Schweinefilet mit Aprikosen in Passionsfruchtsauce

Schweinefilet mit Aprikosen in Passionsfruchtsauce

Dieses Rezept ist um die Passionsfrüchte herum entstanden. Klingt vielleicht etwas seltsam – wir haben schließlich ein Schweinefilet, Mangetout, Aprikosen und ein Kartoffelpüree – aber so war es nun mal. Am Obststand haben mich 4 wunderbare Passionsfrüchte angelacht und schon hatte ich eine leckere Sauce vor Augen. Zu süßlicher Sauce passt so ein Schweinefilet ideal und wenn ich mir dann noch ein paar Baby-Aprikosen darauf vorstelle… lecker! Als Begleiter kommen Kartoffelpüree und Mangetout dazu. Eine schöne Kombination und die Zubereitung dauert nur 45 Minuten, dann steht euer Schweinefilet mit Aprikosen in Passionsfruchtsauce auf dem Tisch!

Zutaten für 2-3 Personen:

500g Schweinefilet

2-3 Rosmarinzweige

6 Baby-Aprikosen

Orange-Rosmarin-Lavendelsalz (oder Salz und etwas zusätzlicher getrockneter Rosmarin)

Pfeffer

100g Mangetout

4 Passionsfrüchte

4 EL Aprikosensaft (oder Pfirsichsaft)

150g Kartoffeln

3 EL Butter

1 Prise Muskat

Zubereitung:

Für das Schweinefilet heize ich den Ofen auf 180°C vor. Dann reibe ich das Filet rundherum mit dem Rosmarin-Salz ein und gebe ich wenig Pfeffer darüber. So lege ich das Filet auf ein Stück Alufolie und bestücke es mit halbierten, entkernten Baby-Aprikosen und frischem Rosmarin. Dann wird das Päckchen gut verschlossen und wandert für 30-35 Minuten in den vorgeheizten Backofen.

Während das Filet im Ofen gart schäle ich die Kartoffeln und würfel sie in kleine Stücke. Dann koche ich sie in einem Topf mit Salzwasser bis sie gar sind (ca. 12-15 Minuten).

In dieser Zeit halbiere ich die Passionsfrüchte und löffel das Fruchtfleisch direkt in die Pfanne. Ist es traurig wenn mein erster Gedanke ist: „das riecht ja toll nach Shampoo!“? Vielleicht, ändert aber nix daran. Ok, weiter geht’s. Ich gebe den Aprikosensaft mit in die Pfanne und erhitze alles auf mittlerer Stufe (hier  Stufe 5 von 9). Die Passionsfrüchte geben eine schöne fruchtige Säure, kombiniert mit der Süße aus dem Aprikosensaft einfach wunderbar. Mit etwas Pfeffer und Salz würzen. Wer möchte kann die Sauce jetzt durch ein Sieb streichen, ich persönlich mag das „Crunchige“ das die Kerne der Sauce verleihen und lasse sie drin. Die Temperatur reduziere ich jetzt auf Stufe 1 (kleinste Stufe) zum warm halten.

Die Kartoffeln abgießen und direkt mit der Butter im Topf zerstampfen. Mit einer Prise Muskat und etwas Pfeffer würzen, abschmecken und bei Bedarf nachwürzen. Deckel drauf und warm halten.

Jetzt hole ich das Fleisch aus dem Ofen und mache den Drucktest. Nicht zu weich und nicht zu fest. An einem Ende vorsichtig anschneiden – perfekt. Noch 3-4 Minuten in der offenen Folie entspannen lassen

Die Mangetout sind ganz unkompliziert – sie werden halbiert, in einen kleinen Topf mit kochendem Salzwasser gegeben und 3 Minuten blanchiert.

Das Fleisch aufschneiden und zusammen mit einer Nocke Kartoffelpüree, den Aprikosen, einem Löffel Mangetout und ein paar Löffelchen von der wunderbaren Sauce auf dem Teller anrichten.

Es wird zu Tisch gebeten!

Und weil dieses Gericht so flott zubereitet und trotzdem ein kleiner Hingucker ist habe ich es für das Blog Event cucina rapida angemeldet.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de




Schweinemedaillons mit grünem Spargel im Speckband

Schweinemedaillons mit grünem Spargel im Speckband

Grüner oder weißer Spargel, die Entscheidung fällt mir manchmal schwer – wichtig ist mir eigentlich nur, dass er nicht um die halbe Welt geflogen ist und der Rest ergibt sich dann während der Planung für das Abendessen. Und auch wenn ich gerne Koteletts mit weißem Spargel kombiniere hat  diesmal ganz klar der grüne Spargel gesiegt – also gab es Schweinemedaillons mit grünem Spargel im Speckband und dazu kleine, gebackene Kartoffeln – einfach und gut!

