Weihnachtlicher Lillet-Bratapfel Aperitif

Guten Morgen ihr Lieben! Ich freue mich riesig in diesem Jahr ein Türchen von Zorras kulinarischem Adventskalender befüllen zu dürfen – somit bin ich, oder genauer genommen mein weihnachtlicher Lillet-Bratapfel Aperitif, heute euer 19. Türchen und darf euch die Wartezeit bis zum Heiligabend mit einem leckeren Rezept und einer kleinen Anekdote verkürzen. Zorras Adventskalender ist in jedem Jahr eines meiner ganz persönlichen Highlights weil einfach so viele verschiedene Blogger nicht nur ihre liebsten, bewährten oder ganz nagelneu kreierten Rezepte teilen sondern immer auch einen ganz privaten Einblick in ihre (Vor-) Weihnachtszeit und -traditionen gewähren. Abgesehen davon gibt es auch immer jede Menge tolle Preise bei den Verlosungen zu gewinnen, ihr solltet also unbedingt mal bei ihr vorbeischauen! 



Weihnachticher Lillet-Bratapfel Aperitiv

Als Bessere Hälfte und ich vor vielen, vielen Jahren zusammen gekommen sind hat es sich schnell so ergeben, dass wir am 24. Dezember bei seinen Eltern Weihnachten gefeiert haben und am 1. Weihnachtsfeiertag bei meinen Eltern zum Gänsebratenessen waren. Bessere Hälftes Oma hat mir beigebracht wie sie den frischen Karpfen zerlegt und mir sozusagen das „Karpfenzepter“ übergeben und so hatten wir für einige Jahre unsere gemeinsame Weihnachtstradition der wir gefolgt sind. 

Mit der Geburt des kleinen Mannes hat sich die Familientradition wieder etwas geändert – da er bisher das erste Kind der Generation „Enkelkind“ ist und wir ausreichend Platz haben, wird am 24.12. mit allen Großeltern, Großonkeln und Großtanten, Onkeln und Tanten bei uns gefeiert. Und ganz ehrlich – vielleicht kommen irgendwann noch Cousins und Cousinen dazu und die Runde wird noch größer, die Location wird geändert oder wer weiß was noch alles. Für uns ist Weihnachten eine lebendige Tradition geworden die keinem festen Konzept folgt. Wobei… eines bleibt doch immer gleich: ich serviere unseren Gästen einen Begrüßungsdrink! 

Weihnachticher Lillet-Bratapfel Aperitiv

Der soll natürlich weihnachtlich sein – da es aber zu den Vorspeisen, zum Hauptgericht und zum Dessert noch unterschiedliche Weinbegleitung gibt soll er auf keinen Fall zu stark sein und da es an so einem Abend so unglaublich viele Leckereien gibt habe ich mich dieses Jahr auch für einen sirupfreien Drink entschieden und mit gewürztem Apfelsaft experimentiert. Ein eiskalter, weihnachtlicher Lillet-Bratapfel Aperitif! Ein weiterer Vorteil ist es, dass man auch für Kinder, Schwangere, Fahrer oder alle die gerade (noch) keine Lust auf Alkohol haben ohne extra Zutaten eine feine Bratapfelschorle zaubern kann. 

Auf eine wunderschöne Weihnachtszeit!

Zutaten für 6 Gläser weihnachtlicher Lillet-Bratapfel Aperitif:

2cl Amaretto

4cl Lillet Blanc*

600ml klarer Apfelsaft (Direktsaft ohne Zuckerzusatz)

2 Anissterne

1 Zimtstange

1/2 Vanilleschote (die Schote ohne das Mark reicht auch)

1 (frisches) Lorbeerblatt

6 Nelken

pro Glas 8-10 Eiswürfel

300ml Mineralwasser mit Kohlensäure, aus dem Kühlschrank

4 EL Zucker

1/2 TL Zimt (gemahlen)

Zubereitung:

Wichtig ist, dass der Aperitif am Ende eiskalt ist – deshalb sollten der Bratapfelsaft und das Mineralwasser vor dem Servieren ausreichend Zeit im Kühlschrank verbringen. 

