Spargel mit Sauce Hollandaise

Spargel mit Sauce Hollandaise

Ich liebe Sauce Hollandaise. Nicht gerade ein Fall für die leichte Linie, aber lecker. Und nein, sie ist nicht kompliziert! Probiert es einmal ganz in Ruhe aus. Ihr werdet sehen wie einfach das im Prinzip ist und dann wollt ihr nie wieder eine Fertigvariante nehmen, versprochen! Eine detailliertes Rezept findet ihr hier auf meinem Blog – es ist immer noch aktuell und aus meiner Sicht ungeschlagen. Und auf dem Induktionsherd arbeite ich jetzt sogar ohne Wasserbad mit einer kleinen, induktionsgeeigneten WMF Schüssel direkt auf der Platte, aber dazu solltet ihr es vorher vielleicht schon 1-2 mal ausprobiert haben. Dazu gab es übrigens etwas leckeren Schinken und ein paar junge Kartoffeln.

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Zutaten für 2 Personen:

600g Spargel

1 Prise Zucker

Sauce Hollandaise

300g Kartoffeln

Salz

etwas (Rinder-) Schinken

Zubereitung:

Die Kartoffeln in einen Topf mit kaltem Salzwasser gebe. Sie sollten leicht bedeckt sein. Den Spargel gründlich schälen und in eine große Pfanne mit köchelndem Wasser legen. Salz und Zucker in das Wasser geben und den Spargel kochen bis er sich leicht biegt. Das dauert ca. 15 Minuten, je nach Dicke eurer Stangen. Gleichzeitig die Kartoffeln zum kochen bringen.

Jetzt könnt ihr euch ganz in Ruhe um die Sauce Hollandaise kümmern (siehe hier).

Den Schinken aufschneiden und die Kartoffeln mit Spargel und Schinken auf den Tellern platzieren. Die Sauce Hollandaise darüber geben und die restliche Sauce in einer extra Schüssel mit auf den Tisch stellen.

Ich liebe die Spargelsaison!

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Wildschwein mit Nougat Hollandaise

Wildschwein mit Nougat Hollandaise

Die süßen Saucen zum Wild haben es mir dieses Jahr angetan. Als ich im „Lust auf Genuss“ Heft von Nougat-Hollandaise gelesen habe war meine Neugierde geweckt. Am Ende musste ich an der Sauce noch etwas variieren weil sie sonst recht dünn geworden wäre und anstelle von Zitrone habe ich lieber Orange verwendet – aber lecker war sie in jedem Fall! Und zu dem zart geschmorten Wildschwein hat sie wunderbar gepasst. Als Beilage gab es ganz schlicht Kartoffelpüree, nur der so hübsch angedachte Pinselschwung mit der Sauce ist nicht so recht gelungen…

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Zutaten für 2-3 Personen:

1 Wildschweinkeule (ohne Knochen) – 800g

2 Zwiebeln

etwas Rapsöl

Pfeffer & Salz

8 Wacholderbeeren

2 Lorbeerblätter

2 Tassen Wasser

Für die Hollandaise:

1 Orange

etwas Safran

Pfeffer

Vanille-Safran Salz

1/4 Zwiebel

2-3 EL Apfelessig

60-70g weißer Nougat

3 Eigelb

120g Butter

Für das Kartoffelpüree:

150g Kartoffeln

1 EL Butter

100g Schlagsahne

Pfeffer & Salz

1 Prise Muskat

Zubereitung:

Das Wildschwein soll gut 90 Minuten im Ofen schmoren, also fange ich damit an. Die Keule wird in größere, saftige Stücken zerlegt, trocken getupft und mit etwas Salz gewürzt. In einem flachen, ofenfesten Topf das Öl erhitzen, die Zwiebel halbieren und Wildschwein samt Zwiebel hinein geben. Von allen Seiten scharf anbraten.

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Mit 2 Tassen Wasser ablöschen und die Lorbeerblätter und Wacholderbeeren dazu geben. Mit Pfeffer würzen und bei 180°C für 90 Minuten im abgedeckten Topf in den vorgeheizten Backofen schieben.

