Flitterwochen auf den Seychellen

Flitterwochen auf den Seychellen

Flitterwochen – der Urlaub direkt nach der Hochzeit. Ein Urlaub, der bis zum letzten Moment eigentlich eher im Hintergrund stand, weil sich alles um den einen großen Tag drehte. Und der Urlaub, der trotzdem so lange ersehnt war – denn wenn man im Flieger in die Flitterwochen sitzt, dann ist man endlich verheiratet. Die Hochzeit ist ganz wunderbar gewesen – wir haben bis 3Uhr in der Nacht gefeiert und am nächsten Morgen um 11Uhr unsere restlichen Sachen aus der Location abgeholt. Um 17:30Uhr stand das Taxi zum Flughafen vor der Tür. Wir hatten gute 20 Stunden Flug und Reise vor uns – von Berlin nach Frankfurt und über Addis Abeba nach Mahé, auf die Hauptinsel der Seychellen. Von dort dann weiter mit dem Boot nach Silhouette Island wo wir unsere Flitterwochen auf den Seychellen verbringen wollten.

Überspringen wir den Flug – ich sage nur so viel: wenn euch jemand im Reisebüro erzählt, dass Air Ethiopia im Kommen wäre und Addis Abeba das neue Drehkreuz wird… dreht euch um und verlasst das Reisebüro.

Das Hotel Hilton Seychelles Labriz* haben wir uns vorab selbst ausgesucht. Ein traumhaftes 5 Sterne Hotel, das einzige Hotel auf einer traumhaften Insel. Silhouette ist unser Ziel – hier wollen wir die Flitterwochen verbringen.

Könnt ihr euch vorstellen, wie überrascht ich war, als ich im November bei Mara einen Reisebericht über die Seychellen gefunden habe und mir dachte: „Hey, das ist doch unsere Insel!?!“ Kurz danach war das Hotel in einem der vielen Hochzeitsmagazine die ich durchstöbert habe als Traumziel angegeben – in solchen Momenten ist man sicher, dass man sich richtig entschieden hat.

Umso mehr habe ich mich auf unsere 12 Nächte gefreut. Ein Urlaub, der für uns ganz untypisch war. Kein großes hin und her, keine Rundreise, kein Mix aus Stadt, Wein, Essen und Strand – nein, einfach nur 12 Nächte an einem Ort. Das rundum sorglos Paket. Relaxen, die Sonne genießen und entspannen. Einmal im Leben, weil die Flitterwochen anders sein sollten als unser normaler Urlaub.

So sind wir am Sonntag um 16Uhr auf Mahé gelandet. Vom Flughafen ging es mit dem Bus zum Hilton Jetty – hier wurden wir mit einem leckeren Bananen-Ingwer Erfrischungsgetränk und ein paar Stückchen schokoladig-nussigen Brownies begrüßt. Dann sind wir mit dem Boot zu unserer Insel gefahren.

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Die Fahrt dauerte nicht lange – wir haben den Blick auf die vielen Inseln genossen und den Sonnenuntergang bewundert. Nach nur 40 Minuten sind wir dann auf Silhouette angekommen.

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Als Neuankömmlinge wurden wir vom Hotelteam begrüßt und im Buggy durch die Anlage gefahren.

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Es gab viele Informationen über die Restaurants, Ausflüge und die Insel, dann hat man uns an unserer Beachfront Villa, der Nummer 241, abgesetzt. Das Zimmer war wunderbar hergerichtet – wir waren sofort verliebt in die Rainshower-Außendusche, das großzügige Bad, die hohen Decken und die traumhafte Veranda.

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Für uns Honeymooner stand ein Fläschlein Prosecco zusammen mit ein paar hausgemachten Pralinen bereit – da fällt uns der ganze Reisestress von einer Sekunde zur nächsten von den Schultern.

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Am ersten Abend essen wir im Cafe Dauban. Hier gibt es jeden Abend ein neues Themenbuffet, das sich allerdings von Woche zu Woche wiederholt. Das Essen hier ist kein kulinarisches Highlight, ich würde es mal massenkompatibel nennen. Nicht zu scharf, nicht zu würzig, nicht zu salzig, aber eine große Auswahl an unterschiedlichen Speisen und ein ausgesprochen aufmerksamer Service. Insgesamt haben wir 4 Buffet-Abende mitgemacht, die restlichen Abende hatten wir einen Tisch in einem der 4 wunderbaren Themenrestaurants des Hotels.

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Den ersten Tag haben wir genutzt um die drei Strände zu erkunden, die man alleine zu Fuß erreichen kann. Die Laufzeit 10, 15 und 30 Minuten war zwar etwas optimistisch angegeben, aber es hat sich gelohnt. Hin und zurück waren wir in etwa 4 Stunden unterwegs. Zum Glück hatten wir eine Flasche Wasser dabei. Zu Beginn ist der Weg noch klar erkennbar. Dann wird er immer verwilderter. Wir sehen unsere ersten Flughunde, zahlreiche Eidechsen und Krebse.

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Umso schöner ist es, als wir den ersten Strand erreichen. Sonne und Wölkchen wechseln sich an diesem Tag ab – trotzdem sind es wie an jedem Tag 29°C und es weht ein laues Lüftchen. Das Wasser hat angenehme 26°C – was will man mehr? Wir tapsen durch die Wellen und über die Steine.

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Besonders schön ist der dritte Strand. Und an keinem der Strände treffen wir andere Urlauber – einen einsameren Traumstrand kann man sich kaum wünschen!

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Hier gehen wir baden und machen Fotos von den vielen kleinen und großen Krebsen mit Häuschen…

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… und auch von denen ohne Häuschen…

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…bevor wir uns dann langsam wieder auf den Rückweg zum Hotel machen.

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Dort genießen wir den Nachmittag auf unserer Veranda und hüpfen ab und an ins Meer.

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Am Abend haben wir einen Tisch im Restaurant Sakkura reserviert. Hier gibt es asiatische Küche. Bessere Hälfte hat zur Vorspeise mariniertes Hähnchen das im Bambusblatt frittiert wurde. Etwas kompliziert zu essen – als wir fragen ob es einen Trick gibt um die kleinen Päckchen zu öffnen empfiehlt man uns das mit den Händen zu tun. Wir sollen unbesorgt sein, danach bringt man uns nochmal aromatisierte Erfrischungstücher um die Finger sauber zu machen. Ich habe einen leichten Papayasalat mit Garnelen, gefolgt von einem wunderbar gebratenen Red Snapper in Miso-Sauce, der hier fast immer der „catch of the day“ ist. Bessere Hälfte hat als Hauptgericht ein tolles grünes Hähnchencurry. Bei der Bestellung wurde ihm bereits gesagt, dass das etwas schärfer ist – da wir da absolut unempfindlich sind war das überhaupt kein Problem, die Info war aber wirklich sehr nett. Als Dessert gab es dann gebackene Banane mit Vanilleeis – süß, klebrig, lecker, da kann man nichts mit falsch machen.

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Am zweiten Tag gehen wir das erste Mal schnorcheln. Für mich war es allgemein das erste Mal, dass ich geschnorchelt bin – war aber einfacher als erwartet und somit habe ich meinen indirekten Eignungstest für den geplanten Tauchkurs bestanden. Das Meer ist an unserem Strand recht flach. Auch bei Flut ist es kaum mehr als Hüfttief. Durch das auslaufende Riff kann man aber viele kleine Fische und hinten am Riff auch einige Seeigel sehen. Badeschuhe sind außerdem empfehlenswert – durch die Korallen und Granitsteine muss man sonst ganz schön aufpassen wo man hintapst. Von unserer Villa haben wir direkten Zugang zum Strand. Hier könnte man sich die Strandliegen mitnehmen, wir liegen aber viel lieber in der Hängematte oder sitzen auf der Veranda.

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Am Nachmittag erwartet uns im Spa eine 1-stündige balinesische Massage. Das drumherum ist einfach perfekt – man wird mit einem Gläschen Zimt-Eistee in Empfang genommen und füllt einen kurzen Fragebogen aus ob man Verletzungen, Beschwerden oder Verspannungen hat. Der Zimt-Tee selbst dient dabei der Entspannung. Dann wird man zu den Umkleiden begleitet wo man sich umzieht. Von dort aus geht es ein paar Stufen weiter den kleinen Berg hinauf in den nächsten Ruhebereich – hier erwartet uns ein Zitronengrastee (diesmal warm), entspannende Musik und ein paar Geckos flitzen schüchtern umher. Wieder werden wir abgeholt und ich lasse mir gleich erstmal erklären wie die zwei Tees gekocht werden. Keine Sorge – das erfahrt ihr in den nächsten Tagen auch noch, versprochen! Das letzte Häuschen ist die pure Entspannung. Die Temperatur ist nicht zu warm und nicht zu kalt, trotzdem fragt man uns ob es für uns so angenehm ist. Nach einem kurzen Fußbad dürfen wir auf den nebeneinander stehenden Liegen Platz nehmen und unsere Massage genießen. Gesprochen wird nur in leisestem Flüsterton und auch nur um zu fragen: „ist der Druck in Ordnung?“ Nach dieser Stunde ist aller Stress von den Hochzeitsvorbereitungen wie weggewischt.

Auf dem Rückweg laufen wir am Strand entlang – die Anlage erstreckt sich vom Hafen aus ungefähr einen Kilometer den Strand hinunter. Man kann sich aber auch jederzeit einen Buggy kommen lassen. Wir genießen aber meistens unsere Spaziergänge am Meer.

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An diesem Abend essen wir wieder im Cafe Dauban – es gibt ein BBQ Buffet mit vielen verschiedenen Gerichten.

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Viel netter ist es aber am nächsten Abend – da haben wir einen Tisch im Portobello reserviert. Das Portobello ist ein italienisches Restaurant mit einer großartigen Küche.

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Ich bin eigentlich niemand, der immer das Gleiche bestellt – aber für die Vorspeise, ein Thunfischtartar mit Zitronensorbet – habe ich da gerne eine Ausnahme gemacht. Das war so unglaublich gut, dass ich es in den nächsten Tagen unbedingt nachmachen muss. Aber zum vollen Programm – auch hier gibt es drei Gänge. Vorab allerdings einen Gruß aus der Küche und ein Tellerchen mit verschiedenem Brot, Olivenöl und Olivenpaste. Ich habe dann das Thunfischtartar, Bessere Hälfte das gegrillte Hähnchen mit Apfel.

Für mich gibt es als Hauptgang die Seafood Linguini, als ich gefragt habe ob die Pasta hausgemacht ist wirkte man fast getroffen – selbstverständlich ist sie hausgemacht! Die waren einfach toll und Bessere Hälfte’s Steak war perfekt medium-rare gebraten. Meine Passionsfrucht-Minz Panacotta war ein netter Abschluss, der schokoladige Capresekuchen mit dem Sorbet zum Niederknien.

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Auch am folgenden Tag genießen wir den Strand und das Meer – außerdem melden wir uns für den Tauchkurs an. Super aufregend! Wir bekommen für die Theorieprüfung auch gleich Lektüre mit und sind an diesem Nachmittag ausgesprochen fleißig am Lernen. Erforderlich ist ein Theorieteil über 3 Module, zwei Tauchgänge im Trainingspool und zwei im „echten Wasser“.