Den Apfelsaft mit den Nelken, den Anissternen, der Vanilleschote und der Zimtstange in einen kleinen Topf geben. Kurz aufkochen und dabei unbedingt daneben stehen bleiben damit der Saft nicht überkocht. Den Topf vom Herd nehmen und 15 Minuten ziehen lassen. Dann den Apfelsaft durch ein feines Sieb gießen und zum Beispiel in einer Teekanne auffangen. Den Saft erst bei Raumtemperatur etwas abkühlen lassen und dann im Kühlschrank weiter runterkühlen. 

In die Gläser auf dem Foto passen gut 300ml – das sind ca. 200ml Aperitif plus die Eiswürfel.

Die Ränder der Gläser mit etwas Wasser oder einem Stück Zitrone rundum anfeuchten. Zucker und Zimt auf einem kleinen Unterteller mischen und die Gläser kopfüber hineinstellen. Umdrehen und den Zucker kurz etwas antrocknen lassen. 

Die Eiswürfel auf alle Gläser verteilen und erst den Amaretto und den Lillet Blanc hinein geben. Dann den kalten Bratapfelsaft verteilen – es sollten knapp 100ml Saft in jedes Glas kommen. Am Ende mit kaltem Mineralwasser auffüllen und sofort servieren. 

Fertig ist euer weihnachtlicher Lillet-Bratapfel Aperitif!

Weihnachticher Lillet-Bratapfel Aperitiv

Mit dabei beim kulinarischen Adventskalender:

Kulinarischer Adventskalender 2019 - Tuerchen 19




Chinesisches Fünf Gewürze Pulver selber machen

Chinesisches Fünf Gewürze Pulver selber machen

Es gibt ja so Rezepte, die sollten seit über einem Jahr auf dem Blog sein. Blöd nur, wenn man einfach nicht den richtigen Mix findet! So ging es mir als ich mein chinesisches Fünf Gewürze Pulver selber machen wollte. Es gibt gefühlt tausend Rezepte dafür, aber irgendwie habe ich mich auf der Suche nach dem richtigen Mix schwer getan und war erst im dritten Anlauf wirklich zufrieden damit. Punkt eins – ein fünf Gewürze Pulver hat für mich 5 Gewürze zu haben. Keins mehr und keins wenig – in Worten FÜNF. Mag ja sein, dass ich da kleinlich bin… aber da stehe ich zu. Punkt zwei – nimmt man alle Gewürze zu gleichen Anteilen und hat wirklich gute Anissterne, dann schmeckt es nach einem – nach Anis. Vom Szechuan Pfeffer hat man dann nicht mehr viel. Ich bin jetzt nicht der Typ Drama Queen der euch erzählt ihr könntet dann anstelle von Szechuan Pfeffer auch Katzenstreu nehmen, aber ihr versteht sicher was ich meine. Also mehr Szechuan Pfeffer, weniger Anis, die Gewürze unbedingt in der Pfanne anrösten und schon habt ihr in wenigen Minuten eine tolle, selbst gemachte Gewürzmischung die euch (gut verschlossen und dunkel gelagert) die nächsten Monate viel Freude bereiten wird. Und das Beste? Ihr wisst genau was drin ist! So macht sich das Ganze auch ganz wunderbar als kleines Geschenk aus der Küche.

Und wenn ihr das Gewürz in Gläser abfüllt, fotografiert und euch dann später an den Kopf fasst weil euch von jedem Foto das „made in italy“ anlacht, dann bleibt euch wohl nur ein weiterer Versuch…

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

Zutaten für ca. 150g chinesisches fünf Gewürze Pulver:

45g Szechuan Pfeffer*

15g Anissterne

30g Nelken

40g Fenchelsamen

20g Zimt, gemahlen

Zubereitung:

Den Sternanis im Mörser grob zerstoßen. Anis, Szechuan Pfeffer, Nelken und Fenchelsamen in einer kleinen Pfanne ohne zusätzliches Fett einige Minuten lang anrösten.

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

Die duftenden, gerösteten Gewürze in die Gewürzmühle geben oder mit dem Mörser zerstoßen. Ich bin mit dem Mörser nicht so gut, deshalb macht das bei mir die Mockmill*.

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

Alles fein mahlen, bei Bedarf nochmal durch ein Sieb streichen und die groben Reste ein zweites Mal durch die Gewürzmühle jagen.

