Tapas in Barcelona

Tapas in Barcelona

Ende Juli waren wir in Barcelona – bei über 30°C, strahlend blauem Himmel und Sonnenschein haben wir 6 Tage lang die Stadt und leckere Tapas genossen. Während Italien letztes Jahr unter dem Motto „Mit einem Glas Wein durch die Toskana“ (Teil 1 und Teil 2) gelaufen ist und ich euch Anfang des Jahres über Nizza / Monte Carlo unter dem Titel „Champagner in Monaco“ berichtet habe, ist die Überschrift „Tapas in Barcelona“ hier wohl die Treffendste. Aber fangen wir damit an wie alles los ging…

Am Flughafen (ja, immer noch von Berlin Tegel) hatten wir noch etwas Zeit, also haben wir uns mit einem Gläschen Sekt in die erste Urlaubsstimmung versetzt.

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Dann ging es pünktlich und ohne Komplikationen auf nach Barcelona. Kulinarisch nicht gerade ein herausragender Höhepunkt, aber bei so einem kurzen Flug ist das auch kein Drama – Bessere Hälfte hat meine Stulle einfach mit gegessen.

Barcelona

In Barcelona geht es mit dem Bus bis zum Plaça de Catalunya und von dort aus laufen wir ein kurzes Stück bis zu unserem Hotel, dem Catalonia Berna.

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Hotel und Zimmer haben uns begeistert – wir hatten ein Doppelzimmer mit Terrasse nach außen. Der Ausblick über die Stadt in Kombination mit der großen Dachterrasse war wirklich schön!DSC_1295_01

Für den ersten Tag hatten wir noch keine großen Ziele, wir sind einfach los gelaufen und haben ein bissl die Stadt erkundet. Eine der ersten Sehenswürdigkeiten die wir gefunden haben ist La Catedral (de la Santa Creu i Santa Eulàlia).

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Hier sind wir links vorbei gelaufen, durch eine kleine Gasse, bis wir irgendwann zum Plaza del Ángel gekommen sind. Dort lacht einen direkt das Tapa Fina an. Eine kleine Tapas- und Wein-Bar die einem vor allem durch die große Tapas-Auslage am Tresen ins Auge fällt. Es gibt nur 2 oder 3 Tische zum „draußen sitzen“ im Eingangsbereich, uns erschien es aber ohnehin so, dass die Spanier lieber drinnen, im klimatisierten Bereich sitzen…? Wir haben uns jedenfalls an einen der gemütlichen kleinen Tische gesetzt. Bestellt haben wir ein Glas Wein (Montecillo Reserva) und ein Bier (Estrella Damm) – dann sind wir nacheinander rein gegangen um ein paar Häppchen auszusuchen. Schnittchen mit Chorizo, Pimento und Tomate, mit Paprika und Bratkartoffel, mit Iberico-Schinken, Frischkäse und getrockneter Tomate, mit Lachs und Olive – es gibt wirklich ein schönes Sortiment zur Auswahl. Mit gut 2€ pro Schnittchen nicht gerade ein Schnäppchen, aber in der Mittagshitze braucht man nicht viel und so würde ich die kleine Bar jederzeit für einen kurzen Zwischenstopp empfehlen.

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Wir laufen weiter durch die City, durch die vielen kleinen und gemütlichen Gassen und das letzte Stück der La Rambla bis runter zum Hafen.

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Nach einigen Stunden, als es schon langsam dämmert, finden wir auf dem Weg ins Hotel die Brasseria El Glop. Wir haben uns wieder einen Tisch zum „draußen sitzen“ ausgesucht und nach der Tapas-Karte gefragt. Ich kann aber sagen, dass die Paella am Nachbartisch auch verdammt gut aussah. Wir hatten auf jeden Fall die aufgebrochenen, eingelegten Oliven, Pimentos de Padron, frittierte Baby-Calamares, eine Selektion Schinken und Salami vom Iberico und Croquettas. Bessere Hälfte ist mit einem Bier gestartet, ich mit Rioja – später sind wir beide zu Rioja gewechselt und noch etwas später wurde das Glas nochmal aufs Haus aufgefüllt. Unser Kellner hat außerdem aufgepasst, dass meine Handtasche (stand auf dem Stuhl neben mir) von der Tischdecke verdeckt war – nur zur Sicherheit wie er sagte, aber sicher nicht unbegründet. Ich habe meine Tasche dann an den folgenden Tagen immer am Stuhl „festgekettet“. Es hat uns hier auf jeden Fall gut geschmeckt, wir wurden nett betreut und haben gemütlich gesessen.