Schweinemedaillons mit grünem Spargel im Speckband

Zutaten für 2 Personen:

250g Schweinefilet

etwas Olivenöl

Pfeffer & Salz

1 Knoblauchzehe

1 Zweig Rosmarin

250g grüner Spargel

3-4 Scheiben Bacon

150g Kartoffeln – hier Drillinge

1 Zwiebel

etwas Butter + Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Kartoffeln waschen und halbieren, die Zwiebel schälen und vierteln. Alles zusammen auf das Backblech geben, mit Olivenöl beträufeln und mit Pfeffer und Salz würzen. Gut mischen und für ca. 40 Minuten in den Ofen schieben. 

Das Schweinefilet aus dem Kühlschrank nehmen.

Den grünen Spargel im unteren Drittel schälen und jeweils drei Spargelstangen in eine halbe Scheibe Bacon wickeln. Die Spargelpäckchen nach 20 Minuten mit auf das Kartoffelblech legen, mit Pfeffer und Salz würzen und im Ofen backen bis der Bacon knusprig ist.

Vom Schweinefilet die Sehnen (Silberhaut) entfernen und das Filet in Medaillons schneiden. Etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen, die Knoblauchzehe schälen und andrücken und zusammen mit dem Rosmarin hinein geben. Die Schweinemedaillons von beiden Seiten scharf anbraten und mit Pfeffer und Salz würzen. Die Hitze reduzieren (hier Stufe 6 von 14) und die Medaillons fertig garen.

Die Butter mit einer Prise Salz vermengen.

Die fertigen Kartoffeln und die Spargel-Bacon Päckchen aus dem Ofen holen und zusammen mit den Schweinemedaillons und der gesalzenen Butter anrichten.

Die Schweinemedaillons mit grünem Spargel im Speckband sofort servieren.

Schweinemedaillons mit grünem Spargel im Speckband

Guten Appetit!

Schweinemedaillons mit grünem Spargel im Speckband




Entenbrust mit Mungbohnen und Klößen

Entenbrust mit Mungbohnen und Klößen

Heute sollte er sein, der große Tag der Mungbohnen. Vor einigen Wochen spontan gekauft haben sie bisher im Schrank geschlummert. Mit Mango und Granatapfel soll daraus eine Gemüsebeilage werden. So richtig zufrieden war ich damit noch nicht – sie hätten wohl noch ein wenig länger einkochen müssen, aber die spontan selbstgemachten Klöße und die wunderbar zarte Entenbrust haben uns für alles entschädigt!

Zutaten für 2 Personen:

2 Entenbrustfilets (je ca. 250-300g)

2 TL Orange-Rosmarin-Lavendel Salz (oder 1 1/2 TL Salz + 1 TL getrockneter Rosmarin)

50g Mungbohnen

1 Mango

1 Granatapfel

Salz

Pfeffer

1 TL Zucker

2 Schalotten

4 Klöße (Kochbeutel oder selbstgemachte Klöße)

400 ml Entenfond

1 Schalotte

1 EL Butter

2 EL Soßenbinder für dunkle Saucen

Zubereitung:

Lange, lange bevor man an irgendetwas anderes denkt müssen die Mungbohnen zum quellen eingeweicht werden. Ich habe sie dazu 2 Stunden in einem Schüsselchen mit Wasser stehen lassen.

Der weitere Plan hängt davon ab, ob man die Klöße selbst macht oder nicht. Für selbst gemachte Klöße sollten jetzt vorab die Kartoffeln geschält, gewürfelt und in Salzwasser gar gekocht werden.

Während die Kartoffeln köcheln können die Mungbohnen in einem kleinen Topf mit einer leichten Brühe gekocht werden. Meine bescheidenen Erfolge ruhen vermutlich darauf, dass ich die Mungbohnen nach Packungsanleitung nur 40 Minuten gekocht habe – ich werde sie beim nächsten Mal auf jeden Fall 60 Minuten köcheln lassen. Sobald die Kartoffeln fertig sind werden sie abgegossen und zum Abkühlen beiseite gestellt.