Dann das Zimtpulver untermengen…

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

… und alles in einem ausreichend großen Schraubglas fest verschließen. Das Glas beschriften…

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen

… und schon habt ihr ein tolles Gewürz im Vorratsschrank stehen. Oder eine tolle Idee für ein feines, kleines Geschenk aus der Küche. Das ist definitiv ein Highlight im Präsentkörbchen!

Viel Spaß beim Würzen!

Chinesisches Fünf-Gewürze Pulver selber machen




Brotgewürz selber machen

Brotgewürz selber machen

Es gibt viele Sorten Brotgewürz, von den Grundzutaten sind sie sich alle ähnlich. Ein bisschen Kümmel, etwas Fenchel, Anis, vielleicht ein bisschen Bockshornklee und Koriander. Ich mag es gerne, wenn noch Nelken dazu kommen.Wenn ich die richtige Sorte unterwegs sehe nehme ich mir oft auch ein fertiges Brotgewürz mit – wenn nicht, dann wird es kurzerhand selbst gemahlen. Das geht ganz flott, ich habe es schon im kleinen Mixer* gemacht und jetzt auch das erste Mal in der Mockmill* direkt an der KitchenAid. Das ging nochmal deutlich schneller – aber beide Wege führen zum Ziel. Da kann man noch ein klein wenig an den Nuance variieren und am Ende hat man ein Gläschen feines Gewürz für die nächste große Brotbackaktion zur Hand.

Brotgewürz - Rezept zum selber machen

Zutaten für ca. 50g Brotgewürz:

3 EL Kümmel

2 1/2 EL Anis

2 1/2 EL Fenchel

1 1/2 EL Koriandersamen

1/2 EL Bockshornklee

10 Nelken

Zubereitung:

Alle Gewürze gemeinsam in die Pfanne geben und etwas anrösten. Immer gut schwenken damit die Gewürze nicht anbrennen.

Brotgewürz - Rezept zum selber machen

Wenn ihr die Gewürze im Mixer mahlt müsst ihr das Ganze mehrfach durch ein kleines Sieb streichen – das Pulver kann dann in ein passendes Glas, die größeren Stücke müssen weiter gemahlen werden.

Brotgewürz - Rezept zum selber machen

Mit der Gewürzmühle mache ich das ebenfalls, aber nur ein Mal – dann ist alles zu feinem Pulver gemahlen.

Das fertig gemahlene Brotgewürz sofort in einem Gläschen fest verschließen.

Brotgewürz - Rezept zum selber machen

Jetzt steht einem ausgiebigen Backtag nichts mehr im Weg!

Brotgewürz - Rezept zum selber machen




Gulasch Pasta mit Rind und Pilzen

Gulasch Pasta mit Rind und Pilzen

Zu kaltem Wetter passen deftige Gerichte – wie zum Beispiel dieses Gulasch mit verschiedenen Pilzen und einer leicht weihnachtlichen Note, die durch Zimt und Anis ins Spiel kommt. Außerdem lässt es sich wunderbar vorbereiten und wird ganz unkompliziert im Ofen fertig geschmort!

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Zutaten für 3 Personen:

400g Rindergulasch

Olivenöl

200g Austernpilze

200g Champignons

1 Zwiebel

Pfeffer & Salz

1 Anisstern

2 Lorbeerblätter

1 TL Cumin

5 Wacholderbeeren

1 TL Paprikapulver

400g Pizzatomaten

1 Tasse Wasser

1 Prise Zimt

200g Spirelli Nudeln

4-5 Gewürzgurken

etwas Petersilie

Zubereitung:

Das Öl in einem Ofenfesten Topf erhitzen und das Fleisch rundum scharf anbraten. Die Zwiebel fein hacken und zufügen. Mit Pfeffer, Salz, Cuminund Paprikapulver würzen. Die Austernpilze klein schneiden, die Champignons halbieren. Beides untermengen.

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 Sobald das Fleisch gebräunt ist und die Pilze deutlich geschrumpft sind die Tomaten, eine Tasse Wasser, Wacholderbeeren, Lorberrblätter und den Anisstern zufügen. Aufkochen und bei 160°C im geschlossenen Topf für 2,5 Stunden in den Ofen schieben.

