Käse-Bier Suppe mit Speckeinlage

Käse-Bier Suppe mit Speckeinlage

Wenn man Männer mit einer Suppe glücklich machen kann, dann ist es wohl eine Käse-Bier Suppe. Bereits der Name lässt die Herzen in der Regel höher schlagen und wenn die Suppe dann wie hier noch eine feine Speckeinlage hat, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Bessere Hälfte ist zwar eigentlich ein Suppen-Muffel, aber diese hier hat ihm geschmeckt. Viel braucht es für diese Suppe auch nicht, ein kräftiger Bergkäse und ein Fläschchen Helles stehen hier im Mittelpunkt. Bei mir gab es die Suppe in der „familienfreundlichen“ Variante mit einem alkoholfreien Hellen, wer darauf nicht achten muss kann natürlich ein ganz normales helles Bier nehmen. Und auch die vegetarische Variante lässt sich leicht anpassen, da wird dann einfach der Speck weg gelassen und die Fleischbrühe durch Gemüsebrühe ersetzt. So oder so eine tolle Suppe die ohne viel Aufwand gezaubert werden kann!

Käse-Bier Suppe mit Speckeinlage

Zutaten für 2-3 Personen:

180g Bergkäse

2 große Knoblauchzehen

300ml helles Bier, hier alkoholfrei

75g Butter

2 1/2 EL Mehl

400ml Rinderbrühe

500ml Milch

Salz & Pfeffer

1 Prise Muskat

75g Schlagsahne

1/2 Bund Schnittlauch

50g magere Speckwürfel

optional etwas Brot, z.B. Roggenbrot

Zubereitung:

Die Butter in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Den Knoblauch kurz darin anschwitzen, dann das Mehl dazu geben. Unter Rühren abwarten bis die Butter-Mehl Mischung gold-gelb wird, dann langsam und unter ständigem Rühren die Milch dazu geben. Als nächstes die Fleischbrühe in die Mehlschwitze einrühren. Dann den Käse in die Suppe reiben. Köcheln lassen bis der Käse vollständig aufgelöst ist.

Nebenbei in einer kleinen Pfanne ohne Fett den Speck sanft anbraten.

Käse-Bier Suppe mit Speckeinlage

Das Bier und die Schlagsahne in die Käse Suppe einrühren und alles mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken. Den Schnittlauch in feiner Röllchen schneiden und ganz am Ende in die Käse-Bier Suppe geben.

Käse-Bier Suppe mit Speckeinlage

Die Suppe auf tiefe Teller verteilen und in jeden Teller etwas gebratenen Speck als Einlage setzen. Wer möchte stellt dazu noch etwas Brot auf den Tisch – aus meiner Sicht passt hier ein kräftiges Sauerteigbrot wie dieses Roggenbrot deutlich besser als Weißbrot.

Eine leckere und unkomplizierte Suppe – lasst es euch schmecken!

Käse-Bier Suppe mit Speckeinlage

 




Toastbrot mit Hefeweizen

Toastbrot mit Hefeweizen

Bisher gab es hier auf dem Blog ein Toastbrot mit Weizenvollkornmehl, diesmal habe ich ein Toastbrot mit Hefeweizen für euch gebacken. Das ging wirklich ganz einfach: es gab keinen Vorteig und diesmal auch keine Vorzeit für den Hefe-Mix. Einfach geradezu abgewogen, geknetet, geruht, gefaltet, geruht und gebacken. Das Ergebnis ist ein super flauschi-fluffiges Toastbrot, ich glaube da habe ich den Dreh raus. Das Wasser habe ich hier komplett durch alkoholfreies Schöfferhofer Hefeweizen ersetzt und hatte damit das perfekte Sandwichbrot für meine Pulled Pork Sandwiches zur „Night in Orange„!

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Hauptteig:

410g Weizenmehl Typ 550, extra Backstark

270g alkoholfreies Hefeweizen, hier Schöfferhofer

10g frische Hefe

7g Salz

40g Schlagsahne

10g Zucker

50g Butter

Zubereitung:

Alle Zutaten außer der Butter in eine große Schüssel geben und 5 Minuten langsam und dann 10 Minuten schnell verkneten. Die klein gewürfelte, kalte Butter dazu geben und das Ganze weitere 10 Minuten auf schneller Stufe kneten. Er ist jetzt kaum noch klebrig und lässt sich gut von der Schüssel lösen.