Für die Entenbrust plane ich bis zum Ende 30-40 Minuten ein. Den Ofen auf 120°C vorheizen. Die Entenbrüste rundherum mit Orange-Rosmarin-Lavendelsalz oder mit Salz und Rosmarin einreiben. Die Haut der Entenbrüste an den Seiten leicht einschneiden. In der Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Entenbrüste mit der Haut nach unten in die Pfanne legen und bei hoher Hitze so lange braten bis die Haut leicht gold-braun wird. Dann wandert sie mit der Haut nach oben auf dem Rost für ca. 20 Minuten in den Herd.

Jetzt geht es bei den Klößen weiter. Die abgekühlten Kartoffeln werden gestampft und mit Mehl und Ei vermengt. Den Teig wird zu Klößen geformt und in einem Topf mit Salzwasser aufgesetzt. Sobald das Wasser kocht die Hitze reduzieren und die Klöße ca. 10 Minuten kochen lassen.

In der Pfanne die Butter schmelzen und die Schalotten in kleine Stücke geschnitten glasig braten. Mit dem Fond auffüllen, aufkochen lassen und mit dem Soßenbinder abbinden.

Die Mungbohnen abgießen. Die Bohnen wieder in den Topf geben. Die Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Kern lösen. In kleine Würfel schneiden und diese zu den Bohnen geben. Den Granatapfel entkernen, vorher einmal kurz über dem Topf den Saft auspressen. Bei geringer Hitze bis zum Servieren unter gelegentlichem Rühren ein wenig köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Die Entenbrust aus dem Ofen holen und 3 Minuten ruhen lassen. Dann in Scheiben aufschneiden und auf den Teller legen. Die Klöße dazugeben und tief einschneiden. Über die eingeschnittenen Klöße gebe ich etwas Sauce. Dazu die fruchtigen Mungbohnen.

Guten Appetit!




Griechischer Schweinerollbraten mit Kartoffelspalten und Salat

Griechischer Schweinerollbraten mit Kartoffelspalten und Salat

Ein herzhafter, würziger Braten mit Kräutern, Knoblauch, einer intensiven tomatigen Sauce und Kartoffelspalten. Dazu ein griechischer Bauernsalat. Diesen Schweinerollbraten mit Kartoffelspalten werde ich sicher noch öfters kochen….

Zutaten für 2-3 Personen:

1kg Schweinerollbraten

10 Knoblauchzehen

4-5 Zweige Rosmarin

Zitronenpfeffer

Salz (Orange-Rosmarin mit Lavendel)

Cumin

Garam Masala (Gewürzmischung)

Frühlingszwiebeln

6 Kapernäpfel

250g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten

6 Schalotten

1/2L Brühe

Für die Kartoffeln:

7-8 Kartoffeln

6 Knoblauchzehen

2 Zwiebeln

2-3 Zweige Rosmarin

Pfeffer & Salz

1 TL Garam Masala

Olivenöl

Zubereitung:

Zuerst spicke ich den Braten rundherum mit Knoblauchzehen. Dazu schäle ich die Knoblauchzehen, halbiere die besonders großen und steche mit einem scharfen Messer rundherum kleine Taschen in den Braten die ich sofort mit einer Knoblauchzehe fülle.

Sobald der Braten rundherum gespickt ist schiebe ich ein paar Zweige Rosmarin mit unter das Netz.

Sobald der Braten also im Großen und Ganzen präpariert ist kann er gewürzt werden. Nebenbei heize ich den Ofen schon mal auf 180°C vor und stelle mir den Bräter zurecht.

Den Braten reibe ich jetzt außen mit einem winzigen Schluck Olivenöl ein. Dann werden Zitronenpfeffer, Garam Masala, Cumin und Gewürzsalz ordentlich einmassiert. Der Braten sollte jetzt von allen Seiten mit Gewürzen bedeckt sein. So gebe ich ihn mit den geschälten Schalotten, dem weißen Anteil der Frühlingszwiebeln und einem Schuss vom Öl aus dem Glas mit den getrockneten Tomaten in den Bräter und schiebe ihn in den vorgeheizten Ofen. Dort bleibt er für insgesamt 90 Minuten.

Nach ungefähr 20 Minuten gebe ich die Brühe dazu. In die Brühe kommen außerdem die Kapernäpfel und die grob zerteilten, getrockneten, eingelegten Tomaten.