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Die ersten 1,5 Stunden muss man sich nicht weiter um das Gulasch kümmern, danach sollte man ab und an einen Blick darauf werfen und bei Bedarf etwas Wasser zufügen.

Nach 2,5 Stunden ist das Fleisch wunderbar zart. Den Topf aus dem Ofen holen, den Zimt einrühren und in einem zweiten Topf Salzwasser für die Pasta aufkochen.

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Lorbeerblätter und Wacholderbeeren entfernen. Die Pasta al dente kochen und eine kleine Kelle vom Nudelwasser zum Gulasch geben. Das Gulasch mit Pfeffer und Salz abschmecken.

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Die Pasta abgießen und unter das Gulasch mengen.

Früher war ja der typische Gurkenfächer unabkömmlich zum Gulasch – und ich liebe ihn immer noch… trotzdem entscheide ich mich hier dafür die Gurke fein zu würfeln und in einem extra Schälchen auf den Tisch zu stellen. Gerade mit der Pasta macht sich das sehr gut. Die Petersilie feinhacken und über die Gulasch Pasta mit Rind und Pilzen geben.

Ein leckeres Abendessen!

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Adventsgulasch mit Klößen

Adventsgulasch mit Klößen

Vor ein paar Tagen gab es bei mir Advents-Lamm in der Tapas Variante. Das war so lecker, dass ich daraus unbedingt ein eigenständiges Gericht zaubern wollte. Als Bessere Hälfte sich dann mal wieder Gulasch gewünscht hat war der Plan klar. Adventsgulasch! Warum auch nicht. Dazu selbstgemachte Klöße. Das wird auf jeden Fall mal wieder was anderes als „nur“ normales Gulasch. Dazu noch ein Löffelchen Preiselbeeren… lecker!

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Zutaten für 2 Personen:

1 Flasche trockener Rotwein

2 getrocknete Lorbeerblätter

3 schwarze Kardamonkapseln

2 getrocknete Chilis

1/2 Zimtstange

2 Anissterne

5 Nelken

3 Pimentkörner

10 Wacholderbeeren

400g Rinderschmorbraten

Olivenöl

1 Zwiebel

Pfeffer & Salz

1 TL Garam Masala

1 Prise Sumach

1-2 Tassen Gemüsebrühe

Preiselbeeren (optional)

etwas frische Petersilie

Für die Klöße:

700g Kartoffeln

1 Ei

200g Kartoffelmehl oder Weizenmehl

Salz

Zubereitung:

Wie kommt der Adventsgeschmack ins Gulasch? Ganz klar, mit dem Wein. Ich koche also erstmal eine Flasche trockenen Rotwein mit Lorbeerblättern, Kardamon, Chilis, Zimt, Anis, Nelken, Piment und Wacholderbeeren auf. Das Ganze lasse ich ungefähr 10 Minuten köcheln. Im geschlossenen Topf natürlich, sonst verdunstet zuviel vom Wein.

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Während der Adventswein köchelt schneide ich den Rinderbraten in grobe und die Zwiebel in feine Würfel. Dann brate ich in einem ofenfesten flachen Topf mit Deckel in Olivenöl zuerst die Zwiebeln an. Sobald die Zwiebeln glasig sind kommt das Rindfleisch dazu und wird rundherum scharf angebraten. Dabei würze ich es mit Pfeffer, Salz, Garam Masala und Sumach. Jetzt duftet es in der Küche so wie man sich Weihnachten vorstellt. Zum einen nach Glühwein, zum anderen durch das Garam Masala orientalisch-weihnachtlich.

Weiter geht’s mit dem Adventswein. Da Bessere Hälfte grundsätzlich nur halb so viel Spaß am Essen hat wenn da irgendetwas drin ist wo man nicht drauf beißen sollte mache ich das hier mit System und gieße den Wein durch ein Sieb in den Fleischtopf. Alles was man nicht mitessen kann ist somit rausgefiltert.

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Den Wein lasse ich jetzt kurz im offenen Topf etwas reduzieren bevor das Ganze in den auf 180°C vorgeheizten Backofen wandert.

