Geschmortes Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Geschmortes Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Es ist mal wieder so weit, die Rettungstruppe rund um Sina vom giftigeblonde Blog und Susi vom Prostmahlzeit Blog rettet was zu retten ist und das ist dieses Mal der Kohl. Der soll vor der Konserve gerettet werden – ein Vorhaben das ich von ganzem Herzen unterstütze. Den Anstoß dazu hat die liebe Britta gegeben und als ich Bessere Hälfte gesagt habe wir müssten nochmal quer durch die Stadt fahren um Grünkohl zu kaufen war er sofort… hellauf begeistert! Der Mann liebt nämlich Grünkohl und freut sich jedes Mal riesig wenn wir auch nach Weihnachten noch irgendwo einen Sack erspähen. Und ehrlich – Sack beschreibt das Ganze wohl am besten, Beutel würde es nicht so richtig treffen. Als Rezept habe ich mir dann geschmortes Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln überlegt. Das Wildschwein wird dabei langsam gut zwei Stunden im Ofen geschmort und kommt wunderbar zart auf den Teller. Aber was spricht dafür den Kohl selber zu machen und nicht auf die Konserve zurückzugreifen? 

Aus meiner Sicht ganz klar der Geschmack. Ja, das ist so ein standard  Argument, aber das Problem an Grünkohl aus dem Glas ist doch, dass er nach relativ wenig schmeckt und man den Geschmack auch nachträglich kaum in den Kohl bekommt. Dabei braucht Grünkohl ja wirklich nicht viel – bei mir sind Speck, Zwiebel, Pfeffer, Salz und Piment der Schlüssel zum Erfolg. Aber das Wichtigste – und das kann ich nicht oft genug sagen – ist das der Kohl gewaschen werden muss. Grünkohl ist oft sehr sandig und ihn so wie Salat zu waschen reicht oft nicht aus. Also wird er bei mir portionsweise in der Spüle gewaschen, dann in einem großen Topf Salzwasser blanchiert und kommt dann erst zu Zwiebeln und Speck in den eigentlichen Topf wo er mindestens 2 Stunden köcheln darf. Lasst euch von der Dauer nicht abschrecken, es lohnt sich. Denn ihr werdet sehen, dass man selbst gemachten Grünkohl keinesfalls mit der Variante aus dem Glas oder der Konserve vergleichen kann!

Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Zutaten für 2 Personen (Grünkohl für 4 Personen):

800g Wildschweinkeule

2 Zwiebeln

2-3 Karotten

1 TL Wacholderbeeren

1/2 Bund Petersilie

500ml Wasser

Pfeffer & Salz

etwas neutrales Pflanzenöl

Für den Grünkohl:

1kg Grünkohl

7-8 Pimentkörner

Pfeffer & Salz

1 Zwiebel

70-80g Speck (z.B. Bauchspeck)

etwas neutrales Pflanzenöl

Für die Kartoffeln:

300g Kartoffeln

1/2 Zwiebel

etwas Olivenöl

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Für den Grünkohl einen Topf mit Salzwasser zum kochen bringen. In dieser Zeit die Zwiebel und den Speck klein würfeln. Beides zusammen in einem ausreichend großen Topf in etwas Öl anschwitzen. Den Kohl portionsweise im Spülbecken waschen und die Blätter von den Rispen zupfen. Den Kohl in 3-4 Portionen im Salzwasser blanchieren und nach jeweils 2-3 Minuten mit der Schaumkelle rüber in den anderen Topf zu Speck und Zwiebeln heben. Wenn ihr mit der Schaumkelle über den Boden kratzt könnt ihr die Sandkörner merken, also müsst ihr den Kohl immer von oben abschöpfen ohne den Sand vom Boden „aufzuwirbeln“. Am Ende noch eine Tasse vom Kochwasser mit in den Topf geben und den Grünkohl mit den zerstoßenen Pimentkörnern und Pfeffer würzen.  So darf er bei kleiner Hitze ca. 2,5 Stunden lang köcheln.