Da der Ofen für die Kartoffeln etwas zu lau ist und ich nur den einen habe müssen die Kartoffelspalten hier etwas früher rein geschoben werden.

Ich wasche also die Kartoffeln, schneide sie in Spalten, lege ein paar Zweige Rosmarin dazu, gebe die geviertelten Zwiebeln und ein paar geschälte Knoblauchzehen mit auf das Blech. Das Ganze wird mit Olivenöl beträufelt, mit Pfeffer, Salz und etwas Garam Masala gewürzt. Das Blech mit den Kartoffelspalten kommt dann für eine Stunde auf der Schiene unter dem Bräter mit in den Ofen.

Nach 90 Minuten hole ich den Braten aus dem Ofen. Das ist die Chance für die Kartoffeln nochmal für 10 Minuten nach oben zu wandern und bei hoher Hitze etwas Farbe zu bekommen.

Den Braten lege ich auf ein großes Holzbrett. Hier darf er kurz ruhen bevor ich ihn in Scheiben schneide.

Auf der Herdplatte koche ich kurz die Sauce im Bräter auf und schmecke sie mit Pfeffer und Salz ab. Die Sauce darf für meinen Geschmack ruhig etwas eingekocht sein, wer es lieber etwas dünner mag kann noch einen Schluck Brühe dazugeben.

Zum Ende die Bratenscheiben mit Sauce und Kartoffelspalten anrichten. Dazu noch einen Salat auf den Tisch stellen.

Es ist angerichtet!




Entenbrust mit Rotkohl und Klößen

Entenbrust mit Rotkohl und Klößen

Egal ob im späten Herbst, in der Vorweihnachtszeit oder an den Weihnachtsfeiertagen – mit diesem Rezept für eine zarte Entenbrust mit Rotkohl und Klößen wird die kalte Jahreszeit gleich viel angenehmer! Je nach Größe der Entenbrust nehme ich ein Stück Brust pro Person, oder ich schneide das Fleisch in Tranchen auf. Und wenn ihr wirklich das volle Programm wollt, dann solltet ihr die Kartoffelklöße unbedingt selbst machen – es ist nur halb so aufwendig wie man denkt und die Mühe lohnt sich.

Entenbrust mit Rotkohl und Klössen

Zutaten für 2 Personen:

2 kleine oder 1 großes Entenbrustfilet – zusammen 400-500g

2 TL Salz – hier Orangen-Rosmarin-Lavendel Salz

1 TL Rosmarin

etwas frisch gemahlener Pfeffer

1 EL Butter

Für den Rotkohl:

1 kg Rotkohl

2 Lorbeerblätter

4 Nelken

3 Pimentkörner

1 1/2 EL Essigessenz oder ca. 4-5 EL heller Speiseessig (z.B. Balsamico blanco)

1 EL Zucker

1 TL Salz

1 Glas Rotwein

1/4 L Wasser

2 EL Schmalz (wer keinen Schmalz hat: Butter geht auch)

1 Apfel

1 kleine Zwiebel

etwas Pfeffer bei Bedarf zum Abschmecken

Für die Beilagen:

1-2 Klöße pro Person, fertig oder nach diesem Rezept

1-2 TL Wildpreiselbeeren für die Sauce und 1-2 TL pro Person zum Anrichten

1 Apfel

350-400ml Rotwein

100 ml Entenfond

1-2 EL Butter


 Zubereitung:

Da der Rotkohl deutlich am längsten braucht starten wir mit dem Rotkohl, wer Rotkohl „aus dem Glas“ verwendet kann direkt zur Ente weiterspringen und den Kohl parallel erwärmen.

Für den Rotkohl zuerst den Kohl ganz fein schneiden oder reiben. In einem großen Topf die Zwiebeln im Schmalz anbraten. Sobald der Kohl geschnitten ist kann er mit in den Topf. Lorbeerblätter, Nelken und Pimentkörner dazugeben und alles mit dem 1/4 Liter Wasser, Essig und Rotwein aufgießen und mit Salz und Zucker würzen. Einmal aufkochen und dann bei mittlerer Hitze (hier Stufe 4 von 9) im offenen Topf köcheln lassen. Den Apfel kleinschneiden und untermengen.

Das Ganze muss jetzt ca. 1,5 Stunden köcheln. Wenn der Kohl nach einer Stunde „fast fertig“ erscheint kann mit der Ente gestartet werden. Ich habe fertige Klöße verwendet. Wer die Klöße selber machen möchte muss hier die entsprechende Zeit (während der Rotkohl köchelt) einplanen.