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Deckel drauf und ab in den Ofen. Nach einer Stunde hole ich den Topf zum Umrühren kurz raus und gebe bei dieser Gelegenheit auch gleich noch eine Tasse Gemüsebrühe dazu. Dann geht es für eine zweite Stunde zurück in den Ofen.

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Diese Zeit nutze ich um die Klöße vorzubereiten. Im Detail findet ihr das Rezept hier, kurz zusammengefasst werden die Kartoffeln geschält, gewürfelt und in Salzwasser gar gekocht. Kurz abkühlen lassen, dann stampfen. Mit Ei und Mehl vermengen, zu Klößen formen und in Salzwasser 10 Minuten gar kochen.

Klöße und Gulasch sollten in etwa zeitgleich fertig werden, wobei es bei dem Gulasch auch nicht auf 10-15 Minuten mehr oder weniger ankommt.

Ich probiere ein Stück Fleisch vom Gulasch – es ist wunderbar zart geschmort.

Dann richte ich das Adventsgulasch zusammen mit den Klößen und einem Löffelchen Preiselbeeren an. Darüber kommt noch etwas frische Petersilie.

Weihnachtsmusik und Kerzen anmachen und ein leckeres Adventsessen genießen…

Lasst es euch schmecken!

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Tapas – Advents-Lamm

Tapas – Advents-Lamm

Wie euch bestimmt schon aufgefallen ist liebe ich Lamm. Bei Tapas habe ich mich da bisher immer auf Anis-Lamm beschränkt. Hier sollte es eine etwas weihnachtlichere Variante geben. Also habe ich Lamm in Rotwein gemacht – und den Rotwein habe ich vorher Glühweinähnlich gewürzt und aufgekocht…. aber lest selbst!

Zutaten:

1 Lammhüftsteak (ca. 150g)

Olivenöl

Salz

Zitronenpfeffer

1 Prise Sumach

1 Prise Garam Masala

400 ml Rotwein

2 Lorbeerblätter

3 Nelken

2 Pimentkörner

1-2 Anissterne

1/2 Zimtstange

4-5 Wacholderbeeren

1 kleine rote Chili

2 schwarze Kardamonkapseln (oder 1 grüne)

1 Prise Zucker

Zubereitung:

Ich beginne damit den Rotwein vorzubereiten. Dafür gebe ich den Wein mit den Lorberblättern, Nelken, Pimentkörnern, Anissternen, der Zimstange, den Wacholderbeeren, der kleinen roten Chili und den Kardamonkapseln in einen kleinen Topf und koche alles zusammen auf. So lasse ich den Wein köcheln bis er knapp auf die Hälfte reduziert ist.

Diese Zeit nutze ich um das Lammhüftsteak in Würfel zu schneiden und es mit Salz und Zitronenpfeffer zu würzen. Dann brate ich es in einer kleinen Pfanne rundherum in etwas Olivenöl an.

Sobald es angebraten ist würze ich es mit etwas Sumach und Garam Masala. Besonders das Garam Masala gibt dem Fleisch eine wunderbare orientalisch-weihnachtliche Note. Die Hitze reduziere ich jetzt etwas (Stufe 4 von 9) damit das Lamm nicht zu schnell durch ist.

Sobald der Wein auf die Hälfte reduziert ist gieße ich ihn durch ein feines Sieb in die Pfanne mit dem Lamm. Das hat den Vorteil, dass wir die ganzen Gewürze nicht später mit im Tapasschälchen haben sondern nur den Geschmack.

Jetzt wird die Hitze nochmal für 2 Minuten stark erhöht und ich gebe eine Prise Zucker dazu. Der Wein wird in der Pfanne deutlich weiter reduziert und das Lamm bekommt nach und nach die schöne Rotweinfarbe.

Dann gebe ich Fleisch und Wein in ein Tapasschälchen und stelle es noch kurz bei ca. 50°C im Ofen warm während ich mich um die letzten Leckereien kümmere.

Beim Anrichten kann man (wenn man gerade etwas zur Hand hat) noch ein wenig Rosmarin mit in das Schälchen geben, das ist aber nur für die Optik.

Fertig!




