Herbstliche Salamipizza mit Maronen

Vor ein paar Tagen hat meine Nachbarin mich gefragt ob ich gerne ein paar selbst gesammelte Pilze haben möchte. Sie war auf einem Team Event bei dem unter professioneller Aufsicht Pilze gesammelt wurden und hatte mehr in ihrem Körbchen als sie spontan verwerten konnte. Da habe ich nicht nein gesagt und so gab es noch am selben Abend diese herbstliche Salamipizza mit Maronen. Die Pilze haben sich auf der Pizza gut gemacht und abgerundet wurde das Ganze durch ein paar Klecks Skyr. Natürlich könntet ihr auch Creme fraîche nehmen – das bleibt ganz euch überlassen. Ein bisschen Käse, eine schnelle Tomatensauce und natürlich ein unkomplizierter, selbst gemachter Teig runden die Pizza ab. Da bleibt kein Krümel übrig!



Salamipizza mit Maronen und Creme fraîche

Zutaten für eine Salamipizza mit Maronen:

Für den Teig:

210g Weizenmehl, Typ 405

40g Hartweizengrieß

10g Salz

21g frische Hefe

160ml Wasser

Für den Belag:

250g Pizzatomaten

Pfeffer & Salz

3-4 Zweige Oregano

1 Knoblauchzehe

1/2 Zwiebel

4-5 Maronen

10-12 Scheiben Salami

150g Gouda (in Scheiben)

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Teig in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 4-5 Minuten auf kleiner Stufe zu einem elastischen Teig verkneten. 

Den Pizzateig abgedeckt 30-45 Minuten gehen lassen bis er sein Volumen in etwa verdoppelt hat. 

In dieser Zeit die Pizzatomaten in ein kleines Schälchen geben, den Knoblauch pressen und dazu geben und die Sauce mit dem fein gehackten Oregano, Pfeffer und Salz würzen. 

Den Pizzateig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und auf ein Pizzablech* ziehen. 

Den Backofen auf 200°C im Pizzamodus vorheizen.

Mit der gewürzten Tomatensauce bestreichen. Die geputzten Pilze in Streifen schneiden, die halbe Zwiebel in dünne Halbringe aufschneiden. Die Salamischeiben, die Maronen und die Zwiebel auf der Pizza verteilen. Etwas Pfeffer und Salz darüber mahlen und den klein gezupften Gouda auf der Pizza verteilen. 

Die Pizza in den Ofen schieben und ca. 25 Minuten backen bis sie den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat. 

Die Salamipizza mit Maronen aus dem Ofen holen, kurz (ca. 2min) etwas abkühlen lassen und dann mit einigen Klecksen cremig gerührtem Skyr oder Creme fraîche abrunden. 

Anschneiden und sofort servieren.

Greift zu!

Salamipizza mit Maronen und Creme fraîche




Süße Apfelgeister mit Zucker und Zimt

In drei Wochen ist Halloween und hier in der Nachbarschaft laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das weiß ich, weil ich schon so einige Päckchen aus den bekannten Horrorshops für die Nachbarn angenommen habe und natürlich selbst auch schon fleißig Kostüm- und Dekozubehör bestellt habe. Leckereien werden erst kurz vorher wieder in der Gruselküche gezaubert, aber zum Glück habe ich noch diese süßen Apfelgeister mit Zucker und Zimt die der kleine Mann im letzten Jahr mit in die Kita genommen hat. Die werden im Prinzip mit einem ganz schlichten Hefeteig gemacht – ausrollen, ausstehen, mit (selbst gemachtem) Apfelmus bestreichen und mit Zucker und Zimt bestreuseln… Perfekt um kleine Helfer in der Küche zu beschäftigen, gut vorzubereiten und richtig lecker!



Und erfreulicherweise passen die leckeren kleinen Apfelgeister zum Blogevent Apfel herzhaft und süß das Volker von Volkermampft diesen Monat auf Zorras Kochtopf veranstaltet – und da ich es schon ewig nicht mehr geschafft habe bei einem Blogevent mitzumachen freue ich mich gleich doppelt!

