Fondanttorte mit Schokolade und Honig

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Fondanttorte mit Schokolade und Honig – Kooperation

Meine erste Fondanttorte – für mich ein wirklich aufregendes Projekt! Denn wenn ihr meine Experimente mit der Erdbeertorte und meine erste und einzige Motivtorte kennt, dann wisst ihr: Tortendeko und ich sind nicht gerade die besten Freunde. Aber was wäre das Leben, wenn man sich nicht ab und an neuen Herausforderungen stellen würde? Langweilig! Und so habe ich nicht lange gezögert, als ich gefragt wurde, ob ich mich mit den Step-by-Step Onlinekursen von Makerist.de** mal an so eine Torte wagen möchte. Als dann das Fondant kam wurde das Ganze konkret – viel spezielles Werkzeug wollte ich nicht dazu kaufen, beim ersten Versuch möchte ich einfach sehen, ob es mir Spaß macht. Also habe ich eine kleine Torte gebacken und mich Folge für Folge durch die 7 Tutorials geklickt. Betty Sugardreams führt einen durch den Onlinekurs – Betty ist nicht gerade die flippige Partynudel, die einem vor Freude quietschend die Vorzüge von Ganache erklärt, aber die Abläufe in den Folgen sind einfach, man sieht wirklich genau was sie macht und kann dem Kurs auch dann gut folgen, wenn man noch nie Fondant oder Ganache in den Händen hatte. Alle Rezepte für Bisquit, Ganache, Fondant zum selbst machen und vieles mehr gibt es zum Download als PDF – das macht es einfach. Es gibt ein kurzes Intro und ein Video zur Materialkunde, dann geht es los. Ich würde euch empfehlen die Folgen zur Vorbereitung der Torte und zum Fondant schon vor eurem ersten Versuch zu schauen. So bekommt ihr ein Gefühl für die zeitlichen Abläufe und was ihr am besten wann vorbereitet. Und bevor ich euch jetzt Schritt für Schritt mit zu meiner Fondanttorte nehme möchte ich eins vorweg sagen: natürlich ist sie nicht perfekt geworden. Hey, es war mein erster Versuch! Aber sie ist tatsächlich besser geworden als erwartet, ich hatte keine Probleme (außer meiner Geduld) und wenn man über kleine Unebenheiten hinwegsieht (die man übrigens mit der Ganache ganz gut wegdekorieren konnte), dann bin ich am Ende doch ein bisschen stolz auf mein Werk!

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Zutaten für eine 16cm Fondanttorte:

Für die Torte:

300g Mehl

200g Zucker

120g Butter

½ Päckchen Backpulver

3 Eier

½ TL gemahlene Vanille

4 EL Honigcreme oder Marmelade

Für die Ganache:

500g Zartbitter Kuvertüre

250g Schlagsahne

75g Butter

Für den Überzug:

3-4 EL Zuckersirup

500g Fondant

Etwas Speisestärke

Zubereitung:

Für die Torte werden Mehl, Zucker, Backpulver, Eier, Butter und Vanille in die Rührschüssel gegeben und zu einem glatten Rührteig vermengt. Eine 16cm Backform unten mit Backpapier auslegen und am Rand mit Butter einfetten. Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen und den Teig hinein füllen.

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Bei mir braucht der Kuchen 50 Minuten bis er fertig ist – einfach ab und an die Stäbchenprobe machen und den Kuchen abdecken falls er zu dunkel wird.

Den Kuchen aus dem Ofen holen und vollständig abkühlen lassen. Die Decke begradigen – ich habe das mit einem Brotmesser und per Augenmaß gemacht – und den Kuchen dann noch mittig halbieren. Zwischen die zwei Kuchenplatten die Honigcreme oder Marmelade streichen und die Torte abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

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Für die Ganache die Kuvertüre in kleine Stücken brechen und die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen bis sie leicht dampft, aber nicht kocht. Die Kuvertüre hinein geben und auf kleinster Stufe und unter Rühren schmelzen lassen. Am Ende die Butter zufügen und die Ganache abkühlen lassen. Wenn sie Raumtemperatur hat kann sie in den Kühlschrank – sie sollte zur Weiterverarbeitung etwas fester als Nutella sein.