Rot-gelbes Lammcurry

Rot-gelbes Lammcurry

Die indische Küche ist extrem vielseitig und ich habe mich hier für ein rot-gelbes Lammcurry entschieden. Das Lamm ist in einer roten Gewürzmischung mariniert worden, der Reis mit vielen verschiedenen Gewürzen zu einem gelben Curryreis. Ich persönlich liebe diese Geschmacksvielfalt auf dem Teller, meine bessere Hälfte hat lieber auch einen „neutralen“ Bestandteil (z.B. ungewürzten Reis). Das muss jeder selbst probieren. Aufgegessen wurde jedenfalls alles restlos.

Zutaten für 2 Personen:

Für das Fleisch:

2 Lammhüftsteaks (350-400g)

1 EL Tandori Masala (rote, asiatische Gewürzmischung)

1 Prise Salz

3 EL Erdnussöl

100g Joghurt

Für den Reis:

120g Reis

1 daumen großes Stück Ingwer

4 Kapseln schwarzer Kardamon

3 Anissterne

1 Prise Zimt (frisch gemahlen)

einige Safranfäden

2 TL Kurkuma

1 TL Koriandersamen

1 TL Senfkörner

1 kleine Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 l Wasser

etwas rotes Thaibasilikum (optional)

100g Joghurt

Zubereitung:

Damit das Fleisch etwas Zeit hat den Geschmack der Gewürzmischung anzunehmen fange ich hier an. Das Lammfleisch wird in 2-3cm große Würfel geschnitten und in ein Schälchen gegeben. Dann kommt das Tandori Masala und das Erdnussöl dazu. Alles ordentlich durchmischen bis das Fleisch rundherum kräftig rot ist. Das Schüsselchen stelle ich zum marinieren beiseite.

Weiter geht es mit dem Gewürzreis. Ich zerstoße die Koriandersamen zusammen mit den Senfkörnern im Mörser, die Senfkörner nehmen dabei etwas weniger Schaden als die Koriandersamen, eignen sich aber wunderbar als Hilfsmittel um die Koriandersamen wirklich klein zu bekommen.

Die gemörserten Gewürzkörner kommen jetzt mit etwas Erdnussöl in eine kalte Pfanne. Dort wird erstmal gesammelt. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch werden geschält und in feine Würfel geschnitten. Direkt mit in die Pfanne geben. Dazu kommen 2-3 Anissterne, 4 Kardamonkapseln (wenn möglich scharze, ansonsten geht auch grüner Kardamon, dann aber nur 2-3 Kapseln). Darüber reibe ich eine Prise Zimt frisch von der Zimtstange. Ich kann das nur empfehlen, fertiges Zimtpulver macht geschmacklich einfach nicht viel her.Dann rühre ich noch das Kurkuma unter die Gewürzmischung und erhitze alles langsam und auf kleinerer Stufe (hier 4 von 9) damit die Gewürze ihre Aromen entfalten können. Nach wenigen Minuten dürfte es bereits wunderbar duften – so lasse ich alles in etwa 10-15 Minuten unter regelmäßigem umrühren leicht anrösten.

Dann gebe ich die Safranfäden in ein kleines Becherchen und gieße sie mit 40 ml heißem Wasser auf (am besten schonmal 1 L Wasser im Wasserkocher aufkochen). Nach 2-3 Minuten kommt das Wasser samt Fäden in die Pfanne. Mit dazu kommen der Reis und ca. 1/2 L Wasser. Alles ordentlich umrühren. Da wir den Reis in der offenen Pfanne garen kann die Temperatur auch noch etwas erhöht werden (hier immer wieder zwischen Stufe 5 und 6 von 9 gewechselt).

Nicht vergessen eine Prise Salz für den Reis dazu zu geben, sonst schmeckt der später nach garnichts.

Immer wieder umrühren und bei Bedarf ein wenig Wasser zugeben. Wenn für den Reis ein Ende in Sicht ist (Dauer in der offenen Pfanne insgesamt ca. 25-30 Minuten) erhitze ich eine kleine Pfanne für das Lammfleisch.

Das Fleisch wird ohne weiteres Fett direkt in die heiße Pfanne gegeben und rundherum scharf angebraten. Dann reduziere ich die Temperatur (von Stufe 9 auf Stufe 5 von 9) und lasse das Fleisch noch 6-7 Minuten schmoren.