Süße Apfelgeister mit Zucker und Zimt

Zutaten für ca. 20 Apfelgeister mit Zucker und Zimt:

Für den Teig:

210g Mehl, Typ 405

40g Hartweizengrieß

50g Zucker

21g frische Hefe

1 Prise Salz

170g Wasser

Zum Bestreichen:

100g Apfelmus (oder anderes Fruchtmus)

1 TL Zimt, gemahlen

3 EL Zucker

Zuckerschrift, schwarz* oder dunkelbraun

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Teig zusammen in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und einige Minuten verkneten bis ein elastischer Teig entstanden ist. Den Teig abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit in einer kleinen Schüssel den Zucker mit dem Zimt vermischen.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. 

Mit einem passenden Ausstecher* Geister ausstechen. Den Teig nochmal kneten, ausrollen und noch ein paar Geister mehr ausstechen. Die Geister direkt auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen.

Alle Geister mit Apfelmus bestreichen und mit der Zucker-Zimt Mischung bestreuseln. 

Auf der zweiten Schiene von oben für 10-12 Minuten in den Backofen schieben und die süßen Apfelgeister mit Zucker und Zimt backen bis sie eine zarte Bräune bekommen. 

Die Geister aus dem Backofen holen und abkühlen lassen. Mit der Zuckerschrift jedem Geist zwei kleine Augen aufmalen. Die Zuckerschrift kurz antrocknen lassen.

Süße Apfelgeister mit Zucker und Zimt

Die Geister auf einem Teller oder Brettchen anrichten oder bis zu einem Tag in einer kleinen Dose aufbewahren. 

Ein süßer Gruselsnack!

Süße Apfelgeister mit Zucker und Zimt

Mit dabei beim Event:


Blog-Event CLVII - Äpfel (Einsendeschluss 15. Oktober 2019)




Mandel-Cranberry Hefegugelhupf

Ich muss ja zugeben, dass mich süßes Hefegebäck nie sonderlich gereizt hat. Mittlerweile habe ich aber so ein paar Rezepte die es mir durchaus angetan haben und bei denen ich ausgesprochen gerne nasche. Wichtig ist nur, dass das Hefegebäck nicht trocken wird sondern irgendwie immer noch luftig-fluffig ist. Den Elsässer-Gugelupf ohne Alkohol habe ich schon einige Male gebacken und diesmal habe ich mit Cranberrys und gemahlenen Mandeln experimentiert. Den Schritt das Obst einzuweichen habe ich mir für meinen Mandel-Cranberry Hefegugelhupf mit soft Cranberrys übrigens gespart. Mit etwas Marmelade oder pur ein absoluter Hefetraum!



Mandel-Cranberry Hefegugelhupf

ZUTATEN FÜR EINE 22CM GUGELHUPFFORM:

400g Weizenmehl, Typ 405

70g Zucker

8g Salz

2 Eier

15g frische Hefe

180g Milch, hier fettarm

90g weiche Butter + 15-20g um die Form einzufetten

150g soft Cranberrys

60g gemahlene Mandeln

ganze Mandeln – Anzahl abhängig von der Gugelhupfform, hier 16 Stück

1-2 TL Puderzucker

Die Hefe und die Milch in eine kleine Schüssel geben und mit der Gabel kurz umrühren damit sich die Hefe etwas löst. Mehl, Salz, Zucker, Eier, Mandeln, Cranberrys und die Hefe-Milch in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 5 Minuten langsam verkneten. Die weiche Butter dazu geben und alles weitere 2-3 Minuten auf etwas schnellerer Stufe kneten.

Den Teig abgedeckt 90 Minuten gehen lassen bis er sein Volumen in etwa verdoppelt hat. 