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Die erste Schicht Ganache die jetzt auf die Torte kommt ist der Crumble coat und dient dazu die ganzen losen Krümelchen festzukleben. Die Torte rundum einstreichen, wer hat mit einer Palette, bei mir mit einem Saucenspatel. Im Kühlschrank für ein paar Stunden aushärten lassen und dann eine zweite Schicht auftragen mit der ihr die Torte begradigt und Unebenheiten ausgleicht. Diese Schicht muss aber auch noch nicht 100% perfekt sein.

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Wieder ab damit in den Kühlschrank zum Aushärten. Im nächsten Schritt sind Feingefühl und Geduld gefragt. Die Palette (bei mir ein Brotmesser) in einen Messbecher mit kochend heißem Wasser stellen, abtrocknen und damit rundum über die Torte gehen um die Schokolade minimal anzuschmelzen und kleine Unebenheiten glatt zu ziehen. Immer wieder ins heiße Wasser stellen, abtrocknen und wieder ran an die Torte. Irgendwann denke ich mir – das sieht doch jetzt ganz gut aus. Naja, glaubt mir: wenn das Fondant auf der Torte liegt sieht man jede noch so kleine Delle. Aber das nennt sich dann wohl Erfahrung. Hier auf dem Foto ist die Oberfläche gemacht, der Rand aber noch nicht.

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Die Ganache kurz wieder aushärten lassen und die Torte rundum hauchdünn mit Sirup einstreichen. Der soll den Fondant festkleben.

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Den Fondant muss man jetzt aber erst weich kneten. Dazu die Arbeitsplatte so gründlich wie ihr könnt abwischen und den Fondant mit Kraft wie einen Hefeteig kneten bis er ein wenig elastischer wird. Im Prinzip genauso wie Knete für Kinder. Die Arbeitsplatte hauchdünn mit Speisestärke bepudern – die Variante von Betty mit einem Perlonstrumpf habe ich nicht probiert, ich habe die Stärke durch ein Zuckersieb gestäubt.

Jetzt den Fondant mit einem Nudelholz dünn und gleichmäßig ausrollen. Das Holz dabei auf der Rolle und nicht an den Griffen anfassen – so wird es gleichmäßiger und den Fondant auf keinen Fall wenden! Was einmal unten ist bleibt auch unten.

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Wenn die Fondantdecke ausreicht um die Torte samt Kanten zu bedecken wird der Fondant auf die Torte gelegt. Oben vorsichtig und mit der flachen Hand feststreichen.

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Um die Kanten faltenfrei zu bekommen muss man die Fondantdecke etwas wegziehen (wie eine Zeltwand) und mit der flachen Hand glatt an die Torte streichen. Am Ende bleibt dann eine Falte übrig, das macht man es aber genauso – ein Stück wegziehen und von oben glatt anstreichen.

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Den Fondant am unteren Tortenrand gut andrücken und sauber abschneiden. Jetzt sieht meine Torte… krumm und schief aus. Den Fondant rundum andrücken, dazu eignet sich ein flaches, sauberes Werkzeug. Mein Pfannenwender ist nicht optimal, aber besser als nichts.

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Jetzt gibt es noch zwei Folgen wie man Blumen und Schleifen modelliert. Habe ich mir angeschaut, fand ich toll, aber abgesehen von einem Mangel an Nerv für diese Feinarbeit hatte ich auch das benötigte Pulver um den Fondant modellierbar zu machen nicht im Haus und ich persönlich finde Fondantdeko zwar super, super toll anzusehen – aber zum essen einfach zu süß. Da ich noch Reste von der Ganache habe entscheide ich mich also an dieser Stelle für die Spritztülle. Die Ganache im Topf ein ganz klein wenig erwärmen damit sie wieder cremig wird und auf die Fondanttorte spritzen.

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Das mit den Abständen übe ich wohl besser nochmal. Und weil die Mitte so leer aussieht kommt da noch ein Zuckerherz aus der Kramkiste drauf, das lässt sich ganz einfach mit der Ganache festkleben.

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Für einen ersten Versuch ist sie gar nicht so übel geworden – oder was meint ihr?

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Ich habe mich übrigens riesig über das viele, viele positive Feedback auf Instagram gefreut!

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Bessere Hälfte tat mir beim Shooting ein bisschen leid – zwei mal habe ich ihm sein Stück Fondanttorte wieder aus der Hand gerissen weil ich unbedingt noch dieses und jenes Foto machen wollte.

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Aber am Ende hat er es dann bekommen… und der Rest ist wie immer für die Mädels mit ins Büro gekommen. Und was soll ich sagen – am Ende ist kein Krümel übrig geblieben.