Am Abend geht es dann in das kreolische Restaurant, das Grann Kaz. Es ist nahe der Anlegestelle im ehemaligen Herrenhaus des Plantagenbesitzers eingerichtet.

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Hier kann man in traumhafter Atmosphäre auf der Terrasse sitzen (oder auch drinnen – ganz wie man möchte). Die obere Etage ist eine Art kleines Museum mit den historischen Möbeln, Lampen und Schreibtischen. Wirklich sehr nett gestaltet.

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Hier habe ich mich in die kreolische Küche verliebt. Teilweise ganz schlicht, teilweise so raffiniert und voller Gewürze – aber immer darauf bedacht alle Aromen zur Geltung zu bringen. So würde ich das Essen hier beschreiben. Was lustig ist: man muss sich einigen. Es gibt 5-Gänge und alle werden für zwei Personen serviert.

Wir entscheiden uns also für einen Salat mit geräuchertem Blue Marlin, gefolgt von einer Fisch Bouillabaise mit feiner Zimtnote. Danach gibt es einen im Bananenblatt gegarten job fish – auf meine Frage was für ein Fisch das ist erklärt man mir es wäre ein länglicher Fisch mit weißem Fleisch. Der wird probiert und ist wirklich sehr gut. Eine passende Übersetzung habe ich leider nicht gefunden, es scheint aber auch ein Snapper zu sein. Danach gibt es ein leckeres, scharfes Rindercurry und als Dessert Kokosnougatkugeln und Passionsfruchtsorbet. Wir lassen uns dann noch von einem Glas Rum überzeugen – der wird auf der Insel gemacht und ist wirklich sehr gut gewesen. Wir haben uns allerdings ein Glas Orangenrum geteilt, 4cl sind doch eine ganze Menge. Den Rückweg laufen wir zu Fuß – es ist zwar dunkel, aber die 12 Minuten tun uns nach diesem reichhaltigem Essen wirklich gut.

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Am nächsten Morgen habe ich mir sicherheitshalber von der Rezeption eine Waage gewünscht… nur um Zuhause keinen Schreck zu bekommen… ihr versteht schon was ich meine.

Der nächste Vormittag unserer Flitterwochen auf den Seychellen beginnt mit einem Trainingstauchgang im Pool. Wir werden versenkt und machen viele Übungen. Am Nachmittag geht es dann schon raus ans Riff. Alleine die Fahrt dorthin ist wunderschön – wir sehen die Flughunde an der Küste entlang fliegen. Am Black Rock wird dann getaucht. 12m tief und eine Stunde unter Wasser. Wir sehen eine Schildkröte, hunderte bunte Fische, einen großen Polpo und wunderschöne Korallenriffe. Wir können den zweiten Tauchgang kaum erwarten!

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Hier mache ich eine kurze Pause – Teil 2 findet ihr hier!

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Ein Wochenende am Chiemsee

Ein Wochenende am Chiemsee

Ich habe es euch ja bereits erzählt – nach unserem Besuch beim Rewe Pro Planet Partner Gemüsebau Steiner, wo wir uns davon überzeugen durften, dass man auch in Deutschland nachhaltig Tomaten und Parika anbauen kann, ging es weiter nach Prien am Chiemsee. Warum ausgerechnet Prien? Weil wir unbedingt in das Restaurant Rehmann gehen wollten. Aber von vorne…

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Wir sind also am Donnerstag gegen 18Uhr im Hotel Schlossblick* in Prien am Chiemsee* angekommen. Da draußen noch strahlender Sonnenschein auf dem Programm stand haben wir uns dort nicht lange aufgehalten sondern direkt die nähere Umgebung erkundet. Die Luft ist klar und die Sicht wunderbar.

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Nach einem kleinen Spaziergang machen wir uns ausgehfein und gehen in das kleine italienische Restaurant neben unserem Hotel. Bessere Hälfte ist noch satt von den Mini-Schnitzelchen mit denen wir mittags gefüttert wurden, entscheidet sich aber für eine Pizza. Mich lachen die Rote Bete Tagliatelle mit den Steakstreifen und der Meerrettichsauce an. Dazu ein Glas Wein – so darf der Abend gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen sind wir gegen 9Uhr beim Frühstück – wir haben schließlich noch viel vor. Zuerst geht es mit der Fähre zur Fraueninsel.

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Das dauert in etwa 35 Minuten, die wir bei strahlendem Sonnenschein und ausgesprochen frischem Fahrtwind auf Deck verbringen. Die Fraueninsel ist wirklich sehr schön, wir spazieren ein bisschen über die Insel, sitzen in der Sonne, genießen das gute Wetter und die Ruhe.

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Nach einem Blick in die Kirche geht es noch in den kleinen Souvenirshop, für Bessere Hälfte gibt es etwas Marzipan, für mich einen Gläschen Rosmarin-Sirup mit dem ich euch schon bald die ersten Experimente zeigen werde.

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Mit der nächsten Fähre fahren wir auf die Herreninsel. Wir wandern direkt auf den Berg, hoch zum Schlossrestaurant und essen in der Sonne ein Stück Prinzregententorte.

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Dann entscheiden wir uns zugunsten des guten Wetters für einen ausgedehnten Spaziergang und verschieben den Besuch im Schloss auf den nächsten Tag. Da soll es nämlich regnen.

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So geht es am späten Nachmittag zurück nach Prien. Wir trinken unter den Heizstrahlern im kleinen Biergarten am Wasser noch einen Kaffee, bzw. Tee und erkunden danach ein wenig den Ort. Der ist doch größer als gedacht… zumindest geht es gefühlt immer und in alle Richtungen bergauf.

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Ab ins Hotel – wir machen uns fertig für unseren Besuch im Restaurant Rehmann – aber darüber habe ich ja bereits hier berichtet.

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Der Samstag beginnt nicht ganz so schlecht wie angekündigt. Bewölkt – ja, kalt – oh ja, aber kein Regen. Nach dem Frühstück bringt uns die Fähre zur Herreninsel. Dort kaufen wir direkt unsere Tickets für die Schlossbesichtigung und machen uns auf den Weg. Ich kann nur empfehlen Wasser mitzubringen. Eine kleine Flasche stilles Wasser hat mich im Schloss fast 4€ gekostet. Das ist mehr als auf dem Empire State Building! *grummel*

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Die Tour lohnt sich aber auf jeden Fall – die fertigen Räume im Schloss sind wirklich wunderschön und zeigen was passiert, wenn man bei der Bauplanung immer artig „ja“ sagt. Man hat es schön und geht pleite. Durch den Park geht es zurück zur Anlegestelle. Ganz gemütlich, wir haben ja Zeit. Kurzerhand entschließen wir uns nochmal für einen Zwischenstopp im Schlossrestaurant auf dem Berg. Bessere Hälfte’s Wurst mit Kartoffelpüree und Sauerkraut war allerdings genau so wenig ein Knüller wie meine Sachertorte. Schade irgendwie.

Am Nachmittag beginnt es zu regnen. Weil im Hotel so davon geschwärmt wurde gehen wir in das Hauseigene Steakrestaurant. Kann man machen, muss man aber nicht. Keiner fragt wie wir unser Steak möchten, als wir proaktiv anmerken, dass wir es gerne medium-rare hätten wirkt die Dame etwas genervt. Das Steak kommt allerdings sehr gut gebraten, da kann man nix sagen. Der offene Rotwein war leider verdammt kalt und hat nicht gerade Lust auf mehr gemacht… es passiert schon selten, dass wir ein halbes Glas stehen lassen. Wie gesagt, kann man machen – muss man aber nicht.

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Am Sonntag fahren wir in aller Frühe im Regen los und kämpfen uns durch das volle Programm Regen, Schnee und Nebel zurück nach Berlin.

Ein schöner Kurztrip an den Chiemsee!




Vreni Giger’s Jägerhof in Sankt Gallen

Vreni Giger’s Jägerhof in Sankt Gallen

Ende Januar hat es mich beruflich nach St. Gallen verschlagen. Das angesagte Wetter: kalt, grau, brrrr….

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Am Dienstag Abend bin ich angereist. Um am nächsten Tag einen kurzen Weg zu haben, habe ich mich im 3*** Hotel Jägerhof einquartiert. Mein kleines Einzelzimmer befindet sich direkt unterm Dach, es ist schlicht, aber nett eingerichtet und sauber – was will man mehr. Schon beim ersten Blick auf die ausgelegten Zeitschriften wird mir klar – das scheint hier keine kulinarische Einöde zu sein!

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Es lebe das freie WLAN – natürlich habe ich sofort gegoogelt wo ich hier eigentlich gelandet bin. Und das hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Dieses kleine Hotel hat ein im Gault Millau mit 17 Punkten bewertetes Spitzenrestaurant vorzuweisen! Vreni Giger schwingt hier im Vreni Giger’s Jägerhof mit ihrem Team den Kochlöffel. Ich überlege einen Moment hin und her, die Umrechnung von Schweizer Franken in Euro ist nicht gerade vorteilhaft und ich bin eigentlich kein „alleine Esser“… aber der Blick auf die Karte und die Neugierde treiben mich an. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Wenn ich alleine unterwegs bin trinke ich keinen Wein, dazu bin ich dann einfach nicht in Stimmung. Man könnte das hier aber durchaus gut, da ein Großteil der Flaschenweine auch als Glas angeboten wird. Preislich fair mit 1/7 des Flaschenpreises.

Ich entscheide mit für einen Spinatsalat mit Kartoffel- und Gemüsechips als Vorspeise und eine kleine hausgemachte Pasta, die Taleggiotrianglioni mit vers jus.

Vorab gibt es etwas Brot – Walnussbrötchen und Kürbiskernbrot mit hausgemachter Butter in den Geschmacksrichtungen Trüffel, Fleur de sel und Preiselbeere. Man darf wählen welche Buttersorten man gerne kosten möchte. Gerne auch alle drei. Ich liebe solche Butter-Brot Kombinationen und wäre auch mit diesem kleinen Abendbrot schon zufrieden gewesen.

Dann kommt ein kleiner Gruß aus der Küche – eine gefüllte Ofenzwiebel mit einer Backpflaume. Etwas das ich vermutlich nie bestellt hätte und das mich so positiv überrascht hat, dass es unbedingt nachgekocht werden muss.

Es folgen der Salat mit den leckeren Gemüsechips. Kartoffel, rote und bunte Bete (hier auch als Randen bekannt), Süßkartoffel – ich mag das.

Dann gibt es die wunderbare Pasta mit einem mir bis dahin unbekannten Käse, dem Taleggio. Mal schauen, ob ich den hier in Berlin bekomme.

Zum Abschluss wird ein Tablett mit hausgemachten Pralinen präsentiert von denen man eine wählen darf. Ich kann nicht anders als Salted Caramel zu kosten – es gab aber so unglaublich viele Varianten, dass die Schlagworte Kokos, Amarettini, Lebkuchen, Baileys, Mini Nougat Baumstamm, Jägermeister und Vanille die tolle Auswahl nicht annähernd beschreiben können. Es waren aber auch einfach zu viele um sich alles zu merken.

