Rezension – Skinny Pasta

Klingt es nicht verlockend – man könnte auf seine Ernährung achten, abnehmen und dabei nicht auf Pasta verzichten? Julia Azzarello verspricht in ihrem Kochbuch Skinny Pasta* das kürzlich im Thorbecke Verlag** erschienen ist genau das: durch eine kluge Auswahl der Zutaten gibt es herrlich leckere Nudelrezepte mit vollem Geschmack aber wenig Kalorien.  Jedes der Rezepte hat dabei unter 500 Kalorien und neben ein paar Basics ist von Suppen über Salate, vegetarische Rezepte oder Varianten mit Fisch und Fleisch alles dabei. 

Zugegeben – die Idee dahinter hat mich gleichzeitig voller Begeisterung, aber auch mit einer gewissen Skepsis die ersten Seiten aufschlagen lassen. 

Was definitiv meine Highlights sind und wo ich nicht rundum glücklich war verrate ich euch hier…



Rezension Skinny Pasta von Julia Azzarello

Zu den harten Fakten von Skinny Pasta:

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Thorbecke; Auflage: 1 (10. Februar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3799514228
  • ISBN-13: 978-3799514224
  • Größe und/oder Gewicht: 16,4 x 2 x 23,3 cm

Die Einleitung nimmt uns kurz mit ins südliche Italien, dann werden wir in die Realität der Foodtrends zurückgeholt. Wir werden informiert, dass uns in diesem Buch moderne Interpretationen der Klassiker erwarten bei denen wir nicht stundenlang in der Küche stehen und Knochen auskochen müssen,  und Fleisch wird in Maßen oder als Extra verwendet. „Kalorien werden durch kluge Ersetzungen und…“ und jetzt kommt der gefürchtete Satz „… maßvolle Portionen eingespart.“

Ja, natürlich wissen wir alle, dass wir keine 150g Pasta (Trockengewicht) pro Person futtern können und trotzdem rank und schlank bleiben (zumindest die Wenigsten von uns) aber irgendwie war die Hoffnung schon da… zumindest ein bisschen. Auf der anderen Seite muss ich ganz ehrlich sagen gewöhne ich mich sehr schnell an maßvolle Portionen und ein Beilagensalat ist ja auch immer eine Option… trotzdem hoffe ich schon auf dieser Seite 7, dass das Konzept hinter diesem Buch nicht alleine darin besteht mit Mini-Portionen Kalorien einzusparen. Wir werden sehen.

Ich mag die Anmerkungen – hier geht es um ein paar grundsätzliche Dinge wie milchfrei / vegetarisch / glutenfrei oder vegan zu kochen, Nudelformen und passende Saucen werden erklärt und es gibt ein paar Hinweise dazu wie man Nudeln kocht (nicht so banal wie es klingt), welche Küchengeräte hilfreich sind und die mittlerweile fast schon obligatorische Bestückung der Speisekammer über die ich aber keineswegs schimpfen will – mit einem gut bestückten Vorratsschrank kann man IMMER eine Pasta zaubern. Immer-immer im Sinne von „da geht immer was!“. 

Basics

Einfacher frischer Nudelteig, glutenfreie Gnocchi, Spätzle, traditionelles Pesto, schlanke Bolognese-Sauce oder Ofen-Gemüse – hier wird kurzum und ohne viel Schnickschnack Grundlagenwissen vermittelt. Mir gefällt die schlanke Bolognese-Sauce am besten, der Rest ist recht klassisch aber es geht ja auch um Basics. 

Mittagessen

Mit Blick auf die Kapitel habe ich mich zuerst gewundert was das Mittagessen hier zu suchen hat. Es erschien mir nicht wirklich passend, irgendwie „dazwischengewurschtelt“ und zu gewollt. Beim ersten Satz im Kapitel „Ich habe das Gefühl, dass das Mittagessen unterbewertet ist.“ bekomme ich daraufhin sogleich ein schlechtes Gewissen. Ich erkenne mich absolut als recht liebloser Mittagessen-Esser wieder. Reste vom Vortag, ein Ei mit Salat, ein schnelles belegtes Brot oder einfach ein Snack reichen mir in der Regel vollkommen aus, lassen das Mittagessen aber natürlich ein leichtes Schattendasein fristen. Also sehen wir mal was uns hier erwartet – besondere Gelegenheiten und Frühlingstage im Garten, saisonale Leckereien. Alles mit dem Hinweis, dass die Rezepte auch als Vorspeise oder Zwischengang serviert werden können. 

Den Anfang machen Rote-Bete-Ravioli, gefolgt von frischen Tagliatelle mit Trüffeln. Ein Orzo-Risotto mit Erbsen, dicht gefolgt von Mini-Anelletti al Forno (einem sizilianischen Mini-Auflauf) oder der schwedisch inspirierten Pytt i panna (einem Pfannengericht). Boeuf Stroganoff mit Pilzen und Pappardelle klingen für mich auch noch nicht so richtig leicht, der Butternut-Kürbis mit Parmaschinken oder die Geflügelwürstchen mit gebackenen Trauben, Kürbis und Fregola klingen da schon leichter. 

