Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Skyr

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Skyr

Eigentlich habe ich es ja nicht so mit den super schnellen Broten, das Haferflockenbrot ist da schon eher die Ausnahme. Lange Gehzeiten stören mich nicht und ich plane gerne etwas Zeit auf dem Weg zu gutem Brot ein. Nun geht es aber nicht immer nach mir, sondern es gibt ja auch noch den kleinen Mann – und wenn der von heute auf morgen entscheidet, dass er wegen der ollen, drückenden Eckzähne gerne weiches Brot essen möchte, dann hüpfe ich mit ihm in die Küche und lasse mir etwas einfallen. Diesmal ist es ein super, super saftiges, weiches und trotzdem ziemlich leckeres, schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Skyr und Dinkelmehl geworden. Das wurde anschließend von beiden Männern mit großer Begeisterung verspeist – und tatsächlich hat es vom ersten Schritt bis zu dem Moment als ich das Brot aus dem Ofen geholt habe nur zwei Stunden gedauert. Es musste nichts gefaltet werden, der Ofen braucht keine Schwaden – ein richtiger Selbstläufer. Perfekt, wenn ihr es mal wirklich eilig habt! 

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl

Zutaten für 1 Kastenbrot (ca. 20-25 Scheiben):

7g Trockenhefe

15g Gerstenmalz*

500ml Wasser

350g Dinkelmehl, Typ 630

200g Dinkelvollkornmehl

100g Sonneblumenkerne

100g Skyr

15g Salz

Zubereitung:

Hefe und warmes Wasser in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und das Gerstenmalz einrühren. 5-10 Minuten gehen lasen, in dieser Zeit die restlichen trockenen Zutaten (Mehl, Salz, Sonnenblumenkerne) gemeinsam abwiegen.

Die trockenen Zutaten und den Skyr in das Hefewasser geben. 2-3 Minuten auf kleiner Stufe und 4-5 Minuten auf schneller Stufe in der Küchenmaschine verkneten.

Eine Kastenform mit Backpapier auslegen (wenn das Papier vorher einmal zusammengeknüllt wird passt es sich besser an die Form an). Den Teig in die Form geben, nicht erschrecken – er ist ziemlich weich. 45 Minuten gehen lassen bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat.

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl

Den Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot in den vorgeheizten Backofen schieben und 50 Minuten backen. Nach 20 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren.

Das fertige Sonnenblumenkernbrot aus dem Ofen holen, am Backpapier aus der Form heben und an den Seiten freilegen. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Die Kruste ist dünn und knusprig, die Krume ist super weich und saftig.

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl

Geschmacklich ist das Brot super flexibel, ihr könnt es sowohl mit Wurst oder Käse als auch mit Honig oder Marmelade bestreichen.

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl

In zwei Stunden könnte dieses Brot auch auf eurem Tisch stehen – viel Spaß beim Backen!

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl




Tapas – Paprika-Dip

Tapas – Paprika-Dip

Für einen Tapas Abend mit vielen veganen Tapasrezepten habe ich mir den Kopf zerbrochen wie ich einen würzigen Dip zaubern kann der nicht zu sehr an Pesto erinnert und trotzdem vegan ist. Normalerweise mache ich zu den kanarischen Salzkartoffeln ja immer einen Röstknoblauch-Dip, aber der ist diesmal ja keine Option gewesen. Im Vorratsregal standen geröstete, eingelegte Paprika und neben Knoblauch, Pinienkernen und Sonnenblumenkernen sind auch noch ein paar Kräuter mit im Mixer gelandet. Das Ergebnis war dieser super leckere Paprika-Dip der ganz wunderbar zu allem möglichen passt – aber überzeugt euch selbst!