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Ganz klar, sollte ich einmal mit Bessere Hälfte nach Sankt Gallen* kommen wird hier gegessen… und dann gibt es ganz sicher eins der tollen Menüs und einen guten Wein!

Für Sightseeing hat man ja bekanntlich wenig Zeit wenn man beruflich unterwegs ist – ich laufe am nächsten Tag aber mit meinem Köfferchen flott die 20 Minuten zum Bahnhof und werfe dabei wenigstens einen kurzen Blick auf die Altstadt mit der Fürstabtei und den niedlichen Gassen. Im Frühling kann man hier sicher gut sitzen, mit einem Kaffee oder einem Glas Wein…

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Impressionen einer italienischen Hochzeit

Impressionen einer italienischen Hochzeit

Ich möchte dieses Jahr mit einer schönen Erinnerung ausklingen lassen. Es ist schon ein paar Tage her, dass wir im Oktober in Süditalien waren. Über unseren Tag in Neapel habe ich euch bereits berichtet – für diesen Teil, den Bericht über eine „ganz normale“ süd-italienische Hochzeit, hier wollte ich mir erst das Okay der Braut holen. Die war aber erst noch ein paar Wochen auf Hawaii flittern und wie es dann immer so ist, plötzlich sind 3 Monate um. Trotzdem möchte ich euch diesen wunderbaren Tag nicht vorenthalten.

Am Freitag Mittag startet der Flieger von Berlin nach Neapel. Von dort aus nehmen wir den Mietwagen nach Potenza, wo wir am späten Nachmittag ankommen. Das Brautpaar hatte für uns und über 40 weitere angereiste Gäste zwei Nächte im Grande Albergo Potenza* gebucht. Neben einem geräumigen Zimmer hatten wir hier auch einen tollen Ausblick. Den Abend haben wir gemütlich, mit einem kleinen Spaziergang durch die Altstadt und einem leckeren Essen, ausklingen lassen.

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Samstag früh – kurz nach 10:00 Uhr, direkt nach dem Frühstück holen zwei Reisebusse die Gäste vom Hotel ab. Es geht bergauf und bergab über Serpentinen und schmale Straßen bis wir nach knapp 1 Stunde an der Kirche Santuario della Madonna di Monteforte, in Abriola, ankommen. Strahlend blauer Himmel, sommerlich warme Temperaturen und Sonnenschein ohne Ende erwarten uns. Wir nutzen die Zeit vor der Trauung um Fotos zu machen und die Umgebung zu erkunden. Der Weg zur Kirche wurde für die Braut mit einem roten Teppich ausgelegt, überall findet sich Blumenschmuck – eine wahre Traumlocation.

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Die kleine Kirche ist von Innen genau so bezaubernd wie von Außen. Und weil es sich in katholischen Kirchen so gehört haben wir natürlich alle ein Jäckchen dabei um unsere Schultern zu bedecken. Der Fotograf, seine Assistentin und der Mann für das Video sind bereits fleißig damit beschäftigt uns Gäste für die Ewigkeit festzuhalten. Rund 100 Gäste warten gespannt auf die Braut…

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… die dann natürlich auch erscheint. Da die Trauung selbst auf italienisch war konnte man nicht alles verstehen, aber für manche Momente braucht es auch einfach keine Übersetzung. Die wunderbare Stimmung und die Emotionen im Raum hatten ihre eigene Sprache. Am Ende der Zeremonie haben wir uns vor der Kirche versammelt und das Brautpaar mit einem Konfetti-Reis Regen empfangen.

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Nach einem Sektempfang und ein paar kleinen Häppchen mit Schinken und Parmesan um den ersten kleinen Hunger zu stillen ging es mit dem Bus weiter in den Parco Ricevimenti Pierfaone. Eine ganz bezaubernde Location – der Blick über die Berge, das feine Servicepersonal, das Wasser, die Brücke, Blumenbögen, der Empfang draußen auf der Terrasse – einfach rundum perfekt. 200 Gäste werden an ihren Tischen gruppiert – mit Platzkarten würde man hier nicht mehr weiter kommen.

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Die ersten Gänge gibt es draußen auf der überdachten Terrasse. Mein italienisch ist noch nicht einwandfrei, aber einige Gänge konnte ich mir schon herleiten bevor sie auf dem Tisch standen. Ein Gang endet übrigens nicht bei den Sternchen, sondern jede Zeile stellt einen Gang in diesem ausgiebigen Menü dar.

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Die ersten Vorspeisen und Häppchen werden serviert. Dazu gibt es Live Musik mit Saxophon. Danach haben alle Gäste nochmal die Gelegenheit dem Brautpaar persönlich zu gratulieren.

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Jetzt geht es weiter in den Innenbereich. Auch hier sind die Tische wieder wunderschön eingedeckt. Unser Grüppchen findet seinen Tisch wieder – wir haben einen guten Blick in Richtung Tanzfläche und zur Live Band. Wir haben uns Mühe gegeben alle Gänge zu dokumentieren, aber ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon sind einem die tollen Lunotti di Ricotta oder die flûte al limone entwischt. Zwischen den Gängen sind wir ein bisschen spazieren gegangen, das schien aber eher eine deutsche Unart zu sein – die Italiener haben entweder zwischendurch getanzt, oder einfach munter fröhlich weiter gegessen. Es gibt Gerüchte, dass einige Gäste sogar sämtliche Gänge des Menüs vollständig aufgegessen haben…

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Als Auftakt zum großen Finale wird draußen, auf der Brücke vor dem Springbrunnen, mit toller Beleuchtung die Torte angeschnitten…

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… und mit der Torte geht es dann wieder hinein, diesmal in den Lounge Bereich, der ebenfalls für alle 200 Personen eingedeckt ist. Und wie er das ist – lange Tafeln mit Laternen, kleinen Torten (die jede für sich hübsch wie kleine Hochzeitstorten sind), kleines Gebäck, Teilchen mit Cremefüllung, Süßigkeiten und Obst erwarten uns dort unten.

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Ab jetzt sorgt ein DJ für die musikalische Begleitung und die angefutterten Kalorien können nach der Torte zu mindestens 3% wieder von den Hüften getanzt werden.

Später in der Nacht geht es dann mit dem Bus zurück ins Hotel.

Danke liebes Brautpaar, dass wir diesen wunderbaren Tag mit euch feiern durften!

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24 Stunden Neapel – was man unbedingt sehen muss!

24 Stunden Neapel – was man unbedingt sehen muss!

Kurztrips sind generell immer schwierig – man weiß schon vorher, dass man nicht alles sehen kann, trotzdem möchte man das Wichtigste nicht verpassen. So ging es uns Mitte Oktober, als wir für ziemlich genau 24 Stunden in Neapel waren. Natürlich sind wir nicht nur für 24 Stunden dorthin geflogen, die liebe Dr. Michi hatte uns auf ihre wunderbare Hochzeit nach Potenza eingeladen. Da haben wir am Ende noch einen Tag angehängt bevor es zurück nach Berlin ging.

Nachdem wir den Nachmittag in Pompei verbracht haben sind wir am frühen Abend im Hotel San Pietro* angekommen. Das Hotel selbst ist wirklich schön und für einen Erkundungstripp in die Stadt gut gelegen. Das Personal vom Empfang, über das Restaurant auf der wunderschönen Dachterrasse ist ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Leider ist die direkte Umgebung rund um das Hotel Abends etwas gruselig. Nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte und die hübsch gestaltete Dachterrasse fiel uns die Entscheidung Abends im Hotel zu essen aber keine Sekunde lang schwer.

Noch bevor wir die Bestellung aufgeben steht unser Tisch voll mit hausgemachtem Brot, Oliven und anderen Snacks. Dazu ordern wir eine Flasche Rotwein und das Roastbeef mit gegrilltem Gemüse das einfach nur traumhaft war.

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Ein sonniger Tag erwartet uns, als wir am nächsten Morgen um 8:00Uhr auf der Dachterrasse frühstücken. Gegen 18:00 werden wir zum Flughafen aufbrechen, uns bleiben also 10 Stunden um in der Nähe vom Bahnhof das Auto abzugeben und dann zu Fuß die Stadt zu erkunden. Im Hotel hat man uns eine schöne Tagesroute mitgegeben und die laufen wir ab.

Zuerst geht es zum  Dom, dem Duomo di Santa Maria Assunta. Jede Nische des von außen fast schlichten Gebäudes ist prunkvoll und mit Liebe zum Detail gestaltet. Besonders die Deckenmalereien sind wunderschön.

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Vergesst auf keinen Fall euch die Seitenflügel und die Krypta anzuschauen. Der Eintritt ist übrigens frei, am Ein-/Ausgang steht aber eine Kollekte in die man eine kleine Spende wirft.

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Wir laufen durch die Straßen und machen auf der Via del Tribunali einen kurzen Stop um in einem der Straßencafés vor der Basilica di San Paolo Maggiore einen Kaffee, bzw. einen Orangensaft zu genießen. Englisch wird hier wenig gesprochen, aber man schafft es irgendwie sich zu verständigen.

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Was man in Neapel unbedingt gesehen haben muss sind die Katakomben im Untergrund, die Sotterranea. Es ist so unglaublich beeindruckend, wie viel von den alten römischen und griechischen Fundamenten noch erhalten ist. Da die große Tour erst um 12 Uhr starten sollte haben wir uns für die kleiner Variante, die Scavi di San Lorenzo Maggiore, entschieden. Die englischsprachige Tour mit vier anderen Touristen war perfekt für uns.

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In der kleinen Gruppe konnten wir unserer Führerin jederzeit Fragen stellen und waren beeindruckt, an welchen Dingen man heute noch erkennen kann wozu die verschiedenen Läden auf der Marktstraße einmal genutzt wurden. Da gab es unter anderem die Bank, die Wäscherei, den Bäcker, ein paar Lager, den Fischmarkt und eine Schule.

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Zurück in der wärmenden Sonne geht es weiter durch die Straßen, zuerst die Via S. Gregoria Armeno hinunter und dann direkt auf die Via San Biagio Dei Librae (die man auch als Motiv auf zahlreichen Postkarten sieht). In zahlreichen Läden gibt es Schnickschnack ohne Ende – wir nehmen uns einen Puncinella mit.

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Es zieht uns weiter die Straße entlang, über hübsche Plätze, wie den Piazza San Domenico Maggiore, mit ihren vielen Cafés.

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Als nächstes steht die Piazza del Gesu auf unserem Plan. Hier liegen sich zwei Kirchen direkt gegenüber – die Basilica di Santa Chiara mit ihrem Glockenturm und die Chiesa del Gesu Nuovo. Wir schauen uns zuerst die Basilica di Santa Chiara an. Sie wirkt fast schlicht, hat aber ihren eigenen Charme…

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Die Chiesa del Gesu Nuovo hingegen wirkt mit der stacheligen Fassade fast bedrohlich….

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… der prunkvolle Innenraum bildet da einen starken Kontrast. Auch hier kann man sich kaum entscheiden ob man lieber an die Decke oder auf den Boden schaut.