Ich neige also bereits dazu meinen ersten Verdacht bestätigt zu sehen und im Buchladen hätte ich vielleicht schon zum nächsten Buch gegriffen. 200g Vermicelli für 4 Personen, 175g Anelletti für 4-6 Portionen, 200g frische Tagliatelle die nur mit einem Hauch Butter und etwas Parmesan plus Trüffel aufgepeppt werden… ja, das sind kleine Portionen. Ich bin ganz ehrlich: Primi Piatti (also wirklich dieser leckere italienische Pastazwischengang) trifft es für mich hier eher. Das Problem damit ist nur, dass es ein zusätzlicher Gang ist und damit auch die <500 Kalorien nur gemäßigt tröstend sind. Für ein sommerliches, kleines Mittagessen oder serviert mit viel Salat passt das Ganze für mich dann schon eher, aber irgendwie bin ich nicht ganz sicher ob mich Thunfischsandwich + Apfel am Ende nicht satter machen würden. Da ich aber nicht in der Buchhandlung stehe sondern gemütlich auf der Couch sitze geht es für mich im nächsten Kapitel weiter – Salate!

Salate

Nudelsalate und Salate mit Nudeln sind nicht das Gleiche – beides hat aber voll und ganz seine Berechtigung und so macht den Beginn ein Panzanella-Salat mit Dinkelnudeln anstelle von Brot in dem einfach mal Nudeln vom Vortag verwertet werden. Eine schöne Idee und definitiv für die Tomatensaison vorgemerkt! Es folgen Gemelli und Sommergemüse mit Avocado-Koriander-Sauce, ein Nudelsalat Caprese mit Erdbeeren, Buchweizennudeln mit Apfel, geräucherter Makrele und roter Zwiebel, eine Art kleiner Caesar Salad mit Hähnchen und eine Entenbrust mit Radicchio, gerösteten Walnüssen und Fregola. Leider haben nicht alle Rezepte ein Bild und ich muss mich als sehr bildorientierten Kochbuchleser outen. Vermutlich haben mich die Blogs und andere ausgiebig bebilderte Kochbücher etwas verdorben, aber es ist wie es ist… 

Suppen

Juhu – dieses Kapitel ist voll und ganz meins… und das vom kleinen Mann. Suppen mit Nudeln sind nämlich genau unser Ding!

Minestrone geht doch einfach immer, trotz fehlendem Foto kann mich aber auch die Kichererbsen-Nudelsuppe begeistern… scheinbar hat es einen Grund warum man hier auf das Foto verzichtet hat:

Rezension Skinny Pasta - Kichererbsen-Nudelsuppe

Nicht sexy, aber extrem lecker. Die Hühnersuppe mit Spätzle und Dill klingt auch spannend, die italienische Hochzeitssuppe ist ein Klassiker der danke Putenhack etwas leichter auf den Teller kommt, Pasta e fagioli (also Nudeln mit Bohnen) gibt’s hier sobald die Bohnen reif sind und die Nudelsuppe mit Erbsen und Schinken fand ich grandios… stand damit aber leider absolut alleine da. War trotzdem lecker… jawohl!

Rezension - skinny Pasta - Nudelsuppe mit Erbsen und Schinken

Es folgt noch eine Suppe mit Wachsbohnen und Chorizo, Spinat und Pappardelle und dann ist das Kapitel Suppen leider auch schon durch. 

Vegetarisches

Pasta ist für mich ja immer die einfachste Variante fleischlos zu kochen. Nudeln sind Soulfood und kommen wunderbar ohne Fleisch aus. Es gibt hier eine kleine Einleitung zu passenden Gemüsesorten, saisonalen Varianten und passenden Zubereitungsarten, dann geht es mit den Rezepten los. Frische Pappardelle mit geröstetem Blumenkohl und cremiger Senfsauce. Blick auf die Pastamenge – 350g frische Pasta für 4 Personen. Grummel… klingt nach einer kleinen Portion… ABER – 1 ganzer Blumenkohl mit ca. 1kg der im Ofen gebacken wird und somit kaum Gewicht verliert macht schon satt. Nicht ganz so überzeugend sind die Makkaroni mit Käse bei denen nur ca. 50g Pasta pro Nase eingeplant sind. Auch mit viel Käse ist das schon ein sehr kleines „Trostessen“. Bei den Rigatoni mit frischen Kirschtomaten und Oliven kommen auf 300g Pasta schon wieder 400g Tomaten und somit wird sicher niemand hungrig bleiben – die Rigatoni warten bereits im Vorratsschrank auf ihren Einsatz… oder eben auf die Tomatensaison. Es gibt Cannelloni mit Spinat und Kräuter-Ricotta bei denen am Ende 3 gefüllte Cannelloni pro Person auf dem Teller landen und ich denke das ist ein fairer Deal, ich habe die Farfalle und Caponata gezaubert bei denen eine sizilianische Fleischsauce in eine vegetarische Variante umgewandelt wird. Es tut mir glatt ein bisschen Leid zu sagen, dass ich extrem begeistert war während meine Männer die Rosinen aussortiert haben weil sie die Kombination in Pasta einfach nicht mochten. 