Den Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch trocken tupfen und in 4 gleich große Stücke schneiden. Das Öl in einem ofenfesten Topf erhitzen und das Fleisch rundum scharf anbraten. Das Wildschwein aus dem Topf nehmen und kurz beiseite stellen. Die Zwiebeln und die Kartoffel schälen und grob würfeln. Beides in den Topf geben und kurz anrösten. Mit etwas Wasser ablöschen, kurz aufkochen, die grob gehackte Petersilie dazu geben und das Wildschwein zurück in den Topf legen. Die Wacholderbeeren und die Lorbeerblätter dazu geben und den Topf für die nächsten zwei Stunden in den Ofen schieben.

Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Das Fleisch gelegentlich wenden und bei Bedarf noch etwas Wasser dazu geben. Ungefähr 50 Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffeln waschen und in Spalten schneiden. Mit Öl beträufeln und mit Pfeffer und Salz würzen. Die Kartoffeln in einen kleinen Bräter geben und unten in den Backofen schieben.

Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Den Topf mit dem Fleisch aus dem Ofen holen und das Fleisch auf einem kleinen Teller kurz beiseite stellen. Bei Bedarf noch etwas Wasser dazu geben und die Lorbeerblätter aus dem Topf nehmen. Das Gemüse mit dem Stabmixer pürieren und die Sauce mit Pfeffer und Salz abschmecken. Das Fleisch hinein legen und auf kleiner Hitze warm halten. Den Backofen auf 220°C heizen damit die Kartoffeln etwas Farbe bekommen.

Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Den Grünkohl mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Das zart geschmorte Wildschwein mit Kartoffeln und Grünkohl anrichten und ein wenig Sauce mit auf den Teller geben. Die restliche Sauce extra auf den Tisch stellen.

Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Ich hoffe ich konnte euch für meinen selbst gemachten Grünkohl begeistern – und falls ihr noch mehr leckere Kohlrezepte sucht, dann schaut doch mal bei den anderen Rettern vorbei!

Anna Antonia – Cole-Slaw ganz einfach
auchwas – Grünkohl-Pizza
Barbaras Spielwiese – Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen
Bonjour Alsace – Sauerkraut im Glas
Brittas Kochbuch – Winterliche Minestrone
Brotwein – Grünkohl-Pesto mediteran mit Oliven und Kapern
Cakes, Cookies and more – Bunter Wintersalat
CorumBlog 2.0 – Rotkrautsalat mit Pistazien
evchenkocht – Kohlroulade auf thailändisch
Fliederbaum – Klassisches Rotkraut
German Abendbrot – Zweierlei Rotkohl: Als Pickle und ganz klassisch
giftigeblonde – Rotkraut auf polnische Art
Kebo Homing – Romanesco-Kichererbsen Suppe
LanisLeckerEcke – Cole Slaw
Leberkassemmel und mehr – Überbackener Blumenkohl
madamroteruebe – Herzhafter Wirsingkuchen mit Apfel und Bergkäse
magentratzerl – Kohl hoch zwei
Obers triftt Sahne – Fruchtiger Grünkohlsalat mit Nüssen und Salzzitronen
our food creations – Kale Salad
Paprika meets Kardamom – Ungarischer Blumenkohl-Gulasch-Auflauf
Schmeckt nach mehr – 5 Grünkohl-Irrtümer und ein Rezept für Grünkohl äthiopisch
Schönes + Leben – Sächsischer Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei
Summsis Hobbyküche – Weißkohlcurry
Turbohausfrau – Flammkuchen mit Kohl
Unser Meating – Rote – Bete – Risotto mit Grünkohltopping

Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln




Wildschwein-Schmortopf mit Grünkohl

Wildschwein-Schmortopf mit Grünkohl

Vor einigen Tagen waren wir mal wieder im Frischeparadies einkaufen – ich wollte unbedingt etwas mit Wild kochen. Also habe ich ein ganz wunderbares, 2,6kg schweres, Stück Wildschweinkeule mitgenommen. Das durfte dann erst einmal 2 Tage lang im Kühlschrank auftauen bevor ich das Fleisch vom Knochen gelöst und portioniert habe. Vom Knochen gelöst klingt jetzt unglaublich professionell… sagen wir es mal so, am Ende lag auf der einen Seite das Fleisch und auf der anderen Seite der Knochen. Da wir ja nur zu zweit sind hat es für drei Gerichte gereicht: Wildschweingulasch mit Spätzle (damit das endlich ein neues Foto bekommt), langsam geschmortes Wildschwein auf Grünkohl und diesen Wildschwein-Schmortopf mit Grünkohl und Karotten. So gesehen war es nicht so schlimm, dass ich den Knochen nicht ganz so elegant ausgelöst habe, für zwei der drei Gerichte musste das Fleisch ohnehin in saftige Würfel geschnitten werden. Dieser Schmortopf reicht für 3 Personen, kann aber natürlich auch in doppelter oder dreifacher Menge zubereitet werden. Aber plant ein bisschen Zeit ein, insgesamt braucht das Ganze in etwa 3 Stunden, wobei es gute zwei Stunden im Backofen schmort! 

Wildschwein Schmortopf mit Grünkohl

Zutaten für 3 Personen:

700g Wildschweinkeule (ohne Knochen)

4 Karotten

2 Zwiebeln

etwas Rapsöl

2 Knoblauchzehen

150g Grünkohl (8-10 große Blätter)

Salz & Pfeffer

5-6 Pimentkörner

400g Pizzatomaten

2 Tassen Wasser

300g festkochende Kartoffeln

Zubereitung:

Das Fleisch in Würfel schneiden. In einem schweren, ofenfesten Topf* mit Deckel das Öl erhitzen und die Fleischstücke darin scharf anbraten. Mit Pfeffer würzen und auf einem extra Teller beiseite stellen.

Die Zwiebeln und Karotten schälen und klein würfeln. Im selben Topf nochmal ein klein wenig Öl erhitzen und das Gemüse darin anschwitzen.

Wildschwein Schmortopf mit Grünkohl

Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen.

Einen Topf mit Salzwasser zum kochen bringen und den Grünkohl von den Rispen schneiden. Den Kohl erst gründlich unter fließendem Wasser abspülen und dann im Salzwasser blanchieren. Grünkohl ist in der Regel etwas sandig, man sollte ihn also wirklich gründlich waschen.

Das angebratene Gemüse mit Wasser und Tomaten „ablöschen“. Dann das Fleisch und den blanchierten Grünkohl dazu geben und alles mit den zerstoßenen Pimentkörnern und einer guten Prise Pfeffer würzen.

Wildschwein Schmortopf mit Grünkohl

Alles einmal aufkochen, den Deckel aufsetzen und den Topf für insgesamt zwei Stunden in den vorgeheizten Backofen schieben. Dabei ab und an umrühren und bei Bedarf etwas Wasser nachfüllen.

Ungefähr 30-40 Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffeln schälen und mit in den Topf geben. Nicht zu früh, sonst zerfallen sie und nicht zu spät, sonst garen sie nicht durch.

Wildschwein Schmortopf mit Grünkohl

Ein Stück Fleisch probieren, wenn es zart ist kann der Wildschwein-Schmortopf mit Grünkohl mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden. Wer sich wundert warum erst jetzt Salz in den Schmortopf kommt – ohne Salz wird das Fleisch einfach zarter.

Wildschwein Schmortopf mit Grünkohl

Den Schmortopf auf tiefe Teller verteilen…

Wildschwein Schmortopf mit Grünkohl

… und sofort servieren.

Guten Appetit!