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Den Teig 45 Minuten gehen lassen, einmal falten und weitere 45 Minuten gehen lassen.

Jetzt wird er aus der Schüssel gelöst und direkt in die gut ausgefettete Backform gehoben. Dabei ruhig ein bisschen in die Länge ziehen.

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Jetzt lasse ich ihn weitere 45 Minuten bei 40°C im Gärmodus von meinem Backofen gehen. Ihr könnt ihn aber alternativ auch mit etwas Wasser einpinseln und nochmal bei 40°C gehen lassen.

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Den Backofen auf 180°C stellen und das Toastbrot mit Schwaden 40 Minuten lang backen. Dann das Toast vorsichtig aus der Form stürzen und weitere 10 Minuten fertig backen.

Das Brot auf einem Gitter auskühlen lassen und in Scheiben geschnitten servieren. Ob ihr es dafür toastet oder nicht bleibt natürlich euch überlassen, es schmeckt auf jeden Fall in beiden Varianten.

Fertig ist euer Toastbrot mit Hefeweizen!

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Schöfferhofer Night In Orange

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Schöfferhofer Night In Orange – Kooperation

Mögt ihr Partys? Ich schon – ich lade gerne Gäste ein und zaubere ein paar Häppchen oder ein leckeres Menü. Deshalb musste ich auch nicht lange überlegen als ich gefragt wurde ob ich Lust hätte mit Schöfferhofer Hefeweizen eine Night in Orange zu feiern. Also habe ich ein paar Versuchskaninchen liebe Gäste eingeladen, die passende Deko geholt und mir einen Menüplan für meine orange Dinner-Party überlegt. Denn so ein Schöfferhofer Hefeweizen passt nicht nur zur Schweinshaxe und mit der alkoholfreien Version kann man auch ganz wunderbar kochen und backen.

Also habe ich bereits am Vortag das Pulled Pork zubereitet. Dabei bin ich so vorgegangen wie in diesem Rezept beschrieben und habe lediglich den Apfelsaft durch alkoholfreies Hefeweizen ersetzt. Außerdem habe ich für die offenen Pulled Pork Sandwichs ein Toastbrot gebacken und auch hier das Wasser durch alkoholfreies Schöfferhofer Hefeweizen ersetzt.

Für die Party selbst habe ich mich entschieden meine Gäste wie immer am Tresen zu begrüßen, während ich mich noch um die letzten Details kümmer.

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Dann gab es ein paar leckere Tapas Schnittchen mit Kürbiscreme, gebratenen Pilzen, einer kleinen Tomate und gerösteten Kürbiskernen und Kürbisspalten im Speckband. Für das ganze Menü habe ich drei meiner Hokkaido Kürbisse aus eigener Ernte verwendet.

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Rezept:

Die Kürbisspalten habe ich so ähnlich zubereitet wie für diese Tapas – einfach den Hokkaido in Spalten schneiden, in eine halbe Scheibe Bacon wickeln, mit Olivenöl einpinseln, mit Pfeffer und Salz würzen und ungefähr 20 Minuten (je nach Dicke eurer Spalten) bei 180°C in den Backofen schieben.

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Nachdem die ersten Häppchen verputzt waren sind wir an den Tisch umgezogen – ich hatte eine kleine Vorsuppe gezaubert und auch die sollte natürlich passend zum Thema in orange gehalten sein. Also gab es diese leckere Kürbis-Käse Suppe! Wir Mädels haben übrigens auch mit dem Bier ein bisschen experimentiert und es mit selbstgemachtem Orangensirup in ein Mädchenbier verwandelt – super lecker kann ich nur sagen…

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Nach einer kleinen Pause folgt der Hauptgang – ein offenes Pulled Pork Sandwich mit einem kleinen Gurkensalat. Das passt einfach wunderbar zu so einem Hefeweizen.

Rezept:

Dafür habe ich pro Portion eine Scheibe vom Hefeweizen Toastbrot angeröstet und das im Ofen wieder erwärmte Pulled Pork darauf platziert. Auf jedes Sandwich einen Esslöffel vom Pfirsich Curry Ketchup geben und auch hier ein paar geröstete Kürbiskerne drüber streuseln. Für den kleinen Salat die Gurke schälen, längst vierteln, entkernen, mit Pfeffer und Salz würzen und mit etwas (Sherry-)Essig und Öl anmachen.