ezension - Skinny Pasta

Es folgen sommerliche Vermicelli mit Ofen-Tomaten, Rucola und Feta, leichte Mafaldine mit Romanesco-Sauce und Zitrone, leckere Dinkel-Penne alla Nonna die mit viel Gemüsesauce auf den Teller kommen, eine Lasagne mit Beluga-Linsen-Sauce, glutenfreie Gnocchi mit Kürbis, brauner Butter und Salbei bei denen eben nicht nur Gnocchi mit Butter, sondern auch Kürbiswürfel mit auf den Teller kommen, Orecchiette mit Stängelkohl und Chili oder Tagliatelle mit Pilzen und Kalettes bei denen einfach eine gute Menge Gemüse dafür sorgt die eher kleine Menge Pasta auszugleichen. So habe ich mir das vorgestellt! Etwas weniger überzeugen mich das die Cacio e pepe und die Linguine Lunghi… auf der anderen Seite könnte man ja hier einen Salat als Beilage servieren. Ich finde ja noch die Strozzapreti mit Artischockenherzen, Favabohnen und Erbsen gut aber der Rest der Familie hat hier leider schon ein Veto eingelegt. Mal gucken, vielleicht ergibt sich ja trotzdem mal die Gelegenheit. Das vegetarische Kapitel ist in jedem Fall mein ganz persönliches Highlight in Skinny Pasta. 

Mit Fisch und Fleisch

Tatsächlich sind die Maltagliati mit geräuchertem Lachs, Crème fraîche und Dill nicht das erste was mir bei Skinny Pasta in den Sinn käme, aber da sind sie – die Portion klein aber fein. Es gibt Pasta mit Thunfisch, Kapern und schwarzen Oliven (klingen sehr verlockend), Linguine al vongole, Fiorelli mit Garnelen, Butter und Tomaten und noch einiges mehr mit Fisch und Meeresfrüchten. Die Rezepte klingen unglaublich gut, die Pastamenge liegt bei 60g pro Portion. Manchmal wird das aus meiner Sicht ausgeglichen, manchmal ist es halt eine kleinere Portion. 

Die Rezepte mit Fleisch klingen ebenso wunderbar – Paprikahuhn mit frischen Tagliatelle, Orecchiette mit Brokkoli, Geflügelwürstchen und Harissa, Tagliatelle mit Spinat, geräuchertem Hähnchen und Ricotta oder Spaghetti Carbonara mit Erbsen – es ist für jeden etwas dabei. Tatsächlich ist die Carbonara-Variante ein Beispiel für das was ich mir von diesem Buch erwartet habe. Weniger Nudeln und dafür Erbsen die das Ganze „auffüllen“. Es folgen warme Antipasti mit Nudeln, oder Fleischbällchen mit Rigatoni und Marinara-Sauce. Eine bunte Sammlung Skinny Pasta Rezepte die mit dem Inhaltsverzeichnis zum Ende kommt. 

Mein Fazit: jein… die Rezepte sind toll, ohne Frage. Die „Skinny Pasta“ ist aber in vielen Fällen auch einfach eine sehr kleine maßvolle Portion und um zu wissen dass eine kleine Portion weniger Kalorien hat als eine große Portion braucht es nicht zwingend ein Kochbuch. Wer aber wissen möchte in welchem Maß er Nudeln ohne schlechtes Gewissen genießen kann und wer wie ich ein großer Fan von Nudelsuppen ist der sollte diesem Buch doch einen zweiten Blick gönnen. 

** Das Buch “Skinny Pasta – Nudelrezepte voller Geschmack mit weniger als 500 Kalorien” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Jamie Oliver Veggies

Anfang des Jahres haben wir uns entschieden unseren Fleischkonsum zu reduzieren und mehr vegetarisch zu kochen. Wir haben einen Fishi-Friday, am Wochenende Fleisch und Montag bis Donnerstag wird vegetarisch gekocht – war der Plan und den haben wir die ersten drei Monate auch ganz wunderbar umgesetzt. Als Bessere Hälfte und der kleine Mann dann mit mir im Homeoffice waren hat sich doch wieder etwas mehr Fleisch auf den Speiseplan geschlichen aber das werden wir jetzt wieder anpassen. Für einen bunten Mix an vegetarischen Rezepten und ganz viel Inspiration hat dabei ein neues Kochbuch gesorgt: Jamie Oliver Veggies *.  



Tatsächlich war ich vorher nicht wirklich sicher ob es sich lohnt das Buch zu kaufen oder ob es eher eine bunte Beilagenküche wie in so vielen vegetarischen Kochbüchern ist. Aber ein Blick ins Buch hat uns im Buchladen überzeugt. Tatsächlich musste Bessere Hälfte auch darin stöbern damit ich sicher bin, dass ihm die Rezepte ebenfalls gefallen. Aber er hat auf Anhieb einen großen Schwung leckerer Gerichte entdeckt und so wurde das Buch kurzerhand mit nach Hause genommen. 