Wildschwein Schmortopf mit Grünkohl




Pikante Grünkohl-BBQ Pizza

Pikante Grünkohl-BBQ Pizza

Ich glaube man kann eine Pizza mit so ziemlich allem belegen. Um manche Sachen mag es vielleicht ein bissl schade sein, in anderen Fällen hat man einen kleinen Rest vom Vortag der sich so einfach perfekt verwenden lässt. Wir hatten in diesem Fall einen Rest Grünkohl vom Grünkohl mit Salami. Dazu kam großzügig Tabasco auf die Pizza und um dem ganzen aromatisch noch einen drauf zu geben wurden zwei Knacker und ein gutes Stück Gorgonzola darauf verteilt. Den Pizzateig habe ich wieder in doppelter Menge angesetzt und die Hälfte eingefroren. Was ich daraus dann gezaubert habe zeige ich euch in den nächsten Tagen…

Grünkohlpizza_ (7)

Zutaten für 1 große Pizza:

210g Weizenmehl

40g Hartweizengries

21g frische Hefe

150g Wasser

1 Prise Salz

Für den Belag:

3 EL Tabasco (hier Chipotle)

ca. 2 Tassen fertiger Grünkohl, z.B. wie dieser hier

2 Knacker

120g Gorgonzola

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Teig in der Küchenmaschine oder von Hand gut verkneten. Den Teig abgedeckt 30 Minuten gehen lassen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und auf ein Pizzablech ziehen.

Mit reichlich Tabasco Chipotle bestreichen.

Grünkohlpizza_ (1)

Den Grünkohl darauf verteilen…

Grünkohlpizza_ (2)

… und dann den Käse und die in Scheiben geschnittene Knacker darauf platzieren.

Grünkohlpizza_ (3)

Die Pizza für 30-35 Minuten bei 180°C in den Ofen schieben. Ich wähle dafür den Pizza-Modus, so wird der Boden schön kross.

Grünkohlpizza_ (4)Aus dem Ofen holen sobald der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

Aufschneiden und verputzen!

Grünkohlpizza_ (5)




Grünkohl mit Salami

Grünkohl mit Salami

Grünkohl steht bei uns auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Egal ob mit Speck oder Knacker – er schmeckt einfach gut. Salamis erfreuen sich bei uns auch größter Beliebtheit, leider sind wir uns über ihren Reifegrad nie ganz einig. Bessere Hälfte mag sie relativ kurz abgehangen, während sie von mir aus ruhig richtig fest sein dürfen. In unserer Speisekammer herschen recht gute Bedingungen und so hängen da einige schöne Salamis am Vorratsregal. Trotzdem müssen die natürlich auch gegessen werden und da kommt dann wieder die Frage nach der Konsistenz. Für dieses Rezept habe ich zwei Salamis klein gewürfelt und mit den Zwiebeln angebraten. Danach durften sie mit dem Grünkohl ein Weilchen köcheln wodurch sie schön zart geschmort sind und der Kohl ein tolles Aroma bekommen hat.

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Zutaten für 2-3 Personen:

1kg Grünkohl

2 Salamis, ca. 300g

2 große Zwiebeln

4 Pimentkörner

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Die Salamis häuten und in grobe Würfel schneiden. Ohne zusätzliches Fett in einem großen Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Dann die klein geschnittene Zwiebel dazu geben und kurz mit anschwitzen.

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Den Kohl waschen und klein zupfen. Zwei Tassen wasser in den Topf geben und nach und nach den Grünkohl dazu geben. Dabei immer wieder den Topf schließen, gut umrühren und dann den nächsten Schwung hinein geben. Den Piment im Mörser zerstoßen und den Kohl damit würzen. Etwas Salz und Pfeffer dazu geben.

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Den Grünkohl mit Salami gut eine Stunde bei kleiner Hitze köcheln lassen. Nochmal mit Pfeffer und Salz abschmecken…

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… und pur oder mit etwas Brot servieren.

Genau das Richtige an kalten Wintertagen!