Die Gugelhupfform* mit der restlichen Butter einfetten und in jede Vertiefung eine Mandel setzen. Den Teig auf der mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche einige Male falten und in der Mitte ein Loch machen. Den Teig wie einen großen Donut in die Gugelhupfform geben. 

Den Teig ein weiteres Mal gehen lassen, hier 30 Minuten bei 40°C im Gärmodus vom Backofen, alternativ in etwa 60 Minuten bei Raumtemperatur. 

Den Gugelhupf aus dem Ofen nehmen, die Temperatur auf 180°C Umluft vorheizen und den Mandel-Cranberry Hefegugelhupf auf mittlerer Schiene 40-45 Minuten lang backen. Dabei gelegentlich per Sichtkontrolle den Bräunungsgrad prüfen.

Mit der Stäbchenprobe testen ob der Gugelhupf gar ist und den Hefegugel 10-15 Minuten in der Form auskühlen lassen bevor ihr ihn auf einen ausreichend großen Teller stürzt und ihn dort vollständig auskühlen lasst.

Den Puderzucker in ein kleines Sieb geben und den fertigen Mandel-Cranberry Hefegugelhupf damit bestäuben.

Anschneiden und bis auf den letzten Krümel verputzen!

Mandel-Cranberry Hefegugelhupf




Fluffige Schoko-Milchbrötchen ohne Ei

Fluffige Schoko-Milchbrötchen ohne Ei

Süßes Hefegebäck und ich sind ja nicht immer die besten Freunde – es gibt so Sachen wie den Elsässer Gugelhupf die ich super gerne mag, oder natürlich Pull Apart Breads und Monkey Bread. Und Milchbrötchen! Vermutlich beschränkt sich meine Abneigung eher auf Pflaumenkuchen mit Hefeteig… das wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Wie auch immer – süße Brötchen sind lecker und diese super fluffigen Schoko-Milchbrötchen ohne Ei haben nicht nur mir sondern auch Bessere Hälfte und ganz besonders dem kleinen Mann geschmeckt. Schnell gemacht, wunderbar weich und fein schokoladig – da mag man mehr als einmal zugreifen! Die Idee zum Rezept habe ich übrigens bei Janke’s Soulfood gefunden und nur minimal abgewandelt. Es war eines der wenigen Rezepte für Schokobrötchen bei dem kein Ei im Teig landet. Ich habe die Schokolade allerdings minimal anschmelzen lassen und so durch und durch schokoladige Milchbrötchen gezaubert.

Fluffige Schoko-Milchbrötchen

Zutaten für ca. 20 Schoko-Milchbrötchen ohne Ei:

500g Weizenmehl, Typ 405

100g brauner Zucker

7g Trockenhefe

10g Salz

100g Butter + etwas für die Form

300g Milch (hier fettarm) + 2 EL

100g Schokotropfen, Zartbitter

Zubereitung:

Mehl, Zucker, Hefe, die Schokotropfen und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben.

Die Milch in einen kleinen Topf geben und sanft erwärmen. Wenn sie lauwarm ist vom Herd nehmen und die klein gewürfelte Butter dazu geben. Die Milch-Butter-Mischung muss warm aber auf keinen Fall heiß sein. Die Milch in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und den Teig sofort auf kleiner Stufe kneten. Durch die Wärme schmelzen die Schokotropfen leicht an, ein kleiner Schokokern bleibt aber erhalten.

Fluffige Schoko-Milchbrötchen

Den Teig 45 Minuten gehen lassen, auf der Arbeitsfläche mehrfach falten und nochmals 60 Minuten gehen lassen.

Fluffige Schoko-Milchbrötchen

Eine runde Tarteform oder Panpizzenform* mit Butter einfetten. Vom Teig Aprikosen große Stücke abzupfen, sanft rund formen und in die Form setzen. Die Teiglinge dürfen ruhig etwas Abstand zueinander haben.

Fluffige Schoko-Milchbrötchen

Die Schoko-Milchbrötchen nochmal 30-40 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und die Brötchen vorsichtig mit Milch einpinseln.