Rezension Jamie Oliver Veggies

Zu den harten Fakten von Jamie Oliver Veggies:

Gebundene Ausgabe: 312 Seiten
Verlag: Dorling Kindersley Verlag GmbH; Auflage: 2. Auflage, 2020 (2. September 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3831038287
Größe und/oder Gewicht: 19,9 x 2,9 x 25,6 cm

Es geht mit einem Vorwort zum Hintergrund des Buchs los, es ist nicht nur für Vegetarier gedacht sondern jeder ist willkommen. Die Rezepte sollen außerdem erschwinglich sein und Spaß machen. Alles klar – ich bin dabei!

Currys & Geschmortes

Grandioses Gemüsechili, Blumenkohl-Tikka-Masala, gnadenlos guter Gumbo oder Tipptopp-Tomatencurry, aber auch Pilz-Stroganoff oder eine fabelhafte Gemüse-Tajine finden hier einen Platz auf dem Tisch. Die Rezepte sind bunt, abwechslungsreich und weit von langweiligen Beilagen entfernt.

Pies & Aufläufe

Hier gibt es eine super bunte Mischung – von der karamellisierten Zwiebeltarte über Dosas mit Ofengemüse, einer sommerlichen Gemüse-Pie zur Blumenkohlpizza, Spargelquiche mit Spargelsuppe, Veggie-Moussaka die mir optisch leider nicht ganz so gut gelungen ist aber total lecker war…

Rezension Jamie Oliver Veggies

… oder knusprige Filoteig-Schlangen – die Auswahl ist groß und nicht auf eine bestimmte Küche festgelegt. 

Suppen & Sandwiches

Passen diese zwei Dinge in ein Kapitel? Es wäre nicht meine erste Zuordnung, aber wen stört das schon. Da geben sich also Pastinakensuppe und knuspriges Pilz-Schawarma die Klinke in die Hand. 

Rezension Jamie Oliver Veggies

Es gibt eine schneidige schwarze Bohnensuppe oder ein super Schichtsandwich, eine Fenchelsuppe oder ein Pilzsandwich. Pilze sollte man in diesem Buch mögen – Bessere Hälfte findet sie immer einen guten Fleischersatz und da schließe ich mich an. Das Käsetoast auf griechisch lacht mich auf jeden Fall genau so an wie die Lauchsuppe mit Brunnenkresse. 

Aus dem Ofen

Ich liebe Gerichte aus dem Ofen – besonders wenn man wenig vorbereiten muss und sich dann alles so ein bisschen von alleine zaubert. Neben sommerlich leichtem mediterranem Gemüsereis findet man eine etwas gehaltvollere gestürzte Blätterteigpizza, Kartoffeln & Pilze al Forno sind pures Soulfood…

Rezension Jamie Oliver Veggies

… und neben verschiedenen Varianten Ofengemüse werden in diesem Sommer ganz sicher auch die gefüllten Zucchiniblüten auf Reis auf unserem Tisch landen.

Reis & Nudeln

Reis und Nudeln sind ja so die typischen vegetarischen Verdächtigen wenn man schnell improvisieren will. Zumindest bei mir – Reisgerichte mit viel Gemüse sind einfach nie verkehrt und asiatische Nudelsüppchen mögen wir auch gerne. Also dürfen auch hier Rezepte wie ein Risotto mit gerösteten Tomaten, eine süßsaure Wokpfanne mit Reisnudeln die ich nur minimal abgewandelt habe damit sie zum Inhalt vom Kühlschrank passt…

Rezension Jamie Oliver Veggies

… Kürbisreis, Pilzrisotto, ein schnelles Nudelsüppchen mit Pilzen – hier kleben noch einige Post-it’s. Die ganz großen Überraschungen sind es in diesem Kapitel vielleicht nicht, aber viele leckere all-time favorites.

Pasta

Das nächste Kapitel widmet sich dann so richtig dem Thema Pasta. Eine tolle Sache, schließlich sind Nudeln Soulfood und kommen auf dem Teller ganz wunderbar ohne Fleisch oder Fisch aus. Wie wäre es mit grünen Mac’n’Cheese, Pasta Allerlei auf Toast, veganer Lasagne, einem Picknick-Pasta-Salat, leuchtend, leckeren Sonnenschein-Fusilli…

Rezension Jamie Oliver Veggies

… prachtvoller Pilzpasta (tolle Titel findet Jamie ja immer für seine Rezepte) oder Kürbis-Gnocchi auf einem knallig grünen Petersilien-Pesto? Ein ganzes Kapitel für die große Pastaliebe – Herz was willst du mehr?

Salate

Lady-Marmalade Salat, Salat mit zweierlei Mais, Fenchel-Melone & Mozzarella, ein französischer Knoblauchbrot-Salat, Salat mit Blumenkohl und Kirschen oder ein warmer Trauben-Radicchio-Salat – langweilig wird es sicher nicht, manche Rezepte klingen mir aber fast ein bisschen zu abenteuerlustig… gut aussehen tun sie aber. 

Burger, Puffer & Co

Maispuffer mit Jalapenos, würzige Karotten-Pfannkuchen, brillante Bhaji-Burger – ein kleines aber feines Kapitel.

One Pan Wonders

Wenn das eine schlampige Auberginenlasagne ist, dann sehe ich keinen Grund warum man sich noch Mühe geben sollte. Sie sieht nämlich ganz wunderbar aus. Es gibt richtig gute Baked Beans, einen fast griechischen Blumenkohltopf, eine feurige Pasta Fagioli Shakshuka auf Jamies Art oder schnellen Bratreis mit Eiern. Bunt, lecker und unkompliziert. 