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Bei so einem Menü darf natürlich das Dessert nicht fehlen und ich hatte endlich mal die Gelegenheit ein Kürbis Eis zu zaubern. Das stand schon ewig auf meiner to do Liste! Super lecker war das und dank einer feinen Zimtnote passt es perfekt für den Herbst oder auch in den Winter.

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Die anderen orangen Rezepte aus diesem Menü für meine Night In Orange folgen im Laufe der Woche – vielleicht findet ihr da ja auch schon die eine oder andere Inspiration für Halloween – denn da kann es ja schließlich nicht orange genug sein!

Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit Schöfferhofer entstanden – dies hat keinen Einfluss auf den Inhalt oder meine Meinung genommen.




Ein Braukurs im Brauhaus Südstern

Ein Braukurs im Brauhaus Südstern

Manchmal ist es nicht einfach ein Geschenk für Bessere Hälfte zu finden und so war ich mit mir selbst mehr als zufrieden, als mir kurz vor Weihnachten die Idee mit dem Braukurs kam. Ich habe lange recherchiert und bin von den meisten Varianten nicht so richtig begeistert gewesen. Das Prinzip im Brauhaus Südstern hat mir aber gut gefallen und auch der erste E-Mailkontakt war gleich super nett. Ich habe den großen Braukurs gebucht, da kann man das selbst gebraute Bier dann später auch verkosten. Das hat bei uns leider nicht geklappt, weil wir genau an unserem Verkostungswochenende am Chiemsee waren, aber wir durften uns dann einfach der nächsten anschließen und das hat auch Spaß gemacht. Aber von vorne – um 9:00Uhr ging es los.

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Jeder sucht sich einen Platz, es werden Zettel und Stifte verteilt, wer möchte bekommt einen Kaffee. Wir starten mit der Theorie zum Brauen, ein bissl Geschichte und ein Überblick was uns erwartet. Wir stimmem ab wie wir unser Bier haben wollen, Farbe Geschmack – wir haben die Wahl. Dann wird der Malz durch die Mühle gejagt, also geschrotet – und das von Hand. Die Stimmung ist gut, es werden verschiedene Zutaten zum Riechen und anfassen herum gereicht.

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Dann wird maischen wir. Dabei wird alles mit reichlich Theorie unterlegt, so versteht man auch was und warum man es macht. Alles Chemie – ich sag’s euch!

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Natürlich schreiben wir alles in unseren Sudbericht, wir wollen das schließlich später auch Zuhause probieren.

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Ab 11:00 gibt es das erste Bier – das ist ungewohnt früh, aber wenn es so im Programm steht wird das schon alles seine Richtigkeit haben. Zur Auswahl stehen ein helles und ein dunkles Bier. Ich mag das Helle besonders gerne.

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Die Jodprobe verläuft erfolgreich, also können wir läutern. Dabei wird der Sud sozusagen in seine festen und flüssigen Bestandteile getrennt. Der feste Anteil, der Treber, wird ausgewaschen und wir können uns anschließend dem Würzekochen zuwenden. Es wird demokratisch abgestimmt wie bitter unser Bier werden soll und entsprechend viel Hopfen dazu gegeben.

Zwischendurch werden wir gefüttert. Tomatensuppe und Braten sind lecker und eine gute Grundlage um über den Tag zu kommen.

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Die Ausschlagwürze wird gekühlt, dann geben wir die Hefe dazu. Zwischendurch wurde übrigens immer wieder fleißig gespindelt um die % Würze zu ermitteln.

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Wir besprechen was in den kommenden Wochen während der Gärung passiert. Dann ist es auch schon 15:00Uhr und der Kurs beendet.

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Wir hatten eine Menge Spaß, auch während der Verkostung beim nächsten Treffen. Da wurde nochmal die Theorie aufgefrischt und erweitert und natürlich – verkostet!

Wer so einen Braukurs auch mal mitmachen möchte – diesen hier können wir nur empfehlen.