Fluffige Schoko-Milchbrötchen

Die Brötchen für 25 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben. Wenn sie fertig sind werden sie aus dem Ofen geholt und mit einem sauberen Geschirrtuch abgedeckt zum Auskühlen beiseite gestellt.

Sie schmecken allerdings warm genau so gut wie kalt – es steht euch also jederzeit frei zu naschen.

Fluffige Schoko-Milchbrötchen

Greift zu und genießt eure Schoko-Milchbrötchen!

Fluffige Schoko-Milchbrötchen




Einkornflocken Toastbrot aus der Kastenform

Einkornflocken Toastbrot aus der Kastenform

Ich neige ja dazu beim Einkaufen im Bioladen immer wieder spontan Flocken, Körner, Saaten, neue Mehltypen oder ähnliches einzupacken. Dann muss ich am nächsten Backtag nur noch entscheiden was ich jetzt ausprobieren möchte und manchmal dauert es dann ein wenig bis die neuen Schätze zum Einsatz kommen. So ging es auch diesen Einkornflocken – als ich jetzt aber ein Toastbrot backen wollte habe ich kurzerhand das Rezept vom Leinsamen Toastbrot genommen und die Leinsamen durch die Flocken ersetzt. So ist dann also dieses Einkornflocken Toastbrot entstanden. Luftig, locker und super schnell gemacht. Perfekt, wenn es mal flott gehen soll! 

Einkornflocken Toastbrot

Zutaten für 25 Scheiben / 1 Kastenbrot:

410g Weizenmehl, Typ 550

80g Einkornflocken* (Urgetreide)

21g frische Hefe

8g Salz

10g Zucker

50g Schlagsahne

50g Butter

300ml Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Butter in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 5 Minuten auf mittlerer Stufe zu einem weichen, klebrigen Teig verkneten. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und dazu geben. Alles für weitere 10 Minuten auf schneller Stufe verkneten. Den Teig abgedeckt eine Stunde gehen lassen, in dieser Zeit sollte er sein Volumen verdoppeln.

Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig hinein geben. Dabei die Luft herausdrücken. Den Teig für weitere 45 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 180°C (hier im Brotbackmodus) vorheizen und die Kastenform hinein schieben.

Das Einkorn Toastbrot mit Schwaden 40 Minuten lang backen. Dann das Brot samt Backpapier aus der Form heben und 10 Minuten lang fertig backen.

Das Brot mit Frischhaltefolie abgedeckt auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Danach kann es wunderbar von Hand oder mit der Brotschneidemaschine aufgeschnitten werden.

Ich friere es dann anschließend ein und toaste die Scheiben bei Bedarf auf.

Wer möchte eine Scheibe probieren?

Einkornflocken Toastbrot




Hähnchen-Ratatouille Pizza

Hähnchen-Ratatouille Pizza

Seit ich im Februar mit dem Punkte zählen angefangen habe werde ich oft gefragt ob Pizza und Pasta dann jetzt tabu wären. Nein, sind sie nicht – ich gönne mir beides ganz bewusst und bringe dann auch oft eine etwas leichtere Variante auf den Tisch. Heute habe ich also eine super bunte, sommerlich leichte Pizza für euch – mit Hähnchen, kräftiger Tomatensauce, Zucchini, Knoblauch und Aubergine. Am Ende kam noch eine gute Prise Parmesan auf die Pizza. Die hat nicht nur Bessere Hälfte und mir geschmeckt, auch der kleine Mann hat begeistert zugegriffen. So ist die Hähnchen-Ratatouille Pizza eine schöne Abwechslung für alle die ihre Pizza gerne etwas leichter genießen möchten! 