Gegen den Zuckerschock hilft übrigens am besten ein Glas kalte Milch!

 Fondanttorte_ (42)**Das Fondant und der Zugang zum Onlinekurs wurden mir freundlicherweise von Makerist zur Verfügung gestellt. Meine Meinung zum Kurs und meine Freude über meine erste Fondanttorte sind davon unbeeinflusst und entsprechen meiner eigenen Erfahrung.




Frau Behrens Torten und unsere Hochzeitstorte

Frau Behrens Torten und unsere Hochzeitstorte

Wer mir auf Facebook, Instagram oder Twitter folgt hat es sicher schon mitbekommen – am Freitag vor zwei Wochen hieß es #kathagetsmarried . Und weil ich so ein hoffnungsloser, kleiner Romantiker bin gab es die Prinzessinenhochzeit mit allem drum und dran – natürlich auch mit einer wunderbaren Hochzeitstorte. Aber fangen von vorne an…

Eine der besten Bezugsquellen für super leckere Torten in Berlin ist aus meiner Sicht Frau Behrens Torten in der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg. Wenn dort morgens die Stühle und Tische aufgebaut und hergerichtet werden liegt der kleine Laden noch verträumt da, aber schon mittags sind die meisten Plätze besetzt, am Wochenende braucht man gelegentlich sogar etwas Glück um überhaupt noch einen Tisch zu ergattern.

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Nachdem wir hier schon das eine oder andere traumhafte Stück Torte vernascht haben war ganz klar, dass dies unsere erste Anlaufstelle für die Hochzeitstorte wird. Optisch hatten wir schon ziemlich konkrete Vorstellungen was wir wollten, geschmacklich war alles offen. Bessere Hälfte ist ja ein großer Fan von Schokoladentorten und ich stehe ohnehin auf fast alles was süß ist – also durfte er in diesem Punkt die Richtung vorgeben. Ich habe schon Monate vorher gefragt wann wir am besten einen Termin zum Vorgespräch ausmachen sollten. 3-5 Monate vorher wäre eine sichere Zeit um auf jeden Fall noch einen freien Termin für unsere Torte zu ergattern. Also hatten wir reichlich Zeit um uns durch das Sortiment zu futtern und saßen schließlich an einem Samstag Vormittag im Februar dort um die Details zu besprechen.

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Eins vorweg – unsere super saftige und göttlich schokoladige Torte ist reichlich unorthodox. Normalerweise werden Hochzeitstorten meist mit Bisquit und Crémes gezaubert, aber das ist uns egal – wir wollen die Schokotorte mit Kirschen. Die hat sich am Ende übrigens ein enges Kopf an Kopf Rennen mit der Schoko-Orangen Torte geliefert, aber gegen die Schoko-Kirsch Kombi kommt bei Bessere Hälfte nix an. Man ist sich aber einig, dass das mit der Stabilität kein Problem wird – wir waren erleichtert. Und um gleich dabei zu bleiben – wir haben uns auch nur für eine Sorte Torte auf allen drei Etagen entschieden. Das minimiert die Auswahl, vermeidet aber auch, dass Leute unzufrieden sind weil das Stück vom Nachbarn ja viel besser aussieht oder weil die Etage der Begierde bereits verteilt war. Aber das ist nur unsere Herangehensweise an das Thema – da ist ja jeder flexibel und man hat alle möglichen Optionen mit uns durchgesprochen.

Bei der Deko war ich dann wieder am Zug – einen Fondantüberzug wollte ich gerne haben, mit rosa Marzipan-Rosen und weißen Zucker-Blümchen und schwarzen Bändern um die einzelnen Etagen… und das alles bitte ausnahmslos essbar. Alles kein Problem – so wird’s gemacht. Auf dem Handy-Foto ist die Figur leider schon abgenommen und steht daneben. Vielleicht kann ich euch ja noch ein schönes Foto zeigen wenn wir die richtigen Aufnahmen von der Hochzeit bekommen.

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Unsere Tortenfigur haben wir übrigens hier bei DaWanda bestellt – ich hab sie gesehen und war sofort hin und weg. Die wurde dann bei der Lieferung noch auf die Torte gesetzt und so hat diese – aus unserer Sicht ganz wunderbare – Torte in der Weissen Villa auf uns, unsere Gäste und ihren großen Moment gewartet.