Brunch

Ihr seht schon, das Buch nimmt kein Ende und auch zum Brunch wird es nicht langweilig. Es gibt eine australische Brunch-Bowl, Honig-Halloumi, Feigen und Fladenbrot, brunchtaugliches Eiercurry, Scones mit Zucchini und Feta, schnelle gefüllte Tortillas aber auch Süßkram wie eine Smoothie Bowl, Buchweizenpfannkuchen und Toffee-Waffeln. Da dürfen die Gäste kommen!

Kleine Snacks

Braucht man für kleine Snacks eine vegetarische Alternative? Ich brate mir ja selten Steakhäppchen oder Knusperspeck zum snacken, aber als kleine Mahlzeit zur Mittagszeit oder als Tapashäppchen sind sie eine schöne Idee. Kimchi-Toast mit Käse, Hummus, knusprige Taco-Schalen, Polenta-Pommes oder Bauern-Nachos sind in meiner Welt eher Beilagen oder Vorspeisen, aber das kann ja jeder so machen wie er möchte.

Die letzten Kapitel

Mit Tipps und Tricks und einem ganzen Schwung Infos zur richtigen Ernährung kommt dieses wunderbare umfangreiche, bunte und vielseitige Kochbuch zum Abschluss. Wie immer ließt sich auch dieser Teil bei Jamie Oliver wie ein kleiner Roman und bietet einiges an nützlichen Informationen. Ich hatte mit dem Buch Jamie Oliver Veggies auf jeden Fall viel Spaß und werde noch einige der Rezepte ausprobieren oder mich zu neune Experimenten inspirieren lassen!




Rezension – Rhabarber

Kochbuch Rezension – Rhabarber polarisiert ja im kleinen Rahmen schon ein wenig – die einen lieben ihn in jeder Form, die nächsten höchstens einmal im Jahr als Blechkuchen und manch einer flucht schon von weitem darüber, dass ihm die roten Stängel einfach nicht bekommen. Mein Rhabarber wächst und gedeiht seit Jahren ganz wunderbar und somit haben sich auf dem Blog schon so einige Rhabarberrezepte gesammelt… aber was hat er noch zu bieten? Ein ganzes Kochbuch zu diesem Thema hat mich auf jeden Fall mehr als neugierig gemacht und so habe ich mich sehr gefreut das neue Buch „Rhabarber – Raffinierte Rezepte für Süßes und Herzhaftes„* von Søren Staun Petersen aus dem LV.Buch Verlag** für euch genauer unter die Lupe nehmen zu dürfen!



Rezension - Rhabarber - Raffinierte Rezepte für Süsses und Herzhaftes

Zu den harten Fakten:

  • Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
  • Verlag: Landwirtschaftsvlg Münster; Auflage: 1 (15. Februar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 378435646X
  • ISBN-13: 978-3784356464

Bereits im Vorwort erfährt man viel über die Motivation die hinter diesem Buch stand: zu zeigen wie viel Rhabarber eigentlich kann, was man neben den Klassikern noch mit ihm zaubern könnte, ein paar Worte zu seiner Geschichte und seinem neuen Aufschwung. 

Einleitung:

Im ersten Teil des Buches wird der Rhabarber frisch verarbeitet, im zweiten Teil geht es darum ihn als Relish, Chutney oder Saft länger haltbar zu machen. Ich habe endlich herausgefunden weshalb meine Rezepte nicht so pink sind wie die anderer Blogger (ich habe eine grün stielige Sorte Rhabarber) und es gibt Sorten die auch nach dem bekannten Stichtag Ende Juni noch geerntet werden können. Es gibt ein paar Nährstofffakten und ein bisschen was rund um die Oxalsäure. 

Herzhaftes

Ich muss vorweg sagen, dass ich die herzhaften Rezepte super spannend finde, bisher aber noch etwas skeptische Blicke geerntet habe. Der Frühlingskartoffelsalat kommt aber dieses Jahr sicher noch auf den Tisch, der Seehecht an Risotto klingt ebenfalls spannend und auch im süß-sauren Wok kann ich mir den Rhabarber gut vorstellen.

Süßes

Das süße Kapitel ist ja genau meins – Blondies mit Rhabarber und Pistazien, Baiserkreationen, Crumble, Marzipanküchlein und ein Rhabarber-Bananen-Brot wollen getestet werden und sehen alle ganz traumhaft aus. Bei mir ist das Rhabarber-Bananen-Brot zuerst getestet worden und wir waren extrem begeistert. Man schmeckt den Rhabarber eher dezent heraus, er gibt dem Kuchen aber eine unglaubliche Saftigkeit und eine feine Säure. Ich habe das Rezept in der Menge halbiert – der Kuchen ist so unkompliziert, dass man ihn ganz schnell noch ein zweites Mal frisch backen könnte. Im Buch sieht er übrigens etwas netter aus, bei mir ist die Schokolade im leicht warmen Teig etwas angeschmolzen. Aber der Kuchen wurde rundum gelobt. 