Pizza Hähnchen-Ratatouille

Zutaten für 1 Pizza:

210g Weizenmehl

40g Hartweizengrieß

10g Salz

21g frische Hefe

180g Wasser

Für den Belag:

200g Pizzatomaten

Pfeffer & Salz

4-5 Zweige Oregano

1 Knoblauchzehe

1 kleine Zwiebel

150g Hähnchenbrustfilet

1 TL Olivenöl

1/3 Zucchini

1/4 Aubergine

20g Parmesankäse

Zubereitung:

Für den Teig das Mehl, den Grieß, die Hefe, das Salz und das Wasser zusammen in die Küchenmaschine geben und alles gut verkneten. Für 30-45 Minuten abgedeckt beiseite stellen und gehen lassen.

In dieser Zeit den Oregano und den Knoblauch fein hacken und mit den Pizzatomaten vermengen. Die Sauce kräftig mit Pfeffer und Salz würzen.

In einer ausreichend großen Pfanne das Öl erhitzen. Das Hähnchen in dünne Scheiben schneiden und rundum scharf anbraten. Mit Pfeffer und Salz würzen und beiseite stellen. Das Gemüse in kleine Würfel schneiden.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und auf ein Pizzablech* ziehen. Den Backofen auf 200°C (hier im Pizzamodus, sonst Umluft) vorheizen.

Die Sauce gleichmäßig auf dem Teig verteilen und das Hähnchen darauf platzieren. Die Gemüsestücken darüber geben und die Pizza für 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben. Ab und an per Sichtkontrolle prüfen ob der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

Die fertig gebackene Pizza aus dem Ofen holen, nochmal eine Prise Salz und Pfeffer darüber mahlen und den Parmesan fein über die Pizza reiben.

Pizza Hähnchen-Ratatouille

Anschneiden und sofort servieren.

Greift zu!

Pizza Hähnchen-Ratatouille




Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Skyr

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Skyr

Eigentlich habe ich es ja nicht so mit den super schnellen Broten, das Haferflockenbrot ist da schon eher die Ausnahme. Lange Gehzeiten stören mich nicht und ich plane gerne etwas Zeit auf dem Weg zu gutem Brot ein. Nun geht es aber nicht immer nach mir, sondern es gibt ja auch noch den kleinen Mann – und wenn der von heute auf morgen entscheidet, dass er wegen der ollen, drückenden Eckzähne gerne weiches Brot essen möchte, dann hüpfe ich mit ihm in die Küche und lasse mir etwas einfallen. Diesmal ist es ein super, super saftiges, weiches und trotzdem ziemlich leckeres, schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Skyr und Dinkelmehl geworden. Das wurde anschließend von beiden Männern mit großer Begeisterung verspeist – und tatsächlich hat es vom ersten Schritt bis zu dem Moment als ich das Brot aus dem Ofen geholt habe nur zwei Stunden gedauert. Es musste nichts gefaltet werden, der Ofen braucht keine Schwaden – ein richtiger Selbstläufer. Perfekt, wenn ihr es mal wirklich eilig habt! 

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl

Zutaten für 1 Kastenbrot (ca. 20-25 Scheiben):

7g Trockenhefe

15g Gerstenmalz*

500ml Wasser

350g Dinkelmehl, Typ 630

200g Dinkelvollkornmehl

100g Sonneblumenkerne

100g Skyr

15g Salz

Zubereitung:

Hefe und warmes Wasser in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und das Gerstenmalz einrühren. 5-10 Minuten gehen lasen, in dieser Zeit die restlichen trockenen Zutaten (Mehl, Salz, Sonnenblumenkerne) gemeinsam abwiegen.

Die trockenen Zutaten und den Skyr in das Hefewasser geben. 2-3 Minuten auf kleiner Stufe und 4-5 Minuten auf schneller Stufe in der Küchenmaschine verkneten.

Eine Kastenform mit Backpapier auslegen (wenn das Papier vorher einmal zusammengeknüllt wird passt es sich besser an die Form an). Den Teig in die Form geben, nicht erschrecken – er ist ziemlich weich. 45 Minuten gehen lassen bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat.

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl

Den Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot in den vorgeheizten Backofen schieben und 50 Minuten backen. Nach 20 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren.