Nach der Hälfte der Zeit wende ich die Fleischstücken einmal und gebe noch etwas Wasser dazu.

Zeit die ersten Schritte für die Hollandaise einzuleiten. Die Orange wird heiß abgewaschen und die Schale abgerieben. Den Saft auspressen und etwas Safran dazu geben. Beiseite stellen bis es gebraucht wird.

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Gut eine halbe Stunde vor Ende der Schmorzeit werden die Kartoffeln geschält, gewürfelt und in einem Topf mit kaltem Salzwasser zum kochen gebracht. Nach ca. 15 Minuten sind sie gar.

Die Zeit wird genutzt um 3-4 Pfefferkörner im Mörser zu zerstoßen und eine viertel Zwiebel in feine Würfel zu schneiden. Mit 40 ml Wasser und dem Apfelessig aufkochen und auf ein Drittel der Flüssigkeitsmenge einreduzieren lassen. Ebenfalls beiseite stellen und abkühlen lassen.

Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und durch ein feines Sieb gießen damit uns nur der klare Teil bleibt und die Molke ausgefiltert wird. Ihr werdet es ahnen – kurz zum Abkühlen beiseite stellen.

Einen Blick auf die Kartoffeln werfen – wenn sie fertig sind abgießen, stampfen und mit dem Schneebesen erst die Butter und dann die Sahne einrühren. Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken. Bis die Hollandaise fertig ist warm halten.

So – jetzt geht’s richtig los. Der reduzierte Zwiebel-Apfelessig-Mix wird durch ein Sieb in eine kleine Schüssel gegeben. Ich nehme eine Schüssel die ich auf dem Herd leicht erhitzen kann, wenn ihr die Hollandaise im Wasserbad macht sollte sie entsprechend dafür passen. Für mich hat sich aber die Methode auf dem Herd – mit minimaler Hitze und maximaler Aufmerksamkeit mal wieder  bewährt, aber lest selbst…

Die Eier trennen und das Eigelb zum Essig geben. Mit dem Schneebesen (oder wie bei mir mit dem Stabmixer) gut aufschlagen.

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Bei leichter Hitze aufschlagen bis die Sauce crémig wird. Ich habe es hier zuerst auf dem Wasserbad probiert, aber die Sauce ist einfach nicht dicker geworden, also ging es (mit einem dritten Eigelb) direkt auf der Herdplatte weiter. Vom Herd nehmen und ganz langsam die geklärte Butter einrühren. Am besten zuerst löffelweise und dann in einem dünnen Strahl dazu gießen. Den Nougat klein schneiden und ebenfalls dazu geben. Die Nougat-Menge im Originalrezept war deutlich geringer, da hat man ihn nur leider kaum geschmeckt. Also habe ich aus Mangel an noch mehr weißem Nougat noch etwas „normalen“ Nougat dazu gegeben. Dadurch ist die Hollandaise etwas dunkler geworden.

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Wie gesagt, bei mir geht es direkt auf dem Herd weiter – und schon klappt es so wie es soll. Mit etwas Vanille-Safran Salz abschmecken. Sehr lecker!

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Das Wildschwein aus dem Ofen holen und das geschmorte Fleisch auf zwei Teller verteilen.

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Ich setze es dabei auf einige Blättchen Rucola – das sieht finde ich ganz nett aus weil es etwas Farbe auf den Teller bringt. Dazu bekommt jeder einen Klecks Kartoffelpüree und etwas Nougat-Hollandaise. Die restliche Hollandaise kommt in einem Schälchen mit auf den Tisch damit man sich noch etwas nehmen kann wenn man möchte.

Ein kleines Festessen!

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Das Vanille-Safran Salz wurde mir freundlicherweise von den Salzmischern zur Verfügung gestellt.




