Grün, grün, grün sind alle meine Speisen…

Grün, grün, grün sind alle meine Speisen…

Eigentlich wollte ich euch heute noch ein letztes grünes Rezept für meine grüne Woche hier auf dem Blog zeigen – Kabeljau mit grünen Oliven und getrockneten Tomaten in der Tapas Variante. Leider ist das Ergebnis nicht annähernd so grün geworden wie ich mir das dachte und da ich kein Backup Rezept habe dachte ich mir ein kleiner Rückblick auf die grünsten Rezepte des letzten Jahres wäre eine schöne Alternative. 

Fangen wir also im Januar an – ein cremiger Banane-Avocado Smoothie hat im Januar den Anfang gemacht:

Cremiger Banane-Avocado Smoothie mit Mango

Im Februar ist mir der Kabeljau mit Kräuterseitlingen und Polenta mit seinem grünen Topping aus Salicorne sofort ins Auge gestochen:

Kabeljau mit Kräuterseitlingen und Polenta

Im März wurde es cremig mit diesem Auberginen Dip der vom Koriander so schön grün wird:

Scharfer Auberginen-Joghurt Dip

Für den April habe ich mir diesen Brokkolikuchen mit Quark-Öl Teig ausgesucht:

Herzhafter Brokkolikuchen mit Quark-Öl Teig

Im Mai war mir scheinbar nicht so nach grün, dafür ist es im Juni mit einer zitronigen Spinat-Pasta weitergegangen:

Linguine con olio mit Spinat und Zitrone

Doppelt hält besser – im Juli gab es diesen super frischen und cremigen Salat mit Avocado und Garnelen von Jamie Oliver

Jamie Olivers Garnelen-Avocado Salat

… und ein paar leckere Steak-Pimentos Spieße als unkomplizierte Tapas:

Tapas - Steak-Pimentos Spieße

Aber vielleicht gefällt euch die Augustvariante mit Chorizo und Pimentos ja besser?

Tapas - Chorizo-Pimentos Spieße

Halloween und gift-grüne Rezepte gehören doch irgendwie zusammen – bei mir in diesem Jahr mit leckeren Apfel-Amerikanern:

Apfel Amerikaner mit Halloween Deko Idee

Und nicht zu vergessen meine Rezepte der aktuellen grünen Woche hier auf dem Blog – der grüne Knoblauch-Joghurt Dip, der Balsamico Rosenkohl mit Speck und Cashewkernen, meine überbackenen Brote mit Hähnchen und Brokkoli

grün sind alle meine speisen

… der super saftige Avocado-Zitronen Kuchen und zu guter Letzt die Rosenkohl-Wraps mit Kochschinken.

grün sind alle meine speisen

Ich hoffe ich habe euch mit grünen Rezepten gut versorgt und freue mich schon darauf diese Aktion im nächsten Jahr fortzusetzen.

Was sind eure liebsten grünen Rezepte?




Jahresrückblick 2017

Jahresrückblick 2017

Traditionell schaffe ich es ja nicht meinen Jahresrückblick zum 1.1. oder gar 31.12. auf dem Blog zu haben. Der 2.1. oder 3.1., ja das ist realistisch. Vielleicht ist das bei mir so wie bei anderen mit Weihnachten – überraschend steht es plötzlich vor der Tür und man ist irgendwie noch überhaupt nicht darauf vorbereitet. Und auch auf die Gefahr hin mich hier zu wiederholen, aber es ist unglaublich wie schnell so ein Jahr verfliegt! Die ersten elf Monate war ich ja in Elternzeit und gefühlt sind die Wochen mit Montag-Freitag-Wochenende dahin gerast. Montag, Freitag, Montag, Freitag… und schwups war das Jahr um. Dabei bin ich auch 2017 nicht mehr in meinen täglichen Blog Rhythmus zurück gekommen. Nicht unbedingt weil Der kleine Mann mich vom bloggen abhalten würde – ich blogge abends vor dem Fernseher und da schläft er natürlich schon… eher weil ich viele, viele alte Rezepte überarbeitet und mit neuen Fotos bestückt habe. Ich würde jetzt gerne sagen, dass sich meine to-do Liste leert, aber irgendwie gibt es noch einige Rezepte die sich über ein Update freuen würden. Mit den to-do’s ist das eh so eine Sache – da ich ja erst nach gut 4 Jahren bloggen so richtig begriffen habe wie wichtig Suchmaschinenoptimierung ist habe ich im letzten Jahr allen Fotos auf diesem Blog alt-attribute verliehen und mein Projekt „Überschriften, Suchwort, Beschreibung“ zum Ende gebracht. Nach aktuellem Stand habe ich also am 31.12.2017 unglaubliche 2004 Beiträge auf diesem Blog und noch eine lange Liste mit Dingen die ich demnächst mal kochen oder backen und anschließend mit euch teilen will. Ich denke das ist ein gutes Zeichen, das Bloggen bereitet mir nach wie vor Freude – also wird es hier auch 2018 munter fröhlich weiter gehen.

Habt ihr für dieses Jahr gute Vorsätze? Ich halte da ja eigentlich immer nicht viel von, aber bei mir sollen ein paar Pfunde purzeln – ich hoffe das geht jetzt leichter wo ich wieder im Büro bin und die Versuchung an die Schoki-Vorräte zu gehen nicht mehr rund um die Uhr besteht. Rund 12kg sind zu schaffen um wieder auf den Stand vor der Schwangerschaft zu kommen, 15kg um mein Wohlfühlgewicht zu erreichen und knapp 20kg ist die Differenz zum Sommer 2015 als ich im Brautkleid so ziemlich meine Traumfigur hatte. Ich überlege noch ob ich euch hier auf dem Laufenden halte… aber interessiert das überhaupt jemanden? Keine Sorge, trotzdem wird es hier jetzt nicht nur noch Diätfutter geben! Oh Gott und ich habe selten so lange überlegt ob ich hier ein Foto poste oder nicht, aber was soll’s – vielleicht bekommt mir ein bisschen Druck ganz gut… das bin ich also links 2015 in den Flitterwochen und rechts im November 2017 auf Gran Canaria.

Jahresrückblick - 14

So, ich glaube jetzt habe ich mich genug ausgejammert – die Ziele für 2018 kennen wir jetzt, Zeit endlich den Rückblick auf 2017 zu starten.

Januar

Wenn ich zurück in den Januar blicke lachen mich sofort bunte Smoothies…

Jahresrückblick 2017

… und Gugelhupfe an.

Jahresrückblick 2017

2016 hatte ich eine kleine Serie zur grünen Woche gestartet und irgendwie finde ich es jetzt rückblickend fast schade, dass ich das im letzten Jahr nicht gemacht habe. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Mal wieder.

Hier geht es zu den Januar Rezepten

Februar

Im Februar habe ich mich quer durch die Kochbücher Simple von Diana Henry und Querfeldein von Frank Buchholz gekocht. Beide Kochbücher hatte ich in diesem Jahr wirklich oft in der Hand weil sie voll mit tollen Rezepten sind.

Jahresrückblick 2017

Außerdem habe ich das Balsamico Ofengemüse für mich entdeckt – wenn ihr es noch nicht kennt solltet ihr das unbedingt mal probieren, es macht sich im Ofen fast von alleine und ist wirklich super lecker!

Jahresrückblick 2017

Hier geht es zu den Februar Rezepten

März

Ich muss lachen – Anfang des Jahres habe ich wirklich viele Smoothies gemacht. Mit einem kleinen Baby war das auch wirklich super, schnell gemacht und sättigend.

Jahresrückblick 2017

Fünf verschiedene Rezepte haben deshalb im März ihren Weg auf meinen Blog gefunden.

Jahresrückblick 2017

Außerdem habe ich es endlich geschafft zwei Basiszutaten zu machen die schon lange einen Platz auf dem Blog verdient hatten – mein Brotgewürz und die Salzzitronen.