Das fertige Sonnenblumenkernbrot aus dem Ofen holen, am Backpapier aus der Form heben und an den Seiten freilegen. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Die Kruste ist dünn und knusprig, die Krume ist super weich und saftig.

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl

Geschmacklich ist das Brot super flexibel, ihr könnt es sowohl mit Wurst oder Käse als auch mit Honig oder Marmelade bestreichen.

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl

In zwei Stunden könnte dieses Brot auch auf eurem Tisch stehen – viel Spaß beim Backen!

Schnelles Sonnenblumenkernbrot mit Dinkelmehl




Schnelles Emmerbrot aus dem Topf

Schnelles Emmerbrot aus dem Topf

Erinnert ihr euch noch an das schnelle Topfbrot mit Emmer und Dinkel das es hier vor einigen Monaten auf dem Blog gab? Für mich ist das eines meiner liebsten Rezepte wenn ich mal wieder mit einem einzigen Brot unseren Vorrat im Tiefkühler auffüllen will. Es ist innerhalb weniger Stunden fertig und schmeckt eigentlich zu allem gut. In dieser Variante hier habe ich es mal als reines, schnelles Emmerbrot aus dem Topf ausprobiert – na klar, der Unterschied ist nur minimal, aber den Weizenmehlanteil habe ich diesmal weggelassen komplett auf Emmer gesetzt. Ein feines Brot und das selbst gemachte Brotgewürz rundet es wunderbar ab!

Schnelles Emmerbrot aus dem Topf

Zutaten für 1 Brot:

360g Emmervollkornmehl*

550g Emmermehl, Typ 1300

630g Wasser

15g frische Hefe

25g Rapsöl

20g Brotgewürz (gekauft oder nach diesem Rezept)

40g Gerstenmalz*

15g Salz

Zubereitung:

Sämtliche Zutaten für den Teig abwiegen in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und erst 5 Minuten langsam und dann weitere 5 Minuten schnell verkneten bis ihr einen elastischen, leicht klebrigen Teig habt. Den Teig für das Brot bei Raumtemperatur abgedeckt 60 Minuten gehen lassen.

Der Teig sollte sein Volumen deutlich vergrößert haben. Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche 3-4 Mal falten und weitere 60 Minuten gehen lassen. Nochmals einige Male falten und dann in ein mit Mehl ausgestäubtes Gärkörbchen geben. Ein letztes Mal 30 Minuten gehen lassen.

Den gusseisernen Topf, ich nehme hier eine 3,8L Staub Cocotte*, auf einem Blech ganz unten in den Backofen stellen und gemeinsam mit dem Ofen auf 250°C vorheizen.

Den Topf aus dem Ofen nehmen und auf eine Korkplatte oder ein Holzbrett stellen. Den Teig vorsichtig aus dem Gärkörbchen in den Topf kippen und über Kreuz ca. 1cm tief einschneiden.

Den Deckel aufsetzen und den Topf in den Backofen schieben. Dort bleibt er insgesamt 60 Minuten, nach der Hälfte der Zeit wird die Temperatur auf 210°C reduziert.

Den Topf samt Brot aus dem Ofen nehmen. 10 Minuten warten, dann vorsichtig das Brot aus dem Topf kippen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Das Brot ist super luftig und feinporig. Die Krume ist bei diesem leckeren Emmerbrot aus dem Topf gleichzeitig locker, weich und saftig.

Schnelles Emmerbrot aus dem Topf

Wer möchte sich ein Scheibchen belegen?