Den Ofen auf 100°C vorheizen. Die Klöße in Salzwasser legen und aufkochen.

Die Haut der Entenbrustfilets mehrfach einschneiden. Auf der Fleischseite alle Reste von Sehnen (Silberhaut) entfernen. Das Orangen-Rosmarin-Lavendel Salz im Mörser zerstoßen und die Entenbrustfilets von allen Seiten damit einreiben. Die Fleischseite optional zusätzlich mit Rosmarin einreiben. Die Pfanne (am besten macht sich eine schwere, gusseiserne Grillpfanne*) erhitzen und die Entenbrustfilets mit der Hautseite nach unten hineinlegen und bei hoher Hitze anbraten bis die Hautseite gold-braun ist. (Das Fett aus der Pfanne nicht entsorgen!)

Entenbrust mit Rotkohl und Klössen

Dann beide Filets nehmen und im vorgeheizten Backofen mit der Hautseite nach oben bei 70°C auf dem Rost ca. 20 Minuten garen. (Zeit und Temperatur können je nach Größe der Entenbrüste etwas variieren – zwischendurch ab und an den Drucktest machen).

Alternativ die Hitze in der Pfanne deutlich reduzieren und die Entenbrust auch auf der Fleischseite noch 10 Minuten garen lassen.

Den Kohl abschmecken und bei Bedarf noch mit etwas Essig, Salz, Zucker oder Pfeffer verfeinern.

Während die Ente im Ofen ist den Apfel in Spalten schneiden und in der Pfanne anbraten in der vorher auch die Ente gebraten wurde. Sobald der Apfel weich wird aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Dafür jetzt den Rotwein in die Pfanne geben und stark einreduzieren lassen. Die Konsistenz darf ruhig fast sirupartig sein. Mit dem Entenfond aufgießen, 2 TL Wildpreiselbeeren dazugeben, alles kurz aufkochen, vom Herd nehmen und mit der kalten Butter abbinden. Kurz abschmecken und die Apfelstücken wieder in die Sauce geben.

Die Entenbrust mit Rotkohl und Klößen, Sauce und Apfelstücken anrichten.

Entenbrust mit Rotkohl und Klössen

Wer möchte kann auf jeden Teller noch 1-2 TL Wildpreiselbeeren geben.

Entenbrust mit Rotkohl und Klössen

Fertig – da kommt man doch schon fast in Weihnachtsstimmung!

Entenbrust mit Rotkohl und Klössen

EntenbrustMitRotkohlUndKlößen




Rehbraten in Rotwein mit halben Backkartoffeln und Rotkohl

Rehbraten in Rotwein mit halben Backkartoffeln und Rotkohl

Hier ist, wie bereits angekündigt, der Hauptteil meiner zerlegten Rehkeule – ein zart geschmorter Rehbraten in Rotwein, begleitet von Backkartoffel und Rotkohl. Der kleinere Teil wurde letzte Woche zu Reh mit Salzkartoffeln und Granatapfelsauce verzaubert, mit den Resten wird es nächstes Wochenende ein Wild-Stroganoff geben.

RehInRotwein4

Nachdem der Rehbraten nun also 5 Tage in einem Sud aus Rotwein mit Balsamico Essig, Lorbeerblättern, Anissternen, Nelken und Wacholderbeeren im Kühlschrank geschlummert hat geht es endlich los…

Zutaten:

1 kg Reh (Fleisch aus der Keule)

2 Flaschen Rotwein (hier Ruby Cabernet)

4 cl Balsamico Essig

5 Lorbeerblätter

3 Anissterne

6 Nelken

10 Wacholderbeeren

(5 Tage Pause)

1 große Zwiebel

3 EL Butter (2 EL um den Braten anzubraten, 1 EL für die Kartoffeln)

5 Zweige Rosmarin (4 zum Fleisch, 1 für die Kartoffeln)

Pfeffer und Salz (hier Orange-Rosmarin-Lavendelsalz)

3 große Kartoffeln

2 gute Esslöffel Preiselbeeren

Für den Rotkohl:

1 kg Rotkohl

2 Lorbeerblätter

4 Nelken

3 Pimentkörner

1 1/2 EL Essigessenz oder ca. 4-5 EL heller Speiseessig (z.B. Balsamico bianco)

1 EL Zucker

1 TL Salz

1 Glas Rotwein

1/4 L Wasser

2 EL Schmalz (wer keinen Schmalz hat: Butter geht auch)

1 Apfel

1 kleine Zwiebel

etwas Pfeffer bei Bedarf zum Abschmecken

Zubereitung:

Dieses Gericht sollte etwas länger geplant werden da der Braten ca. 5 Tage im Rotweinsud liegen sollte.