Spargel Calzone

Spargel Calzone

Zorra und Luna haben es bewiesen – wir alle lieben Pizza. Pizza ist aber auch verdammt lecker. Und schnell gemacht und vielseitig und habe ich schon lecker erwähnt? In meine lange, lange Liste der Pizzarezepte reiht sich jetzt ein weiteres Exemplar ein – eine Spargel-Calzone. Gut, Pizza mit Sauce Hollandaise ist nix neues, Pizza mit Spargel ist nix neues, aber als Calzone hatte ich diese Kombination noch nie. Kurzerhand ausprobiert, gerollt, gefüllt, gefaltet, überbacken… und bis auf den letzten Krümel verputzt. Was soll ich da noch sagen… lecker!

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Zutaten für 2-3 Personen:

1/2 Hefewürfel (21g)

210g Weizenmehl

40 g Hartweizengrieß

1/2 EL brauner Zucker

1/2 TL Salz

150 ml lauwarmes Wasser

Für die Füllung:

100 ml Sauce Hollandaise (ca. die Hälfte der angegebenen Menge)

3-4 Stangen weißer Spargel

3-4 Stangen grüner Spargel

150g Kochschinken

3-4 Champignons

2 Tomaten

200g geriebener Käse

Zubereitung:

Beim Teig ändert sich nix, das ist mein Standadrezept und es bleibt so wie immer: Mehl, Gries, Salz und Zucker kommen in eine ausreichend große Schüssel, die Hefe wird in warmem Wasser gelöst und das Wasser mit dem Rest zu einem Teig verknetet. Kneten, kneten, kneten – alle Kalorien die wir jetzt verbrennen können wir anschließend extra futtern. Den Teig 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Die Zeit kann man nutzen um die Sauce Hollandaise zu machen. Dann ist das schon erledigt. Außerdem Schäle ich den Spargel, schneide ihn in Stücken und koche ihn für 3-4 Minuten in kochendem Wasser mit einem Teelöffelchen Salz und Zucker vor. Kalt abschrecken und beiseite stellen.

Wenn der Teig aufgegangen ist wird er auf einem mit Mehl bestäubten Backblech ausgerollt und großzügig mit Sauce Hollandaise bestrichen. Dabei lasse ich einen gut 1cm breiten Rand rundherum frei von Sauce.

Eine Hälfte wird jetzt mit Käse, dünn aufgeschnittenen Champignons, Kochschinken und den Spargelstücken belegt. Mit Pfeffer und Salz würzen.

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Als nächstes wird die Pizza zusammengeklappt und der Rand gut festgedrückt und möglichst dicht verschlossen. Die Pizza mit der Gabel 4-5 mal einstechen damit daraus im Ofen kein Ballon wird. Mit der restlichen Sauce Hollandaise bestreichen, mit der fein aufgeschnittenen Tomate belegen, mit Pfeffer würzen und unter dem verbliebenen Käse begraben.

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So wandert die Pizza für 35 Minuten bei 200°C in den vorgeheizten Backofen. Wenn sie den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat hole ich sie wieder raus… klar, warum sollte sie auch im Ofen bleiben.

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Aufschneiden, vorsichtig auf den Teller heben damit die Füllung nicht raus rutscht und restlos verputzen.

Guten Appetit!

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Eingereicht für das Event:

Spargel Rezepte




Zucchini-Schweineröllchen mit Spargelreibeplätzchen

Zucchini-Schweineröllchen mit Spargelreibeplätzchen

Spargel ist einfach genial, mit Spargel kann man fast alles machen. In diesem Fall Kartoffelpuffer… nein – Reibeplätzchen… na ihr wisst schon was ich meine. Mit einem Mix aus Kartoffeln, grünem und weißem Spargel. Die Schweineröllchen mit gelber Zucchini und Rosmarin gefüllt. Dazu gebackene Tomaten. Muss ich noch mehr erzählen? Lecker!