Einfach nur schön – ein kleines Stück Tortenhimmel!

Und ja – ich habe tatsächlich erst mal mein Stückchen Torte mit dem Handy fotografiert bevor ich angefangen habe. Als Foodblogger kann man wohl einfach nicht anders.

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Sachertorte Kirsch

Sachertorte Kirsch

Bevor jetzt die ersten Kommentare eintrudeln, dass das hier doch keine Sachertorte ist und wie man so etwas schreiben kann – das Geburtstagskind hat sich einen Kuchen gewünscht. „Wie Sachertorte, nur mit Kirschen“ war der Wunsch und den habe ich auch umgesetzt. Das Ergebnis war super lecker, saftig und schokoladig – eben eine richtige Sachertorte Kirsch! Und gerade weil sie so schön schokoladig war darf diese kleine Torte am Death by Chocolate Event von Sibel, von Insane in the kitchen und Zorra vom Kochtopf teilnehmen. Auf das Roundup bin ich schon wahnsinnig gespannt… aber vielleicht sollte ich mir das erst nach der Hochzeit angucken. Dem Kleid zuliebe…

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Zutaten für eine 16cm Springform:

80g Butter

1 Messerspitze gemahlene Vanille

3 Eier

60g Puderzucker

1 Prise Salz

60g Mehl

20-25 Kirschen (hier aus dem Glas)

60g gemahlene Mandeln

100g Zucker

100g Zartbitterschokolade

4-5 EL Schwartau Samt – Kirsch

100g dunkle Kuvertüre

10 Zuckerblüten

Zubereitung:

Die Schokolade und die Butter zusammen bei kleiner Hitze im Topf schmelzen. Vanille, Salz und Puderzucker einrühren. Kurz etwas abkühlen lassen, dann nacheinander die Eier einrühren. Mehl, Mandeln und Kirschen untermengen.

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Die Backform mit Backpapier auslegen und mit Butter einfetten. Den Teig hinein geben und 40 Minuten bei 180°C backen. Den Kuchen im Anschluss für 2-3 Stunden abkühlen lassen und dann horizontal halbieren. Die Schnittfläche mit der Marmelade bestreichen und den Deckel wieder aufsetzen. Dann den ganzen Kuchen rundum mit Marmelade einpinseln.

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Den Zucker mit 60ml Wasser aufkochen und rühren bis er vollständig gelöst ist. 4-5 Minuten einkochen. Die Kuvertüre in Stücken brechen und im Zuckersirup schmelzen lassen. Die Glasur vom Herd nehmen und so weit abkühlen lassen bis sie eine dickliche Konsistenz bekommt. Den Kuchen auf ein Gitter setzen und glasieren. Kurz abtropfen lassen und dann direkt auf den Tortenteller heben. So vermeidet ihr, dass die Glasur später Risse bekommt.

Die Zuckerblüten auf dem Kuchen platzieren…

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… und die Glasur für 1,5-2 Stunden aushärten lassen. Ich gebe zu, optisch noch verbesserungswürdig, aber schon recht gut… oder zumindest ok.

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Anschneiden – ihr werdet mit dem saftigsten und schokoladigsten Kirschkuchen aller Zeiten belohnt. Und falls ihr es lieber klassisch mögt: bleibt ihr einfach bei der Sachertorte oder dem Schoko-Kirsch Kuchen. Aber der Versuch lohnt sich, versprochen.

Wer will naschen?

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Eingereicht für das Event:

Blog-Event CVIII - Death by Chcolate (Einsendeschluss 15. Mai 2015)




Limoncello Torte

Limoncello Torte

Ein weiteres Memo an mich selbst – nie mit Dr. Michi um eine 3-stöckie Torte wetten. Ich bin einfach kein großartiger Bäcker und erst recht kein großer Dekorateur. Ok, ich hätte auch nicht gewettet, wenn ich nicht gedacht hätte SIE müsste backen. Aber nun gut – es wurde geplant, gewünscht, verhandelt und schließlich festgelegt: 3 Etagen, unten Limoncello, in der Mitte Beeren und ganz oben Vanillecréme. Das Ganze crémig verpackt. Ich danke Peggy Porschen an dieser Stelle für ihr Boutique Baking Backbuch. Das habe ich mir schon vor geraumer Zeit gekauft um meine Backkünste zu verbessern und es hat mich hier wirklich gerettet. Auch wenn wir am Ende alle einen Zuckerschock hatten von dem man sich gefühlt eine Woche erholen musste – aber die Torten sind im Original ja auch als Einzeltorten und nicht als 3-Torten Turm gedacht. Für meine Verhältnisse ist die Torte jedenfalls nicht schlecht geworden, kleinere Schönheitsfehler ließen sich wunderbar mit Buttercréme kaschieren und bei der Deko habe ich auf das Blümchen selber basteln vorerst verzichtet und etwas Fertiges verwendet. Heute gibt es Teil 1 – die Limoncello-Torte!