Roggen Bierbrot aus dem Topf

Roggen Bierbrot aus dem Topf

Heute ist der 3. Tag des deutschen Brotes und auch wenn ich kein Bäcker bin – gutes Brot will gekonnt sein. Und das erkennt man eben doch daran, dass es mit guten Zutaten vor Ort hergestellt und gebacken wird. Aufbacken kann schließlich jeder. Also bleibt nur selber backen oder sich den Bäcker des Vertrauens suchen. Aber ich schweife ab – es gibt zwei Dinge die man hier in Deutschland ordentlich macht: Brot backen und Bier brauen. Also gibt es heute von mir ein kräftiges Roggen Bierbrot mit ein paar Sonnenblumenkernen drin. Für die krachende Kruste habe ich es im Topf gebacken. Das ist seit Neustem Bessere Hälfte’s absolute Lieblingsvariante!

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Zutaten:

350g Roggenvollkornmehl

150g Roggenmehl

200g Weizenmehl, Typ 550

150g Sonnenblumenkerne

80g Walnüsse

450ml Bier

10g Honig

10g Olivenöl

10g frische Hefe

15g Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten außer das Salz in die Küchenmaschine geben und 5 Minuten auf kleiner Stufe verkneten. Das Salz zufügen und den Teig weitere 10 Minuten auf höherer Stufe zu einem glatten, nicht mehr klebrigen Teig verarbeiten.

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2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, nach einer Stunde einmal falten. Dann für 8-12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche rund formen und im Gärkörbchen für eine Stunde auf Raumtemperatur kommen lassen. In dieser Zeit den Topf im Ofen auf 250°C vorheizen.

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Den Topf vorsichtig aus dem Ofen holen und auf einer Korkplatte oder einem Holzbrettchen abstellen. Das Brot hinein kippen und je nach Lust und Laune über Kreuz oder anders gut 1cm tief einschneiden.

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Deckel drauf, in den Ofen schieben und 45 Minuten lang backen.

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Das Brot auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

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Passt besonders gut zu herzhaften Belägen wie Schinken und Käse.

Auf das Brot!

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Schwarzbier Gulasch

Schwarzbier Gulasch

Es wird immer so viel geschwärmt wenn es darum geht mit Schwarzbier zu kochen. Als meine Eltern dann vom Schwarzbier Gulasch berichtet haben ist das auch endlich auf meine to cook Liste gewandert. Leckeres Rindergulasch, Champignons und eine Flasche Schwarzbier – viel mehr braucht es auch gar nicht. Ich muss allerdings zugeben, dass die Aromen vom Bier ruhig etwas intensiver hätten sein dürfen. Beim nächsten Mal werde ich vielleicht zwei Flaschen Bier nehmen und die Flüssigkeit am Ende stärker einreduzieren.  Aber auch so war es ein leckeres Abendessen!

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Zutaten für 2-3 Personen:

500g Rindergulasch

1 EL Tomatenmark

200g Champignons

2 kleine Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 (oder 2) Flasche(n) Schwarzbier, hier schwarzer Bock

1 kleine rote Chili

Pfeffer & Salz

2 Zweige Rosmarin

1 Prise gemahlene Nelken

etwas Petersilie

200g Spätzle

2 EL Butter (1EL für das Fleisch, 1 EL für die Spätzle)

Zubereitung:

Das Fleisch trocken tupfen und mit etwas Butter in einem großen Topf rundherum anbraten. Die klein gewürfelten Zwiebeln und den fein gehackten Knoblauch dazu geben und beides glasig anschwitzen. Das Tomatenmark zufügen und kurz mit anrösten. Die längst aufgeschnittene Chili mit in den Topf geben und alles mit dem Schwarzbier ablöschen.

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Mit etwas Pfeffer und Salz würzen und 90 Minuten bei gelegentlichem Rühren köcheln lassen.

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Den Rosmarin klein hacken und dazu geben. Die Pilze in dünne Scheiben schneiden und unter das Gulasch rühren.

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Mit Pfeffer, Salz und einer Prise gemahlener Nelken abschmecken. Die Spätzle in Salzwasser nach Packungsanweisung gar kochen. Abgießen und mit etwas Butter zurück in den Topf geben.

Die Butter-Spätzle mit dem Gulasch auf tiefen Tellern anrichten und mit etwas fein gehackter Petersilie bestreuseln.

Guten Appetit!