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Wir schlagen über die Via Toledo einen Bogen in Richtung Wasser – auf dem Weg dorthin kommen wir an der Galeria Umberto vorbei die uns stark an Mailand erinnert. Dann geht es zum Piazza del Plebiscito mit der Basilica Reale San Francesco di Paola und dem Palazzo Reale di Napoli. Leider sind hier rundum Renovierungsarbeiten im Gange und uns bleibt nur der Blick von draußen. Ein kurzer Zwischenstop in einem kleinen Restaurant für ein Gläschen Wein, die Sonne und das geschäftige Treiben muss man einfach genießen. Im Hafen sieht man schon von weitem die Kreuzfahrtschiffe liegen, wir wollen aber zuerst in Richtung Castel.

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Die Strecke am Wasser über die Via Partenope läuft sich sehr schön. Wir sind nicht überrascht, dass wir in dieser Ecke der Stadt gleich drei Hochzeitsshootings und einen Videodreh sehen.

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Am Castel dell’Ovo setzen wir uns in eine nette Pizzeria und genießen das Essen mit Blick auf das Meer. Wenn wir das nächste Mal nach Neapel kommen werden wir uns ganz sicher hier in dieser Ecke ein schönes Hotel* suchen.

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Schade, dass wir nur diesen einen Tag haben, sonst würden wir hier sicher mehr Zeit verbringen.

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Wir laufen am Wasser entlang zurück zum Hafen wo die großen Kreuzfahrt-Riesen liegen. Leider haben wir keine Zeit mehr uns das Castel Nuovo von Innen anzuschauen.

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Wirklich sauber sind die kleinen Straßen leider nicht, trotzdem sind die Plätze gepflastert mit netten, kleinen Bars und Cafés die einen geradezu dazu einladen noch einen Aperol Spritz zu trinken…

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Gemütlich und mit müden Füßen schlendern wir zurück zum Hotel um unsere Koffer abzuholen. Ein paar Minuten lang genießen wir noch die Ruhe und die Stimmung auf der Dachterrasse, dann geht es zum Flieger und zurück ins kalte Berlin. Aber fest steht:

wir kommen wieder nach Neapel!

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Limoncello am Gardasee (2)

Limoncello am Gardasee (2)

Heute gibt es hier Teil 2 meines Reiseberichts vom Gardasee. Es ist Freitag – auf nach Mailand*! Weit ist es nicht, in gut zwei Stunden ist man dort. Ich bin ja ein Fan der italienischen Autofahrmentalität. Dicht auffahren und drängeln ist ok, geblinkt wird nicht um den eigenen Spurwechsel anzuzeigen, sondern um dem Vorrausfahrenden zu zeigen wo er gefälligst hin soll. Beim Spurwechsel wiederum ist es wichtig nicht zu blinken, das würde sonst nur zu Verwirrung führen. Den macht man entweder beherzt in die kleinste Lücke, oder sehr langfristig indem man sich über mehrere hundert Meter langsam auf die Nebenspur vorarbeitet. Wie auch immer – in Mailand angekommen geht es zuerst in Richtung Mailänder Dom.

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Dort ewartet mich die große Enttäuschung. Ich habe eine Jacke dabei um meine Schultern zu bedecken, aber meine Hose – die nun wahrlich weit von einer Hot Pants entfernt ist – ist zu kurz. Ist jetzt nicht euer Ernst, oder? Da dürfen Mädels rein deren Rock deulich kürzer ist als meine Hose! Hilft alles nix, ich bleibe draußen und Bessere Hälfte soll kurz alleine rein gehen. Kurz danach tauchen die Tuchverkäufer auf die für 3 Euro Wickelröcke verkaufen. Tief durchatmen, nicht ärgern. Wir trösten uns mich mit einem Glase teuren, aber extrem unspektakulären Chianti Classico, Melone mit Schinken und einem Panini-Capri für Bessere Hälfte. Zu meiner Melone gab es auch Brot. Das wandert aber direkt in meine Tasche, ich will Tauben füttern.

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Das Problem mit den Tauben ist das folgende – die lokale „Mafia“ verkauft Mais um die Tauben zu füttern. Ich sage das noch zu Bessere Hälfte und er entgegnet: „als ob die ein Monopol auf Taubenfutter hätten“. Was soll ich sagen – ich stehe da, fütter meine Taube, ein Futterverkäufer kommt auf mich zu um mir Futter zu verkaufen. Ich: „no, thank you“; er:“what’s that!?!“ (verdammt böser Blick auf meine Hand mit dem Brot); Ich: „Panini?“ Sagen wir es mal so, ich habe mich zügig an den Rand vom Platz verkrümelt.

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Wir laufen noch zur Basilica di Sant’Ambrogio. Die Anlage ist sehr schön, aber im Burggraben sind soooo viele Kätzchen. Bessere Hälfte sagt wenn ich mir eins hole darf ich es behalten. Ihr könnt euch vorstellen, wie schnell ich über das Geländer klettern wollte.

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Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach Limone. Der Ausblicküber en See ist von der Küstenstraße einfach toll. Wir wollen noch ein wenig durch den Ort bummeln und meine Pasta und Steinpilzvorräte auffüllen. Im Hotel gibt es aber erst noch einen Aperol-Spritz.

2014-07-045 So richtig kann ich mich noch nicht entscheiden, also wird das Vorratsshopping auf den folgenden Tag verschoben.

Den Abend verbringen wir wieder im Restaurant vom Monte-Baldo. Diesmal haben wir einen Tisch auf dem Balkon – wirklich traumhaft! Zur Vorspeise gibt es Vitello Tonato mit einer extrem leckeren Thunfischcréme. Danach hat Bessere Hälfte Hähnchenroulade mit Salbei auf Kartoffelpüree, ich nehme die Tagesempfehlung – Tortelloni mit Reh, in Salbeibutter geschwenkt. Beides war wirklich sehr gut. Als Dessert haben wir wieder den Käse mit der hausgemachten Marmelade genommen. Dann sind wir satt und zufrieden zurück ins Hotel gerollt.

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Samstag – die Zeit vergeht schnell, es ist unser letzter Tag. Das Wetter ist super und wir verbringen den Vormittag und Mittag am Pool. Am See war es ganz schön voll. Dann wurde geshoppt was das Zeug hält. Getrocknete Steinpilze, zahlreiche Pasta, mit Orangen, mit Steinpilzen, mit Salbei, mit Streifen, noch eine weitere Olivenpaste und Limoncello für Limoncello Spritz auf meiner B-day Party.  Es ist großartig mit dem Auto in den Urlaub zu fahren.

Für den Abend haben wir einen Tisch im La cantina del baffo reserviert. Das Restaurant ist etwas versteckt auf dem Dach von einem Supermarkt gelegen. Wir haben einen Tisch auf der Terrasse reserviert und wie gewünscht einen in erster Reihe bekommen. Hier gibt es tolle Menüs die sich immer wieder spontan ergeben und deshalb nur mündlich vorgertragen werden. Das aber mit einer solchen Begeisterung, dass man nichts anderes mehr probieren möchte. Das Menü an unserem Abend richtet sich nach Fischfang. Wir bestellen dazu einen Weißwein und sind gespannt. Wir sind auch nicht die Einzigen die das Menü nehmen. Kaum jemand isst à la carte. Fangen wir an, als Apetizer gibt es kleine Fischklöschen und Garnelen in frittierter Pasta. Dem folgt eine Vorspeise von dünn aufgeschnittenem, mariniertem Hecht. Dazu Blätterteig mit Sesam und eine frische Joghurt-Schnittlauch Sauce.

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Primi Piati – Hecht-Ravioli mit grüner Kräutersauce die wirklich sehr gut gemacht sind. Im Hautgang folgt Zander auf einem Bett aus Tomaten und Kapern mit grünen Oliven und Olivenöl. Der Fisch ist super zart gebraten und wir sind hin und weg von dem Tomaten-Kapern Mix.

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Das Dessert wird von der Karte gewählt. Bessere Hälfte nimmt ein Tiramisu, ich lasse die Waffeln mit Rum, Nüssen und Café-Eiscréme empfehlen. Die Waffeln sind eher sehr dünne Bisquitschichten. Mit knackiger Schokolade und einem würzigen Honig ein toller Abschluss für ein herrliches Menü.

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Dann die Überraschung zur Rechnung – es gibt noch ein Tellerchen mit kandierten Weintrauben, Heidelbeeren, Rosenblättern, außerdem Erdbeeren mit weißer Schokolade und Bisquit mit dunkler Schokolade. Rundum glücklich machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel.

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Die Nacht ist kurz, am Sonntag brechen wir um 4 Uhr auf. Dadurch entgehen wir dem großen Rückreiseverkehr und schaffen es in 10 Stunden zurück nach Berlin.

Ich hoffe ich konnte euch zeigen, dass man auch in kleinen Touristenstädtchen gut essen kann. Man muss nur gründlich suchen und rechtzeitig einen schönen Tisch reservieren!




Limoncello am Gardasee

Limoncello am Gardasee

Ich habe mit diesem Bericht schon wieder ein bisschen getrödelt – eigentlich waren wir schon Anfang August am Gardasee. Im Vergleich zu den glücklichen Süddeutschen haben wir dorthin eine etwas längere Anfahrt, also brauchen wir auch ein Verlängertes Wochenende. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch ging es los und nach 10 Stunden Fahrt sind wir an unserem Ziel, Limone sul Garda*, angekommen. Wir waren ja vor zwei Jahren als Einstige in unsere Toskana-Reise bereits in Limone und haben uns diesmal wieder für das gleiche Hotel, das Hotel Limone*, entschieden. Nicht weil es so spektakulär war, es ist ein nettes, kleines Hotel mit super freundlichem Service, sondern weil man von dort so einen traumhaften Blick auf den Gardasee hat. Die Zimmer sind schlicht, aber sauber, WLAN ist kostenfrei und das Hotel ist gut gelegen um schnell und einfach in die Stadt runter zu laufen. Als wir um halb zehn ankommen melden wir uns vorsichtig an der Rezeption – wir sind schon da, wann dürfen wir denn in unser Zimmer? Die Dame flitzt sofort los und kommt fröhlich wieder – das Zimmer ist schon fertig, wenn wir möchten sofort. Natürlich möchten wir, nach der langen Fahrt gibt es nix Schöneres als frische Klamotten, Zähneputzen und einfach „angekommen“ sein. Das Wetter war am ersten Tag eine Katastrophe, also starten wir mit einem Prosecco auf der überdachten Terrasse bevor wir gegen Mittag in den Ort laufen.

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Diesmal sind wir fest entschlossen ein schönes Restaurant für den Abend zu finden, vor zwei Jahren hatten wir hier nicht gerade einen kulinarischen Höhenpunkt unserer Reise.

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Durch Zufall laufen wir am Restaurant Monte Baldo vorbei das direkt zum gleichnamigen Hotel* gehört. Hier sieht es nett aus. Und ein Blick auf die Speisekarte lässt hoffen, dass es hier nicht die typische Touri-Fütterung gibt. Wir reservieren einen Tisch für den Abend und laufen noch ein wenig am Wasser entlang.