Tapas - Paprika-Dip

Zutaten für ein Schälchen Paprika-Dip:

100g geröstete, eingelegte Paprika

1 Knoblauchzehe

2 EL Pinienkerne

2 EL Sonnenblumenkerne

5-6 Zweige Thymian

etwas Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Die Paprika abtropfen lassen und in den Mixer geben. Pinienkerne und Sonnenblumenkerne dazu geben. Die Knoblauchzehe schälen und die Thymianblättchen von den Zweigen streifen. Beides mit einer Prise Pfeffer in den kleinen Mixer* geben. Mixen bis keine Stücke mehr zu sehen sind.

Den Paprika-Dip mit Pfeffer und bei Bedarf Salz abschmecken und in ein kleines Schälchen geben.

Schnell und lecker!

Tapas - Paprika-Dip




Roggenbrot mit Kürbis und Zucchini

Roggenbrot mit Kürbis und Zucchini

For international visitors – if you need an english translation of this recipe for my rye bread with sourdough, pumpkin and zucchini, please leave me a comment and I will be happy to provide it to you!

Es ist wieder so weit – wir feiern heute den World Bread Day. Bereits zum 10. Mal sammelt Zorra vom Kochtopf dafür die Rezepte von Bloggern aus aller Welt. Ich habe mich dieses Jahr für ein sehr kräftiges und trotzdem saftiges Brot mit krachender Kruste entschieden – ein Roggenbrot und das erste Mal, dass ich mit einem Sauerteigbrot beim World Bread Day dabei bin. Warum das Brot so saftig ist? Ich habe etwas Kürbis und Zucchini hinein gerieben. Und warum die Kruste so kracht? Ich habe das Brot im Topf gebacken! Und warum ich genau dieses Brot gewählt habe? Weil es beim ersten Versuch vor zwei Wochen total missglückt ist. Das Brot war am Boden von meinem gusseisernen Topf festgebacken und ist mir beim irgendwann vollkommen entnervten Versuch es zu befreien komplett zerrissen. Halb so schlimm, ich habe es zur Suppe serviert – aber das sollte auch nochmal richtig klappen. Denn wenn ich eins über die Jahre gelernt habe, dann das Brot backen eine Übungsfrage ist. Mittlerweile geht selten etwas schief, meine Brote sind heute deutlich besser als noch zum Anfang (2012 Kürbisbrot, 2013 Rosmarin Brot, 2014 Kräuterbrot) und mir fallen immer noch neue Ideen ein die ich unbedingt ausprobieren möchte. Deshalb kann ich nur sagen: probiert es aus! Traut euch – Brot backen ist kein Hexenwerk!

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Zutaten für 1 Brot:

Vorteig:

30g Sauerteig

200g Roggenvollkorn Mehl

200g Wasser

Saaten:

100g Sonnenblumenkerne

Hauptteig:

Vorteig

Sonneblumenkerne

500g Weizenmehl, Typ 550 + etwas extra

200g Roggenmehl, Typ 1150

8g frische Hefe

30g Honig

15g Salz

125g Wasser

150g Kürbis

150g Zucchini

2 EL Olivenöl

Zubereitung:

Für den Vorteig den Sauerteigansatz mit Mehl und Wasser verrühren und 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen bis er ordentlich aufgegangen ist.

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Seine Größe sollte er dabei in etwa verdoppeln.

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Die Sonnenblumenkerne über Nacht in eine kleine Schüssel geben und in mit Wasser bedeckt quellen lassen.

Am Backtag die Zucchini und den Kürbis von den Kernen befreien und je 150g fein raspeln. Ich nehme dafür die Braun Küchenmaschine*, es geht aber auch von Hand.

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Das Wasser von den Sonnenblumenkernen abgießen. Dann alle Zutaten gemeinsam in die Rührschüssel geben.

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5 Minuten langsam und 10 Minuten schnell verkneten. Nicht erschrecken, der Teig ist sehr weich und klebrig.