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Krustenbraten in Bier mit gebackenen Tomaten

Krustenbraten in Bier mit gebackenen Tomaten

Krustenbraten mag ich gerne – wenn die Schwarte so richtig knuspert und kracht! Da die blonden Riesen Silvester noch ein einzelnes, einsames, alkoholfreies Bier zurück gelassen haben wurde es kurzerhand eingesetzt um den Braten zu schmoren. Als Beilage gab es Klöße und gebackene Tomaten. Die Tomaten haben den Braten aromatisch etwas leichter gemacht.

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Zutaten für 4 Personen:

Schweinekrustenbraten (700g)

Salz

2 TL Kümmel

1 große Zwiebel

1 Apfel

1 Bier (hier alkoholfrei)

500g Cocktailstrauchtomaten

etwas Olivenöl

Pfeffer

etwas Petersilie

6-8 Kartoffelklöße

Zubereitung:

Ich heize den Backofen auf 200°C vor und schneide die Schwarte rautenförmig ein. Dann reibe ich sie mit Salz und Kümmel ein. Der Kümmel soll dabei komplett zwischen den Schwarteninseln verschwinden. Alles was auf der Schwarte bleibt wird verbrennen und das Ganze bitter machen.

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Die Zwiebel in dicke Ringe schneiden und den Apfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen.

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Fleisch, Zwiebeln, Apfel und Bier in den Bräter geben und in den Ofen schieben. Nach 15 Minuten reduziere ich die Hitze auf 180°C. Da sieht der Braten so aus wie auf dem nächsten Foto. Insgesamt darf er 90 Minuten im Ofen bleiben.

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Ich übergieße die Kruste ein paar Mal mit dem Bier-Bratensaft. Aufpassen, dass keine Zwiebel auf der Schwarte liegen bleibt. Nach 80 Minuten lege ich die Tomaten auf etwas Alufolie in den Ofen. Mit Pfeffer und Salz würzen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

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Die Klöße in kaltes Wasser legen, zum kochen bringen und 15 Minuten köcheln lassen. Den Braten aus dem Ofen holen…

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… und die Schwarte mit einem langen Messer vom Fleisch lösen. Die Schwarte wandert auf einem Stück Alufolie zurück zu den Tomaten wo die Hitze auf 230°C gestellt wird. Jetzt macht es plopp, plopp, plopp. Die Sauce mit Pfeffer würzen.

Den Braten in dünne Scheiben schneiden – da er nicht die starke Hitze abbekommt bleibt er schön zart.

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Die Scheiben lasse ich kurz im Bräter im Bier-Fleischsaft ziehen.

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Die Tomaten aus dem Ofen holen…

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… und zusammen mit den fertigen Klößen auf die Teller verteilen. Etwas Fleisch dazu geben und das Ganze mit etwas Sauce übergießen.

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Die Schwarte in Stücken schneiden und über den aufgeschnittenen Klößen und dem Fleisch verteilen. Noch etwas frische, fein gehackte Petersilie dazu geben.

Guten Appetit!

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Beer But Chicken – in 2 Varianten

Beer But Chicken – in 2 Varianten

Eins der beliebtesten Rezepte für Hähnchen vom Grill ist derzeit das Beer But Chicken. Genau gesagt – ein auf einer Bierdose sitzendes Hähnchen das außen würzig mariniert ist und durch den Bierdampf und die Ofen oder Grillhitze gegart wird. Je nachdem welche Quelle man zu Rat zieht wird einem entweder das Hähnchen aus dem Ofen oder vom Grill empfohlen. Ich habe jetzt beides probiert und möchte euch hier am Rezept und dem Pro und Kontra beider Methoden teilhaben lassen.

Als Beilage eignet sich in beiden Fällen gut: ein bunter grüner Salat, Curry Nudelsalat, Folienkartoffeln mit Rosmarin und Kräuterbutter.

Zutaten – 1 Hähnchen pro 2 Personen:

1 Hähnchen, mind. 1,2 kg (besser 1,5 kg)

1 Dose Bier (0,5 L)

1 TL Kreuzkümmelsamen

1 TL Fenchelsamen

1 EL Paprikapulver

1 kleine, getrocknete Chilischote

1/2 EL brauner Zucker

Salz & Pfeffer

5 EL Olivenöl

Zubereitung:

Der Ofen muss auf 180°C vorgeheizt werden. Der Grill sollte in Bereitschaft gebracht werden.

