gerösteten Gewürze in die Gewürzmühle geben oder mit dem Mörser zerstoßen. Ich bin mit dem Mörser nicht so gut, deshalb macht das bei mir die Mockmill*.

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

Alles fein mahlen, bei Bedarf nochmal durch ein Sieb streichen und die groben Reste ein zweites Mal durch die Gewürzmühle jagen.

Dann das Zimtpulver untermengen…

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

… und alles in einem ausreichend großen Schraubglas fest verschließen. Das Glas beschriften…

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

… und schon habt ihr ein tolles Gewürz im Vorratsschrank stehen. Oder eine tolle Idee für ein feines, kleines Geschenk aus der Küche. Das ist definitiv ein Highlight im Präsentkörbchen!

Viel Spaß beim Würzen!

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen




Weihnachts-Gewürz selber machen

Weihnachts-Gewürz selber machen

Es ist mal wieder so weit, die Rettungstruppe rund um Sina vom giftigeblonde Blog und Susi vom Prostmahlzeit Blog rettet was zu retten ist und das sind dieses Mal die kleinen Geschenke in der Weihnachts- und Vorweihnachtszeit für die wir kleinere und größere Geschenke aus der Küche selber machen. Ich habe hin und her überlegt was ich da für euch zauber – Pralinen, Plätzchen oder mein Weihnachtsgewürz… bzw. überhaupt ein Gewürz… oder Gewürzöl. Es gibt so viele nette Ideen für kleine Geschenke aus der Küche die man mit mehr oder weniger Aufwand selbst machen kann. Dieses Weihnachts-Gewürz ist eine schöne Idee für den Beginn der Weihnachts- und Adventszeit. Zum Wichteln, zu Nikolaus, für den Adventskalender oder einfach nur so – so hat der oder die Beschenkte noch genug Zeit um damit zu backen. Aber auch wenn ihr das Gewürz erst zu Weihnachten verschenkt ist das kein Problem – in einem leckeren Schokokuchen oder ein paar feinen Schoko-Cookies schmeckt das Gewürz auch noch bis sich der Frühling blicken lässt! Ihr könnt dazu übrigens auch gemahlene Zutaten verwenden, aber wenn ihr die Gewürze in der Pfanne anröstet und dann frisch mahlt wird es noch um Längen besser.

Weihnachts-Gewürz selber machen

Zutaten für ca. 50-60g Weihnachts-Gewürz:

3 Zimtstangen

20 schwarze Kardamon Kapseln

1 EL Nelken

1 EL Pimentkörner

1 EL Macisblüten

1 EL gemahlener Ingwer

Zubereitung:

Die Zimtstangen und Kardamonkapseln im Mörser grob zerstoßen. Zusammen mit den Nelken, Pimentkörnern und Macisblüten in einer kleine Pfanne geben und ohne zusätzliches Öl anrösten.

Die Gewürze in der Gewürzmühle sehr fein mahlen. Bei mir macht das die Mockmill* die einfach vorne an die Kitchen Aid geschraubt wird.

Weihnachts-Gewürz selber machen

Das frisch gemahlene Weihnachts-Gewürz in ein oder mehrere passende Gläschen* abfüllen. Ich finde diese hier von IKEA sehen immer sehr nett aus, aber ich glaube die gibt es nicht mehr… Ihr könnt aber auch kleine Kapern-Gläser auswaschen und den Deckel hübsch bekleben. Nur von kleinen Blechdosen würde ich persönlich euch abraten, die sehen zwar super hübsch aus, aber im Schraubglas behält das Gewürz meiner Erfahrung nach einfach länger sein Aroma.

Weihnachts-Gewürz selber machen

Bindet ein Schleifchen ‚rum, klebt ein hübsches Etikett auf das Glas und schon habt ihr ein tolles Geschenk für jemanden dem ihr eine ganz besondere kleine Freude machen möchtet. Oder ihr backt einfach selbst damit und teilt dann die Plätzchen… oder auch nicht, manchmal darf man sich auch einfach nur selbst eine Freude machen!

Weihnachts-Gewürz selber machen

So oder so – viel Spaß mit diesem feinen Weihnachts-Gewürz!