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3 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen, dann auf der stark bemehlten Arbeitsfläche mehrfach falten und kneten bis ihr eine straffe Kugel habt. Den Teig eine Stunde gehen lassen und den Vorgang wiederholen. Diesmal den Teig zu einer langen Rolle formen und zu einer Schnecke aufrollen. So in das bemehlte Gärkörbchen legen und eine weitere Stunde gehen lassen. Wir haben also 5 Stunden Gehzeit (3+1+1).

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Den Backofen samt 3 L gusseisernem Topf auf 250°C vorheizen. Das Brot nochmal ordentlich mit Mehl bestäuben damit es nicht festklebt…

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… in den Topf kippen und ca. 1cm tief einschneiden.

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Deckel drauf und ab in den Ofen. Dort bleibt es für 45 Minuten. Nach 15 Minuten reduziere ich die Hitze auf 200°C.

Den Topf aus dem Ofen holen…

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… das Brot heraus kippen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

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Erst anschneiden wenn es komplett abgekühlt ist – die Kruste ist krachend und super aromatisch geworden, die Krume ist feinporig und total saftig und lecker.

Wer möchte ein Scheibchen probieren?

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Mit dabei beim World Bread Day 2015:
World Bread Day 2015 (October 16)




Roggen Bierbrot aus dem Topf

Roggen Bierbrot aus dem Topf

Heute ist der 3. Tag des deutschen Brotes und auch wenn ich kein Bäcker bin – gutes Brot will gekonnt sein. Und das erkennt man eben doch daran, dass es mit guten Zutaten vor Ort hergestellt und gebacken wird. Aufbacken kann schließlich jeder. Also bleibt nur selber backen oder sich den Bäcker des Vertrauens suchen. Aber ich schweife ab – es gibt zwei Dinge die man hier in Deutschland ordentlich macht: Brot backen und Bier brauen. Also gibt es heute von mir ein kräftiges Roggen Bierbrot mit ein paar Sonnenblumenkernen drin. Für die krachende Kruste habe ich es im Topf gebacken. Das ist seit Neustem Bessere Hälfte’s absolute Lieblingsvariante!

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Zutaten:

350g Roggenvollkornmehl

150g Roggenmehl

200g Weizenmehl, Typ 550

150g Sonnenblumenkerne

80g Walnüsse

450ml Bier

10g Honig

10g Olivenöl

10g frische Hefe

15g Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten außer das Salz in die Küchenmaschine geben und 5 Minuten auf kleiner Stufe verkneten. Das Salz zufügen und den Teig weitere 10 Minuten auf höherer Stufe zu einem glatten, nicht mehr klebrigen Teig verarbeiten.

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2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, nach einer Stunde einmal falten. Dann für 8-12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche rund formen und im Gärkörbchen für eine Stunde auf Raumtemperatur kommen lassen. In dieser Zeit den Topf im Ofen auf 250°C vorheizen.

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Den Topf vorsichtig aus dem Ofen holen und auf einer Korkplatte oder einem Holzbrettchen abstellen. Das Brot hinein kippen und je nach Lust und Laune über Kreuz oder anders gut 1cm tief einschneiden.

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Deckel drauf, in den Ofen schieben und 45 Minuten lang backen.

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Das Brot auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

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Passt besonders gut zu herzhaften Belägen wie Schinken und Käse.

Auf das Brot!

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Mehrkorn-Brötchen

Mehrkorn-Brötchen

Diese Mehrkorn-Brötchen gab es bereits im Sommer und als ich sie gerade nochmal backen wollte habe ich überrascht festgestellt, dass ich das Rezept noch garnicht mit euch geteilt habe. Gut, dass ich bei Brot und Brötchen immer sofort die Zutatenliste aufschreibe – so ist das Rezept nicht verloren sondern schlummert noch munter fröhlich als Entwurf in meiner Liste. Die Brötchen sind nämlich ziemlich lecker, im Prinzip ein Mix aus dem Körner-Baguette und den Samstagsbrötchen!