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Zurück ins Hotel und ein bissl aufgebrezelt – dann geht es zum Essen. Unten möchten wir nicht so gerne sitzen, also werden wir nach oben begleitet. Die Tische auf dem Balkon sind leider schon reserviert, aber auch drinnen sorgen die rustikalen Holzbalken im Kontrast zu den hübsch eingedeckten Tischen für ein gemütliches Ambiente. Einziges Manko am ganzen Abend: ich musste nach der Weinkarte fragen. Nur weil ich erst 30 bin bedeutet das nicht, dass ich keine Flasche bestelle! Halb so wild, wir lassen uns von einem Aperitiv in Form von Limoncello Spritz begeistern. Seit diesem Moment bin ich süchtig danach. Dann entscheide ich mich für ein T-Bone vom Kalb mit gegrillten Tomaten. Bessere Hälfte nimmt geschnittenes vom Rind mit mariniertem Radicchio und als Beilage Semmelknödeln im Mangoldmantel. Dazu trinken wir einen recht jungen Chianti Classico Riserva der gut, aber nicht außergewöhnlich war.

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Das Essen kommt und wir sind rundum glücklich. Unser Fleisch ist perfekt gebraten und besonders die Manglod-Semmelknödelkreation ist eine tolle Beilage.

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Eigentlich sind wir satt. Und es war ein langer Tag. Und wir sind satt. Aber wenn man die Dessertkarte erstmal in der Hand hat legt man sie auch nicht einfach wieder weg. Da wir nicht in süßer Stimmung sind nehmen wir die ausgesprochen leckere Käseselektion mit hausgemachter Zwiebel- und Orangenmarmelade. Nebenbei reservieren wir noch einen Tisch für den übernächsten Abend – da möchten wir nämlich auf dem Balkon sitzen.

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Dann geht es durch das nächtliche Limone zurück ins Hotel.

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Donnerstag  – strahlender Sonnenschein und perfektes Ausflugswetter. Wir nehmen die Fähre und fahren ans andere Ufer nach Malcesine*. Der Ort ist anders als Limone, etwas verspielter, aber auch deutlich überlaufener.

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Wir schlendern ein bisschen umher und nehmen ein paar Olivenpasten und gutes Olivenöl mit. Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn auf den Berg fahren, aber die Schlange ist so lang, dass wir sicher über eine Stunde warten müssten.

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Also geht es nach gut zwei Stunden wieder zurück nach Limone.

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WIr stärken uns mit einem kleinen Mittagessen im Restaurant vom Hotel Azzure. Bessere Hälfte hat ein ausgesprochen leckeres Carpaccio und auch das Essen auf den anderen Tischen sieht toll aus – nur mein Mista Salat nach Art des Hauses erinnert ein wenig an die Überreste vom Salatbuffet. Man merkt mir mein Unglück wohl an, der Kellner kommt an den Tisch und sagt, dass er mir anmerkt das der Salat nicht meinen Erwartungen entspricht und ob er uns zur Entschädigung ein Eis anbieten darf. Darf er – und damit bin ich dann auch getröstet.

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Für den Nachmittag haben wir ein Highlight geplant – wir haben ein Motorboot gemietet. Im Vergleich zu Deutschland darf man in Italien Motorboote mit 40PS ohne Führerschein fahren! Einzige Regelen: 300m Abstand zum Ufer und der Einfachheit halber haben alle anderen Vorfahrt. Auf geht’s Capitani! Ich kann das nur empfehlen – 45 Minuten fahren, 20 Minuten irgendwo mitten im See baden und dann langsam schnell aber sicher wieder ab Richtung Hafen. Wir haben das Boot für 2 Stunden gemietet. Da schafft man einiges an Strecke.

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Wir hatten Glück, in unserer Abwesenheit hat es in Limone ordentlich geregnet. Wir hatten zwei Stunden lang gutes Wetter.

Am Abend sind wir kurzerhand in die Cantina Altrocol, ein Grillrestaurant mit Steinofenpizza, gegangen. Man kann ja nicht jeden Abend ein ganzes Menü verputzen. Bei hohem Betrieb werden hier keine halben Sachen gemacht, da werdendie langen undrustikalen Tische kurzerhand für zwei Paare vergeben. Es sind allerdings wirklich lange Tische, so gesehen hat man genug Platz. In Paris habe ich schon dichter gesessen. Als Vorspeise teilen wir uns Muscheln in Tomatensauce (ups – fast das Foto vergessen), danach gab es einen kleinen Übersetzungsfehler in der Speisekarte – ich wollte Spaghetti mit Meeresfischen, gemeint waren aber Spaghetti mit Meeresfrüchten. Halb so schlimm, die waren auch gut. Bessere Hälfte hatte eine Pizza Casa mit Artischocken, Gorgonzola und Schinken. Mit ihrem hauchdünnen Boden hat die auch gut geschmeckt.

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Morgen geht es hier weiter…




Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs (3)

Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs (3)

Weiter geht es mit dem dritten Teil unserer Rundreise durch die USA. Ich habe ein bissl getrödelt, aber die Fotoauswahl und das Schreiben nehmen bei den Reiseberichten doch einiges an Zeit in Anspruch. Am Ende vom zweiten Teil waren wir in Erie und haben das Spiel Deutschland gegen Portugal gesehen… mittlerweile sind wir Weltmeister. So schnell kann’s gehen. Nach Philadelphia und Washington geht es also auf zur nächsten Station – wir fahren an die Niagara Fälle. Damit sind wird dann genau genommen kurzzeitig in Kanada, aber wer wird schon kritisch sein.

Unser Hotel war das Marriott Gateway on the Falls* – ein wahnsinns Hotel direkt an den Niagarafällen. Dank „Frühbucherschnäppchen“ hatten wir ein upper floor Zimmer im 29. Stock (von 31) mit Falls view. Der Wahnsinn!

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Den Nachmittag haben wir damit verbracht die Umgebung zu erlaufen. Mit Zwischenstopp zum Fußball gucken, nicht freiwillig – es gab ein kleines, aber heftiges Gewitter.

Abends haben wir im Hotel gegessen. Abgesehen davon, dass das Restaurant wirklich einen tollen Blick auf die Wasserfälle hat, hatten wir einen Voucher der knapp ein Essen abgedeckt hat. Das Restaurant Milestones Grill war wirklich sehr gut mit nettem Service und als es Abends dunkel wurde hatte man schon von hier unten einen schönen Blick auf die Lichtspiele. Die Sirloinsteaks waren perfekt gegrillt und das Gemüse hat genau so wunderbar geschmeckt wie das Knoblauch-Kartoffelpüree. Wir haben extra noch die Portobello Pilze bestellt die ausgesprochen gut dazu gepasst haben. Der Südafrikanische Shiraz hat das Ganze perfekt abgerundet.

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Der Abendliche Blick auf die Wasserfälle ist beeindruckend…

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Tag 9 – Der nächste Morgen bricht an – ich kann das Frühstücksbuffet im Hotel nur empfehlen. Und lasst euch die Omlettbar nicht entgehen!

Als erstes wollen wir einen Ausflug mit der Hornblower machen. Ich mag Bootsfahrten, also Poncho drüber und los geht’s. Es konnte ja keiner ahnen wie nass es da im „mist“ ist!

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Am Nachmittag sind wir nach Niagara on the lake* gefahren – ein super süßer, kleiner Touristenort in dem es fantastisches Eis in Nina’s Gelateria & Pastry Shop gibt. Himbeer, Kokos und Passionsfrucht Sorbet wandern in meinen Becher, Bessere Hälfte tauscht Kokos gegen weiße Schokolade – einfach nur lecker. Das Schöne ist, dass man nicht nur beraten wird, sondern mögliche Kombinationen vom Löffelchen kosten darf. „It’s my passion“ ist die Antwort auf die Anmerkung eines Gastes zu dieser tollen Beratung.

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Wir laufen auch runter zum See, Toronto sehen wir aber nicht. Vielleicht stehen wir nicht an der richtigen Stelle. Im Shaw’s Cafe gibt es einen lokalen Chardonnay aus Peninsula für mich und ein Ale für Bessere Hälfte. Der Wein hat mich nicht so richtig überzeugt, aber die Lokation war nett.

In einem Süßigkeitenladen gab es schokoüberzogene Äpfel in allen Farben und Geschmacksrichtungen. Was ich für Banane gehalten habe stellte sich bei genauerem Hinsehen als schokolierte Marshmallows raus… auch eine Möglichkeit den Wochenbedarf an Kalorien zu decken.

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Zurück an den Niagara Falls genießen wir noch etwas den Ort…

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… bevor es dann Abends in das Terrapin Grill Fallsview Restaurant geht. Nach dem Brot mit Zitronenbutter war ich schon im siebten Himmel. Wenn einfache Sachen schon sooo gut sind kann man einfach nur glücklich sein. Ich hatte dann fantastischen gegrillten Lachs mit grünem Spargel, Paprika und Reis und einem Schälchen Sauce Bernaise. Bessere Hälfte hatte pikantes, gegrilltes Hähnchen mit grünem Spargel, Paprika, Kartoffelpüree und Pilzen in Knoblauchsauce. Dazu lokale Weine, einen Merlot und einen Pinot Grigio. Ein wunderbarer Abend mit einem schönen Blick aus dem Restaurant! Preislich liegen wir hier allerdings doppelt so hoch wie im Milestones Grill, allerdings hatten wir auch hier einen Voucher von unserem Hotel bekommen.

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Tag 10 – Der Abschied am Morgen fällt mir schwer, der Ausblick war so wunderbar und beeindruckend. Ich würde gerne wiederkommen.

Etwas über 7 Stunden dauert die Fahrt nach New York. Meine Empfehlung: esst niemals bei Wendy’s. Die frittieren die Patties! Ganz grausam… armer Burger.

Als Berliner ist man ja im Stadtverkehr einiges gewöhnt, aber gegen New Yorker Taxifahrer ist das bei uns gemütliches Gruppenkuscheln. Wir waren froh, als wir das Auto in einem Stück abgeben konnten.

Unser Hotel hier war das Azure Hotel* auf Manhattan. Ich mecker nicht weil das Zimmer klein und sau teuer war, das ist ok, aber es war soooo dreckig! Die Krümel auf dem Teppich haben uns begrüßt und verabschiedet, vom Bad möchte ich nicht erst berichten. Brrr…. Beim nächsten Mal würde ich jedes andere Hotel auf Manhattan* bevorzugen.

Anmerkung 2020: mir wurde berichtet, dass man das Hotel mittlerweile renoviert hat. Es soll dort jetzt sehr nett sein.

Um den ersten Schreck zu verkraften machen wir uns auf in Richtung China Town, finden uns aber plötzlich in Little Italy wieder. Kein Problem, gibt es halt Pasta und Pizza. Die Restaurants sehen alle nett aus. Wir lassen uns in das Casa Bella ziehen. Linguine mit Venusmuscheln und Pizza mit Salami und Wurst werden bestellt. Dazu Wein und Bier. Einfach und gut.

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Tag 11 – der 19.Juni2014 – wir haben Jahrestag. Seit 4 Jahren ist der Kerl meine Bessere Hälfte, seit 12 Jahren kennen wir uns. Wir starten den Tag mit einem Sektfrühstück im Le Pain Quotidienn.

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Unser erstes Ziel für diesen Tag ist der Top of the Rocks – von hier aus haben wir einen tollen Ausblick über die Stadt und den Central Park.