Schnelles Emmerbrot aus dem Topf




Brioche Muffins mit Hagelzucker

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Am Sonntag haben sich mal wieder zahlreiche Blogger um Zorra vom Kochtopf und Sandra von From Snuggs Kitchen versammelt und synchron gebacken. Das Originalrezept kam von Sandra, die den französischen Blog Le Pétrin schreibt und diese hier als „la vraie brioche de boulanger“ bezeichnet. Unter den Hashtags #synchronbacken, #synchronbackendasoriginal und #synchronbrioche wurden dann am Samstag und Sonntag die Social Media Kanäle mehr oder minder live aus der Küche bespielt. Ich war tatsächlich immer ein wenig zeitversetzt unterwegs. Der kleine Mann hat mir in seinem „Learning Tower“ zwar immer begeistert in der Küche Gesellschaft geleistet, war aber verständlicherweise immer nicht ganz so begeistert wenn ich Instagram füttern wollte. Aber am Ende des Tages waren alle Fotos online und wir haben unsere ersten, super fluffigen, buttrigen Brioche Muffins mit Hagelzucker vernascht.

Gut, ein paar der Brioche Muffins habe ich ohne den Hagelzucker gebacken – der kleine Mann ist auch mit mittlerer Süße noch sehr zufrieden. Und weil der Teig nicht nur für 12 Muffinförmchen gereicht hätte, sondern eher für 14, hatte ich am Ende ein bisschen Teig übrig und habe mich noch an einem Osterzopf versucht. Und für den ersten Versuch war ich mit dem garnicht so unzufrieden. Wie auch immer, die Muffins waren wirklich super lecker – ein tolles Rezept das die beiden da ausgesucht haben! Ach so, ich habe die Teigmenge allerdings halbiert – so erschien mir die Buttermenge nicht mehr ganz so extrem. Die einzige Schwierigkeit war es dann die 9 Eier durch zwei zu teilen. Ich habe mich für 4 Stück entschieden und war damit sehr zufrieden. Und wie es natürlich immer so ist, die einzige Zutat die ich vorher nicht gecheckt habe war die Hefe (schließlich habe ich immer frische Hefe im Kühlschrank) und die war natürlich alle. Also habe ich zum „Notfallpäckchen“ Trockenhefe gegriffen und die war !Ha! bis 02/2018 haltbar und hat (zum Glück) noch so gearbeitet wie sie soll. So, jetzt aber genug mimimi, jetzt geht es wirklich zum Rezept…

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Zutaten für 14 Brioche Muffins (oder 12 Muffins und einen kleinen Zopf):

500g Weizenmehl, Typ 550

7g Trockenhefe (1 Päckchen)

75g Zucker

4 Eier, Größe L + 1 Eigelb zum Einpinseln

75g Milch

10g Salz

200g Butter + ca. 50g um die Form einzufetten

Außerdem:

5-6 EL Hagelzucker

Zubereitung:

Mehl, Hefe, Zucker, Eier und Milch in die Küchenmaschine geben und 5 Minuten auf kleinster Stufe verkneten. Das Salz dazu geben und alles für 10 Minuten auf Stufe 2 verkneten. Die kalte Butter in Würfel schneiden und dazu geben. Weitere 10 Minuten auf Stufe 2 verkneten.

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Den Teig eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen, einige Male falten und zurück in die Knetschüssel geben. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Am nächsten Morgen das Muffinblech mit Butter einfetten. Den Teig aus dem Kühlschrank holen, in Mandarinen große Stücke zupfen und rund formen. Die Teiglinge in das Muffinblech setzen. Aus dem restlichen Teig rolle ich drei Stränge die ich zu einem Zopf flechte.

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Die Brioche Muffins knapp 1,5 Stunden gehen lassen bis sie ihr Volumen deutlich vergrößert haben.  Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Das Ei trennen und das Eigelb verquirlen. Die Brioche Muffins vorsichtig mit einem feinen Pinsel mit dem Eigelb einpinseln und mit dem Hagelzucker bestreuseln.

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Das Muffinblech für 20 Minuten in den Backofen schieben. (Dem Zopf hätten auch 4-5 Minuten kürzer gereicht).

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Die fertigen Muffins aus dem Backofen holen und in der Form abkühlen lassen.

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Die super fluffigen Brioche Muffins mit Hagelzucker auseinander pflücken und mit Marmelade oder Nutella vernaschen.