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Für den Biskuit:

200g Butter

200g feiner Zucker

1 Prise Salz

2 Zitronen

4 Eier

200g Mehl

2 TL Backpulver

Für den Sirup:

120ml Zitronensaft (im Original 150ml, aber mehr haben meine Zitronen nicht hergegeben)

150g feiner Zucker

80ml Limoncello (im Original 50ml)

Für die Buttercréme (im Original nur 1/3 der Menge):

250g Butter

250g Puderzucker

1 Prise Salz

40g Lemon Curd (im Original Zitronen-Limoncello Gelee)

Hier: ein paar Esspapier-Blümchen als Deko

Zubereitung:

Eins vorweg – die Teigmenge ist auf 3 Biskuitböden mit je 15cm Durchmesser ausgelegt, ich habe eine 16cmund eine 28cm Form genommen und jede Torte mit zwei anstelle von drei Schichten gebacken.

Butter, Zucker, Salz und Zitronenabrieb zu einer luftigen Créme verrühren. Die Eier erst etwas aufschlagen und dann langsam unter ständigem Rühren zur Buttercréme geben. Das Mehl mit Backpulver vermischen und einsieben. Nur kurz rühren, bis sich der Teig gerade so bindet – das ist wohl der Grund warum er so luftig bleibt, ich habe bisher immer die Eier getrennt und freue mich, dass mir das hier erspart bleibt.

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Den Teig auf die gefetteten, mit Backpapier ausgelegten Formen aufteilen und 15-20 Minuten bei 180°C backen.

In dieser Zeit kommen Zitronensaft und Zucker in einen kleinen Topf und köcheln so lange, bis sich der Zucker gelöst hat. Vom Herd nehmen und den Limoncello dazu geben.

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Die gebackenen Böden einige Minuten abkühlen lassen bevor ihr sie vorsichtig aus der Form löst. Danach werden sie großzügig mit Sirup eingepinselt. Ich behalte trotzdem gut 1/3 vom Sirup übrig. Der hält sich im Kühlschrank aber gut 2 Wochen (im Schraubglas). Peggy lässt die Böden jetzt in Frischhaltefolie verpackt über Nacht im Kühlschrank ruhen, die Zeit habe ich nicht und mache weiter, sobald alle Böden vollständig ausgekühlt sind.

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Jetzt kommt die Killer-Créme. Aus irgendeinm Grund sind hier im Original bei gleicher Kuchengröße nur 1/3 der Menge angegeben. Das hätte hier definitiv nicht gereicht, deshalb die Menge wie oben angegeben.

Butter, Puderzucker und Salz werden zu einer glatten, luftigen Créme vermengt. Dann rühre ich das Lemon Curd unter. Die Créme auf dem Boden verteilen, den zweiten Boden aufsetzen und die restliche Créme so ordentlich wie möglich rundum verstreichen…

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Das ist nicht so einfach. Am Ende hilft mir die glatte Kante vom Brotmesser und mein Saucen-Spatel. Noch nicht schön, aber süß!

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Bessere Hälfte hilft mir den Kuchen auf den Boden der Torten-Box zu setzen. Die fertige, 3-Stöckige Torte kann man später sicher nicht mehr umsetzen.

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Der Deckel hat am Ende nicht mehr drauf gepasst…

So weit, so gut. es folgt die Beeren-Torte. Die Esspapierblumen müssen angebracht werden so lange die Buttercréme noch weich ist. Zwischenzeitlich wandert die Torte in den Kühlschrank.