Weihnachts-Gewürz selber machen

Mit dabei bei:

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Schaut euch auch an was die anderen Retter diesmal wieder feines gezaubert haben:
Aus meinem Kochtopf – Pastrami selbst gemacht – Für kurze Zeit mit Schleifchen
Barbaras Spielweise – Quitten-Chutney
Brittas Kochbuch – Stollenkonfekt
Brotwein – Partysonne / Brötchensonne – Rezept für Mini-Partybrötchen
Cakes Cookies an more – Chilisalz
Das Mädel vom Land – Kokostrüffel
evchenkocht – Rumkugeln
Fliederbaum – Rustikale Dinkel-Vanillekipferl
Food for Angels and Devils – beef jerky – extra scharf
genial-lecker – Quitten-Orangen-Gelee
giftigeblonde – Würzsalz mit Karotten, Petersilie und Sellerie
Karambakarinaswelt – Manadarinen Marmelade
Kleines Kuliversum – Apfelstrudel Marmelade
Leberkassemmel und mehr – Geschenke aus der Küche: Adventslikör
lieberlecker – gewürzte Nüsse
Madam Rote Rübe – Dinkelvollkornnudeln
Münchner Küche – Gebrannte Mandeln mit Zimt und Sternanis
Obers triftt Sahne – Gebackener Adventskalender
our food creations – Karamellsirup & Honig-Lebkuchen
Pane-Bistecca – Kakao Lollipops
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau – Weihnachtliches Apfel-Goji-Mus
Summsis Hobbyküche – Walnuss – Krokant
The Apricot Lady – Baguette-Backmischung zum Verschenken
Unser Meating – Herzhafte Cantuccini




Brotgewürz selber machen

Brotgewürz selber machen

Es gibt viele Sorten Brotgewürz, von den Grundzutaten sind sie sich alle ähnlich. Ein bisschen Kümmel, etwas Fenchel, Anis, vielleicht ein bisschen Bockshornklee und Koriander. Ich mag es gerne, wenn noch Nelken dazu kommen.Wenn ich die richtige Sorte unterwegs sehe nehme ich mir oft auch ein fertiges Brotgewürz mit – wenn nicht, dann wird es kurzerhand selbst gemahlen. Das geht ganz flott, ich habe es schon im kleinen Mixer* gemacht und jetzt auch das erste Mal in der Mockmill* direkt an der KitchenAid. Das ging nochmal deutlich schneller – aber beide Wege führen zum Ziel. Da kann man noch ein klein wenig an den Nuance variieren und am Ende hat man ein Gläschen feines Gewürz für die nächste große Brotbackaktion zur Hand.

Brotgewürz - Rezept zum selber machen

Zutaten für ca. 50g Brotgewürz:

3 EL Kümmel

2 1/2 EL Anis

2 1/2 EL Fenchel

1 1/2 EL Koriandersamen

1/2 EL Bockshornklee

10 Nelken

Zubereitung:

Alle Gewürze gemeinsam in die Pfanne geben und etwas anrösten. Immer gut schwenken damit die Gewürze nicht anbrennen.

Brotgewürz - Rezept zum selber machen

Wenn ihr die Gewürze im Mixer mahlt müsst ihr das Ganze mehrfach durch ein kleines Sieb streichen – das Pulver kann dann in ein passendes Glas, die größeren Stücke müssen weiter gemahlen werden.

Brotgewürz - Rezept zum selber machen

Mit der Gewürzmühle mache ich das ebenfalls, aber nur ein Mal – dann ist alles zu feinem Pulver gemahlen.

Das fertig gemahlene Brotgewürz sofort in einem Gläschen fest verschließen.

Brotgewürz - Rezept zum selber machen

Jetzt steht einem ausgiebigen Backtag nichts mehr im Weg!