Jahresrückblick 2017

Hier geht es zu den März Rezepten.

April

Und falls ich mich gefragt hätte warum die Babypfunde einfach nicht purzeln wollen – im April habe ich fleißig gebacken. Kuchen, Gugelhupf, Muffins…

Jahresrückblick 2017

… und auch die Käse-Bier Suppe und mein Grießbrei waren nicht so ganz förderlich für die schlanke Linie. Dafür aber pures Soulfood!

Jahresrückblick 2017

Hier geht es zu den April Rezepten.

Mai

Im Mai gab es den zweiten Garteneinblick für dieses Jahr – tatsächlich habe ich im Garten dieses Jahr weniger geschafft als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich mehr, mein Highlight war mein neues Hochbeet.

Garteneinblick 2017 - Anfang Mai

Ansonsten war diese Gnocchi Pfanne mit Hackfleisch, Süßkartoffeln und Ziegenfrischkäse mein persönliches Lieblingsgericht.

Gnocchi mit Hackfleisch, Süßkartoffel und Ziegenfrischkäse

Hier geht es zu den Mai Rezepten.

Juni

Im Juni haben wir fleißig gegrillt – eigentlich ein Wunder bei diesem Wetter. Ansonsten war tatsächlich nicht sonderlich viel los hier auf dem Blog.

Jahresrückblick 2017

Hier geht es zu den Juni Rezepten.

Juli

Im Juni hat unser Kühlschrank den Geist aufgegeben und meine gesammelten Tiefkühlschätze haben sich verabschiedet. Dafür war er anschließend ordentlich aufgeräumt… man muss es wohl positiv sehen.

was macht man wenn der kühlschrank defekt ist

Außerdem gab es eine ganze Menge Salat – schön bunt, oder?

Jahresrückblick 2017

Hier geht es zu den Juli Rezepten.

August

Ich glaube mein persönliches Augusthighlight war das Pulled Beef im Ropa Vieja Style

Pulled Beef im Ropa Vieja Style

… und das erste Brot das ich für den kleinen Mann gebacken habe.

Brot für Babys selber backen - ohne Salz und Zucker

Hier geht es zu den August Rezepten.

September

Im September sind die Schlagworte Einhornpasta

Einhorn-Pasta mit roter Bete

mein Kartoffelsalat nach Familienrezept…

Berliner Kartoffelsalat - ein Familienrezept - Rewe Regional

… und ein paar neue Tapas – kennt ihr eigentlich schon mein Tapas-Bord auf Pinterest?

Tapas - Kabeljau in gebackener Tomatensauce (5)

Hier geht es zu den September Rezepten.

Oktober

Im Oktober gab es gleich drei Rezepte für die kleinen Esser – Gemüsedonuts, Gemüsepancakes und selbst gemachte Leberwurst.

Jahresrückblick 2017

Außerdem habe ich mich mal wieder auf Halloween vorbereitet – ich liebe Halloween einfach!

Jahresrückblick 2017

Hier geht es zu den Oktober Rezepten.

November

Im November habe ich das erste Mal ein Nacho Raclette gemacht – eine ziemlich coole Sache und definitiv nicht nur ein Fall für Weihnachten oder Silvester!

Nacho Raclette

Aber auch die süße Variante ist nicht zu kurz gekommen!

Süßes Raclette zum Dessert

Hier geht es zu den November Rezepten.

Dezember

Der Dezember ist gerade erst vorbei – besonders fleißig war ich nicht auf dem Blog, dafür habe ich umso mehr gebacken…

Jahresrückblick 2017

… geschmückt, kleine Geschenke aus der Küche gezaubert. Natürlich durfte zum Ausklang des Jahres auch ein feiner kleiner Drink nicht fehlen!

Jahresrückblick 2017

Ich habe mir zum Abschluss des Jahres auch selbst noch ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht und mir ein neues Notebook geholt – ein Traum sage ich euch, endlich kann ich ohne lange Ladezeiten meine Bilder bearbeiten! Ich bin hin und weg…

Hier geht es zu den Dezember Rezepten.

Ich hoffe ihr hattet Spaß daran mit mir auf ein buntes Jahr 2017 zurück zu schauen – ich freue mich schon darauf was das nächste Jahr alles so bringt. In diesem Sinne leicht verspätet:

Frohes neues Jahr!




Rezension – Homemade Happiness von Chelsea Winter

Rezension – Homemade Happiness von Chelsea Winter

Unter Homemade Happiness versteht sicher jeder etwas anderes. Aber ich denke ich bin nicht alleine, wenn die Rezepte aus Chelsea Winters neuem Kochbuch „Homemade Happiness*“, das im September 2017 im ars vivendi Verlag** erschienen ist, für mich genau das auf den Teller bringen. Chelsea zählt keine Kalorien – ihr Motto ist „Stresst euch nicht. Habt Spaß am Leben!“, sie kocht gerne für viele, viele Personen und teilt ihre Rezepte auf ihrem neuseeländischen Blog mit ihren unzähligen Followern. Homemade Happiness ist das dritte ihrer mittlerweile vier erschienenen Kochbücher und steht seit rund vier Wochen in meinem Kochbuchregal. Mittlerweile habe ich schon einige Rezepte daraus gezaubert und kann euch nur sagen: ich bin hin und weg!Chelsea verbindet in ihrem Buch das Beste aus guten Rezepten mit dem Erzählstil einer Bloggerin die von ganzem Herzen dabei ist. Jedes Rezept hat eine Einleitung die einen einfach mit in ihre Welt nimmt, mal zum Schmunzeln, mal mit tollen Tipps. Und von denen gibt es einige im Buch, egal ob es um passende Beilagen geht, andere Zubereitungsarten oder einfach saisonale Varianten. Kein Rezept steht einfach nur so da, jedes kommt mit einer kleinen Geschichte daher!

Aber bevor ich jetzt ins Detail gehe gibt es erst einmal die harten Fakten: Chelsea Winter - Homemade Happiness

Taschenbuch: 240 Seiten

Verlag: ars vivendi verlag GmbH & Co. KG (26. September 2017)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3869138858

ISBN-13: 978-3869138855

Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 2,5 x 24,9 cm

Das Buch ist in sechs Kapitel unterteilt, den Anfang machen „leichtere Mahlzeiten“ wie indisches Hähnchen oder Muscheln mit Prosciutto-Streuseln vom Grill, ein paar tolle Suppen und Sandwichs, Samosas oder die Lieblingspizza von ihrem Mann. Ich war überrascht, dass Bessere Hälfte einen Post-it an die cremige Suppe mit Kürbis, Süßkartoffel und Karotte geklebt hat, aber das habe ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen und so wurde die Suppe direkt getestet. Dazu muss ich sagen, dass ich statt dem Speisekürbis ein Stück Muskatkürbis verwendet habe und die Suppe deshalb ein wenig dünner geworden ist, aber abgesehen davon war sie super lecker.

Chelsea Winter - Homemade Happiness

Kapitel Nummer zwei ist „Dinner Time“. Hähnchen in Sesamsauce oder Chelsea Fried Chicken treffen auf Hähnchenschenkel italienischer Art oder Lasagne mit Hähnchen und Kürbis. An den Hähnchenschenkeln italienischer Art konnte ich nicht vorbeilesen und musste sie unbedingt ausprobieren. Sehr lecker…

Chelsea Winter - Homemade Happiness

… aber mein ultimativer Favorit sind die fantastischen schwedischen Fleischklöße. Die waren so unglaublich gut, das glaubt man nur wenn man sie selbst probiert hat!

Chelsea Winter - Homemade Happiness

Ein Massaman Curry mit Rindfleisch findet genau so seinen Platz wie ein Lamm-Moussaka, Gnocchi mit Tomatensauce oder Fisch mit Zucchininudeln, Süßkartoffelpüree und Olivenölstreuseln.

Und dachte man die schwedischen Hackbällchen wären nicht mehr zu toppen… nein, die sind nicht zu toppen… aber die Pasta mit Hähnchen in cremiger Sauce kommt verdammt dicht ran!