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Zutaten für 8 Mehrkorn-Brötchen:

Quellstück:

40g Haferflocken

30g Kürbiskerne

30g Sonnenblumenkerne

30g Leinsamen

50g Hartweizengries

6g Salz

160g Wasser

Für den Hauptteig:

Quellstück

50g Dinkelvollkornmehl

100g Dinkelmehl

150g Weizenmehl, Typ 1050

50g Wasser

100g Milch

6g frische Hefe

10g Olivenöl

Zubereitung:

Alle Zutaten für das Quellstück in eine Schüssel geben und 6 Stunden abgedeckt im Kühlschrank quellen lassen.

Dann die Zutaten für den Hauptteig zufügen und alles mindestens 8 Minuten auf kleiner Stufe in der Küchenmaschine verkneten. Es entsteht ein recht klebriger, weicher Teig. Den Teig abgedeckt für 12-14 Stunden zurück in den Kühlschrank stellen.

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Der Teig hat sein Volumen vergrößert und kann weiter verarbeitet werden.

Dafür teile ich ihn in 8 Portionen die ich mehr oder weniger rund forme und kurz in etwas Mehl wende.

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Die Mehrkorn-Brötchen wollen für 25 Minuten in den Backofen – den Ofen mit Dampf auf 230°C vorheizen und die Brötchen hinein schieben. Nach 10 Minuten reduziere ich die Temperatur auf 210°C und für die letzten 5 Minuten auf 180°C mit angeklappter Ofentür.

Etwas abkühlen lassen, aber noch warm auf den Frühstückstisch stellen.

Einfach wunderbar!

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Dinkel Karotten Brot mit Sonnenblumenkernen

Dinkel Karotten Brot mit Sonnenblumenkernen

Auf einmal ist er da, der Herbst. Die letzten Karotten, rote Bete und Pastinaken wollen geerntet werden bevor es ernsthaft Frost gibt und mir stellt sich die Frage wohin mit dem ganzen Gemüse. Besonders mit den Karotten war ich sehr großzügig bei der Aussaat, da muss ich mir jetzt etwas einfallen lassen. Eine Sache die schon lange auf meiner Liste stand ist ein Karottenbrot, allerdings reibe ich so furchtbar ungern Karotten… also habe ich sie kurzerhand gebacken und wie die rote Bete im Mixer fein gehechselt. Klappt ganz wunderbar und das Ergebnis ist ein super saftiges, leckeres Brot!

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Zutaten für 1 Brot:

Vorteig:

160g Dinkelvollkornmehl

5g frische Hefe

120g Wasser

Hauptteig:

Vorteig

200g Dinkelmehl

140 Roggenmehl Typ 997

130g Weizenmehl Typ 550

8g frische Hefe

200g Karotten (hier violette Karotten)

130g Sonnenblumenkerne

10g Salz

10g Honig

10g Rapsöl

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Vorteig mit der Gabel vermischen und abgedeckt 12 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

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Am Backtag die Karotten schälen und für 1 Stunde bei 180°C in den Backofen schieben. Kurz abkühlen lassen und im Mixer zerhechseln.

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Vorteig, Karottenspäne, und alle anderen Zutaten für das Dinkel Karotten Brot in die Küchenmaschine geben und 6 Minuten auf kleiner Stufe (hier Stufe 2) und 3 Minuten auf höherer Stufe (hier Stufe 4) kneten. Es entsteht ein sehr klebriger Teig.

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Richtig falten kann man den Teig nicht, also drücke ich nach 1 Stunde die Luft heraus. Wieder eine Stunde gehen lassen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen. Auf das bemehlte Blech legen und weitere 30 Minuten gehen lassen.

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Eigentlich wollte ich die Teigkugel kreuzförmig einschneiden, aber die natürlichen Risse sehen mir recht vielversprechend aus – also bleibt alles so wie es ist.  Bei 230°C in den vorgeheizten Backofen schieben, bei mir im Brotbackprogram, alternativ mit einer Schüssel Wasser am Boden. Nach 10 Minuten die Hitze auf 200°C reduzieren und das Brot weitere 40 Minuten fertig backen. In den letzten 5 Minuten die Ofentür einen Spalt breit öffenen. Den Boden abklopfen – das Brot muss hohl kingen, sonst ist es nicht fertig.