Brotgewürz - Rezept zum selber machen




Pumpkin Pie Spice selber machen – Kürbiskuchen Gewürz

Pumpkin Pie Spice selber machen – Kürbiskuchen Gewürz

Ab heute eröffne ich hier auf dem Blog die Kürbissaison. Und glaubt mir – ich habe die letzten Tage fleißig mit Kürbis gekocht und gebacken, da gibt es in den nächsten Tagen ganz viele leckere Rezepte für Kürbis Sirup, Kürbis Cookies, Kürbis Marmorkuchen, Kürbismus… und wisst ihr was diese Rezepte alle gemeinsam haben? Man braucht das berühmte amerikanische Zaubergewürz – das Pumpkin Pie Spice! Das enthält ganz klassisch Zimt, Nelken, Piment, Muskat und Ingwer. Im letzten Jahr habe ich die Gewürze meistens einzeln abgemessen und so gewürzt. Dieses Jahr brauche ich das leckere herbstlich-weihnachtlich duftende Gewürz aber so oft, dass es sich lohnt das selbst zu machen. Und das ist ganz einfach – ich gebe euch hier das Rezept in zwei Varianten, beide enthalten die gleiche Menge der einzelnen Zutaten. In der einen Variante nehmt ihr die gemahlenen Gewürze, in der zweiten Variante röstet ihr die Gewürze an und müsst sie dann noch selber mahlen. Das ist noch einen ganz kleinen winzigen Tick aromatischer – dauert aber gut und gerne 20 Minuten anstelle von 1-2 Minuten. Es liegt also an euch – wie auch immer ihr euch entscheidet, ich wünsche euch viel Spaß beim würzen und backen!

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Zutaten für ca. 30g Pumpkin Pie Spice – die schnelle Variante:

3 EL Zimt, gemahlen

1 EL Ingwer, gemahlen

1/2 EL Nelken, gemahlen

1/2 EL Piment, gemahlen

1/2 Muskatnuss

Zubereitung:

Die Muskatnuss reiben und zusammen mit den anderen gemahlenen Zutaten in einem kleinen Schälchen vermischen. In ein passendes Gläschen füllen und gut verschließen.

Zutaten für ca. 30g Pumpkin Pie Spice – die frisch gemahlene Variante:

3 Zimtstangen

1 EL Nelken

1 EL Pimentkörner

1/2 Muskatnuss

1 EL Ingwer, gemahlen

Zubereitung:

Die Zimtstangen im Mörser grob zerstoßen und zusammen mit den Nelken und den Pimentkörnern in eine heiße Pfanne geben. 3-4 Minuten bei hoher Hitze anrösten.

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Die gerösteten Gewürze in der Gewürzmühle, oder wie bei mir im kleinen Mixer*, fein mahlen. Ich gebe die Gewürze dabei immer wieder durch ein feines Teesieb und fange wirklich nur das Pulver auf.

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Das Zimt-Nelken-Piment Pulver mit dem gemahlenen Ingwer und der frisch geriebenen Muskatnuss vermischen.

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Sofort in ein passendes Gläschen füllen und gut verschließen.

Jetzt steht einem Kürbiskuchen-Backmarathon nichts mehr im Wege!

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Schweinekrustenbraten mit Sauerkraut

Schweinekrustenbraten mit Sauerkraut

 Mit den Worten: „gibt es nochmal Braten?“ stand Bessere Hälfte vor der Fleischtheke. „Wie, nochmal?“ frage ich… „Na jetzt wird es wieder wärmer und dann sagst du, dass kein Mensch im Sommer Braten essen will!“

Wo er Recht hat hat er Recht. Also gibt es nochmal Braten. Und nix ist besser geeignet um die Saison abzuschließen als Schweinekrustenbraten. Mit krachender Schwarte und dazu Sauerkraut. Dazu könnte man auch Klöße oder Kartoffeln machen, bei uns gab es ein Scheibchen vom Körnerbrot.

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Zutaten für 4 Personen:

1,4 kg Schweinekrustenbraten

2 TL Salz

1 TL Kümmel

6 Nelken

1 Zwiebel

330ml Schwarzbier

200g Sauerkraut

2 Lorbeerblätter

als Beilage:

Klöße, Kartoffeln oder Brot

Zubereitung:

Der Braten will für 90 Minuten in den Ofen. Dafür reibe ich ihn rundherum mit Salz ein und reibe Kümmel zwischen die Rauten. In die Lücken stecke ich einige Nelken. Die Zwiebel habe ich zuerst geviertelt, das war aber eine Schnapsidee, so bekommt sie nur Farbe, also wird sie wieder raus geholt und in Streifen aufgeschnitten. Die Lorbeerblätter dazu legen und mit dem Bier aufgießen. Bei 180°C in den Ofen schieben.

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Immer wieder mal mit Bratensaft übergießen…

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… und nach 45 Minuten das Sauerkraut dazu geben. Ich nehme rohes Sauerkraut, dass sollte man vorher etwas ausspülen.

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Nach weiteren 45 Minuten hat das Sauerkraut wunderbar den Geschmack von Bratensaft und Kümmel aufgenommen.