Chelsea Winter - Homemade Happiness

Gefühlt „Mitten im Buch“ kommen als drittes Kapitel die köstlichen Desserts. Hier stehen die Schokoladentorte ohne Mehl genau so auf meiner to-do Liste wie der würzige Pumpkin Pie oder der Bread and Butter Pudding mit Honig und Aprikosen. Und wenn ich Bananasplit mit Karamellsauce oder Kokosmilchreis lese, dann muss man mich natürlich auch nicht lange bitten – das könnte ich beides sofort verputzen!

Doppelt hält besser, also gibt es gleich noch ein zweites süßes Kapitel. Backen und Süßes – von den besten Chocolate Chips Cookies über Blaubeer-Muffins mit Zitrone und Honig bis zu Cupcakes, Ginger Kisses oder einem Chai Masala mit hausgemachter Gewürzmischung ist alles dabei.

Kapitel fünf widmet sich den kleinen Genießern – Lunchbox & Snacks für Kids. Von Lunchbox Wraps über Parmesan-Hähnchen-Happen, Roll-Ups aus echtem Obst oder knusprigen Müsliriegeln ist alles dabei. Gut, das Sushi hat mich in diesem Kapitel etwas überrascht, aber vielleicht liegt das an mir. Der Schokonanen-Smoothie wäre auf jeden Fall genau mein Ding!

Im letzten Kapitel geht es um Knabbereien und Beilagen – mexikanische Dips, Räucherlachscreme oder Knobluchbrot? Hier bleiben keine Fragen offen. Viele der Beilagen passen zu den anderen Rezepten im Buch und werden an der einen oder anderen Stelle empfohlen. Der Rote-Bete-Salat mit Cashewkernen und Feta lacht mich jedenfalls genau so an wie der Kartoffelsalat deluxe.

Ihr seht schon – eine große, bunte und vielseitige Rezeptsammlung bei der man überhaupt nicht weiß wo man mit dem Nachkochen anfangen soll.

Ich hatte auf jeden Fall jetzt schon super viel Spaß mit dem Buch und werde noch viele, viele der geklebten Post-its abarbeiten!

** Das Buch “Homemade Happiness” wurde mir freundlicherweise vom ars vivendi Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.

 




Rezension – Avec Amour – Rezepte zum Verlieben von Lea Linster

Rezension – Avec Amour – Rezepte zum Verlieben von Lea Linster

Was sind für euch Rezepte zum Verlieben? Ist es das elegante, französische Menü oder eher so richtiges Soulfood das man zu zweit gemütlich genießt während es draußen kalt und grau ist? Oder ein kleiner Snack auf der Couch? Ich glaube es gibt für jede Situation etwas Passendes und gerade in einer langen Beziehung weiß man doch irgendwann womit man dem Anderen eine Freude machen kann. Und genau so verschieden wie die Anlässe und die Genießer sind, genau so unterschiedlich sind auch die Rezepte im neuen Kochbuch Avec Amour – Rezepte zum Verlieben* von Lea Linster das gerade im ars vivendi Verlag** erschienen ist. So empfiehlt Lea Linster den frisch verliebten eher leichte Gerichte und den lang vermählten ruhig die etwas deftigere Küche mit der einen oder anderen Flasche Wein. Gespickt ist das Kochbuch mit Cartoons von Peter Gaymann, mal charmant und mal mit einer guten Prise fiesem Humor.  Aber bevor wir zu den Rezepten kommen hier die harten Fakten:

Gebundene Ausgabe: 184 Seiten Lea Linster - Avec Amour

Verlag: ars vivendi Verlag GmbH & Co. KG (29. August 2017)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3869138440

ISBN-13: 978-3869138442

Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 2,2 x 27,7 cm

Zum Buch:

Zum Start gibt es herzhafte Vorspeisen – Aufstriche wie einen Oliven- oder Zucchini-Parmesan Aufstrich, Muscheln in Safran-Sahne Sauce, frittierte Chips und diese Parmesansablés die wirklich unbedingt mit etwas Schinken und Brot auf dem Tisch stehen sollten.

Parmesansablés - Lea Linster - Avec Amour

Und manchmal darf man auch ein bisschen in sich selbst verliebt sein, oder? Deshalb werde ich mir in den nächsten Tagen unbedingt mit dem Rote-Bete Salat mit Gurke eine kleine Freude machen.

Natürlich darf auch das obligatorische Süppchen nicht fehlen und so hat man die Qual der Wahl zwischen eine Bouillon mit Edelfisch und einem Selleriecremesüppchen, bevor es mit einer Tartefine mit Shitake und Zwiebelconfit oder einem Duo von Jakobsmuscheln und roter Bete weiter geht.

Wer es elegant mag zaubert die Austern in Gelee, wer klassisch unterwegs ist hat sicher Freude am Rindercarpaccio. Ich kenne meinen Mann ja nun schon ein paar Tage und zauber uns der Rindertartar. Na klar, Tartar ist keine große Neuerfindung… aber ihr müsst diese Mayonnaise probieren!

Rindertartar nach Lea Linster - Avec Amour

Die ist ganz einfach selbst gemacht und ist wirklich der Hammer. Die ganz große Tartar-Liebe!

Rindertartar nach Lea Linster - Avec Amour

Das zweite Kapitel widmet sich den delikaten Liebesgrüßen – das Kartoffelrösti mit gebeiztem Wildlachs und Kaviar steht ganz weit oben auf meiner to-cook Liste, aber auch die Dorade mit Tomaten -Erdbeer Salsa und die Seezunge auf Safranrisotto lachen mich an. Fruchtig bleibt es auch bei der Entenbrust mit Erdbeeren und Kartoffelstroh, wer es lieber etwas klassischer mag freut sich über Luxemburger Mehlnocken und Buletten à la Marie Antoinette. Mit denen habe ich Bessere Hälfte eine große Freude gemacht. Dazu gab es entsprechend der Empfehlung unter dem Rezept Pommes und einen kleinen, grünen Salat. Die einzige Frage die hier offen bleibt ist: was haben diese Buletten mit Marie Antoinette zu tun? Auf jeden Fall hat Lea Linster die kleinen Fleischbällchen schon von ihrer Mutter so serviert bekommen.

Buletten - Lea Linster Avec Amour

Nach dem Ossobuco im Gemüsebett lachen mich Rinderrouladen auf Erbsen an. Aber nicht irgendwelche Rouladen sondern Rouladen aus Rinderfilet. Und da bin ich mir dann wieder nicht sicher, ob es das wert ist. Vielleicht verpasse ich damit die Roulade meines Lebens, aber irgendwie ist mir das Filet dafür zu schade. Vielleicht probiere ich es mal mit einem Scheibchen Rumpsteak, die Kombination mit den frischen, grünen Erbsen wirkt ja schon verlockend.

Und wenn Lea Linster mit ihrem Lammrücken in Kartoffelkruste sogar Paul Bocuse verzaubern konnte, dann muss ich dieses Rezept natürlich unbedingt ausprobieren.An sich war es deutlich weniger kompliziert als es sich im ersten Moment angehört hat, ich hätte nur ganz zum Anfang etwas mehr Ar*** in der Hose haben müssen um dem Kartoffelpuffer etwas mehr Zeit in der Pfanne zu gönnen. Ich hatte total Angst, dass er anbrennen könnte und habe ihn zu früh aus der Pfanne genommen. Dadurch hatte das Fleisch am Ende den perfekten Garpunkt erreicht, der Kartoffelpfannkuchen hätte aber etwas krosser sein dürfen. Das lag aber wie gesagt an mir und nicht am Rezept.

Lea Linster - Lamm im Kartoffelmantel - Avec Amour

Für die Adventszeit habe ich mir schon den Hirsch mit geschmortem Apfel an Pfeffersauce vorgemerkt wobei das Weihnachtsschwein mit Ananas und Rosmarin auch spannend klingt.