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Weiter geht es zur Grand Central Station und ins Moma…

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Wir schauen uns das Plaza Hotel an und trinken noch ein Gläschen Wein, dann hat Bessere Hälfte vorab eine Kutschfahrt durch den Central Park gebucht. Der Treffpunkt mit dem Kutscher scheint nicht ganz klar und ich werde abgestellt um die Kreuzung zu bewachen. Nur zwei Minuten später fährt die Kutsche vor – Bessere Hälfte bereits drin – und die Tour beginnt. Der Kutscher erzählt munter fröhlich was wir alles sehen und wir genießen den Park. Am Cherry Hill fragt Bessere Hälfte den Kutscher ob er vielleicht ein Foto von uns machen könnte. Kein Problem, der Kutscher schnappt sich meine Kamera und steigt ab. „Willst du für das Foto nicht die Sonnenbrille abnehmen?“ fragt mich Bessere Hälfte. Mache ich gerne, auch wenn ich mich frage wie ich ohne Sonnenbrille gegen das Licht gucken soll. Im nächsten Moment kniet er schon neben mir in der Kutsche und stellt die Frage aller Fragen… die ich natürlich mit Ja beantworte. Und schon habe ich einen wunderschönen Ring am Finger und Tränen in den Augen. Ich bin halt ein hoffnungsloser Romantiker und der Mann kennt mich.

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Nach dieser wunderschönen Kutschfahrt geht es zurück ins Hotel und von dort aus nach SoHo. Im französischen Restaurant Vin et Fleurs genießen wir ein romantisches Dinner. Heilbutt mit Chorizo und Zitronensauce für mich, Steak Tartare mit Friseesalat und einem Wachtelei für Bessere Hälfte. Dazu Bratkartoffeln und ein Bordeaux (von dem mir glaubwürdig versichert wurde, dass er wegen der Chorizo auch zu meinem Fisch passt). Sehr lecker. Als Dessert haben wir ein Mousse au Chocolat mit weißer und brauner Mousse geteilt. Ein wunderbarer Abschluss für einen perfekten Jahrestag.

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Tag 12 – ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen. Eigentlich will ich garnix mehr essen, in zwölf Monaten muss ich in ein Kleid passen. Glücklicherweise sind alle Gerichte mit Kalorienangabe auf der Karte, ich entscheide mich für Brown Rice Pudding und Bessere Hälfte nimmt Schnittchen mit Schinken und Käse.

Weiter geht es Richtung Hafen. Wir wollen aber nicht mit dem Schiff fahren, wir wollen Helikopter fliegen! Wir buchen die kleine Tour, die dauert offiziell 12-15 Minuten, praktisch ist man aber eher 20 Minuten in der Luft. Wir starten Richtung Freiheitsstatue, drehen die Runde und fliegen dann ein gutes Stück den Hudson River hinauf. Der Wahnsinn – für mich war es der erste Helikopterflug und ich durfte vorne neben dem Piloten sitzen!

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Wie aufregend – jetzt will ich die Freiheitsstatue aber noch von nahem sehen. Also ab auf die Fähre. Leichter gesagt als getan, wir stehen in der prallen Sonne über eine Stunde an – ohne Wasser – bis wir endlich an Bord sind. Trotzdem war es schön, wenn auch überfüllt. Mittlerweile war es schon recht spät und wir haben uns entschieden auf Liberty Island etwas zu essen. Brrrr…. kann ich da nur sagen. Feinste Tourifütterung mit fettigen Pommes und Fertigfutter. Aber ich kann davon berichten, also habe ich wohl überlebt.

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Mit der nächsten Fähre machen wir uns auf den Weg zurück nach Manhattan. Auf Ellis Island steigen wir nicht aus, hier müsste man gut 2 Fähren abwarten bis man zurück an Bord käme.

Runter von der Fähre laufen wir über die Wallstreet…

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…bis zum nagelneuen Freedome Tower und der Gedenkstätte für den 11-September. Auch wenn der Ort wirklich wunderschön und der neue Tower mehr als beeindruckend ist, ist es doch ein trauriger Ort.

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Der Tag war lang und wir gehen zurück ins Hotel um uns fertig zu machen. Unser Ziel für diesen Abend – das The Spotted Pig. Auf diesen Abend habe ich mich schon ewig gefreut! Reservieren kann man in diesem Restaurant von 1-Sterne Köchen April Bloomfield leider nicht, als wir ankommen lassen wir uns auf die Warteliste setzen. Die prophezeite Wartezeit: 2 Stunden. Wir werden an die Bar gesetzt und trinken schon mal etwas. Die Preise für Getränke sind keine Schnäppchen, aber wir haben Glück, schon nach 1 Stunde dürfen wir an einen Tisch umziehen… der wohlbemerkt schon geraume Zeit frei war… genau so wie zwei weitere Tische… aber scheinbar gehört es hier zum guten Ton ein bissl auf den Tisch zu warten. Es ist übrigens nicht ganz einfach herauszufinden, wer hier zum Service gehört. An der Kleidung erkennt man es jedenfalls nicht, hier steht es genau so wie bei den Gästen – von chick bis alternativ ist alles dabei.

Als Vorspeise teilen wir uns die Gnudi, die mit 18$ zu Buche schlagen. Sie sind etwas weicher als die, die ich vor einiger Zeit nach April’s Rezept gemacht habe, also wird es die demnächst nochmal geben – nur 1-2 Tage kürzer im Kühlschrank. Als Hauptgericht nehmen wir den berühment Chargrilled Burger mit Roquefort und Shoestring Fries. Dem Patty wird hier nicht weniger Aufmerksamkeit gewidmet als einem guten Steak – wir wünschen es und medium-rare und so kommt es auch. So einfach und so genial lecker. Herz was willst du mehr? Dazu hatten wir ein Fläschlein Pinot Noir. Für ein Dessert war definitiv kein Platz mehr.

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Tag 13 – aus Zeitgründen heute kein richtiges Frühstück, wir wollen eine Bootsfahrt rund um Manhattan machen. Die dauert 3 Stunden und geht zeitig los. Es empfiehlt sich auch frühzeitig da zu sein damit man einen guten Platz ergattern kann. Also gibt es am Hafen ein grottig schlechtes Croissant mit Schinken. Die Bootsfahrt ist nett, aber die kleine Tour hätte sicher auch gereicht.

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Nach dem Spiel hüpfen wir noch kurz auf den Flugzeugträger. Mit unserem NY Pass ist der Eintritt frei, da kann man das mal machen.

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Am frühen Nachmittag spielt Deutschland gegen Ghana – wir sehen das Spiel im Irish Pub Pig’n’Whistle mit einem sehr leckeren Chicken Wrap mit Basilikum Mayonaise und Bacon. Bessere Hälfte hatte einen Angus Beef Burger mit Cheddar und Onion Rings. Dazu ein Brooklyn Lager – und ein spannendes Unentschieden im Fernsehen.

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Ein kurzer Shoppinganfall zwischen dem Time Square…

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… mit dem M&M Shop…

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… und der 5th Avenue. Dann wollen wir vom Empire State Building aus den Sonnenuntergang genießen. Nach gut 90 Minuten sind wir oben – ich kann keine Schlangen mehr sehen… aber für diesen Ausblick hat es sich gelohnt. Wir sehen die letzten Strahlen der untergehenden Sonne…

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… und dann die Stadt bei Nacht mit ihren tausend Lichtern. Wenn es nicht so voll wäre könnte ich hier ewig stehen.

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Abendessen brauchen wir nicht, wir sind noch satt vom Mittag und fahren mit dem Taxi zurück zum Hotel.

Tag 14 – Ich bekomme meinen ersten Bagel! Nicht gut für den Hüftspeck, aber was soll’s. Im Baz Bagel Restaurant kann man zwischen allen nur denkbaren Bagelsorten wählen. Mohn, Sesam, Vollkorn, Pumpernickel – alles ist möglich. Wir entscheiden uns beide für Vollkorn, ich mit Lachs und Avocado, Bessere Hälfte mit Hähnchensalat und Tomate. Dazu Orangensaft, Kakao, Kaffee, sehr lecker! Den Krautsalat haben wir nicht gegessen – pure Mayo…

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Ich habe den Film Madagaskar wohl hundert Mal gesehen und möchte endlich sehen wo Marti, Melman, Gloria und Alex wohnen. Ab in den Zoo im Central Park! Hier wohnt leider keiner von den vieren, überhaupt ist der Zoo recht überschaubar – aber die Seehundfütterung ist lustig und nach einer Stunde sind wir wieder raus.

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Zu Fuß geht es nochmal auf Richtung Cherry Hill. Beim letzten Mal waren wir einfach zu abgelenkt um den Ort richtig zu genießen. Ein langer Spaziergang durch den Park, wir haben Zeit und sind entspannt.

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Abends geht es dann in eins der berühmtesten Steakhäuser der USA – zu Peter Luger. Dry Aged ist hier das Zauberwort, aber fangen wir von vorne an. Hier muss man definitiv reservieren am besten 6 Wochen vorher. Und selbst dann gab es keinen Tisch zu 19 Uhr mehr, wir konnten zwischen 16:45 und 21:45 wählen. Lieber spät als gar nicht, wir nehmen 21:45Uhr. Kurz an der Bar gewartet und die Zeit mit einem Cosmopolitan verkürzt, dann geht es zum Tisch. Vorab haben wir viel über das unfreundliche Personal gelesen – das kann ich nicht bestätigen, zu uns waren alle sehr nett und zuvorkommend.

Was wir nehmen ist klar – das Steak! 3 Wochen Dry Aged gereift kann man es in allen Abstufungen der Garform bestellen. Von Bleu bis Well Done ist alles dabei. Ich nehme meins rare, Bessere Hälfte medium rare. Obwohl jedes Steak mit 50$ Dollar zu Buche schlägt müssen die Beilagen extra bestellt werden. Puh – aber man is(s)t ja nur einmal hier. Wir nehmen Bratkartoffeln und Crémespinat dazu. Die hauseigene Steaksauce ist zwar lecker, übertüncht mir aber zu sehr den Steakgeschmack, ich mag es lieber pur. Ein Fläschchen Chianti Classico Riserva rundet das Ganze ab. Am Ende des Abends sind wir arm wie die Kirchenmäuse, aber glücklich! Übrigens: hier ist nur Bares wahres – eine Credit Card wird nicht akzeptiert (da wird man aber schon bei der Reservierung vorgewarnt).

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Tag 15 – Abflug, aber erst später. Ein letztes Frühstück im Le pain quotidienne mit New York Cheesecake. Danach ein letzter Spaziergang durch SoHo und die umliegenden Straßen.

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Dann geht es mit dem Taxi zum Flughafen und über Amsterdam zurück nach Berlin. Wir kommen gegen 10 Uhr an, unser Gepäck verweilt noch in Amsterdam und wird uns erst am nächsten Tag nach Hause gebracht… aber was soll’s, Ende gut, alles gut.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig in Urlaubsstimmung versetzen!




Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs (2)

Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs (2)

Es geht weiter durch die USA. Im ersten Teil meines Reiseberichtes habe ich euch von New York nach Philadelphia mitgenommen und am Ende waren wir noch in St. Michaels Krabben essen.