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Ich schneide die Kruste ab, entferne die Nelken und schiebe sie auf dem Rost nochmal in den Ofen. Die Bratenschale kommt in der untersten Ebene zurück. Die Hitze auf 230°C erhöhen und die Kruste beobachten. Sie ploppt ziemlich schnell auf und will dann sofort raus bevor sie schwarz wird – und das kann schnell passieren.

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Beides aus dem Ofen holen und 5 Minuten ruhen lassen.

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Den Braten aufschneiden, die Kruste in Stücken brechen und beides zusammen mit Sauerkraut anrichten. Morgen folgt dann was ich aus den Resten gezaubert habe – ihr könnt mir glauben: das war fast noch Besser als das eigentliche Essen!

Guten Appetit!

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Adventsgulasch mit Klößen

Adventsgulasch mit Klößen

Vor ein paar Tagen gab es bei mir Advents-Lamm in der Tapas Variante. Das war so lecker, dass ich daraus unbedingt ein eigenständiges Gericht zaubern wollte. Als Bessere Hälfte sich dann mal wieder Gulasch gewünscht hat war der Plan klar. Adventsgulasch! Warum auch nicht. Dazu selbstgemachte Klöße. Das wird auf jeden Fall mal wieder was anderes als „nur“ normales Gulasch. Dazu noch ein Löffelchen Preiselbeeren… lecker!

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Zutaten für 2 Personen:

1 Flasche trockener Rotwein

2 getrocknete Lorbeerblätter

3 schwarze Kardamonkapseln

2 getrocknete Chilis

1/2 Zimtstange

2 Anissterne

5 Nelken

3 Pimentkörner

10 Wacholderbeeren

400g Rinderschmorbraten

Olivenöl

1 Zwiebel

Pfeffer & Salz

1 TL Garam Masala

1 Prise Sumach

1-2 Tassen Gemüsebrühe

Preiselbeeren (optional)

etwas frische Petersilie

Für die Klöße:

700g Kartoffeln

1 Ei

200g Kartoffelmehl oder Weizenmehl

Salz

Zubereitung:

Wie kommt der Adventsgeschmack ins Gulasch? Ganz klar, mit dem Wein. Ich koche also erstmal eine Flasche trockenen Rotwein mit Lorbeerblättern, Kardamon, Chilis, Zimt, Anis, Nelken, Piment und Wacholderbeeren auf. Das Ganze lasse ich ungefähr 10 Minuten köcheln. Im geschlossenen Topf natürlich, sonst verdunstet zuviel vom Wein.

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Während der Adventswein köchelt schneide ich den Rinderbraten in grobe und die Zwiebel in feine Würfel. Dann brate ich in einem ofenfesten flachen Topf mit Deckel in Olivenöl zuerst die Zwiebeln an. Sobald die Zwiebeln glasig sind kommt das Rindfleisch dazu und wird rundherum scharf angebraten. Dabei würze ich es mit Pfeffer, Salz, Garam Masala und Sumach. Jetzt duftet es in der Küche so wie man sich Weihnachten vorstellt. Zum einen nach Glühwein, zum anderen durch das Garam Masala orientalisch-weihnachtlich.

Weiter geht’s mit dem Adventswein. Da Bessere Hälfte grundsätzlich nur halb so viel Spaß am Essen hat wenn da irgendetwas drin ist wo man nicht drauf beißen sollte mache ich das hier mit System und gieße den Wein durch ein Sieb in den Fleischtopf. Alles was man nicht mitessen kann ist somit rausgefiltert.

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Den Wein lasse ich jetzt kurz im offenen Topf etwas reduzieren bevor das Ganze in den auf 180°C vorgeheizten Backofen wandert.

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Deckel drauf und ab in den Ofen. Nach einer Stunde hole ich den Topf zum Umrühren kurz raus und gebe bei dieser Gelegenheit auch gleich noch eine Tasse Gemüsebrühe dazu. Dann geht es für eine zweite Stunde zurück in den Ofen.

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Diese Zeit nutze ich um die Klöße vorzubereiten. Im Detail findet ihr das Rezept hier, kurz zusammengefasst werden die Kartoffeln geschält, gewürfelt und in Salzwasser gar gekocht. Kurz abkühlen lassen, dann stampfen. Mit Ei und Mehl vermengen, zu Klößen formen und in Salzwasser 10 Minuten gar kochen.