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Zutaten für 2 Personen:

2 Scheiben Schweineroulade

4 Scheiben (gelbe) Zucchini

3 Zweige Rosmarin

Pfeffer & Salz

Olivenöl

Holzzahnstocher

Für die Kartoffelpuffer:

120g Kartoffeln (2 größere Kartoffeln)

6 Stangen weißer Spargel

3 Stangen grüner Spargel

1 Ei

2 EL Balsamico Bianco

2 TL Kräutersenf

1 EL Speisestärke

Pfeffer & Salz

Sonnenblumenöl

Sonstiges:

Salz

Zucker

12 mittelgroße Rispentomaten

Rettichsprossen (optional)

Sauce Hollandaise

Zubereitung:

Ich fange mit den Zucchini-Schweineröllchen an. Die Rouladen werden in zwei Bahnen geschnitten. Die Zucchini wird längs halbiert und ein Stück wird über die Gemüsereibe gezogen. Jetzt habe ich 4 Scheiben Schweineroulade und 4 Scheiben Zucchini. Je eine Zucchinischeibe auf ein Stück Schweineroulade legen, den Rosmarin von den Stängeln zupfen und auf die Röllchen verteilen.

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Etwas Ölivenöl darüber geben, mit Pfeffer und Salz würzen und zu Röllchen aufdrehen. Mit Holzspießchen fixieren.

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In einer Ofenfesten Pfanne rundherum anbraten.

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Die Tomaten vorsichtig waschen und leicht trocknen. So dürfen sie mit in die Pfanne und die wandert für 25 Minuten bei 140°C in den Ofen.

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Weiter geht’s – die Kartoffeln und der Spargel werden geschält. Dann reibe ich die Kartoffeln und den weißen Spargel. Der grüne Spargel ist einfach zu instabil, also schneide ich ihn kurzerhand in dünne Scheiben. Geschmacklich macht das keinen Unterschied. Die Spargelspitzen von beiden Spargelsorten lege ich beiseite. Ich liebe Spargelspitzen, mit denen habe ich noch etwas anderes vor. Das geriebene Gemüse wird mit dem Ei, der Speisestärke, Senf, Essig, Pfeffer und Salz verknetet. 5 Minuten ziehen lassen.

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In dieser Zeit erhitze ich das Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne. Sobald es heiß ist kommt der Kartoffel-Spargelmix hinein. Zu Talern formen und ca. 3-4 Minuten lang etwas anbraten lassen bevor man sie das erste Mal wendet. Nochmal mit etwas Pfeffer und Salz würzen. Das können sie gut vertragen.

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Vorsichtig wenden und auch von der anderen Seite bräunen lassen. Parallel die Sauce Hollandaise nach dem bekannten Rezept anrühren.  Wer keine Lust hat kann auch auf die fertig Variante zurückgreifen. Jetzt kommen auch die Spargelspitzen zum Einsatz, die dürfen noch für 4-5 Minuten in etwas Salz-Zucker Wasser in einer kleinen Pfanne köcheln.

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Endspurt – jetzt geht es ans Anrichten. Auf jeden Teller kommt ein Bogen Sauce Hollandaise. Ich ziehe die Holzspieße aus den Röllchen. Dann kommen Schweineröllchen, Spargelspitzen und gebackene Tomaten auf den Teller. Die Reibeplätzchen dazu legen und mit Rettichsprossen garnieren.

Heiß servieren. Dazu passt ein guter Weißwein.

Guten Appetit!

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Kalbsschnitzel mit Blumenkohl und Sauce Hollandaise

Kalbsschnitzel mit Blumenkohl und Sauce Hollandaise

Kennt ihr das, wenn ihr auf etwas ganz bestimmtes Appetit habt? Bei mir war das in diesem Fall die Sauce Hollandaise. Sauce Hollandaise ist doch einfach zu lecker… Aber was passt zu dieser Jahreszeit dazu? Mit vernünftigem Spargel wird’s wohl beim besten Willen nix mehr. Blumenkohl! Super, also habe ich Wiener Schnitzel, Salzkartoffeln und Blumenkohl mit selbst gemachter Sauce Hollandaise gekocht. Unglaublich lecker kann ich nur sagen.

Zutaten für 2 Personen:

2 Kalbsschnitzel (zusammen ca. 250g)

1 Ei

Pfeffer & Salz

1 Tasse Mehl

2 Tassen Semmelbrösel

250g Butterschmalz

200g Kartoffeln

1/2 Blumenkohl

Für die Sauce Hollandaise:

4 Eigelb

200g Butter (Zimmertemperatur)

2 EL Zitronensaft

3 EL Wasser

Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Bereiten wir doch zuerst einmal den Blumenkohl vor. Ich schneide den Strunk mit einem kleinen Messer von unten eng unter den Röschen heraus. Da es immer mal sein kann, dass sich im Kohl ein „Blinder Passagier“ versteckt lege ich die Blumenkohlröschen für 30 Minuten in kaltes Salzwasser.