Rezension - Rhabarber - Raffinierte Rezepte für Süsses und Herzhaftes

Die Geschichte des Rhabarbermanns

Hier gibt es einen kleinen Reisebericht zum Rhabarberhof von Lars Skytte, super viel wissenswertes über die Geschichte und den eigenen Anbau von Rhabarber, die EIgenschaften der verschiedenen Sorten, ihre Farben und den Säuregehalt. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung welche Sorte ich genau habe. Eine mit grünen Stängeln und sie ist super ertragreich. Das war es dann aber auch schon. 

Bei der Erntesaison werde ich mich vemrutlich weiter an das Motto „Leben und leben lassen“ halten und dem Rhabarber im späteren Sommer die Chance geben zu wachsen und Energie zu sammeln. Aber ich weiß jetzt, dass es durchaus Ausnahmen von der klassischen Rhabarbersaison geben kann.

Kompott

Genau mein Ding – ich liebe Rhabarberkompott! Neben dem Klassiker mit Vanille habe ich auch die Variante mit Minze getestet. Beides lässt sich ganz wunderbar mit Joghurt kombinieren. Inspiriert von den Overnight Oats habe ich meinen Hirsebrei mit dem Vanillekompott aufgepeppt, das Trifle und die Pancakes warten aber ebenfalls noch auf ihre Chance.

Rezension - Rhabarber - Raffinierte Rezepte für Süsses und Herzhaftes

Chutney und Relish

Mein Rhabarber braucht jetzt ein paar Tage um sich zu regenerieren bevor ich die nächste Ernte in Angriff nehmen kann – dann stehen aber sowohl das Chutney als auch das Relish auf der to-do Liste. Für beide gibt es tolle Rezeptideen wie den Salat mit gegrilltem Spargel, gebackenen Brie (da steht doch eindeutig mein Name drauf) und den Pulled-Pork-Burger oder die Spicy Hotdogs. Die Rezepte sind kreativ und alltags tauglich zugleich. Ich finde sie vor allem super inspirierend wenn ich die eine oder andere Kombination vor Augen habe… und dazu die tollen Fotos von den Rezepten!

Getränke

Ich gebe es ja ganz ehrlich zu – Sirups selber zu machen ist nicht mehr so mein Ding. Auch wenn man einen Sirup macht und ihn dann zu Saft verdünnt. Aber die Cocktailrezepte sind der Hammer und wenn mein Rhabarber es zum Ende der Saison noch hergibt wird man in Kürze ein großes Glas Rhabarber-Gin in meinem Kühlschrank finden. Falls nicht ziehe ich es möglicherweise in Erwägung zu schummeln und Rhabarbersaft käuflich zu erstehen um auf der sonnigen Terrasse den Rhabarber-Mule genießen zu können…

Damit endet dieses super spannende Buch auch schon, es folgt noch der „Dank an…“, ein paar Worte über Søren Staun Petersen und das Register. 

Für mich auf jeden Fall eines der wenigen „Nischenkochbücher“ die mich wirklich rundum begeistert haben und das mich auch in Zukunft sicher oft inspirieren wird!

** Das Buch “Rhabarber – raffinierte Rezepte für Süßes und Herzhaftes” wurde mir freundlicherweise vom LV.Buch Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Australia Living & Eating

Vielleicht habt ihr das Buch Australia – Living & Eating * schon auf der Liste meiner Neuzugänge im Bücherregal entdeckt – das vegane Kochbuch von Harriet Birrel aus dem Thorbecke Verlag** ist Ende letzten Jahres in meiner Sammlung gelandet und mit unserem Vorsatz weniger Fleisch zu essen sind die Rezepte auf meiner „Testliste“ im Januar ganz weit nach vorne gewandert. Australien und vegan erschien den meisten meiner Mitmenschen die vor 10-15 Jahren ein Auslandssemester dort verbracht haben eher absurd. Die einen haben sich praktisch von gegrilltem Fleisch ernährt, die anderen haben sich seinerzeit damit abgefunden, dass es für Vegetarier tagaus und tagein beim BBQ bestenfalls gegrillten Kürbis gab. Und BBQ war quasi an der Tagesordnung. Aber bringen wir es auf den Punkt – auch hier in Deutschland hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten viel geändert. Somit war ich neugierig und optimistisch, dass mich hier mehr als nur gegrillter Kürbis erwartet. Und ich wurde nicht enttäuscht! Okay, wenn ihr Kürbis und Sesam mögt ist das bei diesem Buch von Vorteil, aber es gibt wirklich eine tolle Bandbreite von bunten und leckeren Rezepten für jede Gelegenheit. Zum Teil sind diese Rezepte recht aufwendig, man sollte also nicht denken veggie = unkompliziert, aber dafür sind sie auch unglaublich lecker. Wenn ihr neugierig seid, dann werft doch mit mir einen Blick ins Buch und lasst euch überraschen!