Kommen wir zu den süßen Versuchungen – da geht es fruchtig her. Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Vanille lassen als Törtchen, Cremes und Baisers das Herz höher schlagen. Aber auch Schokoladenfans kommen mit Mousse, Millefeuille und Birne Helene auf ihre Kosten. Oder hättet ihr lieber ein Soufflé von der Passionsfrucht? Ich merke mir für die Zukunft auf jeden Fall den Lady Colonell, einen Passionsfrucht-Champagner Cocktail, vor…

Abschließend gibt es auch in diesem Buch Rezepte für die wichtigsten Basiszutaten. Fonds, Fonds und noch mehr Fonds, Saucen, Pasta, Risotto, Brot und Vanilleeis – damit hat man wohl das Nötigste zusammen!

Zu den Comics möchte ich abschließend sagen, dass mich viele erheitert haben. Meist war es allerdings eher ein Schmunzeln als der große Lacher und ab und an hatte ich das Gefühl das die Comics eher auf das Klischee vom alten Ehepaar abzielen als auf frisch verliebte.

Avec Amour – Rezepte zum Verlieben ist auf jeden Fall ein schönes Buch mit viel Potential euch den romantischen Abend kulinarisch zu versüßen! Die Rezepte sind gut beschrieben und die einzelnen Schritte leicht nachvollziehbar – so müssen auch Kochanfänger keine Angst haben.

** Das Buch “Avec Amour – Rezepte zum Verlieben” wurde mir freundlicherweise vom ars vivendi Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.

 




Kartoffelsalat mit REWE Regional – die Gewinner

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Kartoffelsalat mit REWE Regional – die Gewinner

Ihr Lieben, ich bin hin und weg! Ich habe euch ja vor ein paar Tagen meinen Berliner Kartoffelsalat gezeigt und euch zusammen mit REWE Regional** nach euren Lieblingsrezepten für Kartoffelsalat gefragt. Und die habt ihr mit mir geteilt – so viele tolle und ganz unterschiedliche Rezepte sind dabei zusammen gekommen! Vom absoluten Klassiker über mediterrane Salate bis hin zu wirklich eleganten Kartoffelsalaten war alles dabei. Manche schnell gemacht, andere Kartoffelsalate etwas aufwendiger – aber eins haben alle eure Salat gemeinsam: sie klingen wirklich lecker. Da ist die Nachkochliste lang, denn ich will einige von den Salaten ausprobieren. Und bevor ich euch jetzt gleich die Gewinner der 5 REWE Warengutscheine präsentiere zeige ich euch die ersten zwei Salate die ich schon getestet habe.

Das ist einmal der mediterrane Kartoffelsalat von Franziska, der war nämlich auch gleich das erste Rezept das eingereicht wurde und hat mich einfach angelacht. Mit Rucola aus dem Garten, frischen Tomaten von REWE Regional, getrockneten Tomaten und einem Dressing aus Senf, Ketchup, Brühe, Olivenöl und etwas Essig ist er super frisch und recht unkompliziert gemacht. Den solltet ihr auch mal probieren – bei mir gab es dazu Bouletten.

Mediterraner Kartoffelsalat (

Der zweite Salat ist von Peppi – ein warmer Kartoffelsalat mit Kapern, Essig und Öl, frischen und getrockneten Tomaten und Zwiebeln. Warmen Kartoffelsalat gab es hier auf dem Blog ja an dieser Stelle schon, aber in dieser Variante ist er dank der frischen Tomaten noch einen Tick sommerlicher. Bei mir gab es dazu übrigens gebackenen Hauptstadtbarsch.

Kartoffelsalat für REWE Regional - Peppis Rezept

So, nun geht es aber an die Bekanntgabe der Gewinner. Ich bin ja ein klassisch veranlagter Mensch, also habe ich alle Namen auf kleine Zettel geschrieben und in ein Loskörbchen geworfen. Der kleine Mann war dann meine Glücksfee – auch wenn ich ganz schön aufpassen musste, dass er keinen der Gewinner(zettel) auffuttert.

Und hier die 5 Gewinner die sich über jeweils einen 50€ REWE Einkaufsgutschein freuen dürfen:

Andrea, Angela, Jule, Monika und Peppi

Ich danke euch allen für eure tollen Rezepte und das ihr dabei wart!

Und zum Abschluss brauche ich noch eure Unterstützung – auf der Facebookseite von REWE könnt ihr euren Lieblings-Kartoffelsalat unter den vier regionalen Blogger-Beiträgen auswählen. Ihr erinnert euch sicher – mit dabei waren noch die Gaumenfreundin Steffi, die KüchenDeern Jasmin und Nadine von Dreierlei Liebelei. Ich hoffe natürlich, dass ihr für meinen Salat stimmt! 😉

** Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit REWE Regional entstanden.

 




Rezension – Staats‘ Geheimnisse – Mediterrane Rezepte

Rezension – Staats‘ Geheimnisse – Mediterrane Rezepte

Heute möchte ich euch das Buch Staats‘ Geheimnisse – Mediterrane Rezepte** von Stephan Staats vorstellen. Ich wusste vorher nicht so recht was mich erwartet, ich hatte ein paar kurze Schlagzeilen aus dem Buch gelesen und habe es mir kurzerhand vor unserem Dänemark Urlaub als Urlaubslektüre bestellt. Schon auf dem Titel lachen einen vielversprechend die Zeilen „Mit dem Helikopter zum Einkauf, ein 7-jähriger als Chef und andere krasse Storys von den Jachten der Superreichen“an. Um ehrlich zu sein habe ich in erster Linie mit einem Buch voller Gossip gerechnet. Kleine Insiderstories die einen entweder neidisch machen oder fassungslos mit dem Kopf schütteln lassen. Aber Stephan Staats ist Profi und bleibt diskret – dafür verrät er umso großzügiger ein paar sehr schöne Rezepte und so viel sei vorab verraten: man braucht dafür nicht unbedingt weißen Almas-Kaviar aus 24-karätigen, goldenen Dosen!

Zu den harten Fakten: Staats' Geheimnisse

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten

Verlag: Becker Joest Volk Verlag; Auflage: 1 (23. September 2016)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3954531062

ISBN-13: 978-3954531066

Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 3,2 x 28,4 cm

Zum Inhalt:

Von Frankreich nach Monaco, von von Spanien, über Portugal auf die Balearen und Kanaren, weiter nach Italien, Korsika, Sardinien und Malta – fangen wir doch hier an. Vor jedem Kapitel gibt es eine nette kleine Anekdote zu lesen – den Erzählstil von Stephan Staats muss man mögen. Er erinnert ein bisschen an den von Anthony Bourdain – ein bisschen bissig, manchmal einen Hauch großkotzig (aber wirklich nur einen Hauch), im Ausgleich aber auch selbstkritisch, offen und oft sehr amüsant. So sind seine kleinen Geschichten super kurzweilig und unterhaltsam.

Es geht los mit französischen Rezepten – Klassiker wie Brioche, Tartar de Boeuf, Quiche Lorraine kommen auf den Tisch. Nicht langweilig, zu jedem Rezept gibt es ein paar kleine Infos wo es herkommt, was diese Variante von der üblichen Version unterscheidet und ein paar kleine Tipps und Tricks rund um das Rezept.

So geht es also am Anfang um den Anfang und wie Stephan Staats auf die Jachten der Reichen gekommen ist… oder eben auch nicht. Dafür gibt es tolle Rezepte aus Monaco wie Macarons und Barbagiuans (gebackene Ravioli).

Spanien – neben Grundrezepten wie geröstetem Knoblauch oder Aioli wird man hier mit einer netten Geschichte über Langfinger am Kühlschrank, den teuersten Kaviar der Welt, Blinis und Wodka unterhalten. Definitiv eine meiner Lieblingsgeschichten.