Klöße und Gulasch sollten in etwa zeitgleich fertig werden, wobei es bei dem Gulasch auch nicht auf 10-15 Minuten mehr oder weniger ankommt.

Ich probiere ein Stück Fleisch vom Gulasch – es ist wunderbar zart geschmort.

Dann richte ich das Adventsgulasch zusammen mit den Klößen und einem Löffelchen Preiselbeeren an. Darüber kommt noch etwas frische Petersilie.

Weihnachtsmusik und Kerzen anmachen und ein leckeres Adventsessen genießen…

Lasst es euch schmecken!

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Tapas – Advents-Lamm

Tapas – Advents-Lamm

Wie euch bestimmt schon aufgefallen ist liebe ich Lamm. Bei Tapas habe ich mich da bisher immer auf Anis-Lamm beschränkt. Hier sollte es eine etwas weihnachtlichere Variante geben. Also habe ich Lamm in Rotwein gemacht – und den Rotwein habe ich vorher Glühweinähnlich gewürzt und aufgekocht…. aber lest selbst!

Zutaten:

1 Lammhüftsteak (ca. 150g)

Olivenöl

Salz

Zitronenpfeffer

1 Prise Sumach

1 Prise Garam Masala

400 ml Rotwein

2 Lorbeerblätter

3 Nelken

2 Pimentkörner

1-2 Anissterne

1/2 Zimtstange

4-5 Wacholderbeeren

1 kleine rote Chili

2 schwarze Kardamonkapseln (oder 1 grüne)

1 Prise Zucker

Zubereitung:

Ich beginne damit den Rotwein vorzubereiten. Dafür gebe ich den Wein mit den Lorberblättern, Nelken, Pimentkörnern, Anissternen, der Zimstange, den Wacholderbeeren, der kleinen roten Chili und den Kardamonkapseln in einen kleinen Topf und koche alles zusammen auf. So lasse ich den Wein köcheln bis er knapp auf die Hälfte reduziert ist.

Diese Zeit nutze ich um das Lammhüftsteak in Würfel zu schneiden und es mit Salz und Zitronenpfeffer zu würzen. Dann brate ich es in einer kleinen Pfanne rundherum in etwas Olivenöl an.

Sobald es angebraten ist würze ich es mit etwas Sumach und Garam Masala. Besonders das Garam Masala gibt dem Fleisch eine wunderbare orientalisch-weihnachtliche Note. Die Hitze reduziere ich jetzt etwas (Stufe 4 von 9) damit das Lamm nicht zu schnell durch ist.

Sobald der Wein auf die Hälfte reduziert ist gieße ich ihn durch ein feines Sieb in die Pfanne mit dem Lamm. Das hat den Vorteil, dass wir die ganzen Gewürze nicht später mit im Tapasschälchen haben sondern nur den Geschmack.

Jetzt wird die Hitze nochmal für 2 Minuten stark erhöht und ich gebe eine Prise Zucker dazu. Der Wein wird in der Pfanne deutlich weiter reduziert und das Lamm bekommt nach und nach die schöne Rotweinfarbe.

Dann gebe ich Fleisch und Wein in ein Tapasschälchen und stelle es noch kurz bei ca. 50°C im Ofen warm während ich mich um die letzten Leckereien kümmere.

Beim Anrichten kann man (wenn man gerade etwas zur Hand hat) noch ein wenig Rosmarin mit in das Schälchen geben, das ist aber nur für die Optik.

Fertig!




Lammkeule in Rotwein mit Rosenkohl und Stampfkartoffeln

Lammkeule in Rotwein mit Rosenkohl und Stampfkartoffeln

Diese Lammkeule in Rotwein mit Rosenkohl und Stampfkartoffeln ist eine wunderbar winterliche Variante für für eine wirklich, wirklich unglaublich zart geschmorte Lammkeule, passt aber auch toll als Osterlamm. Ich habe dieses Rezept schon in zwei Varianten ausprobiert die sich am Ende tatsächlich nur wenig unterscheiden.  Für die erste Variante muss man sich möglichst rechtzeitig entscheiden, in dieser Variante durfte die Lammkeule nämlich ganze 48 Stunden im Rotwein liegen und hat am Ende 3,5 Stunden im Ofen geschmort. Die zweite Variante ist für Kurzentschlossene – die Keule wird einfach rundum scharf angebraten und darf dann 3,5 Stunden im Ofen schmoren. So oder so – das Fleisch wird super zart und lecker. Probiert einfach aus welche Variante euer neuer Favorit wird!