Am Abend des 4. Tages sind wir in Washington DC angekommen. Von unserem Hotel, dem Washington Grand Hyatt*, war das Weiße Haus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Klar, dass wir da noch am selben Abend hin mussten!

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Wenn man davor steht sieht es gar nicht so groß aus wie in den vielen Filmen. Schön ist es aber auf jeden Fall und wenn man genau hinschaut, dann sieht man dass auch Obama mit Klee im Rasen zu kämpfen hat. Ist mir nur mal so aufgefallen…

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Wir laufen noch ein Stück durch die Straßen bevor es zurück ins Hotel geht. Da wir immer noch satt von den Krabben sind setzen wir uns im Hotel nur in den kleinen integrierten Pub. Was zum Knabbern wäre schon nett, wir entscheiden uns für eine Vorspeise – ein paar Nachos mit Käse und Dips. Wir konnten ja nicht ahnen was da für eine Portion kommt! Schwarze und weiße Nachos, ein guter Klecks Chili con Carne, Sour Cream, Käsesauce, Guacamole – das ist eine Familienportion und kein Starter! Wir haben das Körbchen nicht geschafft, trotzdem wirkte der Kellner überrascht, dass wir kein Hauptgericht mehr bestellen wollten. Ich meinerseits wäre bei der Frage fast rückwärts vom Stuhl gekippt.

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Besonders am Abend ist das Hotel wunderschön beleuchtet, ich kann es nur empfehlen und wenn man früh bucht, dann kann man auch noch ein Schnäppchen abstauben.

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Tag 5 – das Frühstück im Hotel war uns mit 30$ pro Nase doch etwas zu exclusiv, also sind wir auf die Jagt nach einem netten Bistro gegangen. Direkt um die Ecke sind wir auf das „Le pain quotidien“ gestoßen. Das wurde uns schon vorab empfohlen und war wirklich ein Frühstücksträumchen. Frischer O-Saft, für mich Belgische Schokolade, serviert in Form von einer Tasse warmer Milch und einem Kännchen geschmolzener Schoki, und vielen leckeren, frischen Bio-Leckereien. Ich nehme French Toast, das beste das ich je hatte (!) und Bessere Hälfte nimmt das Croissant mit Schinken und dreierlei Senfsorten. So muss ein Tag anfangen…

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Gestärkt vom Frühstück sprechen wir mit zwei oder drei verschiedenen Hop-on-Hop-off Bustourleuten bevor wir uns für Big Bus entscheiden. Ausschlaggebend waren die Fahrzeiten und die Touren. So geht es ab durch die City. Ich für meinen Teil finde Washington unglaublich schön. Es ist hübsch, sauber und niedlich.

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Am Lincoln Memorial steigen wir nach einer großen Runde durch die Stadt aus. Das Wetter ist gerade noch sonnig, am Horizont sieht man langsam ein Gewitter aufziehen. Vor diesem riesigen Lincoln zu stehen ist schon sehr beeindruckend, wäre es nach mir gegangen würde ich wohl immer noch da stehen…

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… aber wir wollen ja weiter, also laufen wir die Meile in Richtung Washington Monument. Es ist weiter als man im ersten Moment denkt, läuft sich aber sehr schön und gemütlich. Kaum angekommen holt uns das Gewitter ein. Blitze und Donner – wir schaffen es gerade noch in den nächsten Bus, da geht ein wahrer Wolkenbruch nieder.

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Aber alleine für das Foto hat es sich gelohnt… Wir fahren mit dem Bus zum Pentagon. Hier sieht man allerdings nicht viel bei dem Regen und niemand denkt auch nur im Traum daran auszusteigen. Wir nutzen das schlechte Wetter und gehen in das Museum für Amerikanische Geschichte. Erfreulicherweise sind die Museen in Washington kostenfrei. Ich lerne einiges über die Präsidenten, die Flagge und auch über den Schnickschnack der hier als Geschichte zählt. Mrs. Piggy ist hier genau so präsent wie das Kellner-Outfit einer Schauspielerin in einer Soap aus längst vergangenen Tagen.

Das Wetter klart auf und uns zieht es weiter. Wir wollen noch die andere Seite vom Weißen Haus sehen!

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Wir hoppen on and off, unser nächste Ziel ist das Kapitol. Mittlerweile ist es recht spät und wir sitzen im letzten Bus bevor die Abendtouren starten, deshalb steigen wir nicht aus und fahren nur vorbei. Für schöne Fotos reicht das aber durchaus!

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Direkt vom Hotel aus sichtbar ist das Tor nach China-Town. Egal wen man fragt, Tony Cheng wird einem empfohlen. Da folgen wir gerne der allgemeinen Begeisterung. Das Restaurant ist auf zwei Etagen aufgeteilt, oben gibt es chinesische Küche, unten die Mongolische. Wir entscheiden uns für chinesisch.

Mit 20:30Uhr sind wir scheinbar schon recht spät dran. Die letzten Tische mit locals sind im Aufbruch, zurück bleiben die Touris. Das stört mich persönlich nicht, was mich allerdings etwas belastet hat war der Lobster Tank mitten im Raum. Ich habe kein Problem mit lebenden Hummern, ich kann auch entscheiden wer im Topf landet und wer nicht. Was mich allerdings belastet hat war die hohe Anzahl der Tiere im Aquarium. Teilweise lagen zwei bis drei Tiere übereinander und ich bezweifle, dass hier so viele Hummer pro Abend benötigt werden. Andere Länder andere Sitten… auf Hummer habe ich jedenfalls keinen Appetit mehr. Stattdessen bestellen wir eine super leckere Sauer-scharf Suppe, Bessere Hälfte nimmt dann das Sizzled Steak (süß-scharf) und ich die in Honig gebackenen Jumbo Shrimps mit Walnüssen und Brokkoli. Das Essen war wirklich super lecker – ich habe mein Tellerchen nicht annähernd geleert, bei den Einheimischen war es aber absolut normal sich den Rest einpacken zu lassen. Das Preis-Leistungsverhältnis war wirklich gut, genervt hat nur, dass ab 21Uhr die Tische umgebaut wurden (da wurden tatsächlich ganze Tischplatten durch das Restaurant gerollt) und alles wurde für den nächsten Tag vorbereitet. Mein Fazit: super Essen, armer Lobster, am Ende etwas ungemütlich.

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Tag 6 – Zum Frühstück finde ich im Le pain quotidienne heraus, dass „steal cut oat meal“ kein Müsli ist, sondern Haferbrei. Überraschender Weise war der super lecker, mit Sirup, Walnüssen und Bananen – so darf der Tag anfangen.

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Bessere Hälfte will mir einen amerikanischen Vergnügungspark zeigen, also machen wir uns auf in Richtung Six Flags. Freefall Tower, Achterbahnen ohne Ende – wir kommen! Wir sitzen, stehen und hängen in Achterbahnen die hoch aufsteigen bevor man in die Tiefe rauscht, wir schlagen Loopings und werden durch den Korkenzieher gedreht. Kopf unten, Füße oben, links, rechts – was für ein Spaß. Leider kosten zahlreiche Fahrgeschäfte nochmal extra und das bei einem Eintritt von 60$ pro Nase. Wir konzentrieren uns auf Achterbahnen und den Freefall Tower – alles mit drin und alles super lustig und aufregend. Mittags gibt es ein Stück Pizza das einen erschlägt, wenn man aber sieht was da so manches Kind verdrückt (riesen Burger, XXL Pommes und große Cola) dann wird einem schon vom zuschauen schlecht. Besonders wenn man sieht wie sich das bei den Kids auf die Figur auswirkt. Aber wie gesagt, fremde Länder, fremde Sitten. Auf die Achterbahnen hätte ich sofort wieder Lust!

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Der Tag ist noch jung, unser nächstes Ziel ist das Skyline Drive Resort im Shenandoah National Park*.

Für mich persönlich genau das Richtige, wir fahren mit dem Auto 41Meilen durch den Park zum Resort. Links und rechts der Strecke gibt es zahlreiche Aussichtspunkte von denen man schöne Fotos schießen kann. Auch wenn die Vegetation nicht außergewöhnlich ist, hat man doch einen super schönen Ausblick…

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Die Zimmer sind in geräumigen Bungalows gelegen. Der Ausblick vom Balkon ist genau so schön, wie von den Overwiew Spots.

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Lange dauert es nicht, dann ist es Abends. Wir shoppen noch Souvenirs und möchten dann im Restaurant essen. Es ist zwar noch die Hälfte der Tische frei, trotzdem bittet man uns zu warten… was wir dann auch 20 Minuten lang tun. Muss ich nicht verstehen, oder? Aber wer wird schon kritisch sein, wir bestellen beide das Steak mit Knoblauch Kartoffelpüree, Zucchini und karamellisieren Zwiebeln. Medium rare war unser Wunsch… Bessere Hälfte hüpft kurz nochmal raus um den Sonnenuntergang zu fotografieren, dann kommt auch schon das Steak. Und das war sowas von well done. Ok, an einzelnen Stellen ist noch ein Hauch rosa zu erahnen, aber eigentlich ist es zum zweiten Mal gestorben. Auf die Frage ob alles ok ist war ich WIRKLICH bemüht nett zu antworten… „it’s not exactly what I would call medium rare“. Aber für amerikanisch Verhältnisse ist einfach alles was nicht „perfect, thank you!“ ist unhöflich. Der Kellner wirkt jedenfalls sehr unglücklich, aber zu dem missglückten Steak sagt er auch nix… die Beilagen waren sehr lecker und der Cabernet Franc für 34$ die Flasche stellte sich als Jahrgang 2013 heraus und war ziemlich unspektakulär. Schade aber auch…

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Am nächsten Morgen (Tag 7) will man uns wieder auf einen Frühstückstisch warten lassen. Nö, nicht mit mir – es gibt auch eine Art Frühstück to go. Wir suchen uns einen Espresso Brownie und einen Pecanuss-Coffee Muffin aus. Dazu Kaffee und Kakao (O-Saft war aus) und ab auf die Terrasse. Viel besser als der Frühstücksraum. Wir haben unser Gebäck zwar wegen Zuckerschock nur zur Hälfte geschafft, aber wir waren glücklich und zufrieden als wir zu den Ställen gefahren sind. Wir hatten den Horse Back Riding Trip gebucht und sind ein Stündchen durch den Park geritten. Dabei gab es neben Weißwedelhirschen, Eichhörnchen und Streifenhörnchen tatsächlich auch einen Schwarzbären zu sehen – super aufregend sag ich euch…

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Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg in Richtung Pittsburgh. Erst haben wir keinen Hunger, dann ist es zu spät für eine Pause – es gibt M&M’s im Auto, auch nicht das Schlechteste.

Nachdem wir im Hotel Hampton Inn* eingecheckt sind geht es auf zum West End Elliott Overlook Park. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick!