Danach gibt es Rezepte für gesalzenen Kabeljau – Secado Bacalao – und eine Idee als Katerfrühstück für das Chorizo, Avocado, geröstetes Brot und pochiertes Ei auf den Teller kommen. Gut, wenn ich verkatert bin bräuchte ich definitiv einen Privatkoch um mir dieses Gericht zu zaubern, bei uns gab es dieses super leckere „Frühstück“ einfach als Abendbrot!

Rezension - Staats' Geheimnisse

Vom Kaviar zur Mülltonne – es geht weiter mit einer wenig glamurösen Geschichte, natürlich mit einem Comeback und im Anschluss vielen schönen Rezepten aus dem sonnigen Portugal und von den Kanaren. Piri-Piri Sauce, geröstete Paprikaschoten, Kanarische Kartoffeln mit Mojo, aber auch tolles Seafood und Sangria kommen auf den Tisch. Ich konnte an der Kombination Sobrasada-Wurst, Hähnchenleber und Gemüse nicht vorbei blättern.

Staats Geheimnisse

Habt ihr schon einmal Käse selber gemacht? Ich schon und es hat viel Spaß gemacht. Im Kapitel Italien bekommt ihr ein tolles Rezept für Mascarpone, eine klassische Balsamico Reduktion, Focaccia, getrocknete Tomaten und frittierte Kapern, bevor es nach einer kurzen Geschichte über die Tücken vom Alkohol mit einer feinen Steinpilzpolenta und bunter Pasta  weiter geht. Lasst euch nicht täuschen – das Buch ist voll mit Basisrezepten, aber die sind wirklich gut. Und so greifen viele der raffinierteren Rezepte auf solche hausgemachten Zutaten zurück und werden genau dadurch zu etwas Besonderem.

Auf nach Korsika, hier stehen die Artischocken-Ravioli unbedingt noch auf meiner to-cook Liste und die Idee für die Wurstplatte werde ich mir die Tage auch mal mopsen.

Nächste Geschichte – mit Messern spielt man nicht. Und mit Macheten auch nicht. Auf manche Ideen kommen wohl nur Männer. Trotzdem ist meine Lessons Learned: als Kollege niemals den Schiffskoch fragen was es zum Mittag gibt!

In Sardinien gibt es Seafood Risotto, auf Malta einen Oktopus Eintopf. Und zum Dessert einen 7-jährigen als Chef – mit 42 Eissorten und vier Minuten und 23 Sekunden lang gekochten Frühstücksei. Was ein Kind halt so zum Leben braucht.

Mein nächster Post-it klebt in Malta – Kürbis Salat mit Spinat, Hähnchen und Walnüssen. Aber auch der Brot und Butter Pudding im Glas lacht mich an.

In Albanien gibt es hausgemachten Naturjoghurt und passend dazu ein Rezept für Tave Kosi – Lamm mit Joghurt oder eine Joghurt-Gurken Suppe.

Kollegialität wird auf einem Schiff vielleicht nicht klein, aber doch in Anführungsstrichen geschrieben. Zustände wie im Knast? Da hätte ich mir das Leben auf so einer Luxusjacht doch irgendwie anders vorgestellt.

Mit Cevapcici geht es von Kroatien nach Slovenien wo ein Schälchen Kürbiseiscreme auf den Tisch kommt. Griechenland überrascht neben den Klassikern mit Spinat-Feta-Rösti und Joghurt-Soufflé und nach einer kurzen Geschichte über die letzten 5€ geht es mit türkischen Leckereien weiter. Zu dem Möhren-Kreuzkümmel-Dip konnte ich nicht nein sagen – also habe ich das Rezept „mal für euch getestet“.

Rezension - Staats' Geheimnisse

Bei der Liste was sich alles so in einer Luxusjacht verstecken lässt wird man glatt ein bisschen neidisch. Jet Skis, Großraumkinos, die obligatorischen Helikopter und ein – passt auf – Weinkeller mit einer Hydraulik die verhindert das die Flaschen durchgeschaukelt werden. Phänomenal, und ich freue mich schon über unseren Weintemperierschrank!

Auf Zypern gibt es neben Kaktusfeigen Gelee und Lemon Squash ein paar ziemlich appetitliche Sesam-Filo Päckchen. Die werden als schnelles Mittagessen und für Gartenpartys empfohlen – wird gemacht!

Ich wusste tatsächlich nicht, dass Rote Bete in Ägypten beliebt ist – der Tahini-Rote-Bete Dip ist auf jeden Fall richtig lecker!

Rezension - Staats' Geheimnisse

Aber auch der Bohnendip oder das „super smooth“ Hummus lachen mich an. Und Za’atar wollte ihc auch schon lange mal selber machen.

Aus Lybien gibt es Shaba, gefolgt von libyscher Reis und Lammwurst. Aber auch das Khabza bil Ashab (ein Kräuterbrot) lacht mich an.

Marokko gefällt mir, Couscous, Orangen-Granatapfel-Pistazien Salat, Orangen-Zitronen Kuchen mit Joghurt, und im Anschluss eine Geschichte über Ausflüge auf den Markt. Diesmal nicht im Helikopter – trotzdem schön.

Aus Algerien gibt es eingelegte Zitronen, da habe ich schon mein eigenes Rezept. Aber die bunten Varianten der Harissa Paste und die feurigen Kebabs lachen mich an.

Kichererbsensuppe und Shakshuka aus Tunesien, Challah (Hefezopf) und Auberginen-Sumak Schnitzel aus Israel, Geschichten über unmögliche Arbeitszeiten und Garnelen aus dem Tontopf aus dem Gazastreifen. Es geht bunt weiter. Besonders die Tajine mit Huhn, Reis und Joghurt lacht mich hier richtig an.

Kibbeh und Taboulé aus Syrien, ein fieser Unfall und Knoblauchsauce, Baba Ganoush, kandierte Rosenblütenblätter aus dem Libanon – gefühlt hat man nur kurz auf der Couch gesessen und schon sind beim Schmökern Stunden vergangen.

Ein kurzweiliger Mix aus Geschichten und Rezepten!




Garteneinblick – August 2017

Garteneinblick – August 2017

Sehen wir mal darüber hinweg, dass jetzt eigentlich schon September ist – das hier ist quasi der Garteneinblick August-September 2017. Vielleicht auch schon der Gartenabschluss für dieses Jahr, mal sehen ob sich noch etwas vorzeigbares ergibt. Der Sommer hat sich dieses Jahr vornehm zurück gehalten, wenig Sonne, viel Regen, die Temperaturen selten heiß, aber wenn dann richtig und dafür dann im Anschluss wieder kalt und grau. Ich habe in etwa zwei Nudelsiebe Tomaten geerntet. Maximal waren es drei, das ist dann aber schon aufgerundet. Daraus habe ich ein bisschen Sauce gebacken, geschmacklich hat sich der Sonnenmangel nämlich deutlich bemerkbar gemacht und sie waren nicht annähernd so aromatisch wie in den vergangenen Jahren. Dabei dachte ich vor ein paar Wochen noch, dass die Tomaten gerade noch die Kurve bekommen hätten. Die Pflanzen waren ja ewig lange viel zu klein für die Zeit und auch am Ende noch relativ klein…

… aber es hingen einige Tomaten dran und die sahen recht vielversprechend aus.

Garteneinblick - August 2017

Tja, und während ich darauf gewartet habe das die Tomaten rot werden hat sich an den ersten Blättern die Braunfäule bemerkbar gemacht. Und so wurden auch die meisten Tomaten ganz kurz bevor sie reif waren braun und matschig. Das hat mich so frustriert, dass wir vor 1,5 Wochen radikal alle Tomatenpflanzen entsorgt haben. Hilft ja nix.

Garteneinblick - August 2017

Die Chilipflanzen stehen noch – bisher sind alle Chilis grün und ich hoffe sie bekommen noch ein wenig Farbe. Falls nicht werden sie grün gepflückt, scharf sind sie auch so schon.