Rezension Australia Living and Eating

Zu den harten Fakten:

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Jan Thorbecke Verlag; Auflage: 1 (26. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3799513779
Größe und/oder Gewicht: 20 x 3,3 x 25,5 cm

In der Einleitung erfährt man, dass die Idee zum Buch beim Campen in Tasmanien entstanden ist. Campen ist so überhaupt nicht mein Ding, meine zuhause vorbereitete Camping Bolognese rettet einen gerade mal bei einem Mikro-Kurztripp und definitiv nicht über vier Wochen und mit Datteln und Bananen zu süßen ist nicht meine Lieblingsvariante – Ahornsirup mag ich allerdings gerne. Aber das mir die Story zum Buch nicht so zusagt bedeutet ja nicht, dass mir die Rezepte nicht gefallen werden. Die sind nämlich super spannend. Und das meine ich nicht im Sinne von „es schön reden“ – gerade für mich als „nicht Veganer“ haben sich hier viele neue Perspektiven und Rezeptansätze ergeben. Es wird noch ein bisschen über Zutaten und den passenden Lebensstil geschrieben, bei den Tipps geht es um unverpacktes Einkaufen, Vorratshaltung und die Vermeidung von Abfall und dann kommen endlich die ersten Rezepte zum Thema Frühstück.

Frühstück

Wie könnte man ein Kochbuch schöner starten als mit Pfannkuchen? Also Pancakes… oder in Berlin eben Eierkuchen, aber das ist kein Thema für hier. Einfache Pfannkuchen mit Kokosjoghurt und Beeren, Rawnola mit Haferflocken, Beeren und Joghurt, ein Süßkartoffelsmoothie oder ein Kokos-Porrdige mit Lokum sind hier genau so vertreten wie die Avocado auf Hafer-Toast, Kartoffelrösti mit Avocado oder gebackene Bohnen mit Kokos-„Speck“. Da ist für jeden der passende Start in den Tag dabei.

Bowls

Bowls sind für mich irgendwie immer noch Neuland. Den Trend habe ich wohl schlicht und einfach verpasst, faszinieren tun sie mich trotzdem. Wie wäre es also mit einer nahrhaften 5-Minuten Bowl, einer Tempeh-Budda Bowl einer köstlichen Dal-Bowl oder einer mexikanischen Chili-Bowl? Die Chili-Bowl darf man im Aufwand nicht unterschätzen, aber es lohnt sich – sie ist im Geschmack einfach so vielseitig und ganz nebenbei bemerkt perfekt um einzelne Tortillas zu verwerten. 

Rezension Australia Living and Eating

Und weil man auf einem Bein nicht stehen kann gab es gleich noch eine zweite Bowl. Die Süßkartoffel-Bowl mit süßem Senf. Den übrig gebliebenen  Miso-Hummus habe ich am nächsten Tag gleich noch für mein Auberginen-Curry verwertet. Einfach, unkompliziert und ebenfalls sehr lecker!

Rezension Australia Living and Eating

Salate

Das dritte Kapitel widmet sich dem Thema Salate. Sehr sommerlich und frisch wie der Reissalat mit Kräutern und Rote-Bete-Joghurt, der pikante Salat mit thailändischen Kelp-Nudeln, Salat mit gegrillten Zucchini, Erbsen, Minze und Parmesan, ein cremiger Kartoffelsalat mit Dill oder der Süßkartoffel-Salat mit Miso Hummus (der der Bowl oben ziemlich änlich ist) stehen auf jeden Fall auf der to-cook Liste!

Hauptgerichte

Bei den Hauptgerichten freue ich mich schon riesig auf die nächste Zucchiniernte, aber eines nach dem anderen… es gibt orientalisch gefüllte Aubergine, Pasta mit Pilzbällchen, ein Kürbis-Kichererbsencurry mit Blumenkohlreis, und mich lacht das Risotto mit Pilzen, Zitrone und Thymian an. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass das für mich zwar eine super leckere Reispfanne ist, aber bei einem Risotto erwarte ich einfach dieses schlonzige, buttrige… na ihr wisst schon. Lecker war es aber trotzdem! Mal schauen, was ich aus dem Cashew Parmesan noch so zaubern werde. Um den herzustellen habe ich extra Nährhefe* bestellt – wenn schon, dann richtig!

Rezension Australia Living and Eating

Die cremige Kokos-Polenta mit Balsamico-Gemüse und  die Zucchini-Kürbis-Schnitten klingen genau so verlockend wie die Pasta Alfredo mit Pilzen. Burger, Gemüsepfannen, Suppen und Currys – über mangelnde Abwechslung kann sich hier niemand beklagen. Gespickt ist das Buch immer wieder mit schönen Fotos vom Strand, ein bisschen rauem Surferfeeling und einer gewissen Picknickstimmung. Die passt dann auch wunderbar zum nächsten Kapitel:

Zum Teilen

In diesem Kapitel lachen einen unglaublich viele, mehr oder minder unkomplizierte, kleine Snacks an. Von Auberginen-Pizza-Häppchen zu Fladenbroten mit Gewürz-Kichererbsen, von Süßkartoffel-Nachos über frische Toastaditas (das sind eine Art Bruschetta auf Nachos – nur eben mit einem aufgepeppten Tomate-Avocado Mix als Topping), Süßkartoffelecken mit süßer Chili-Aioli, oder Arancini aus Kürbis und Naturreis (kleines Fingerfood das sich auch als Resteverwertung perfekt macht). Mir gefallen besonders gut die episch große bunte Platte und der tolle Mezze Teller – ich liebe es einfach meinen Gästen eine große Auswahl an Leckereien auf den Tisch zu stellen und jeder snackt das was ihm gerade am besten gefällt!