Wenn niemand versucht hat zu fliehen, dann war unser Kohl wohl glücklicherweise unbewohnt.

Während der Kohl im Wasser liegt schäle ich die Kartoffeln und schneide sie in Würfel. Damit sie nicht im Weg herum liegen kommen sie ebenfalls direkt in einen Topf mit kaltem Salzwasser. Da die Sauce Hollandaise gleich meine volle Aufmerksamkeit beanspruchen wird bereite ich kurzerhand auch die Schnitzel vor. Die Dame an der Fleischtheke von meinem Lieblings-Kaisers hat mir die Schnitzel bereits hauchdünn geschnitten, ich muss sie also nicht klopfen, sondern kann sie direkt panieren. Dafür stelle ich mir 3 tiefe Teller bereit. Im ersten verquirle ich ein Ei mit Pfeffer und Salz, in den Zweiten kommt das Mehl und in den Dritten die Semmelbrösel. Dann ziehe ich die Schnitzel durch das Ei, paniere sie mit Mehl, ziehe sie wieder durch das Ei und paniere sie mit Semmelbröseln. Dort dürfen sie bis zu ihrem Einsatz ruhen.

Jetzt bringe ich die Töpfe mit Blumenkohl und Kartoffeln zum kochen. Beide brauchen ungefähr 15 Minuten. Als Vorbereitung gebe ich auch schon den Butterschmalz in die kalte Pfanne in der ich später die Schnitzel braten möchte.

Ab hier kommt der Teil des Gerichts wo ich in der Küche nicht gestört werden will. Sauce Hollandaise ist kein Zauberwerk, aber man muss aufmerksam sein. Ansonsten kann ich nur sagen: keine Angst – das bekommt ihr auf jeden Fall hin!

Ich habe mir extra ein kleines Metallschälchen für Arbeiten im Wasserbad geholt (seit dem muss ich mir immer anhören das wäre ein Futternapf), ein Keramikschälchen geht natürlich auch.

Ich gebe die Butter (die bereits Zimmertemperatur haben sollte) in eine kleine Pfanne und lasse sie bei niedriger Hitze (Stufe 3 von 9) zerlaufen. Dann stelle ich sie kurz zum Abkühlen beiseite.

Während die Butter abkühlt trenne ich die Eier. Das Eigelb wird mit etwas Pfeffer und Salz verquirlt. Dazu kommen 3 EL Wasser und der Zitronensaft.

Jetzt kommt das Schüsselchen in ein Wasserbad wo ich es bei mittlerer Hitze langsam erwärme (Stufe 6 von 9). Nebenbei stelle ich jetzt auch die Herdplatte mit der Butterschmalzpfanne für die Schnitzel an (auf höchster Stufe). Sobald das Fett heiß ist kommen die Schnitzel hinein. Die dürfen bei weiterhin höchster Hitze von jeder Seite 2 Minuten ausbacken.

Das Ei lasse ich von jetzt an nicht mehr aus den Augen, es darf auf keinen Fall gerinnen! Also immer schön mit dem Schneebesen mixen. Sobald es lauwarm ist wird das Ganze mit dem Stabmixer aufschlagen bis es von der Konsistenz crémig wird.

Wenn es so weit ist hole ich es aus dem Wasserbad und gebe zuerst löffelweise und unter ständigem Rühren die Butter dazu. Wenn ungefähr die Hälfte der Butter ein gerührt ist gieße ich den Rest aus der Schüssel langsam und weiterhin unter ständigem Rühren dazu. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist mixe ich die Sauce Hollandaise noch einmal mit dem Stabmixer auf. Jetzt ist sie perfekt crémig! Bei Bedarf noch mit Pfeffer, Salz oder Zitronensaft abschmecken.