Brioche Muffins mit Hagelzucker

Greift zu!

 Brioche Muffins mit Hagelzucker

Und hier die Brioche-Varianten der anderen fleißigen Bäcker:

Sandra von From-Snuggs-Kitchen
zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Conny von Mein wunderbares Chaos
Jutta von jutt-ah.de
Rebekka von Pfanntastisch!
Aleksandra von Maine Cook
Bo von Bo’s Kitchen
Sarah von Kinder, kommt essen!
Birgit M. von Backen Mit Leidenschaft
Sylvia von Brotwein
Caroline von Linal’s Backhimmel
Anna von teigliebe
Christina von The Apricot Lady
Birgit D von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Eva von evchenkocht
Anna und Martin von Die Küchenwiesel
Becky von Baking Science Traveller
Steffi von Dulcipessa
Verena von Verena’s blog schöne Dinge
Tina von Küchenmomente
Sabine von Fundstücke
Simone von zimtkringel
Steffi von Kochtrotz




Kürbis-Haferflockenbrot aus der Kastenform

Kürbis-Haferflockenbrot aus der Kastenform

Vor einigen Tagen habe ich euch ja diese Dinkelbrötchen mit Karotte und Haferflocken gezeigt, die ich für den kleinen Mann gebacken habe. Die waren ehrlich gesagt so lecker, dass nicht nur er jedes Brötchen das er in die Finger bekommt bis auf den letzten Krümel verputzt, sondern das auch wir davon wirklich begeistert waren. Also habe ich an dem Rezept nicht viel geändert – die Karotten wurden durch Kürbis ersetzt, (einfach weil der Muskatkürbis Stück für Stück verwertet werden wollte), anstelle von Wasser habe ich Hafermilch genommen, (einfach weil die vom Magic Cake noch offen war) und dann habe ich das Ganze als Kastenbrot in der Form gebacken anstatt Brötchen daraus zu formen. Schnell, unkompliziert und wirklich super vielseitig einsetzbar. Ein saftiges Kürbis-Haferflockenbrot!

Kürbis-Haferflockenbrot aus der Kastenform

Zutaten für ein 30cm Kastenbrot:

250g Dinkelmehl, Typ 630

250g Dinkel Vollkornmehl

50g kernige Haferflocken

200g Muskatkürbis, geschält und fein geraspelt

30g Beikostöl oder gutes Bio-Rapsöl + etwas um die Form einzufetten

330g Hafermilch

10g Salz

21g frische Hefe

Zubereitung:

Den Kürbis schälen und von Hand oder mit der Küchenmaschine fein raspeln. Alle Zutaten für das Kürbis-Haferflockenbrot in die Küchenmaschine geben und 3 Minuten langsam und 1 Minute schnell verkneten.

Den Teig 45 Minuten gehen lassen, zwei-drei Mal falten und nochmal 45 Minuten gehen lassen.

Den Teig noch einmal falten und in die gut mit Öl eingefettete Kastenform* geben. In der Form nochmals 30-40 Minuten gehen lassen bis der Teig mit seinem Volumen gut die Form füllt.

Kürbis-Haferflockenbrot aus der Kastenform

Den Backofen im Brotbackmodus (mit Schwaden) auf 180°C vorheizen und das Brot für 50 Minuten in den Ofen schieben.

Das fertig gebackene Brot aus dem Ofen nehmen, mit Alufolie abdecken und in der Form auskühlen lassen.

Kürbis-Haferflockenbrot aus der Kastenform

Das Kürbis-Haferflockenbrot ist wirklich super luftig und durch den Kürbis schön saftig.

Kürbis-Haferflockenbrot aus der Kastenform

Das Brot passt wunderbar für Sandwichs, aber auch als Beilage zu Suppe oder Salat. Und selbst mit Nutella schmeckt es ganz wunderbar.

Viel Spaß beim Backen!
Kürbis-Haferflockenbrot aus der Kastenform