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Als wir danach aufs Zimmer gekommen sind hat uns noch ein leckerer Obstteller erwartet.

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So haben wir dann auf unserer Terrasse den Blick auf Barcelona bei Nacht genossen.

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Tag 2 – Gaudi und eine Tour im Touri-Bus

Der ursprüngliche Plan war unterwegs zu Frühstücken, aber es gab ein Special-Angebot im Hotel – Frühstück 2 zum Preis von 1 (also für 16€). Die Auswahl war gut und bunt gemischt. Von Bacon & Eggs über Müslis und Joghurt, verschiedene Brötchen und eine gute Auswahl an Wurst und Käse, einiges an Obst und Gebäck und – was mich überrascht hat – Soya-Milch und laktosefreie Milch, es war für jeden etwas dabei. Auf los geht’s los – zuerst sind wir zur Casa Milà gelaufen. Kurz anstehen (wir waren früh da, später war die Schlange länger) und ab die Treppe rauf. Man kann aber auch Fahrstuhl fahren. Die Aussicht war auf jeden Fall super und die Architektur beeindruckend. Nur die Küche war recht zweckmäßig… hier haben wir auf jeden Fall knapp 2 Stunden verbracht.

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Von hier ging es weiter zur Sagrada Familia – oben auf dem Touri-Bus ab durch die Stadt. Wir haben ein Ticket für 2 Tage gebucht und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Schlange vor der Sagrada war leider so lang, dass man mindestens 2-3 Stunden in der prallen Sonne gestanden hätte. Ich kann nur jedem empfehlen das Ticket vorher online zu buchen. Wir haben das später probiert, hatten aber über das iPad Probleme mit der Seite und sind deshalb gescheitert. Unser Plan war es am letzten Tag ganz früh da zu sein…

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Während wir in Italien immer direkt vor den schönsten Sehenswürdigkeiten ein Glas Wein genießen konnten war das hier etwas schwieriger. Weil wir nur ein kleines Tapas und etwas zu Trinken wollten wurden wir eine Bar weiter geschickt. Aber man kann die Sagrada rechts hinter dem Schirmchen zumindest erahnen…

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Weiter geht es im Sightseeing-Bus – direkt zum Park Güell. Der Eintritt im Park ist frei, die Anlage ist wunderschön und man kann hier ohne Probleme ein paar Stündchen spazieren gehen.

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Am Ende wird man mit einem traumhaften Ausblick über Barcelona belohnt! Wir setzen uns in eins der self-service Cafés. Zur Erfrischung gibt es ein Bierchen, Bessere Hälfte futtert noch ein Sandwich das mich irgendwie nicht so richtig anlacht, aber bei der Hitze habe ich eh keinen großen Hunger. Wir trinken übrigens nicht nur Bierchen, pro Nase brauchen wir über den Tag gut 4 L Wasser, es war wirklich ziemlich warm.

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Wo man auch hinschaut, überall sind Mauern, Gebäude, Decken und Säulen mit bunten Mosaiken besetzt.

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Aber der Park ist vielseitig, es gibt auch Natursteinanlagen und verschieden bepflanzte Ecken.

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Wir fahren die Tour zu ende und laufen noch ein Stück über die Rambla. Der Markt ist schon fast abgeräumt, die verbliebenen Stände lassen aber darauf schließen, dass man hier sonst ein breites Sortiment an kulinarischen Köstlichkeiten findet. Auch wenn mir der Schafskopf einen ganz schönen Schreck eingejagt hat. Frische Hummer und Krebse gibt es noch reichlich…

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Wir nehmen uns für Abends  noch eine Packung mit sehr gutem Schinken mit.

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Wir sind müde, die Füße schwer und wir haben jedes Zeitgefühl verloren – also braucht es nicht viel um uns von der Rambla in ein kleines und gemütliches, in einer niedlichen Gasse weiter hinten gelegenes, Restaurant zu lotsen. Wir ergattern den letzten Tisch zum „draußen sitzen“ (auch wenn man uns mehrfach versichert, dass man drinnen mit Air condition sitzen kann). Das Restaurant ist die Petit Bougeria. Hier bestellen wir einen sehr leckeren Rioja und wählen Tapas von einer recht gut bestückten Karte. Es gab Muscheln in Tomatensauce, Champignons mit Knoblauch, Oliven und Hackbällchen in Tomatensauce. Bis auf die Erbsen an den Hackbällchen (die hätte ich einfach weg gelassen) war alles lecker und wir konnten in Ruhe und ungestört essen. Das kleine Restaurant war schnell voll besetzt.