Fleisch und Reis sollten jetzt mehr oder weniger zeitgleich fertig sein. Jetzt nehme ich den Joghurt und verteile ihn gleichmäßig auf Fleisch und Reis. In beiden Pfannen ordentlich unterrühren und alles noch schnell abschmecken. Bei Bedarf mit etwas Salz oder einem Spritzer Zitronensaft nachwürzen.

Beides zusammen anrichten und je nach Geschmack noch etwas Thaibasilikum dazu geben.

Es wird zu Tisch gebeten!




Gefüllte Weinblätter

Gefüllte Weinblätter

Gefüllte Weinblätter sind einfach wunderbar – aber auch mit einigem Aufwand verbunden. Das kann man auch nicht schön reden, ab und an hat man das Gefühl, dass es einfach kein Ende nimmt. Aber was soll’s – man wird dafür mit einer absolut leckeren Beilage belohnt. Ran ans Werk!

Zutaten für 35-40 gefüllte Weinblätter:

500g Weinblätter (eingelegt)

250g Reis (2 Tassen)

Salz

1 Bund Dill

1 kleines Bund Petersilie

1 Hand voll Minzblätter (hier englische Minze)

1/2 TL gemahlener Piment

2 Anissterne

1 Zitrone

Zubereitung:

Für den Reis setze ich einen Topf mit Salzwasser auf. Sobald das Wasser kocht gebe ich den Reis hinein und reduziere die Hitze (hier Stufe 4 von 9). Immer wieder umrühren, der Reis soll möglichst locker werden. Mein Reis braucht insgesamt 16 Minuten bis er gar ist. Nach 10 Minuten gebe ich die Lorbeerblätter und die Anissterne dazu. Den Dill, die Minzblätter und die Petersilie hacke ich fein und hebe beides kurz vor Ende der Garzeit ebenfall unter. Den Piment mahle ich in der Mühle auf gröbster Stufe direkt in den Topf. Den Saft von einer halben Zitrone dazugeben und den Reis vom Herd nehmen. Auch beim Abkühlen immer wieder umrühren damit der Reis locker bleibt. Anissterne und Lorbeerblätter können jetzt entfernt werden. Abschmecken und bei Bedarf noch etwas mit Salz oder Zitronensaft nachwürzen.

Während der Reis abkühlt wässer ich die Weinblätter ein wenig. Dazu lege ich sie einfach in eine Schale mit kaltem Wasser. Dadurch wird der hohe Salzanteil ein wenig reduziert.

Jetzt lege ich das erste Weinblatt flach und mit den Rispen nach oben auf dem Brettchen aus und gebe ungefähr 2 TL Reis direkt auf den Stielansatz. Der Stiel selbst wird abgeschnitten.

Jetzt werden die beiden nach unten stehenden Blattenden leicht überlappend über den Reis geschlagen.

Von links und rechts werden jetzt die Blattenden zur Mitte hin eingeschlagen. Das Blatt sollte jetzt noch in etwa so breit sein wie die Reisfüllung.

Dann einfach von unten (also vom Reis aus) nach oben hin fest aufrollen und so in einen großen flachen Topf mit Deckel legen, dass das Blattende unten liegt.

Das Ganze wiederhole ich jetzt wieder und wieder und wieder und wieder…. bis entweder Reis, Weinblätter oder beides aufgebraucht sind.

Der Topf wird jetzt mit Wasser aufgefüllt bis alle Blätter leicht bedeckt sind. Dazu gebe ich 2 EL Olivenöl und die verbliebene halbe Zitrone die ich vorher in Viertel schneide.

Und weil gefüllte Weinblätter hinterhältige kleine Päckchen sind, die versuchen munter fröhlich an der Oberfläche zu schwimmen, beschwere ich die ganze Geschichte mit einem Teller bevor ich den Deckel aufsetze und die Weinblätter auf Stufe 6 von 9 für 45 Minuten köcheln lasse.

Nach 45 Minuten gieße ich das Wasser ab und lasse die Weinblätter auskühlen. Dabei übergieße ich sie großzügig mit Olivenöl.

Dazu passt zum Beispiel wunderbar ein Geschnetzeltes nach Gyrosart mit Tsatziki. In einem ordentlich verschlossenen Behälter sind die Blätter so im Kühlschrank ungefähr eine Woche haltbar.

Lasst es euch schmecken!