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Irgendwann können wir uns losreißen und machen uns auf den Weg in Richtung Downtown. Hier ist ein großes Fest im Gange mit Live Musik (Jake Bugg spielt gerade)…

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Nachdem das Mittagessen ausgefallen ist wollen wir Abends etwas leckeres suchen. Eigentlich werden überall die Primanti Brothers empfohlen, die basteln die Pommes in das Sandwich – auch eine Variante. Leider sieht es am Nachbartisch irgendwie nicht so richtig verlockend aus, also bestellen wir nix und gehen auf der anderen Seite vom Platz in das Diamond Market und bestellen uns zwei richtig leckere Burger im Brioche Bun! Wir möchten unsere Angus Patties pink und genau so bekommen wir sie auch. Der Portabella Burger für mich, der Diamond Burger mit karamellisierten Zwiebeln und Mozzarella für Bessere Hälfte. Dazu hausgemachte Pommes, Herz was willst du mehr? Danach geht es ab ins Hotel – schlafenszeit!

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Tag 8 – beim Frühstück übertreffe ich mich selbst! Zuckerfreie Cornflakes mit fettarmer Milch, O-Saft und frische Blutorange, ich läute den healthy Monday ein. Bessere Hälfte futtert Omlette mit Kartoffeln, aber der wird ja auch nicht dick. Dann geht es los, bis zu den Niagara Falls haben wir noch ein Stück Weg vor uns.

Gegen 14Uhr habe ich nicht mehr so genau auf die Geschwindigkeit geachtet und wir sind nur wenige Minuten später in das Tap House, ein Pub in Erie, gestürmt um Fußball zu schauen. Deutschland gegen Portugal – ein Glück, dass die WM dieses Jahr auch in den USA zahlreiche Fans hatte! Eine Brezel mit einem Dip der wie püriertes Chili con Carne schmeckt und ein Bier-Käse Dip für Bessere Hälfte… ich habe nur einmal kurz genascht, echt lecker! Ich habe mich im Rahmen des „gesunden Montags-Gedankens“ für einen Salat mit Steakstreifen, Ziegenkäse und Avocado entschieden – auch sehr gut, dazu ein Bier (ich musste ja nicht mehr fahren) und dann gewinnt Deutschland auch noch haushoch – das Leben kann so schön sein.

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Weiter geht’s in Richtung Niagara Fälle – über die Kanadische Grenze hinweg… aber mehr dazu gibt es im dritten und letzten Teil meines Reiseberichts!




Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs

Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs

Seit einer Woche sind wir wieder zurück von unserer Reise in die USA. 14 Tage waren wir vor Ort und sind mit dem Mietwagen von New York über Philadelphia, nach Washington, in den Shenadoah National Park, zum Stop Over nach Pittsburgh, an die Niagara Fälle und schlussendlich wieder nach New York gereist. Für mich war es das erste Mal in den USA und es hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn man sich kulinarisch etwas eingewöhnen muss und das Wetter in den ersten Tagen wirklich furchtbar war – wir hatten viel Spaß und haben einiges gesehen und gegessen… und das möchte ich hier mit euch teilen!

Am 9.6. sind wir in Berlin Tegel (von wo auch sonst) in Richtung Paris gestartet. Dort hat ein A380 auf uns gewartet – wir hatten uns rechtzeitig Plätze ausgewählt und konnten oben sitzen! Dann war leider doch etwas Geduld gefragt – wir wurden vom Rollfeld zurück geschoben weil es technische Probleme gab. Die haben uns 2,5 Stunden gekostet, aber am Ende waren wir einfach nur froh, dass wir starten durften.

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Zum Trost gab es ein Gläschen Champagner, dann ging es weiter mit den Routinemäßigen Fütterungen. Käsetortellini und Zitronenhähnchen mit Bulgur… man nimmt was man bekommt.

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Am frühen Abend landen wir in New York. Kaum durch die Wolken durch setzen wir auch schon auf, das verheißt nix gutes für das Wetter. Die Skyline verschwindet praktisch in den Wolken. Mit dem Yellow Cab geht es ab ins Hotel, das Z Hotel in Queens. Wir hatten das Hotel wegen des traumhaften Blicks auf die Skyline von Manhattan gebucht, davon war leider nicht viel zu sehen.

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Das Hotel war aber trotzdem schön, wegen des schlechten Wetters war die Lounge Bar auf der Dachterrasse geschlossen, also haben wir die Gegend erkundet (viel gibt es in der Ecke nicht zu sehen) und haben den Abend in einer netten kleinen Jazz Bar ausklingen lassen.

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Und auch wenn die Skyline nicht perfekt zu sehen war – der Anblick bei Nacht war trotzdem toll!

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Tag 2 – mit der U-Bahn sind wir super schnell auf Manhattan um unser Auto abzuholen. Vorher schlendern wir aber ein wenig durch die Straßen…

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… auf der Jagt nach Frühstück. Ich will einen Bagel – den finden wir erst mal nicht, dafür aber das Baked by Melissa am Times Square, wo es traumhafte Mini-Cupcakes gibt. Wir nehmen ein 3er Set mit einem Red Velvet, einem Peanutbutter Jelly und einem Triple Chocolate Fudge mit. Jeder mit weniger als 50kcal… klingt erstmal gut, aber sie sind sooooo klein. Egal, sie sind wirklich unglaublich lecker und klebrig. Leider werden sie nur in die USA versendet…

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Langsam wollen wir das Auto holen, also machen wir den Fehler und frühstücken bei Starbugs. Kaltes Ei im quietsche Brötchen, mehr sage ich dazu nicht.

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Mit dem Auto holen wir unsere Koffer aus dem Hotel, dann geht es weiter in die Jersey Gardens Outlett Mall – shopping!

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In der Mall gibt es Mittags ein „Stückchen“ Pizza mit Salami, Wurstbrät und Fenchel. Die Kombi schmeckt, aber das Stück trieft vor Fett und irgendwie ist der Boden ziemlich schwer… aber wer wird schon jammern…

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Mit beschwertem Reisegepäck fahren wir nach Philadelphia. Auch hier ist von der Skyline nicht viel zu sehen und kurz nach unserer Ankunft im Hampton Inn* Hotel gibt es einen wahren Wolkenbruch.

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Im Hotel warnt man uns vor, dass das Baseballspiel am Abend abgesagt werden könnte wenn der Platz unter Wasser steht. Wir riskieren es und haben Glück – die Phillies gewinnen gegen San Diego und wir amüsieren uns prächtig mit einem Hot Dog mit Sauerkraut und einem Budweiser. Wer bezeichnet das denn bitte als Bier? Brrrr…. Eine schöne Gelegenheit um mein neues 18-300er Nikkor* ein bissl auf die Probe zu stellen – ich bin sehr zufrieden.

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Tag 3 – und das Wetter bleibt weiterhin bescheiden. Immerhin haben wir Frühstück im Hotel inklusive. Das ist nicht schlecht, wenn auch weitgehend nährstofffrei. Was mich gewundert hat – die Waffeleisen mussten nicht eingefettet werden, sahen aber auch nicht so modern aus als wären ultra anti-haft beschichtet… die Lösung – der Waffelteig war fettig genug um jegliches Anbacken zu verhindern. Aber mit Corn-Sirup schmeckt alles…

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Auf in die City. Die Kälte kann uns nichts anhaben, wir kaufen einen Regenschirm und machen uns auf zur Independence Hall und der Liberty Bell. Ich kann die Tour durch die Independence Hall nur empfehlen – das ist nicht nur Geschichte, das ist Entertainment!

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Überall gibt es strenge Sicherheitsvorschriften. Der Eintritt ist übrigens frei.

Wir erfrischen uns zwischendurch mit einem Smoothie im Rosa Blanca…

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… danach geht es zum Reading Terminal Market. Kann ich nur empfehlen – hier wird kulinarisch einiges geboten. Besonders lokale und Bio-Produkte stehen im Vordergrund. Obst, Gemüse, Käse, Fisch, Fleisch, Cookies, Eis, richtiges Brot, die Amish, es gibt so ziemlich alles. Wir entscheiden uns im Molly Malloy’s für ein Phillie Cheesesteak. Sollte man mal gegessen haben, ist im Prinzip wie ein Steaksandwich mit Käse überbacken, nur anstelle von einem schönen Ciabatta oder Baguette in einem Hot-Dog Bun. Dazu ein riesiger Berg Pommes, den kein Mensch alleine essen kann… wir zumindest nicht.

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Wir haben noch einiges vor – als nächstes geht es zum Museum of Art… oder kurz gesagt zu den Rocky Treppen. Ein Wunder, dass noch Washington in der Mitte auf dem Pferd thront, alle wollen ein Foto mit Rocky und so ziemlich alle Kerle rennen die Treppen hinauf um anschließend in Siegerpose Fotos zu machen. Der Ausblick von hier ist wirklich schön, es lohnt sich also!

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Als nächstes geht es zum Hafen. Es mag am Wetter gelegen haben, aber ich fand es hier nicht so spannend, dass ich den Ausflug weiter empfehlen würde. Wir setzen uns kurz in den Pub „the Victoria“. Hier empfiehlt es sich, NICHT nach einem lokalen Bier aus Phillie zu fragen. Das wird scheinbar sehr persönlich genommen, man ist schließlich ein UK Pub.

Der Abend rückt näher und wir haben nach diesem riesigen Cheesesteak noch keinen richtigen Hunger. Trotzdem wollen wir das Alma de Cuba – ein kubanisches Restaurant das uns empfohlen wurde – ausprobieren. Hier kann man sich ruhig das kleine Schwarze anziehen, das Laden ist ziemlich chick. Aber ohne Hunger ist nix zu machen, wir bestellen eine Vorspeise für zwei mit zwei kleinen smoked albacore Tacos, zwei Datteln im Speckband und zwei Empanadas verde. Dazu zwei Gläser Rioja. Unglaublich lecker – ich hätte so gerne Hunger gehabt!

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Durch das nächtliche Philadelphia geht es zurück ins Hotel.

Tag 4 – unser eigentliches Ziel ist Washington DC, aber der Lonely Planet verleitet uns zu einem Abstecher nach St.Michaels, Maryland. The Crab Claw ist unser Ziel, ein Restaurant, dass für seine frischen Krabben bekannt ist. Das Wetter ist zumindest abwechslungsreich, wir haben die Auswahl zwischen Landregen und wahren Wolkenbrüchen. Kurz nach 14Uhr kommen wir an. Wir entscheiden uns für die Krabben und wundern uns noch, warum der Tisch nochmal komplett mit Papier eingedeckt wird. Nach dem Essen kannten wir den Grund. Die Anleitung zum Krabben knacken ist nicht schlecht, unsere Kellnerin zeigt uns aber eine Variante die für Anfänger leichter und effektiver ist. Die Krabben sind wirklich unglaublich lecker. Als Beilagen gibt es Saure Gurken und Käse. Eine Krabbe ist etwas wehrhaft und ich schneide mir am Panzer kräftig in den Finger. Zum Glück ist alles so salzig – es blutet fast gar nicht. Pflaster drauf und weiter geht’s.

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Danach brauchen wir einen kleinen Spaziergang durch die Stadt – der Ort ist wirklich süß angelegt und wir nehmen noch etwas Schnickschnack mit…

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…und lassen uns von Jojo’s Cupcakes and Cream anziehen, einem kleinen Familienbetrieb in dem sich alles um Cupcakes und Eis dreht. Ein Double Choc für Bessere Hälfte und Peanutbutter für mich – einfach göttlich das Frosting!

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Trocken schütteln, ins Auto steigen und weiter geht es nach Washington…

Aber davon berichte ich euch im zweiten Teil meines  Reiseberichtes!