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Grünkohlpesto mit Gänseschinken und Apfelchip

Grünkohlpesto mit Gänseschinken und Apfelchip

Gestern war es endlich so weit – mein Weihnachtsmenü 2014 wurde in 7-stündiger Aktion vom Plan in die Tat umgesetzt. Begrüßt wurden die Gäste mit einem Sektcocktail – ein Schlückchen vom weihnachtlichen Beerenlikör mit Sekt aufgefüllt. Ganz einfach und unkompliziert. Danach haben wir diese Amuse-Bouche gereicht. Ein würziges Grünkohlpesto, dem der Knoblauch eine feine Schärfte verleiht mit etwas salzigem Gänseschinken und einem süßen Apfelchip. Alles auf einem Löffel gibt eine kleine Geschmacksexplosion und einen schönen Auftakt zum Menü. Außerdem hat es die Erkenntnis gebracht, dass Grünkohlpesto genial ist – damit wird noch weiter experimentiert!

Mein roter Faden in diesem Jahr war übrigens die Gans – Gänseschinken auf dem Löffelchen, Gänseravioli in klarer Gänsesuppe als Vorspeise, Gänsebraten mit Rotkohl, Grünkohl, Maronen und Klößen als Hauptgericht. Beim Dessert bin ich dann abgewichen, das wäre wohl etwas zu viel des Guten gewesen. Da gab es ein Eis mit weißer Schokolade und Mohn, eine passende Praline und heiße Kirschen.

Grünkohlpesto_mit_Gänseschinken_und_Apfelchip_ (6)

Zutaten für 8 Löffel:

Für das Pesto:

3 große Blätter Grünkohl

3 EL gutes Olivenöl

30g Parmesan

1 kleine Knoblauchzehe

1 Hand voll Mandeln

etwas Salz

Dazu:

4 Scheiben Schinken von der geräucherten Gänsebrust

2 getrocknete Apfelringe

Zubereitung:

Den Grünkohl waschen und sorgfältig von den Rispen zupfen. Zusammen mit dem Olivenöl in einen kleinen Mixer geben.

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Zu eine glatten Paste mixen und den geschälten und in Scheiben geschnittenen Knoblauch, den fein geriebenen Parmesan und das Salz zufügen. Wieder mixen bis keine Stücken mehr zu sehen sind.

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Die Mandeln in das Pesto geben und ein letztes Mal mixen. Abschmecken und das Pesto bei Bedarf kurz zur Seite stellen oder direkt weiter machen.

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Auf jeden Löffel einen Teelöffel Pesto setzen.

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Den Gänseschinken halbieren und zu kleinen Röllchen / Rosen drehen. Neben dem Pesto platzieren.

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Die Apfelchips vierteln und mit auf den Löffel setzen.

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Ich habe die vorbereiteten Löffel im Kühlschrank aufbewahrt und erst 20 Minuten vorher wieder auf Raumtemperatur gebracht. So konnte ich sie ganz in Ruhe vorbereiten.

Grünkohlpesto mit Gänseschinken und Apfelchip mit einem Haps vernaschen – aber Vorsicht:

Suchtgefahr!

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Festlicher Burger mit Ente und Rotwein-Chili Kirschen

Festlicher Burger mit Ente und Rotwein-Chili Kirschen

Ein Jahr vergeht so schnell – im einen Moment hält man noch ein Glas Sekt in der Hand und wünscht sich ein „Frohes Neues“ und schon ist wieder Heilig Abend. Bei uns ist in diesem Jahr viel passiert – ich hatte meine erste Gartensaison, Bessere Hälfte hat mir in New York einen Heiratsantrag gemacht, ich durfte mit vielen anderen Bloggern auf der IFA am Foodpairing Workshop von Zorra und Christian Mittermeier teilnehmen, im November durfte ich im Olympiastadion kochen und letzte Woche war auch schon das erste Jahr im eigenen Häusle um.