Gleichzeitig sollten jetzt auch die Schnitzel und das Gemüse fertig sein. Die Schnitzel kommen auf einen Teller, Kartoffeln und Blumenkohl werden abgegossen. Beides wird mit den Schnitzeln angerichtet. Die Sauce Hollandaise gebe ich über den Blumenkohl und die Kartoffeln. Den Rest der Sauce stelle ich mit auf den Tisch. So kann sich jeder bei Bedarf nach nehmen… und ich kann nur sagen: Hmmmmm…. ist die lecker! Aber was erwartet man auch anderes von einer Sauce die zu 90% aus Butter besteht?! Daran wollen wir aber jetzt nicht denken – deshalb:

Lasst es euch schmecken!




Halloween Pizza – Kürbis Pizza

Halloween Pizza – KürbisPizza

Diese Pizza wurde unter genausten Vorgaben auf Wunsch einer 7-köpfigen Raupe zubereitet. Der genaue Wortlaut in der E-Mail war: „Wollen wir vielleicht mal wieder ’ne Pizza mit Spinat u. Hollandaise  machen? Kann man da nich auch Kürbis drauf tun? Quasi eine Halloween Pizza?“ Klar, machen kann man alles – das ist ja der  Vorteil am Pizza selber belegen. Also gab es eine Variante mit Sauce Hollandaise, Käse, Kürbisspalten, Blattspinat, Hackfleisch und Kürbiskernen. Sehr lecker und eine schöne Kreation!

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Zutaten für 1 große Pizza:

1/2 Hefewürfel (21g)

210g Weizenmehl

40 g Hartweizengrieß

1/2 EL brauner Zucker

1/2 TL Salz

150 ml lauwarmes Wasser

Für den Belag:

120 ml Sauce Hollandaise (1/2 Tetra Pack)

150g Gouda, gerieben

150g Hokkaido Kürbis

1 Hand voll TK-Blattspinat

Pfeffer & Salz

1 Prise Muskat

1/2 EL Paprikpulver (scharf)

100g Rinderhackfleisch

1 Hand voll Kürbiskerne

Olivenöl

Zubereitung:

Wie ich den Pizzateig mache habe ich hier bereits detailliert beschrieben. Alle Zutaten werden miteinander verknetet. Nun darf der Teig in einer Schüssel, mit einem Geschirrtuch bedeckt, an einem warmen Ort für 30 Minuten ruhen. Dann wird er ausgerollt und auf einem mit Mehl bestäubten Backblech oder einem Pizzablech* in Form gezogen.

Weiter geht’s – der Teig will belegt werden. Ich verstreiche die Sauce Hollandaise gleichmäßig auf dem Teig. Dabei lasse ich rundherum ungefähr 1cm Rand frei. Das Hokkaidostückchen (ca. 1/8 vom Kürbis) schneide ich in dünne Scheiben. Dünn bedeutet in diesem Fall ein bissl dünner als 0,5 cm. Die Kürbisscheiben lege ich gleichmäßig aus.

Das Hackfleisch brate ich vor. Ich gebe dazu nur ein winziges Schlückchen Olivenöl in die Pfanne und brate es so lange an, bis es krümelig zerfällt. Dabei wird immer schön gerührt und am Ende wird es mit Paprikapulver, Pfeffer und Salz gewürzt. Wenn das Fleisch fertig ist darf es auf die Pizza.

Halloween Pizza - Kürbis Pizza

Den aufgetauten Blattspinat zupfe ich ein wenig auseinander und positioniere ihn in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen auf der Pizza. Mit Pfeffer und Salz wird jetzt einmal kräftig gewürzt. Dann wird der Gouda gerieben und auf der Halloween Pizza verteilt.

Halloween Pizza - Kürbis Pizza

Die Kürbiskerne auf der Pizza verteilen. Im nächsten Schritt kommt die Pizza für 20-25 Minuten bei 200°C in den vorgeheizten Backofen, bei mir im Pizzamodus (Umluft + Unterhitze). Achtung – wer die Pizza bei Oberhitze + Umluft oder Ober-/Unterhitze backt gibt die Kürbiskerne erst nach 10 Minuten auf die Pizza damit sie nicht verbrennen!