Garteneinblick - August 2017

Weiter geht es im Beet – die Gurkenernte war nach den ersten zwei Gurken im Juni dann auch beendet, danach kamen nur noch wenige Gurken und die sind  sofort gelb geworden. Den grünen Buschbohnen ging es dafür recht gut und so habe ich reichlich Bohnen geerntet. Einen großen Schwung habe ich direkt vor unserem Urlaub gepflückt und die sind dann einfach mit nach Dänemark in den Urlaub gefahren – da gab es dann Bohnensalat zum Grillen.

Garteneinblick - August 2017

Ansonsten habe ich dieses Jahr das erste Mal Kürbisse an das große Rankgitter gesetzt…

Garteneinblick - August 2017

… und denen könnte es definitiv schlechter gehen. Einen Hokkaido habe ich schon geerntet, fünf weitere sind reif und zwei werden es bald. Der Butternutkürbis trägt zwei Kürbisse und ich bin noch optimistisch, dass die beiden auch reif werden.

Garteneinblick - August 2017

Auch am Rankgitter hinten im Garten wachsen Kürbisse. Dort habe ich wieder Muskatkürbisse gepflanzt. Die haben allerdings ganz schön unter der Kälte gelitten. Die zwei ersten sind gleich zu Anfang vergammelt, ein späterer wurde zerfressen (von was auch immer) und jetzt hängen zwei mittelgroße Exemplare an den Pflanzen und wachsen von Tag zu Tag (links vor zwei Wochen, rechts gestern).

Garteneinblick - August 2017

Ich würde also sagen die Kürbissaison ist gerettet.

Ein kurzer Abstecher zum Steingarten – die Kräuter haben den Sommer gut überstanden und ich werde in den nächsten Tagen Bessere Hälfte bitten mir die Kräuter abzuschneiden damit ich sie trocknen kann. Da sind ganz schön viele Spinnenetze – brrrr…

Garteneinblick - August 2017

Zurück ins große Beet – für die linke Seite (aus unserer Blickrichtung) haben wir ja dieses Jahr ein Hochbeet angelegt und das war super. Das Unkraut ließ sich toll jäten, den Pflanzen ging es gut – vermutlich werden wir die andere Seite vom Beet im nächsten Frühjahr ähnlich gestalten. Auf der rechten Seite sah es leider nicht so toll aus. Die Radieschen waren von Fliegen zerfressen, die Karotten sind praktisch überhaupt nicht gekommen. Den Zwiebeln ging es allerdings gut. Na wenigstens etwas. Auf jeden Fall habe ich das Beet irgendwann im Juli „aufgegeben“ und dem Wildwuchs überlassen. Das Ergebnis waren drei Schubkarren voll Unkraut und ganz hinten steht immer noch etwas.

Garteneinblick - August 2017

Dafür tröstet mich das Hochbeet mit einer tollen rote Bete Ernte – da gab es schon Brownies, bunte Brote, und Balsamico Ofengemüse und ich habe noch Hummus und Tahini-Rote-Bete Dip für euch in der Pipeline.

Garteneinblick - August 2017

2017 war ja nicht gerade mein Zucchini Jahr, die erste Pflanze hatte wohl einen „Knacks“ und alle Zucchinis waren bitter. Die zweite Pflanze war eigentlich meine Backup Pflanze und wurde nur ausgesetzt weil die eigentliche Nummer zwei beim einpflanzen abgebrochen ist. Aber zumindest hingen am Ende insgesamt drei Zucchinis dran. Das ist wohl besser als nichts.

Garteneinblick - August 2017

Beim Unkraut ausreißen im Beet sind mir einige Zwiebeln begegnet, auf dem Kompost habe ich die ersten Kartoffeln gefunden. Da sind sicher noch mehr zu finden, aber ich glaube von der Größe her sind es eher Kartoffelchen als Kartoffeln. Bis auf die eine Riesenkartoffel sind die meisten in etwa Walnuss groß.

Garteneinblick - August 2017

Bleibt nur noch der Rhabarber – ein untrüglicher Vorbote für den kommenden Herbst. Die Blätter werden weniger, die ersten sind gelb und liegen schlaff auf dem Boden… die Zeichen lassen sich nicht mehr schön reden. Aber dem Rhabarber ist die Winterpause mehr als gegönnt, der hat seinen Soll in diesem Jahr mehr als erfüllt.

Garteneinblick - August 2017

Falls es nicht doch noch ein unerwartetes Highlight gibt war es das für dieses Jahr aus meinem Garten – ich hoffe das nächste Jahr wird ein bisschen besser, ansonsten wüsste ich das gerne vorher damit ich einfach nur Wintergemüse anpflanzen kann.

Bald geht es hier mit den Rote Bete und Kürbis Rezepten richtig los – ich hoffe ihr schaut weiter ab und an mal vorbei!

 




Blog-Geburtstag – Katha-kocht! wird 6 Jahre alt

Blog-Geburtstag – Katha-kocht! wird 6 Jahre alt

Die Zeit verfliegt so unglaublich schnell – genau heute vor 6 Jahren habe ich das erste Rezept in die Weiten des Internets geschickt. Auf der einen Seite ist es eine Ewigkeit her, auf der anderen Seite fühlt es sich an als wäre es gerade erst gestern gewesen. Verrückt… im Privatleben ist so viel passiert, ich bin mittlerweile verheiratet und habe den kleinen Mann. Auf dem Blog hat sich auch unglaublich viel getan. Von der Website zum Blog, ein neues Design auf dem Blog, eine neue Kamera, bessere Fotos, viel Austausch mit anderen tollen Bloggern die ich auf verschiedenen coolen Live-Events treffen durfte. Im Rahmen von Blogevents habe ich mich neuen Herausforderungen gestellt und es gab so viel Inspiration zu ganz unterschiedlichen Rezepten. Und wisst ihr was? Ich habe immer noch unglaublich viel Spaß an diesem Blog, ich freue mich weiterhin riesig über jeden einzelnen Besucher, jeden Kommentar, jedes „like“ auf Facebook oder Instagram. Um es kurz zu machen: ich freue mich, dass ihr da seid! Und das musste heute einfach mal wieder gesagt werden.

Im letzten Jahr habe ich meinen eigenen Blog-Geburtstag leider mehr oder weniger verschlafen, im Jahr davor gab es einen Cocktail – in diesem Jahr mache ich es mir einfach. Meinen Geburtstag vor zwei Wochen habe ich auch nicht mit einer großen Party gefeiert, sondern in mehrere kleine Treffen mit Familie und Freunden aufgeteilt und auch für den Blog Geburtstag gibt es kein großes neues Rezept. Dafür meine Kuchenhighlights aus dem letzten Jahr. Ich habe nämlich den Gugelhupf für mich entdeckt und einige wirklich saftige Rezepte gezaubert. Und ja, die sind nicht besonders Kalorienbewusst, aber dafür super lecker – und Geburtstag feiert man ja schließlich nur einmal *hüstel* im Jahr!

Mein absoluter Favorit – der Erdnussbutter Gugelhupf:

Erdnussbutter Marmorgugelhupf

Am meisten nach Geburtstag sieht wohl dieser Zitronengugelhupf aus:

Saftiger Zitronen-Gugelhupf

Und der Gugelhupf bei dem ich in Kürze zum Wiederholungstäter werde – mein Kürbis Marmorkuchen:

Kürbis Marmorkuchen

Also greift zu und lasst es euch schmecken – und dann schauen wir gemeinsam was die nächsten 6 Jahre bringen!




Was macht man wenn der Kühlschrank defekt ist?

Was macht man wenn der Kühlschrank defekt ist?