Fortsetzung folg…

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Erdbeer-Mascarpone Torte

Erdbeer-Mascarpone Torte

Ich habe mir fest vorgenommen eine richtig große Torte zu backen. Na gut, groß ist relativ, aber hoch sollte sie sein! Mit Erdbeeren… und Biskuitteig… und Créme… und die Créme sollte hübsch aussehen! So habe ich also munter fröhlich vor mich hin gegrübelt und dann angefangen zu basteln. Die Torte war sehr lecker und am zweiten Tag auch deutlich stabiler als am ersten Tag. Für meine erste Freestyle-Torte eigentlich gar nicht so schlecht.

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Zutaten für eine 16cm Ø Springform:

Für den Biskuitteig:

4 Eier

120g Zucker

120g Mehl

1 Prise Salz

Für die Erdbeerschicht:

750g Erdbeeren

4 EL Zucker

2 Päckchen roter Tortenguss

Für die Limettencréme:

120g Mascarpone

1 EL Puderzucker

Saft und Abrieb von 1 Limette

Für den Crémemantel:

380g Mascarpone

3 EL Puderzucker

100g Schlagsahne

1 Messerspitze rosa Lebensmittelpaste

1 Päckchen Sahnesteif

2 EL Schokoraspel

Zubereitung:

Für den Biskuitteig werden die Eier getrennt und die Eigelb mit 60g Zucker schaumig geschlagen.

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Die Eiweiß mit dem Salz steif schlagen. Dann vorsichtig die restlichen 60g Zucker einrühren.

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Langsam die Eigelbmasse mit dem Löffel untermengen und vorsichtig das gesiebte Mehl einrühren.

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Die Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Den Teig einfüllen und den Ofen auf 180°C vorheizen.

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Den Kuchen hineinschieben und 30 Minuten backen. Die Stäbchenprobe machen um zu prüfen ob der Kuchen fertig ist.

Ich lasse den Biskuitteig 2 Stunden abkühlen, dann löse ich ihn aus der Form.

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Gegen Ende der Abkühlzeit schneide ich von den Erdbeeren das grün ab und halbiere sie. So wandern sie in den Mixer wo ich sie zu einem wunderbaren rosa Püree verarbeite.

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Das Erdbeerpüree in einen Topf geben und vorsichtig erhitzen. Zucker und den Tortenguss einrühren und einige Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Immer umrühren. Durch die Erdbeeren sieht man nicht, wann er Guss klar wird.

Den Biskuitteig aufschneiden, den Boden auf dem Blech der Springform lassen und den Tortenring wieder anlegen. Das Erdbeeren Gelee einfüllen und über Nacht abkühlen lassen. Am nächsten Morgen vorsichtig mit einem kalten, nassen Messer am Rand entlang gehen, den Rand abnehmen und auch die Erdbeerschicht halbieren.

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Wir haben jetzt von unten gesehen Biskuit und Erdbeeren. 120g Mascarpone mit Puderzucker, Limettensaft und dem Abrieb der Limettenschale verrühren. Damit die Erdbeerschicht bestreichen…

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… und den Tortendeckel aufsetzen. Auf den kommt erst nochmal Limettencréme und dann die zweite Hälfte der Erdbeerschicht. Langsam sieht es nach einer Torte aus!

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Für den Crémemantel schlage ich die Sahne mit Sahnesteif auf und den Mascarpone mit dem Puderzucker crémig. Beides vorsichtig mit einem Löffel zusammenführen. Danach färbe ich die Créme noch vorsichtig mit der Lebensmittelfarbe ein – die hätte ich besser vorher dazu gegeben, das wäre einfacher gewesen.

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Die Créme in einen Spritzbeutel füllen. Ich habe eine flache und zackige Tülle gewählt.

Die Torte rundum mit der Créme einstreichen.

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Dann wird sie verziert – ich habe dafür Abschnittsweise Wellen von unten nach oben gespritzt, aber ich bin da kein Profi, macht es einfach so wie ihr wollt.

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Noch ein paar Schokoraspel auf die Torte, dann kommt sie bei mir für 2 Stunden in den Kühlschrank bevor sie angeschnitten wird. Am nächsten Morgen hatte sie allerdings deutlich mehr Stabilität. Die Torte hat sich ohne Probleme etwas über 3 Tage im Kühlschrank gehalten… so ein Stückchen macht aber auch satt…

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…und glücklich!