Zuerst werden Fenchel- und Kreuzkümmelsamen gemeinsam im Mörser zerstoßen. Beide kommen in ein kleines Schüsselchen und werden mit Paprikapulver, Zucker und Pfeffer gemischt. Dann zerstoße ich die Chili zusammen mit dem Meersalz. Beides kommt zu den restlichen Gewürzen in die Schüssel. Mit Olivenöl zu einer Würzpaste vermischen. Mit dieser Paste wird jetzt das Hähnchen eingerieben. Dann muss das Hähnchen aud die Dose. Wer sich für die Zubereitung im Ofen entscheidet sollte knapp 1/3 der Dose leeren, für die Zubereitung auf dem Grill ist das nicht nötig. Je größer das Hähnchen ist, desto einfacher bekommt man es auf die Dose. Kleiner Tip: wenn es garnicht will einmal beherzt drauf drücken. Dabei brechen die Rippen von der Wirbelsäule ab und das Ganze wird etwas flexibler. Die Dose sollte zu 2/3 im Hähnchen verschwinden. Welches Bier man nimmt ist übrigens absolut egal. Für die Zubereitung im Ofen habe ich eine Dose Berliner Pilsner gekauft, für die Zubereitung auf dem Grill wurde das absolut garnicht leckere Bier genommen das palettenweise mit aufs Festival geschleppt wurde und das ebenfalls palettenweise wieder mit nach Hause geschleppt wurde. Gut, dass ich mein Carlsberg hatte 😉 Aber wieder zurück zum Thema – erstes Pro und Kontra.

Ofen:

Pro – Im Ofen hat man eine gerade Bodenfläche auf der das Hähnchen gut steht. Ich stelle es hier in eine kleine Form damit mir das Fett nicht den ganzen Backofen einsaut.

Kontra – die Höhe ist extrem knapp. Obwohl das Hähnchen direkt auf dem Boden steht ist kaum Abstand zu den Heizstäben. Beim nächsten Mal nehme ich außerdem eine Metallform, das Porzellanschälchen ist mir hier nämlich am Ende beim rausholen gesprungen. Das war wohl zu heiß.

Grill:

Pro – bei einem 50cm Ø großen Kugelgrill haben ohne Probleme 3 Hähnchen ausreichend Platz wenn die Bierdosen auf dem Grill für die Kohle stehen und die Kohle direkt unten im Grill liegt.

Kontra – auch ein ( wie in diesem Fall ) sehr gutes Grillrost bietet nicht die gleiche Stabilität wie der Boden im Ofen. Hier war es gut, dass wir 3 Hähnchen hatten, die konnten sich so gegenseitig stützen.

Weiter geht es also. Das Backofen-Hähnchen bleibt insgesamt 90 Minuten im Ofen und wird ab und an mit dem Fleischsaft / Fett übergossen das sich unten in der Porzellanschale sammelt. Die Grill-Hähnchen werden mit einer starken Rauchentwicklung konfrontiert da das Fett in die Kohlen tropft und dort munter fröhlich vor sich hin brennt. Das wird jedoch beherzt mit etwas Bier abgelöscht. Die Hähnchen brauchen hier aber nur 60 Minuten. Am Ende legen wir noch zusätzliche Keulen und Kartoffeln mit in den Grill.

Ofen:

Pro – das Hähnchen bekommt eine wunderbar knusprige Haut.

Kontra – es braucht ein wenig länger als die Grillvariante

Grill:

Pro – kurze Garzeit

Kontra – eher geräuchert und somit optisch nicht ganz so ansprechend wie die Ofenvariante

Am Ende sieht das Ofen-Hähnchen extrem lecker aus – es sitzt mit vor Stolz (oder Bierdampf) geschwellter Brust auf seiner Dose. So nehme ich es raus, halbiere es und richte es zusammen mit dem Salat an.

Das Grill-Hähnchen hat wie gesagt eine eher geräucherte Haut, zerfällt aber fast von selbst als wir es von der Dose heben. Das Fleisch ist extrem zart geworden und so werden die Hähnchenteile in Schüsseln angerichtet und auf den Tisch gestellt damit jeder zugreifen kann.