Was macht man wenn der Kühlschrank defekt ist? Das ist ja eine von den Fragen die man sich am liebsten nicht stellen möchte. Nachdem ich hier auf dem Blog und auf Instagram erwähnt habe, dass unser Kühlschrank kaputt gegangen ist haben viele gefragt was wir mit den ganzen Sachen gemacht haben die darin waren und wie es mit dem Kühlschrank weitergegangen ist. Tja, da unser Panasonic Side-by-side Kühlschrank erst 3,5 Jahre alt war haben wir uns für eine Reparatur entschieden. Also wurde ein Reparaturservice angerufen, der Kühlschrank aufgeschraubt und es roch direkt verschmort. Eine Platine war durchgebrannt und hat damit den ganzen Kühlschrank außer Gefecht gesetzt.  Nun kann man diese aber nicht mehr einzeln ersetzen sondern muss das ganze „Motherboard“ (ja, wir reden immer noch von einem Kühlschrank) austauschen. Schöner Mist – 450€ für das Ersatzteil, die Kosten für die Reparatur, die Anfahrt und natürlich noch 19% Mehrwertsteuer obendrauf… schon sind wir bei knapp über 600€. Echt ätzend, aber immer noch günstiger als ein neuer Kühlschrank. Bis das Ersatzteil geliefert wird dauert es aber 5-6 Werktage, es war warm, nein heiß, und der Kühlschrank bereits 6 Stunden ohne Strom. Der Reparaturservice verspricht für den nächsten Tag ein Ersatzgerät. Das ist zwar nett und hat uns dann auch über die folgenden Tage geholfen – aber um es mal auf den Punkt zu bringen: mein riesiges Tiefkühlfach war randvoll. Und während ich ja durchaus bereit war zu hoffen, dass der Tiefkühler die Sachen so weit kühl hält bis Ersatz kommt wollte ich für die mehr als 20 Portionen Babybrei kein Risiko eingehen. Veggie-Brei, Brei mit Huhn, Rind und Fisch, alles liebevoll portioniert und eingefroren… da darf nix antauen. Also habe ich bei unseren Nachbarn an der Tür gekratzt um wenigstens die Breichen unterzubringen und habe tatsächlich ein ganzes, leeres Schubfach bekommen um alles zu retten was hinein passt. Das waren dann zuerst die Breichen, gefolgt von allem was eindeutig als Fleisch zu erkennen war. Von Ordnung ist im Tiefkühler schon vorher nichts mehr zu erahnen gewesen, Dosen wurden mal hierhin und mal dorthin gestapelt und der Inhalt war teilweise nur noch wilde Spekulation. Wenn man jetzt also versucht so viel Kälte wie möglich im Tiefkühler zu behalten, dann muss man schnelle Entscheidungen treffen. Also habe ich den letzten Platz in der Box mit Tupperdosen voll Pulled Pork, Rinderrippenbraten und (unglücklicherweise) eingefrorenen Beeren vom Vorjahr aufgefüllt, die Box wieder bei den Nachbarn einquartiert und das Beste gehofft.

Und lacht ruhig – aber die Weißweinflaschen im Weinkühlschrank mussten kuscheln, damit wir zwei der Fächer bei 7°C als Kühlschrank nutzen konnten.

Das es im Tiefkühler langsam wärmer wurde hat sich darin bemerkbar gemacht, dass der Eiswürfelspender getropft hat. Also habe ich die Eiswürfel in eine Schüssel getan und als zusätzlichen Kühlakku in den Kühlschrank gestellt.

An diesem Abend habe ich uns zum Abendbrot Pizzabrot mit Serranoschinken und Paprika gemacht. Der Schinken und der Käse wären zu schade gewesen um schlecht zu werden, ich hatte noch zwei halbe Paprika im Kühlschrank und vom Frühstück mit den Pekip Muttis ein paar Brötchen übrig die ich sonst sicher eingefroren hätte.

Pizzabrot mit Serranoschinken und Paprika

Zutaten für 2 Personen:

3 Vollkornbrötchen

etwas Butter

1/2 rote Paprika

1/2 gelbe Paprika

ca. 50g Käse, egal ob Scheiben oder am Stück

3-4 Scheiben Serrano Schinken

Pfeffer & Salz

optional würde z.B. auch Brokkoli dazu passen

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Brötchen aufschneiden und dünn mit Butter bestreichen. Die Paprika klein würfeln, den Schinken in Stücke zupfen und den Käse in dünne Scheiben schneiden. Alles auf den Brötchenhälften verteilen und in den Backofen schieben bis die Pizzabrote überbacken sind.

Pizzabrot mit Serranoschinken und Paprika

Mit Pfeffer und Salz würzen – fertig. Damit wären also schon ein paar Sachen gerettet, auch an einem Tag an dem man überhaupt keine Lust mehr zum Kochen hat.

Pizzabrot mit Serranoschinken und Paprika

Neuer Tag, neues Glück und was soll ich sagen, die Hoffnung stirbt sicher zuletzt aber an manchen Tagen soll es wohl so sein. Das Ersatzgerät kommt erst am späten Nachmittag und muss dann auch noch drei Stunden stehen bevor es überhaupt in Betrieb genommen werden darf. Bis der Kühlschrank dann wirklich betriebsbereit gekühlt ist vergehen nochmal 2-3 Stunden und unser Kühlschrank ist bei über 30°C mittlerweile mehr als 36 Stunden ohne Strom. Als wir die Tür zum Tiefkühler öffnen ist vom Eis im Waffelhörnchen also nur noch die Waffel übrig, sämtliche Schätze sind an- oder aufgetaut und auch der Kühlschrank bietet kein besseres Bild. Also wird aufgeräumt. Und dabei wird dann auch das Ausmaß der Tragödie deutlich. Fonds und Jus, stundenlang eingekocht, alles aufgetaut. Burger Buns, aufgetaut. Kürbismus, aufgetaut. Eingekochte Tomatensauce, aufgetaut. Bratenreste, Saucen, Chili con carne, Sauerkrautreste, Rotkohl, usw. überall das gleiche Bild. Ich schnappe mir im Chaos also kurzerhand Bratenreste samt Sauce und die knappe halbe Packung Tiefkühlerbsen und koche eine schnelle Pasta.

Vollkornspaghetti mit Bratensauce

Zutaten für 2 Personen:

200g Vollkornspaghetti

Salz & Pfeffer

ca. 200g Bratenreste (hier Gänsebraten)

ca. 300ml Bratensauce

ca. 100g Tiefkühlerbsen

Zubereitung:

Für die Pasta einen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Spaghetti hinein geben und kochen bis sie knapp al dente sind.

Die Bratenreste klein zupfen. In einem kleinen Topf die Bratensauce erwärmen, die Bratenreste und die Erbsen hinein geben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Spaghetti durch ein Sieb abgießen und zurück in den Topf geben. Die Sauce untermengen, alles noch 2-3 Minuten ziehen lassen und auf Pastateller verteilen.

Vollkornspaghetti mit Bratensauce

Die Knacker und die Chorizo waren aufgetaut aber noch kalt. Also ist beides in den Kühlschrank gewandert und wurde an den folgenden zwei Tagen verwertet.

Mit der Knacker gab es dieses Ofengericht, da konnte ich auch gleich ein paar Sachen aus dem Gemüsefach verwerten:

Gebackene Knacker mit Kartoffeln und Karotte

Die Chorizo wurde in dünne Scheiben aufgeschnitten und kam hier mit etwas aufgetautem Ajvar und einem Rest Parmesan in die Pasta.

Spaghetti mit Chorizo

Zutaten für 2 Personen:

200g Spaghetti

2 scharfe Chorizos

etwas frische Petersilie

2 EL scharfer Ajvar

1 Schalotte

Salz

20g Parmesan

etwas Olivenöl

Zubereitung:

Für die Spaghetti einen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Pasta hinein geben und al dente kochen.

Die Chorizo in Scheiben schneiden und ohne zusätzliches Öl in einer großen Pfanne anbraten. Die Schalotte schälen, fein würfeln und mit in die Pfanne geben. Den Ajvar mit etwas Olivenöl mischen. Die Petersilie fein hacken.