Halloween Pizza - Kürbis Pizza

Wenn die Pizza den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat hole ich sie aus dem Ofen und schneide sie auf. Jetzt kann jeder selbst entscheiden ob er sie mit der Hand isst (der Boden ist schön knusprig und das ist ohne Probleme möglich) oder ob man mit Messer und Gabel ans Werk geht.

Halloween Pizza - Kürbis Pizza

Fest steht: Lecker ist sie so oder so.

Greift zu!

Halloween Pizza - Kürbis Pizza




Lachs Pizza mit Garnelen und Sauce Hollandaise

Lachs Pizza mit Garnelen und Sauce Hollandaise

Bei mir eine typische Variante der „Mädels-Abend-Pizza“. Das ist unter anderem dem Umstand geschuldet, dass meine bessere Hälfte mit dieser Pizza nicht so recht was anfangen kann. Den Mädels schmeckt es jedenfalls – die siebenköpfige Raupe bekomme ich damit satt – und wenn es dann noch ausreichend Wein gibt steht einem lustigen Abend nix mehr im Weg! Abhängig von der Saison kommen neben Lachs und Garnelen auch noch Spargel und Tomaten oder Brokkoli auf die Pizza.

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Zutaten für eine Pizza:

1/2 Hefewürfel

210g Mehl

40g Hartweizengries

1/2 TL Salz

150 ml lauwarmes Wasser

Für den Belag:

1/2 Päckchen Thommy Sauce Hollandaise – während ich auf Spargel die selbst gemachte Sauce Hollandaise vorziehe schätze ich hier den Vorteil der Fertigsauce: sie gerinnt nicht! Was auch immer uns das über die Sauce sagen mag….

200g geriebener Mozzarella

100 g Lachsfilet

10 große Garnelen

2 Champignons

Optional:

80g Brokkoli oder

3-4 Stangen grüner Spargel+ 8 Cocktailtomaten (Naschtomaten)

Zubereitung:

Wie ich meinen Pizzateig vorbereite habe ich schon öfters beschrieben – die Anleitung findet ihr hier: Pizzateig.

Euer Teig ist nun also fertig, ihr habt ihn ausgerollt und auf ein Blech mit Backpapier gelegt oder auf ein Pizzabackblech* gezogen. Dann geht es jetzt weiter.

Ich gebe die Sauce Hollandaise auf den Teig und verteile sie darauf bis der komplette Teig damit beschichtet ist. Auch der „Rand“ wird dünn eingepinselt, dadurch wird er später wunderbar knusprig und lecker.

Auf die Sauce Hollandaise gebe ich jetzt 2/3 vom geriebenen Käse. Dabei lasse ich rundherum 1-2 cm als Rand frei. Der Lachs wird in Scheiben geschnitten und gleichmäßig verteilt. Dazwischen platziere ich die Garnelen. Wo jetzt noch was frei ist finden Champignons, halbierte Tomatchen und grüner Spargel oder die klein gezupften Brokkoliröschen ihren Platz. Den Spargel schäle ich im unteren Drittel und schneide ihn dann in ca. 3cm lange Stücke.

Den restlichen geriebenen Käse gleichmäßig auf der Pizza verteilen. Ihr könnt aber auch eine Mozzarella Kugel in Scheiben aufschneiden und auf die Pizza legen. Nach Möglichkeit nicht zu nah an den Rand. Den Ofen auf 200°C vorheizen.

Dann kommt die Pizza in den Ofen. Unter gelegentlicher Sichtkontrolle kann sie dort in etwa 30 Minuten bleiben.

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Greift zu und lasst es euch schmecken!

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Hier in der Variante mit Spargel und Tomaten:




Spargel mit Sauce Hollandaise, Schweineschnitzel und Salzkartoffeln

Spargel mit Sauce Hollandaise, Schweineschnitzel und Salzkartoffeln

Der absolute Spargelklassiker – ich finde er sollte in meiner Rezeptsammlung nicht fehlen. Mit nicht paniertem Schweineschnitzel genau so lecker wie mit Wiener Schnitzel, dazu Salzkartoffeln und Sauce Hollandaise oder braune Butter. Hier meine Variante(n).