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Auf dem Weg zum Hotel sind wir durch kleine Gassen gewandert und am Placa del Rei gelandet. Der Platz ist so gemütlich und das LANTIQUARIA ist die einzige Bar am Platz. Wir waren hier 3x und hatten einmal Glück, dass direkt ein Tisch frei war, 2x haben wir wirklich kurz (max. 5 Minuten) gewartet bis ein Tisch frei wurde. Aber der Platz ist einfach so gemütlich, hier muss man mal gesessen haben. Besonders wenn es dunkel wird und die Beleuchtung am historischen Museum angeht ist es hier sehr schön. Wir haben noch ein Gläschen Rotwein genossen bevor es zurück ins Hotel ging.

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Auf unserer Dachterrasse gab es dann zum Abschluss ein paar Scheibchen vom Schinken, etwas „Brot“ und ein Schlückchen Rotwein. Irgendwie gab es auf den Zimmern nur Sektgläser, aber wer wird schon kritisch sein…? Hier ist es aber bei einem Schlückchen geblieben, es war schon spät und so ist der Schinken in die Minibar gewandert und der Wein notdürftig verschlossen an einen kühlen Platz im Zimmer. Wir haben ja noch ein paar Tage Zeit.

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Tag 3 – Castell de Montjuic und das Aquarium

Es geht weiter im Program – wir wollen noch so viel sehen! Mit dem Touri-Bus fahren wir quer durch die Stadt. Am Piscina Municipal de Montjuic steigen wir aus. Die Schwimm-WM ist in vollem Gange, aber alle Plätze sind in der prallen Sonne – da gehen wir lieber weiter. Mit der Seilbahn geht es nach oben…

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Das Castell ist eine große, recht schlichte, aber gut gepflegte Anlage. Hier ist es vor allem der schöne Ausblick über die City und den Hafen der beeindruckt.

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Von hier laufen wir erst ein Stückchen bergab bis zum Hotel Restaurant Miramar. Wie formuliere ich es am charmantesten… kann ich nicht… auf den ersten Blick sieht es super aus, ist aber leider überteuert – an Tischen mit Meerblick zahlt man für jedes Gericht / Getränk einen Aufschlag. Das Essen an den Nebentischen sieht so unspektakulär aus das wir uns für Oliven und Croquettas entscheiden. Die „Sanitären Einrichtungen“ sind schmutzig und der Service unfreundlich. Aber der Ausblick ist wieder mal toll. Ich denke damit habe ich es am besten beschrieben.

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Direkt hinter dem Restaurant ist die Seilbahnstation für die „große Seilbahn“ über dem Hafen. Auch wenn ich mich wiederhole – aber was für eine Aussicht!

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Unten angekommen fahren wir mit der Rikscha zum Aquarium, bei der Hitze ist der Fahrtwind mehr als erfrischend. Trotz der langen Schlange stehen wir nicht lange an – aber ich habe selten ein so volles Aquarium erlebt!

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Der Haitunnel ist schön angelegt, ich muss aber zugeben, dass mir der in Bangkok besser gefallen hat. Hier in Barcelona wird man auf dem Fließband durchgeschleust. Aber beeindruckend ist es schon wenn die Haie über einen schwimmen.

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Nach knapp einer Stunde sind wir durch und es geht mit dem Touri-Bus zurück ins Zentrum. Ich will noch das Casa Batlló mit seiner berühmten Fassade sehen.

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Abends stellen wir fest, dass sich ein sehr gut bewertetes Restaurant direkt bei uns um die Ecke befindet. Es ist das 336 – die Menüs hier werden so gelobt, das müssen wir probieren. Drinnen sind alle Tische reserviert, damit können wir leben – wir wollen wie immer draußen sitzen, auch wenn man nah an der Straße sitzt. Durch den Sichtschutz und einige Pflanzen merkt man das kaum. Zum Start gibt es ein Glas Prosecco und Röstbrot mit Knoblauch und Tomate, zum Menü gehört pro Person 1/2 Flasche Wein.

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Bessere Hälfte nimmt als Vorspeise die Gazpacho, ich entscheide mich für die Knoblauch-Garnelen.

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Als Hauptgericht habe ich gegrillten Seebarsch und buntes, gedünstetes Gemüse gewählt, Bessere Hälfte nimmt die Filetspitzen mit Kartoffelspalten und Pimentos de Padron.

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Beim Dessert sind wir uns einig – Schoko-Orangen Tarte soll es sein! Unglaublich lecker kann ich nur sagen – lecker und von Anfang bis Ende super netter Service!

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So endet der 3. Tag unserer Reise…

Die Fortsetzung findet ihr hier!