Die Pasta durch ein Sieb abgießen und zurück in den Topf geben. Den Mix aus Ajvar und Öl mit der Pasta vermengen, den Parmesan dazu reiben, die gebratene Chorizo samt Öl aus der Pfanne zur Pasta geben und die frische Petersilie untermengen. Alles mit Salz abschmecken und auf Pastateller verteilen.

Spaghetti mit Chorizo

Die gebackene Tomatensauce war aufgetaut, aber ich habe sie kurzerhand wieder eingefroren und in den letzten zwei Wochen fast vollständig verbraucht. Dafür habe ich sie dann im Schnellverfahren im Backofen aufgetaut – langsames Auftauen im Kühlschrank wäre mir hier einfach zu unsicher gewesen. Nun haben wir also kein Brot, keine Burger Buns, keine Pizzastücken, keinen Fond, keinen Jus, kein Eis und auch keine kleinen Reste verschiedener Gerichte mehr im Tiefkühler gehabt. Dafür ist die Schublade mit den Tupperdosen plötzlich randvoll.

Im Kühlschrank haben wir ebenfalls einiges aussortiert. Einmal als wir in den Ersatzkühlschrank umgeräumt haben und einmal als es wieder zurück in den alten und nach mehr als einer Woche endlich reparierten Kühlschrank ging. Da hatten der Ahornsirup, eine Marmelade und zwei von drei Sorten hausgemachter Sirup nämlich plötzlich ein Fell, Sojasaucen und Worcestersauce standen unter Druck, ebenso das Gläschen mit der hausgemachten Chilipaste. Bei genauerem Nachdenken habe ich mich dann auch dafür entschieden die Sardellen und den Sahnemeerrettich zu entsorgen – sicher ist sicher.

In den folgenden Tagen habe ich dann noch aus Speck und geriebenem Käse einen kleinen Auflauf gezaubert…

Nudelauflauf mit Speck und Käse

… und aus dem kleinen Rest Chili con Carne eine Pizza gemacht die schon ewig auf meiner to-do Liste stand und für die genau dieser kleine Rest auch gedacht war.

Pizza mit Chili con Carne

Ein absolutes Chaos, viele spontane Gerichte um zu retten was noch zu retten war, viele Standard Zutaten die wieder nachgekauft werden mussten… aber um es mal positiv zu sehen – so sauber waren Kühlschrank und Tiefkühler schon lange nicht mehr. Alle Fächer und Schubladen ausgewaschen, bzw. im Geschirrspüler gereinigt, der Kühlschrank selbst in aller Ruhe und in allen Ecken und Kanten gereinigt.

Außerdem habe ich mir für die Zukunft vorgenommen mehr Ordnung im Tiefkühler zu halten und Dauergäste zu vermeiden. Mal sehen wie lange ich das durchhalte.

was macht man wenn der kühlschrank kaputt ist

Falls ihr also auch in diese missliche Lage kommt: versucht wenigstens einen kühlen Kopf zu bewahren, schaut was sofort weg muss und was vielleicht noch 2-3 Tage durchhält. Sicher gibt es Verluste, aber man muss auch sehen was man alles noch retten konnte. Und wenn ihr nette Nachbarn habt, dann fragt doch mal nett an ob ihr vielleicht ein paar Sachen bei ihnen im Tiefkühlfach parken dürft.

Ich drück euch die Daumen!




Garteneinblick Juni 2017

Garteneinblick Juni 2017

Im Juni ist im Garten viel passiert und das will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Eigentlich habe ich die passenden Fotos schon Anfang des Monats geschossen, aber wie es dann immer so ist – hier noch schnell der Rhabarberkuchen, da noch schnell ein Grillrezept oder ein Rezept für ein spontanes Essen als der Kühlschrank kaputt war und plötzlich steht das Monatsende vor der Tür. Also habe ich schnell noch ein paar aktuelle Fotos gemacht und ihr bekommt heute einen kleinen Überblick was diesen Monat alles so gewachsen ist… oder auch nicht… von allem etwas!

Garteneinblick Juni 2017

Fangen wir hinten an – die Kürbisse in der Sitzecke haben sich gut eingelebt, waren sie Anfang des Monats noch recht klein haben sie mittlerweile die obere Kante des Rankgitters erreicht. Wir haben reichlich Erdbeeren geerntet und gegessen und ich freue mich schon auf das nächste Jahr, wenn die Pflanzen im Hochbeet noch größer und ertragreicher sind.

Garteneinblick Juni 2017

Die Minze haben wir am Ende des Gartens ordentlich in die Schranken gewiesen und in dem Topf in dem vorher der Olivenbaum gewachsen ist tummeln sich jetzt zwei Lorbeerbüsche.

Was aus dem Olivenbaum geworden ist? Nun, der ist in einen größeren Topf umgezogen und der Rhabarber wurde zum Ende der Saison noch einmal ordentlich gerupft.

Garteneinblick Juni 2017

Die Zuckererbsen sind Stück für Stück gewachsen und wie schon vermutet scheine ich die eine Ranke tatsächlich komplett vergessen zu haben. Also habe ich mit mäßigem Erfolg versucht zwei oder drei Pflanzen umzusetzen.

Garteneinblick Juni 2017

Das hat der Ernte aber keinen Abbruch getan, ich hatte letzte Woche einen guten Schwung Erbsen für meine Wokpfanne.

Garteneinblick Juni 2017

Die Tomaten tun sich in diesem Jahr irgendwie schwer, ebenso die Chilis.

Verglichen mit den Fotos der letzten Jahre wirken sie auch jetzt, Ende Juni, noch recht klein. Ich hoffe das mit den Chilis wird noch was, mein Chiliöl und die getrockneten Chiliflocken sind nämlich leer. Aber sehr ihr den Hängesessel im Hintergrund? Der ist möglicherweise Schuld daran, dass ich mit meinem Garteneinblick so spät dran bin… 😉

Garteneinblick Juni 2017

Die Bohnen, Gurken und Kürbisse am Rankgitter kommen langsam in Schwung…

Garteneinblick Juni 2017

… es sieht nicht übel aus, oder?

Garteneinblick Juni 2017

Im Hochbeet ist fast alles gekommen, nur die Pastinaken und die Wurzelpetersilie sind ein Totalausfall.

Rote Bete, Spinat und Kräuter sind fleißig dabei…

Der Rucola hat das Umsetzen bestens überstanden…

… und auch der Mangold kommt wunderbar.

Garteneinblick Juni 2017

Zwiebeln und Kohlrabi benehmen sich artig, die Karotten machen mir ein bisschen Sorgen. Sie hatten es etwas schwer sich gegen das Unkraut zu behaupten und als ich dann wieder zum Zupfen gekommen bin ist leider am Ende nicht mehr viel von meiner Pflanzreihe übrig gewesen.

Garteneinblick Juni 2017

Mittlerweile sieht das Hochbeet so aus (links), die Ernte für den Rhabarberkuchen (rechts).

Garteneinblick Juni 2017

Dem Steingarten geht es wie immer gut. Tatsächlich scheinen sich die meisten Pflanzen zu freuen, dass der Salbei weg ist.

Garteneinblick Juni 2017

Meinen Rosmarin kann ich auch kaum im Zaum halten.

Was haben wir noch? Ach ja, die Johannisbeeren. Ich mag meine Johannisbeeren, aber jedes Mal wenn ich in der Küche stehe und die kleinen Mistdinger Beeren von den Rispen zupfe kommen mir Gedanken an Kaminholz… aber dann ist es wieder geschafft und bis zum nächsten Jahr erfolgreich verdrängt.

Garteneinblick Juni 2017

So, sobald das Unkraut wieder gezupft ist und es ein paar Fortschritte zu zeigen gibt kommt der Juli Einblick – wenn es weiter so viel regnet wird der wohl aus Gurken bestehen… für den Rest (und mich) wünsche ich mir ein paar sonnige Tage. In den nächsten Tagen folgt also der Johannisbeerkuchen und noch ein paar andere beerige Rezepte!