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Das Dinkel Karotten Brot auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Dann kann es angeschnitten werden.

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Die Krume ist kompakt und saftig, die Kruste wunderbar dünn und knusprig. Ein richtig rustikales Brot für ein schönes Abendbrot.

Wer möchte ein Scheibchen?

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Mehrkornbrot für Nebenbei

Mehrkornbrot für Nebenbei

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber manchmal ist es schon eine ganz schöne Herausforderung alles unter einen Hut zu bekommen. Man geht arbeiten, man kocht, man backt wenn möglich auch noch Brot und dann will das Alles auch noch gebloggt werden. Gut, wenn sich da das Eine oder Andere in den normalen Alltagswahnsinn integrieren lässt. Für mich zähl dazu auch das Brot backen. Einzelne Schritt, dazwischen lange Ruhephasen und am Backtag übersichtliche Abläufe. Für dieses Brot habe ich Freitag vor der Arbeit die Körner eingeweicht, am Abend den Hauptteig angesetzt und Samstag Vormittag musste ich das Brot nur noch formen und backen. Für mich einfach perfekt!

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Zutaten für 1 Brot:

Körner-Quell-Mix:

50g Kürbiskerne

50g Sonnenblumenkerne

60g Leinsamen

70g Haferflocken

50g Hartweizengrieß

10g Salz (hätte glatt eine Prise mehr sein dürfen)

300g Wasser

Für den Hauptteig:

Körner-Quell-Mix

150g Weizenmehl (Typ 550)

170g Weizenvollkornmehl

40g Roggenvollkornmehl

1 Ei

7g Hefe

20g Öl – hier Gewürzöl

100g Wasser

Zubereitung:

Schritt 1 dauert kaum mehr als 5 Minuten und lässt sich wunderbar vor der Arbeit erledigen. Ich wiege alle Zutaten für den Körner-Quell-Mix ab und gebe das Wasser dazu. Gut umrühren und abgedeckt zum Quellen in den Kühlschrank stellen. Bei mir bleibt die Schüssel dort für etwas mehr als 10 Stunden.

Abends kommen dann Mehl, Ei, Öl, Hefe und das restliche Wasser dazu. 6-7 Minuten kneten (hier mit dem Handrührgerät) bis sich der Teig von der Schüssel löst. Er ist aber trotzdem noch weich und etwas klebrig. So wandert er über Nacht, bei mir knapp 12 Stunden, in den Kühlschrank.

Backtag – ich bestäube die Arbeitsplatte mit Mehl (hier Roggenmehl) und falte den Teig 3x bis er eine längliche Form hat.

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Dann lege ich ihn mit dem Schluss nach unten in das Gärkörbchen. Dort verbringt der Teig abgedeckt die nächsten 45 Minuten bei Raumtemperatur.

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Den Ofen auf 230°C vorheizen, entweder im Brotbackmodus oder mit einer Schale Wasser am Boden. Das Brot auf das Blech kippen und für 50 Minuten darin verschwinden lassen.

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Ich lasse zwischendurch 2x Dampf ab. Nach 30 Minuten reduziere ich außerdem die Temperatur auf 200°C und für die letzten 5 Minuten klappe ich die Ofentür leicht an.

Das fertige Brot vollständig auskühlen lassen.

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Passt wunderbar zum Abendbrot, aber auch zum Frühstück mit strammem Max.

Viel Spaß beim Backen!