Zuallererst wird der Wein mit den Lorbeerblättern, Nelken, Anissternen, Wacholderbeeren und dem Essig aufgekocht. Das Ganze lasse ich jetzt wieder komplett abkühlen bevor ich das Fleisch im Bräter damit übergieße. Das ist einfach um den Sud etwas haltbarer zu machen – ich verwende ja nicht soviel Essig wie beim Sauerbraten – und die Aromen aus den Gewürzen zu kitzeln. Den Bräter stelle ich dann schön weit hinten in den Kühlschrank wo er mich nicht stört. Ab und an wende ich das Fleisch in den kommenden 5 Tagen, ansonsten braucht es aber keine weitere Aufmerksamkeit.

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Nach 5 Tagen im Kühlschrank geht es endlich weiter. Zuerst mal den Ofen auf 150°C vorheizen. Den Rotweinsud fülle ich in einen Topf ab, der wird portionsweise noch weiter verwertet. Dann den Bräter mit einem schönen Stückchen Butter auf den Herd stellen und erhitzen. Eine geviertelte Zwiebel und Rosmarin dazugeben. Das Fleisch außen herum mit Orange-Rosmarin-Lavendelsalz (oder normalem Meersalz) und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit in den Bräter legen. Außenrum kurz anbraten und mit ca. 2 Tassen vom Rotweinsud ablöschen.

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Den Deckel auf den Bräter legen und Alles für ca. 2 Stunden in den Ofen geben. Ab und an mal wenden. Das Fleisch wird so schön zart geschmort, ist aber nicht mehr rosa. Das ist mir nach 5 Tagen im Kühlschrank einfach nichts mehr.

Jetzt geht’s an den Rotkohl. Für den Rotkohl zuerst den Kohl ganz fein schneiden oder reiben. In einem großen Topf die Zwiebeln im Schmalz anbraten. Sobald der Kohl geschnitten ist kann er mit in den Topf. Lorbeerblätter, Nelken und Pimentkörner dazugeben und alles mit dem 1/4 Liter Wasser, Essig und Rotwein aufgießen und mit Salz und Zucker würzen. Einmal aufkochen und dann bei mittlerer Hitze (hier Stufe 4 von 9) im offenen Topf köcheln lassen. Den Apfel kleinschneiden und unter mengen.

Das Ganze muss jetzt ca. 1,5 Stunden köcheln. Dabei immer den Flüssigkeitsspiegel im Auge behalten und umrühren damit nichts anbrennt. Am Ende den Kohl abschmecken und bei Bedarf noch mit etwas Essig, Salz, Zucker oder Pfeffer verfeinern.

Und – weil wir ja noch Kartoffeln mach wollen – gleich zum nächsten Punkt:

halbe Backkartoffeln. Die Kartoffeln halbieren. Jedes Stück mit etwas Salz würzen und mit einem Stückchen Butter und etwas Rosmarin in ein Alufoliepäckchen wickeln.

Im Ofen nach etwas Platz suchen – da steht ja schon der Bräter – wenn man dann so wie ich auch mit Drehen und Wenden nicht wirklich Platz findet folgender Trick: den Deckel vom Bräter umdrehen und die Folienpäckchen einfach zum Garen in die Schale legen.  Dazu sollte man ihnen aber wenigstens 60 Minuten Zeit geben weil wir ja nur 150°C haben. Nach 60 Minuten können die Kartoffeln ausgepackt werden. Ich habe die Schnittfläche dann noch kurz in der Pfanne gold-braun angebraten.

Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und etwas ruhen lassen.

RehInRotwein3

In dieser Zeit aus dem Bratensaft, einem weiteren Glas vom Rotweinsud und ca. 3 TL Preisselbeeren ein Sauce zaubern. Kurz aufkochen und mit 2 TL kalter Butter etwas abbinden. Dann das Fleisch tranchieren und zusammen mit Rotkohl und Kartoffeln anrichten. Etwas Sauce und einen Klecks Preisselbeeren mit auf den Teller geben und fertig ist der Braten.

Viel Spaß beim probieren!