Sachertorte

Sachertorte

Meine erste Sachertorte! Bessere Hälfte sagt immer „Sachertorte“, wenn ich frage, was ich für einen Kuchen backen soll. Ich habe dann immer gesagt, dass die zu kompliziert für mich ist und ewig dauert und blablabla… so schwierig war sie am Ende garnicht und auch von der Zeit hielt es sich in Grenzen. Dafür wurde man mit dieser extrem leckeren Torte belohnt. Für die Menge der Zutaten habe ich mich aus der Kaiser – Kleine Kuchen App inspirieren lassen, den Teig habe ich dann so angerührt wie bei meinen ganzen Schokobrownie Experimenten. Zwischendurch musste ich mir aber noch etwas Hilfe bei Shia holen, die hat das mit der Glasur nämlich super beschrieben. Jetzt aber genug Text vorweg – hier die Geburtstags-Sachertorte!

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Zutaten für eine 16cm Ø Springform:

80g Butter

1 Messerspitze gemahlene Vanille

3 Eier

60g Puderzucker

1 Prise Salz

60g Mehl

60g gemahlene Mandeln

100g Zucker

100g Zartbitterschokolade

4-5 EL Schwartau Samt – Aprikose

100g dunkle Kuvertüre

1 Hand voll Konditormandeln (Mandeln ohne Schale)

Zubereitung:

Zuerst schmelze ich Butter und Schokolade zusammen im Topf. Dann rühre ich mit dem Schneebesen die Schoko-Butter, die gemahlene Vanille und den  Puderzucker zu einer glatten Créme. Nacheinander die Eier untermengen und das Ganze mit einer Prise Salz abrunden. Als letztes Mehl und Mandeln einrühren und den Teig in eine kleine Form füllen. Ich lege den Boden mit Backpapier aus und fette den Rand mit etwas Butter ein.

40 Minuten bei 180°C Umluft backen – am Ende die Stäbchenprobe machen.

Den Kuchen über Nacht abkühlen lassen.

Am nächsten Morgen teile ich den Kuchen horizontal in der Mitte. Den Deckel vorsichtig abheben und den Boden mit 2 EL Aprikosenmarmelade bestreichen. Ich nehme dafür die Schwartau Samt, da sind nämlich keine Stücken drin und somit spare ich es mir, die Konfitüre durch ein Sieb zu streichen. Außerdem schmeckt das Zeug einfach gut…

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Den Deckel wieder aufsetzen und die Torte außenrum komplett mit der Marmelade einpinseln.

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Auf ein Gitter heben und kurz etwas antrocknen lassen.

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Jetzt hat es bei mir etwas geklemmt… ich habe nach Anleitung den Zucker in 60ml Wasser aufgekocht und das Ganze 4 Minuten sprudelnd köcheln lassen – so weit so gut. Die Kuvertüre schmelzen und dazu geben. Dann durchgehend rühren bis das Ganze dickflüssig wird… wurde es nicht. Zum Glück habe ich bei Shia den Trick gefunden, dass man die Schokolade einrühren soll und das Ganze dann abkühlen muss bis es dickflüssig genug ist. Na da hätte ich ja lange köcheln und rühren können… Als die Glasur also auf dem Kochlöffel einen dicken Film bildet gebe ich sie über den Kuchen und streiche sie rundherum mit einem Teigspatel glatt.

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Die Mandeln darauf setzen (oder die Torte mit etwas anderem dekorieren) und für 1,5-2 Stunden abkühlen lassen. Auf eine Tortenplatte heben…

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… und anschneiden.

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Super lecker!

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Schoko-Mandel-Torte mit Birne-Orange Füllung

Schoko-Mandel-Torte mit Birne-Orange Füllung

Wenn ich Caprese höre, dann denke ich immer an Tomate-Mozzarella. Jetzt habe ich erfahren, dass das eigentlich nur für Capri steht und der Mandelkuchen aus Capri im italienischen ein Caprese-Kuchen ist. Wieder was gelernt! Die Idee für den Kuchenteig kommt aus (m)einer neuen App – das ist jetzt keine Schleichwerbung, die App ist umsonst – nämlich von Kaiser, Kleine Kuchen. Klein ist super, aber ich wollte gerne ein Torte backen die auch zur Saison passt. Also habe ich 2x den Kuchen gebacken und dazwischen eine Füllung aus Birnen und englischer Orangenmarmelade gemacht. Mit Schoki glasiert – einfach nur herrlich, saftig, schokoladig, fruchtig!