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Körner-Baguette

Körner-Baguette

Ein Breadbakingday wie er mir gefällt – Karin von Food for Angels and Devils wünscht sich für den 66. von Zorra veranstalteten BBD das ultimative Baguette Rezept. Hüstel… also ich sage mal vorweg, dass ich hier kein klassisches Baguette gebacken habe. Ich habe ein Körner-Baguette gebacken. Das hat den folgenden Hintergrund: ein normales Baguette bekomme ich beim Bäcker fast immer. Natürlich nicht so lecker wie ein selbst gebackenes, ohne Frage, aber es gibt eins. Mit dem Körner-Baguette ist das oft weniger einfach. Wenn ich nach Feierabend noch eins brauche herrscht oftmals gähnende Leere im Regal. Also backe ich einfach eins selber – die Hälfte wurde schon aufgeschnitten, die zweite Hälfte habe ich eingefroren… für schlechte Tage!

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Zutaten für 1 großes Baguette:

80g Haferflocken

79g Kürbiskerne

60g Sonnenblumenkerne

60g Leinsamen

10-12g Salz

50g Hartweizengries

320 ml + 90 ml Wasser

180g Weizenmehl (Typ 550)

150g Weizenvollkornmehl

50g Dinkelvollkornmehl

8g frische Hefe

1 Ei

25g Olivenöl

Zubereitung:

Zuerst müssen wir uns ein Quellstück ansetzen. Dafür kommen Haferflocken, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Hartweizengries, Salz und 320 ml Wasser in eine Schüssel. Gut umrühren und alle Körner vom Rand mit in die Masse schieben.

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Die Schüssel wandert für 6-7 Stunden zum quellen in den Kühlschrank. Ich rühre 2-3mal um, das ist aber vermutlich nicht wirklich nötig… ich kümmere mich nur gerne um meinen Brotansatz. Danach gebe ich die restlichen Zutaten dazu und knete den Teig mit dem Handrührgerät 10 Minuten lang durch. Danach wissen die Arme was sie getan haben. Mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht (ca. 12 Stunden) in den Kühlschrank stellen.

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Am nächsten Tag sieht der Teig bereits so aus:

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Jetzt will der Teig ordentlich durchgeknetet werden. Nix da mit Vorsichtig und Gefühl – ruhig mit Kraft. Dabei forme ich ihn erstmal zu einem mehr oder weniger runden Klumpen den ich dann nochmal abgedeckt für 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lasse.

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Wenn auch dieser Schritt durch ist bringe ich den Teig in Form – so wird das sicher kein Baguette. Dafür falte ich ihn 5-6 mal und immer aus der gleichen Richtung – falten, etwas lang ziehen, falten, etwas lang ziehen, und so weiter.

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Ihr solltet den Teig jetzt schon auf das Blech legen, ich habe das erst später gemacht und da war es wieder schwieriger. Der Teig darf jetzt nämlich abgedeckt nochmals 1 Stunde ruhen. Dann schneide ich ihn vorsichtig und nur leicht diagonal ein… bloß nicht zu tief, bloß nicht zu tief, bloß nicht zu tief…. die  Technik habe ich von Lutz und seinem Stangenbrot abgeschaut. Sieht ganz gut aus!

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Den Ofen aus 230°C vorheizen – entweder wie bei mir im Brotbackmodus mit Wasserdampf, oder bei Umluft mit einer Wasserschüssel unten im Ofen.

25-30 Minuten möchte das Brot in den Ofen, dabei lasse ich nach der Hälfte der Zeit einmal „Dampf ab“ indem ich die Tür öffne und ordentlich mit dem Topflappen rumwedel, dann öffne ich auf die letzten 5 Minuten die Ofentür einen Spalt breit und nutze den Topflappen als „Türstopper“.

Das fertige Baguette vollständig abkühlen lassen.

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Knapp die Hälfte vom Baguette schneide ich auf und röste sie im Ofen leicht an, daraus zauber ich Bruschetta – so in etwa nach diesem Rezept. Die andere Hälfte wird vakuumverpackt und eingefroren.

Kein typisches Baguette, aber für mich eins meiner Liebsten.

Wer möchte probieren?

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Eingereicht für:

BBD #66 - The Ultimate Baguette Recipe (last day of submission April 1, 2014)