Mein persönliches Fazit:

Ofen – Pro ganz klar das Äußere und die Haut. Knusprig und glod-braun, genau so wie man sich das vorstellt. Die Konsistenz ist hier etwas zarter als das typischen Brathähnchen aus dem Ofen. Das kommt durch den Bierdampf. Kontra – bei den meisten Öfen wird es aber wohl schwer mehr als 2 Hähnchen vernünftig unterzustellen.

Grill – Pro ganz klar die unglaublich zarte Konsistenz vom Fleisch. Es geht auch etwas schneller und auf einem ausreichend großen Grill kann man ohne Probleme eine Gruppe von knapp 10 Personen verköstigen ohne ins Schwitzen zu kommen. Kontra ist leider die gräulich-verrauchte Haut die auch weniger knusprig ist als bei dem Ofen-Hähnchen und die anfänglichen Schwierigkeiten die Hähnchen so gegeneinander abzustützen das keins umfällt.

Trotzdem sind beide Varianten sehr lecker und ohne weiteres zu empfehlen. Man sollte aber nie auf die Idee kommen aus dem Dosenbier eine Sauce zu zaubern. Auch wenn dort Fett und Bratensaft hinein getropft sind – der Geschmack ist absolut grauenvoll. Bitter und metalisch.

Probiert aus was euch besser schmeckt – ich hoffe ich habe euch ein bissl bei der entscheidungsfindung geholfen!

In diesem Sinn – Guten Appetit




Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

Brotkränze sind ideal für Partys und Buffets, aber auch als hübsches Mitbringsel zur Einweihung oder als Beilage zum Grillen – hier habe ich eine Variante des Bier-Brots „probegebacken“. Mit frischem Rosmarin, einem Fläschchen Carlsberg und einem körnigen Topping. Dafür habe ich in der Vergangenheit mittlerweile so ziemlich alles genutzt, von Sesam über Sonnenblumenkerne – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Brötchen sind ganz einfach gemacht und wirklich lecker!

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

Zutaten für einen Kranz mit 7-8 Brötchen:

500g Mehl, Typ 550

1/2 Hefewürfel (21g)

350 ml Bier (mit oder ohne Alkohol)

7g Salz

6-7 Zweige frischer Rosmarin

3 TL weißer Sesam und schwarzer Sesam / Sonneblumenkerne / Kürbiskerne o.ä.

Zubereitung:

Die Rosmarinnadeln von den Zweigen streifen und ganz, ganz fein hacken. Den halben Hefewürfel im Bier lösen und in eine Schüssel zum Mehl gegeben. Dazu kommen der fein gehackte Rosmarin und das Salz. Alle Zutaten 3 Minuten auf kleiner Stufe und 5 Minuten auf mittlerer Stufe in der Küchenmaschine verkneten bis ein klebriger, gleichmäßiger Teig entsteht.

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

Den Teig abgedeckt 35-45 Minuten gehen lassen.

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einer langen Rolle falten und rollen. Mit einem scharfen Messer in 7-8 Stücke schneiden.

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

Aus jedem dieser Teigstücken ein kleines Brötchen formen. Die Brötchen auf ein Backblech oder in eine Panpizza-Form* legen, sie sollten leichten Kontakt zum Nachbarteigling haben.

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

Die Brötchen mit etwas Milch bepinseln und mit den Körnern oder Saaten bestreuseln. Den Teig weiter 30 Minuten gehen lassen.

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

In dieser Zeit wird der Ofen auf 180°C im Brotbackmodus vorgeheizt (Alternativ Umluft mit Schwaden). Den Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarinbrötchen für 25-30 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben.

Ab und an per Sichtkontrolle den Bräunungsgrad überprüfen.

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

Die Partybrötchen aus dem Ofen holen, etwas abkühlen lassen und frisch servieren. Sie schmecken wunderbar wie hier mit Serranoschinken, Salami und Chorizo. Ich habe als Experiment auch süßen Käse (Machelle Tropic) probiert, das hat aber nicht so gut gepasst.

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

In diesem Sinn – viel Spaß beim Brötchenbacken!

Party-Brotkranz mit Bier-Rosmarin Brötchen

Diese Brötchen sind dabei beim 5. Geburtstag des Breadbakingday!

Bread Baking Day # 51 - Bread with beer for 5th anniversary / Brot mit Bier zum 5. Geburtstag! (last day of submission/Abgabeschluss July 1st, 2012)