Lammkeule in Rotwein mit Rosenkohl und Stampfkartoffeln

Zutaten für 4 Personen:

1,6 kg Lammkeule am Knochen, das Fett mehrfach einschneiden

etwas Olivenöl

1 Flasche trockener Rotwein

4 Lorbeerblätter

4-5 Nelken

2 große Knoblauchzehen

1 Zitrone

1 großer Zweig Rosmarin

1 Zwiebel

Pfeffer & Salz

1 TL Speisestärke + 2 EL kaltes Wasser

500g frischer Rosenkohl

Für die Stampfkartoffeln:

350g Kartoffeln

30g Butter

80ml Milch

1/2 Bund frische Petersilie

Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Wie oben schon erwähnt kann man dieses Rezept mit langer Vorbereitung oder ganz spontan kochen.

Für Variante 1 den Rotwein mit den Lorbeerblättern, Nelken, dem Rosmarin, Knoblauch und etwas Pfeffer und wenig Salz aufgekocht und kurz köcheln lassen. Das Lamm einen (möglichst gusseisernen) Topf oder Bräter* legen und mit dem abgekühlten Rotwein inklusive Einlage übergießen. Im geschlossenen Topf für 48 Stunden in den Kühlschrank stellen. Ungefähr alle 12 Stunden wird der Braten gewendet. 48 Stunden später – das Fleisch wurde regelmäßig gewendet und hat eine wunderschöne tiefrote Farbe angenommen.

Für Variante 1 zuerst den Rotwein in einen kleinen Topf abfüllen und beiseite stellen. Den Bräter kurz mit etwas Haushaltspapier trocken reiben. Das Lamm trocken tupfen und kurz beiseite stellen.

Ab hier ist die Zubereitung für beide Varianten gleich:

Etwas Olivenöl in den Bräter geben. Das Öl auf dem Herd erhitzen. Den Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Zwiebel schälen und vierteln und zusammen mit der Lammkeule in den heißen Bräter legen. Die Lammkeule kurz rundum scharf anbraten.

Lammkeule in Rotwein mit Rosenkohl und Stampfkartoffeln

Das Fleisch im Bräter mit dem Rotwein samt Lorbeerblättern, Nelken, Rosmarin, Knoblauch, Pfeffer und wenig Salz ablöschen. Kurz aufkochen und den geschlossenen Bräter in den vorgeheizten Backofen schieben.

Nach 30 Minuten wird das Fleisch gewendet und die Hitze auf 120°C reduziert. Ab jetzt wird die Lammkeule in Rotwein alle 60 Minuten gewendet.

Lammkeule in Rotwein mit Rosenkohl und Stampfkartoffeln

Zum Ende der Garzeit hin (ca. 1 Stunde vor Schluss) den Rosenkohl und die Kartoffeln vorbereiten. Hierzu beim Rosenkohl die äußeren Blätter entfernen, den Strunk unten ein Stück abschneiden und die Röschen halbieren. In Salzwasser geben und so kochen, dass er zeitgleich mit dem Fleisch fertig wird.

Die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser gar kochen. Das dauert je nach Größe der Stücke ca. 12 Minuten. Sobald sie gar sind abgießen und mit dem Kartoffelstampfer und einem Stück Butter und einem Schluck Milch zerdrücken. Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken. Die fein gehackte Petersilie dazugeben. Die Stampfkartoffeln im geschlossenen Topf warm halten.

Für den Rosenkohl kurz vor Ende einen Topf Salzwasser zum kochen bringen und die halbierten Röschen hinein geben. Die Temperatur reduzieren (hier Stufe 8 von 14) und die Röschen gar kochen. Das dauert in etwa 8-10 Minuten.

Das Lamm aus dem Bräter nehmen, den Bratensaft aufkochen und etwas reduzieren lassen. Mit etwas Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken. Zum Abbinden die Speisestärke mit dem kaltem Wasser verrühren, langsam unter die Sauce rühren und auf kleiner Stufe kurz köcheln lassen bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat.

Das Lammfleisch vom Knochen lösen und in Stücke schneiden. Die Stampfkartoffeln, wenn vorhanden, im Servierring* auf dem Teller anrichten. Den Rosenkohl und ein bis zwei Stücke vom Lamm dazu geben und etwas Sauce über das Fleisch geben. Die restliche Sauce in einem extra Schälchen auf den Tisch stellen.