Wie bereits im letzten Jahr habe ich die Freude ein Türchen von Zorras Kulinarischer Adventskalender 2014 - Türchen 24wunderbarem Adventskalender mit den vielen bunten Gewinnen bestücken zu dürfen. Letztes Jahr ist mir das Thema leicht gefallen – im neuen AEG Ofen habe ich Lachs sous vide gezaubert – und auch diesmal musste ich nicht lange überlegen. Dieses Jahr habe ich nämlich angefangen meine Burgerbuns selbst zu backen und das hat meine kleine Burgerwelt grundlegen verändert. Also ganz klar, es gibt einen Burger! Der sollte natürlich auch zu Weihnachten passen und ich denke die Kombination Entenbrust und Rotwein-Chili Kirschen hat definitiv festliche Einflüsse. Falls ihr also zu den Spätentschlossenen gehört die noch nicht alle Tage durchgeplant haben, dann ist dieser Burger mit Ente vielleicht eine passende Idee. Und wenn ihr nach den Feiertagen Bratenreste von der Gans oder Ente übrig habt kann man daraus auch ein wunderbares Resteessen zaubern!

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Zubereitung für 2 Personen:

1 Entenbrustfilet

Salz

2 Burger Buns nach diesem Rezept

60g Gorgonzola

Für die Rotwein-Chili Kirschen:

1 kleines Glas Schattenmorellen, 245g Abtropfgewicht

100ml trockener Rotwein

2 Chilis

Pfeffer & Salz

Für den Grünkohlsalat:

4 Hand voll Grünkohl

1/2 Granatapfel

4 EL Olivenöl

3 EL Balsamico

1 TL Senf

4 EL Wasser

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Die Kirschen samt Saft aus dem Glas in einen kleinen Topf geben. Die Chili in dünne Ringe aufschneiden und den Rotwein dazu geben. Aufkochen und einreduzieren lassen bis kaum noch Flüssigkeit im Topf ist.

In dieser Zeit die Haut der Entenbrust einschneiden und eine Pfanne (hier gusseisern) ohne zusätzliches Fett erhitzen. Mit der Haut nach unten hinein legen und knusprig braun anbraten. Die Hitze reduzieren, die Entenbrust wenden und am Rand der Pfanne gar ziehen lassen.

Den Grünkohl fein von den Rispen zupfen. Aus Essig, Öl, Senf und Wasser eine Vinaigrette anrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Den Granatapfel aus der Schale in den Salat klopfen.

Die Burger Buns aufschneiden und mit der Schnittfläche nach oben im Backofen anrösten. Auf die Deckel kommt der klein gezupfte Gorgonzola.

Den Salat auf den Tellern verteilen und die Burgerböden aus dem Ofen holen.

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Die Burgerböden mit den Rotwein-Chili Kirschen belegen.

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Die Entenbrust in Scheiben aufschneiden. Alternativ gehen wie gesagt auch Bratenreste. Das Fleisch auf den Kirschen platzieren.

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Die Deckel mit dem Gorgonzola aus dem Ofen holen…

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… und beherzt auf den restlichen Burger setzen.

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Die Burger mit dem frischen Grünkohlsalat sofort auf den Tisch bringen. Mit den Händen oder mit Messer und Gabel verputzen.

Lasst es euch schmecken!

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Krustenbraten zum Grünkohl

Krustenbraten zum Grünkohl

Vor ein paar Tagen habe ich euch ja das Kochbuch „Bauernmarkt und Biokiste“ vorgestellt und bereits angekündigt, dass der Käse gefüllte Kürbis (unter der Rezension) nicht das letzte Rezept daraus bleiben wird. Besonders Bessere Hälfte war von dem Schweinebauch auf Grünkohl begeistert – der sah aber auch lecker aus! Leider habe ich dann trotz ausgiebiger Suche keinen Schweinebauch bekommen und mich spontan für eine ähnliche Variante mit Krustenbraten zum Grünkohl entschieden. Dabei ist dann die lange Garzeit leider weggefallen, aber das wird auf jeden Fall nochmal nachgeholt. Besonders die Kombination mit Salbei und Zitronenabrieb hat dem Fleisch eine tolle Note gegeben und der Braten hat toll zum Grünkohl gepasst. Mal etwas anderes als „immer nur“ Grünkohl mit Knacker