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Zutaten für eine 16cm Ø große Springform:

150g Bitterschokolade

150g Butter + etwas zum Einfetten der Form

150g Zucker

4 Eier

250g gemahlene Mandeln

100g dunkle Kuvertüre

optional gehackte Haselnüsse

Für die Füllung:

2 Birnen (Williams Christ)

2 EL englische Orangenmarmelade

Zubereitung:

Ich nehme die oben angegeben Teigmenge – sie reicht für 2 Kuchen aus. Einer der Kuchen wird als Boden verwendet, der Zweite als Decke.

Grundsätzlich sollte man die Schokolade für dieses Rezept reiben. Hätte ich das vorher gelesen hätte ich gleich Schokoraspel gekauft… ich sag es mal so – das hat keinen Spaß gemacht. Also habe ich die Schokolade einfach sehr fein gehackt. Hat auch wunderbar funktioniert. Hier ist mir beim Reiben die Lust ausgegangen:

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Egal – Schoki fein gehackt. Geht auch. Die weiche Butter und den Zucker schaumig rühren. Die Eier trennen und erst das Eigelb unter die Butter-Zucker-Mischung rühren. Dann die gemahlenen Mandeln und die geriebene / gehackte Schokolade untermengen.

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Jetzt hätte man das Eiweiß steif schlagen sollen… *hüstel* Bilder sagen mehr als Wort – das Ei und ich waren nicht auf einer Wellenlänge.

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Ich habe ja bereits der Anna mein Leid geklagt, die hatte dazu folgende Ideen: die Eier waren nicht frisch, zu kalt, oder in der Schüssel waren vielleicht Spüli-Reste. Ich würde ja fast auf letzteres tippen… dann wird halt nur Eiweiß untergehoben… aber vielleicht habt ihr ja mehr Glück. Zumindest habt ihr jetzt ein paar Punkte auf die ihr von vornherein achten könnt, danke dafür an Anna.

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Die erste Hälfte vom Teig kommt in die eingefettete Backform. Mit Alufolie abdecken und auf der mittleren Schiene bei 180°C für 30 Minuten backen.

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Aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen, aus der Form lösen und mit Alufolie abgedeckt beiseite stellen. Die Form wieder einfetten, den restlichen Teig einfüllen und auch den zweiten Kuchen für 30 Minuten und mit Alufolie bedeckt in den Ofen schieben.

Ich habe beide Kuchenteile über Nacht abgedeckt stehen lassen. Es war einfach schon zu spät. Am nächsten Tag habe ich dann die Birnen geschält und vom Kerngehäuse befreit. In grobe Stücken schneiden und mit 2 Tassen Wasser im geschlossenen Topf 30 Minuten köcheln lassen. Aufpassen, dass nix anbrennt. Nach 30 Minuten ist das Wasser bei mir verdampft (auch wenn der Topf geschlossen war). Ich stampfe die Birnen mit dem Kartoffelstampfer und rühre 2 EL englische Orangenmarmelade unter. Ich würde keine „normale“ Marmelade nehmen. Die englische O-Marmelade ist eher herb / leicht bitter und ergänzt sich damit gut mit dem wirklich, wirklich süßen Kuchen. Den Birnen-Marmeladen-Mix erkalten lassen, bis die Füllung eine gelartige Konsistenz hat. Dann wird sie gleichmäßig auf einem der Kuchen verteilt. Den zweiten Kuchen darauf setzen. Bei mir war der Deckel jetzt irgendwie größer als der Boden – muss ich nicht verstehen, oder? Auf jeden Fall habe ich die ganze Torte beherzt umgedreht. Hat sogar geklappt!

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Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und den Kuchen rundherum glasieren. Eigentlich wollte ich jetzt einen Rand mit grob gehackten Haselnüssen zaubern, aber als ich die Nüsse gegen den Rand werfen wollte (und ich bin ziemlich sicher, dass das nicht die Methode der Wahl ist), sind die Nüsse haarscharf am Rand vorbei geflogen und haben die Decke gestreift. Hmmm…. also habe ich das Beste daraus gemacht und einfach 1/3 vom Kuchen mit Haselnüssen bestreuselt. Und da soll mir mal einer sagen, dass das nicht ganz genau so aussehen sollte!

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Die Glasur aushärten lassen und den Kuchen auf einen ordentlichen Teller heben.

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Anschneiden und genießen. Wirklich super lecker, saftig, süß, fruchtig… einfach toll. Und das Rezept für den Teig hat wirklich super geklappt, obwohl ich so backe wie ich backe.

Viel Spaß beim Genießen!

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