Lammkeule in Rotwein mit Rosenkohl und Stampfkartoffeln

Voilà – es ist angerichtet!

Lammkeule in Rotwein mit Rosenkohl und Stampfkartoffeln




Wildschweingulasch mit Spätzle

Wildschweingulasch mit Spätzle

Ein Wildschweingulasch mit Spätzle ist an an kalten Herbst- und Wintertagen pures Soulfood – langsam geschmort, fein gewürzt und das Fleisch zerfällt förmlich auf der Zunge weil es so zart ist. Wenn dazu dann noch leckere Spätzle in der traumhaften Sauce baden dürfen bleiben keine Wünsche offen. Ich habe keinen Schnellkochtopf verwendet, daher muss man hier auch ein wenig Zeit einplanen. Alles in Allem hat das Gulasch etwas über 2,5 Stunden geköchelt. Dafür wurde man aber auch mit wunderbar zartem Wildschweinfleisch belohnt!

Wildschweingulasch mit Spätzle

Zutaten für 3-4 Personen:

1 kg Wildschwein (aus der Keule)

1 EL Butter zum anbraten und je nach Geschmack noch 1 EL Butter später für die Spätzle

1 große Zwiebel

2 Knoblauchzehen

3 frische Lorbeerblätter

6-7 Wacholderbeeren

3-4 Nelken

1 EL Majoran

frisch gemahlener Pfeffer & Salz

500 ml trockener, kräftiger Rotwein

200 g Champignons

1 Dose geschälte Tomaten (400g)

200ml Wasser

2 TL Paprikapulver (edelsüß)

2 EL Tomatenmark

1 TL Créme fraîche pro Portion

2 TL Wildpreiselbeeren pro Portion (je nach Geschmack, kann auch weg gelassen werden)

400g Spätzle

Zubereitung:

Vorab – ich habe einen mittelgroßen, gusseisernen Topf* verwendet. Wichtig ist, dass man den entsprechenden Topf später bei 160°C Ober-/Unterhitze in den Ofen stellen kann.

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und klein würfeln, das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die Butter im Topf erhitzen und das Fleisch rundum scharf in der Butter anbraten. Die Zwiebel und den Knoblauch dazu geben, die Hitze reduzieren und beides sanft anschwitzen. Sobald die Zwiebeln glasig sind das Fleisch aus dem Topf nehmen und auf einem kleinen Teller beiseite stellen.

Die Pilze vierteln und im gleichen Topf anbraten. Das Tomatenmark, die Lorbeerblätter, die Wacholderbeeren, die Nelken und den Majoran mit in den Topf geben und alles rundum schön anrösten.

Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch zurück in den Topf geben und alles mit dem Rotwein ablöschen. Kurz aufkochen und die Tomaten mit einem extra Schluck Wasser dazu geben. Das Gulasch mit Pfeffer würzen, den Deckel auf den Topf setzen und alles für 2,5 Stunden in den Backofen schieben. Gelegentlich umrühren.

Wildschweingulasch mit Spätzle

Rechtzeitig vor Ende das Salzwasser für die Spätzle aufsetzen (je nach Geschmack kann man natürlich auch Klöße, verschiedene Nudeln oder Reis machen). Die Spätzle hinein geben und nach Packungsanleitung garen. Sobald die Spätzle gar sind abgießen und zurück in dne Topf geben. Mit einem Esslöffelchen Butter verfeinern.

Das Gulasch aus dem Ofen holen und noch ein letztes Mal abschmecken. Erst jetzt kommt Salz an das Gulasch. Dann das Wildschweingulasch mit Spätzle anrichten und auf jede Portion einen Teelöffel Créme fraîche geben. Man kann die Créme fraîche auch vorher ins Gulasch geben, ich persönlich finde es so etwas netter angerichtet. Dann kann man noch je nach Geschmack 1-2 TL Preiselbeeren auf den Teller geben, für mich persönlich passen die einfach herrlich zum Wildschwein.

Wildschweingulasch mit Spätzle

Dazu ein schöner kräftiger Rotwein – ein wunderbares Essen für die kältere Jahreszeit!

Wildschweingulasch mit Spätzle

Wildschweingulasch mit Spätzle