Krustenbraten_mit_Grünkohl_ (4)

Zutaten für 4 Personen:

1,3 kg Schweinekrustenbraten

Salz

100g Schweineschmalz

2 Zweige Salbei (ca. 12 Bläter)

1 Zitrone

Für den Grünkohl:

1kg frischer Grünkohl

1 Zwiebel

120g Speck

3 Pimentkörner

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Die Schwarte vom Braten rautenförmig einschneiden – bei mir wird es diesmal recht kleinkarriert – das fand ich ganz hübsch. Die Schwarte mit Salz einreiben. Das Schmalz in einem großen, flachen Topf oder Bräter zerlassen und den Braten hinein legen. Salbei und Zitronenabrieb zufügen und den Braten rundum anbraten. Dann wandert er bei 160°C für knapp 2 Stunden recht weit unten in den vorgeheizten Backofen. Gelegentlich übergießen und auf jeden Fall aufpassen, dass die Schwarte nicht anbrennt..

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Den Grünkohl wie schon hier beschrieben waschen, die großen Rispen herausschneiden und den Kohl portionsweise blanchieren. Im Topf die Speckschwarte auslassen und die Speckwürfel und Zwiebelwürfel dazu geben. Den Kohl mit der Schaumkelle direkt aus dem „Blanchiertopf“ in den Kohltopf heben. 2 Tassen Wasser dazu geben. Mit zerstoßenem Piment, Pfeffer und Salz würzen und auf kleiner Stufe (hier 3 von 14) köcheln lassen bis der Braten fertig ist. Zum Schluss mit dem Saft aus der halben Zitrone etwas auffrischen.

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Den Braten aus dem Ofen nehmen und die Schwarte abschneiden. Auf einem Blech mit Backpapier zurück in den Ofen schieben und bei 220°C unter dem Grill die Schwarte ploppen lassen. Den Braten in dünne Scheiben aufschneiden.

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Den Krustenbraten zum Grünkohl auf tiefe Tellern legen und heiß servieren.

Perfekt für kalte, graue Tage!

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Rinderfilet auf frischem Grünkohlsalat

Rinderfilet auf frischem Grünkohlsalat

Habt ihr schon das Festtagsessen für die Feiertage geplant? Oder gibt es noch Spielraum für neue Ideen? Ich habe dieses Rinderfilet bei 70°C in den Ofen geschoben, es anschließend rundherum angebraten und mit einem frischen Grünkohlsalat serviert. Grünkohlsalat habe ich bei den Weihnachtskochkursen kennengelernt, die ich im November mit der Weinschule Berlin im Swissôtel halten durfte. Man lernt halt nie aus und dieser Salat ist sofort zu einem unserer Lieblinge geworden!

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Zutaten für 2 Personen:

500g Rinderfilet

4 Kartoffeln

Olivenöl

Pfeffer & Salz

Für den Grünkohlsalat:

4 Hand voll frischer Grünkohl

1/2 Granatapfel

5 EL Olivenöl

5 EL Balsamico Essig

1 guter TL Senf

Pfeffer & Salz

3-4 EL Wasser

Für die Walnüsse:

6 EL feiner Zucker

2 Hand voll Walnüsse

Zubereitung:

Das Rinderfilet wandert für 2 Stunden bei 70°C in den Backofen. Die Kartoffeln in Spalten schneiden und mit Öl beträufeln. Mit Pfeffer und Salz würzen und unter dem Filet in den Ofen schieben.

Den Zucker in einem unbeschichteten Topf karamellisieren lassen und die Walnüsse grob hacken. Die Nüsse ins Karamell geben und rundum darin wenden. Auf Backpapier geben und abkühlen lassen.

Jetzt kommt Fleißarbeit – der Grünkohl muss sorgfältig von den Blattrispen gezupft werden. Ich habe dafür in erster Linie die fein gekräuselten, etwas zarteren Blätter genommen. Der Rest wurde am nächsten Tag gekocht.