Zutaten für 2 Personen:

2 Schweineschnitzel (je ca. 100-150g)

Olivenöl

200-300g Kartoffeln

1 paar Zweige Petersilie

Pfeffer & Salz

Für die Sauce Hollandaise:

3 Eigelb

200g Butter

3 EL Wasser

1 EL Zitronensaft

Pfeffer & Salz

1 kg Spargel

2 TL Salz

2 TL Zucker

Zubereitung:

Der Spargel braucht mit 20-25 Minuten ein ganz klein wenig länger als die Kartoffeln, deshalb schäle ich zuerst sehr ordentlich den Spargel und schneide das unterste Stück (ca. 1 cm) ab. Die Spargelstangen lege ich in einen flachen Topf und bedecke sie knapp mit Wasser. Dazu gebe ich 2 TL Salz und 2 TL Zucker. Das Ganze koche ich kurz sprudelnd auf und reduziere dann die Hitze (Stufe 5 von 9).

Jetzt schäle ich die Kartoffeln und schneide sie in Würfel. Mit Salzwasser in einen Topf geben und kochen bis die Kartoffeln gar sind.

Die Zubereitung von der Sauce Hollandaise ist wirklich leichter als man denkt. Zuerst lasse ich die Butter in einem kleinen Topf zerlaufen ohne sie wirklich stark zu erhitzen (Stufe 4 von 9). Sobald die Butter fast vollständig zerlaufen ist nehme ich den Topf von der Herdplatte und stelle ihn zum Abkühlen beiseite. Jetzt trenne ich die Eier und gebe das Eigelb in ein kleines Schüsselchen. Mit 3 EL Wasser, Zitronensaft, Pfeffer und Salz mit dem Schneebesen vermixen. Dann kommt das Schüsselchen in ein Wasserbad wo ich es bei mittlerer Hitze langsam erwärme (Stufe 6 von 9). Das Ei jetzt am besten nicht mehr aus den Augen lassen und immer schön mixen. Sobald es lauwarm ist mit dem Stabmixer aufschlagen bis es von der Konsistenz crémig wird. Das Schälchen aus dem Wasserbad nehmen – ihr habt es fast geschafft, jetzt kann kaum noch etwas schiefgehen.

Kurz die Schnitzel mit Salz und Pfeffer würzen und in einer Pfanne mit einem Schuß Olivenöl anbraten.

Zurück zur Sauce Hollandaise. Löffelweise die zerlassene Butter einrühren (wieder mit dem Schneebesen). Nach jedem Löffel ordentlich umrühren bis wieder eine gleichmäßige Créme entstanden ist. Wenn die Hälfte der Butter eingerührt ist den Rest vorsichtig und unter durchgehendem Rühren aus dem Topf in die Schale geben. Sobald die Konsistenz gefällt abschmecken und je nach Geschmack noch mit etwas Pfeffer, Salz oder Zitronensaft verfeinern. Beiseite stellen.

Die Kartoffeln abgießen und den Spargel aus dem Wasser heben. Etwas Petersilie fein hacken und über die Kartoffeln geben. Mit dem Schnitzel zusammen anrichten und ein paar Löffel Sauce Hollandaise über den Spargel geben. Die restliche Sauce Hollandaise im Schälchen auf den Tisch stellen.

Essen ist fertig – guten Appetit!

P.S.:

Reste Essen am späten Abend, die bessere Hälfte hat noch Hunger – ich habe noch ein Schnitzel übrig und brate es mit Pfeffer und Salz gewürzt in etwas Olivenöl an. Dazu kommen die restlichen Salzkartoffeln und Spargelstangen mit in die Pfanne. Alles zusammen von allen Seiten anbraten bis das Schnitzel fertig ist.

Mit etwas Butter servieren. Sauce Hollandaise kann man leider nicht aufwärmen, sie gerinnt dann oder zerreist (Fett und Ei Bestandteile trennen sich).