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Den Granatapfel halbieren und die Kerne herausklopfen. Wer Kraft hat macht das mit einem Holzlöffel, ich persönlich bevorzuge ja die Variante mit der Suppenkelle – super einfach, versprochen!

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Für Das Dressing aus Öl, Essig, Senf, Pfeffer, Salz und Wasser eine Vinaigrette anrühren. Über den Salat geben und gut vermischen. Keine Sorge, das muss nicht erst kur vorher gemacht werden – der Grünkohl bleibt locker noch 1-2 Stunden knackig frisch.

Das Filet aus dem Ofen holen. Die Kartoffeln nach oben schieben und unter dem Grill bei 220°C bräunen.

Das Filet salzen und in einer Pfanne mit wenig Öl rundum anbraten.

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Das Filet kurz ruhen lassen. Den Grünkohlsalat auf den Teller geben und mit den karamellisierten Walnüssen garnieren. Die Kartoffelspalten daneben platzieren.

Das Filet dünn aufschneiden und mit auf den Teller geben. Ich stelle dazu ein Schälchen mit Salzflocken auf den Tisch.

Ein festliches Essen das sich unkompliziert zubereiten lässt!

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Raclette mit Bratenresten und Grünkohl

Raclette mit Bratenresten und Grünkohl

Vielleicht habt ihr jetzt schon Bratenreste, vielleicht erst nach Weihnachten. Wenn ihr Raclette und Resteverwertung kombinieren möchtet, dann wird euch dieses Rezept auf jeden Fall gefallen. Grünkohl, Zwiebeln, ein paar Champignons und Reste vom Schweinebraten verschwinden unter einer Scheibe Raclettekäse. So einfach und so gut! Damit die Reste vom Weihnachtsbraten bis zu Silvester halten werden sie am besten eingefroren.

Ich bin übrigens weiterhin ganz begeistert von unserem Tefal Raclettegrill – der ist nämlich lang und schmal – so nimmt er auf dem Tisch nicht zu viel Platz weg. Außerdem lässt sich die Teppan Yaki Grillfläche super einfach reinigen.

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Zutaten für 2 Personen:

400g Grünkohl, z.B. nach diesem Rezept

150g Bratenreste

1 Zwiebel

2-3 Champignons

Für 4 Personen – Teil von diesem Raclette Abend

Zubereitung:

Etwas Grünkohl in eine Pfanne geben und mit Zwiebelwürfeln, Champignonscheiben und Bratenresten belegen.

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Alles unter einer Scheibe Käse verstecken und so lange unter den Raclettegrill schieben, bis der gewünschte Schmelzgrad erreicht ist.

Viel Spaß beim Raclette!

Was sonst noch so auf dem Tisch stand:

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Weihnachtsreste – Grünkohl und gebratene Klöße

Weihnachtsreste – Grünkohl und gebratene Klöße

Weihnachtsessen zaubern ist immer mit einem gewissen Stressfaktor verbunden, auch wenn es natürlich positiver Stress ist. Da darf es danach auch mal mittags schnell gehen – hier in Form von aufgewärmten Grünkohlresten und gebratenem Knödel. Dazu die leckere Sauce vom Gänsebraten – da hinterlässt der Rest definitiv keine Reste…

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Zutaten für 2 Personen:

2 Klöße

200 ml Bratensauce

10 EL Grünkohl

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Zuerst kommt der Grünkohl in die Pfanne und wird erhitzt. Das geht ganz flott, in dieser Zeit schneide ich die Klöße in Scheiben. Die Hälfte der Pfanne frei schieben und die Knödelscheiben von beiden Seiten leicht anbraten. Der Kohl wird auf beide Teller verteilt und die Klöße mit der Sauce „abgelöscht“.

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Kurz köcheln lassen und zum Grünkohl auf den Teller verfrachten. Die Sauce verteilen…

… Fertig!

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