Süßes

Ähm… ja… okay, süßes auf veganer und Haushaltszuckerfreier Basis ist jetzt nicht gerade mein Steckenpferd. Zwischen dem probiotischen Eiscreme-Kuchen mit Schoko und Minze, den drei Sorten Süßkartoffel-Eiscreme, den Cookie-Dough-Schnitten und dem Crumble mit Äpfeln, Heidelbeeren und Rhabarber gibt es zwar einiges was ich gerne probieren würde wenn es vor mir steht – aber auch wenn die vielen Sorten Stieleis recht einfach zu zaubern sind muss ich zugeben, dass der Funke im Moment nicht so recht überspringen will. Aber vielleicht ändert sich das ja im Sommer!

Drinks

Drinks sind aus meiner Sicht immer ein Kapitel in dem ich gerne ganz spontan zuerst nach einem Rezept gucke das ich vielleicht sogar mit Zutaten aus dem Vorratsschrank machen kann. Neben der nahrhaften Brühe und den Kombucha-Drinks lacht mich sofort die probiotische Limonade mit Kurkuma und Ingwer an, aber auch die Frühstückssmoothies und der Gewürz-Chai-Tee mit Kurkuma und Ingwer klingen sehr lecker. Ich habe einfach mal die Limonade für euch getestet.

Rezension Australia Living and Eating

Basics

Am Ende gibt es noch die Basics – gerade für „Nichtveganer“ ist das ganz hilfreich, hier findet man neben Miso-Hummus, frischer Salsa und Haferbrot auch Rezepte für Cashew „Parmesan“, Cashew „Mozzarella“ und Kokos-„Speck“. 

Ich kann dieses Buch allen die sehen wollen wie viel mehr die Australische Küche zu bieten hat als BBQ und Kürbis, die auf der Suche nach tollen und vielseitigen Rezepten ohne Fleisch oder die einfach Lust auf ein buntes Kochbuch vom anderen Ende der Welt haben nur wärmstens ans Herz legen. Ich hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß damit und werde sich noch das eine oder andere Rezept ausprobieren!

** Das Buch “Australia Living & Eating” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Aus dem Ofen

Die erste Frage die ich mir bei der Ankündigung von Diana Henrys neuem Kochbuch „Aus dem Ofen„* gestellt habe war: ob es wohl eher wie „Change your appetite“ oder mehr wie „simple“ sein wird…? Ich habe euch beide Bücher hier auf dem Blog vorgestellt und bin so oder so in die Rezepte von Diana Henry verliebt. Ihr neustes Werk aus dem Ars Vivendi Verlag** liegt irgendwo zwischen den beiden Büchern. Es ist definitiv nicht so leicht wie Change your Appetite, aber wo viele Rezepte an Simple erinnern sind die Saucen dann doch etwas weniger gehaltvoll und es gibt auch jede Menge frische Rezepte in diesem wunderbaren Buch. Seid ihr neugierig? Dann verrate ich euch mal was euch hier erwartet!



Rezension - Aus dem Ofen

Zu den harten Fakten:

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: ars vivendi (1. Oktober 2019)
  • ISBN-10: 3747200818
  • ISBN-13: 978-3747200810

Einfache Gerichte

Im ersten der sieben Kapitel geht es um einfache Gerichte. Gebratene Würste mit Äpfeln und Brombeeren, Lammfilet mit Kräuterbutter, Radieschen und Erbsen, Kabeljau mit Chorizo oder ein cremiges Gratin mit geräuchertem Schellfisch sind genau so vertreten wie Schweinebauch mit korianischem Dip oder Steak mit Soja-Ingwer Butter. Die Rezepte sind unkompliziert und abwechslungsreich, kommen mit wenig Vorbereitungszeit aus 

Meine Lieblingszutat

Oder auch: Hähnchenschenkel bis in alle Ewigkeit

Ich liebe unkomplizierte Rezepte bei denen sich der Ofen um das Hähnchen kümmert und davon findet man in diesem Kapitel einige. Hähnchen mit Fetakäse, Dill, Zitrone und Harissa Joghurt, das Hähnchen mit Pflaumen, Honig und Granatapfelkernen das mit einem großen Post-it vorgemerkt ist, Hähnchen mit Zitrone, Kapern und Thymian… ich könnte euch glatt jedes einzelne Rezept aus diesem Kapitel hier auflisten. Aber das ist ja das Schöne an der Ewigkeit – wir haben alle noch ein bisschen Zeit um uns durch dieses Kapitel zu schlemmen!

Von Spargel bis Aubergine

In diesem Kapitel geht es um Frühjahrs- und Sommergemüse. Das wird von bunten Rezepten wie den mit Kreuzkümmel gebratenen grünen Bohnen mit Tomaten und Tahini oder den gebratenen Radieschen mit Minze und eingelegter Zitrone genau so auf den Teller gezaubert wie von dem gebackenen Gemüse auf marokkanische Art mit Labaneh oder dem mit Ricotta und Pecorino überbackenen Spargel. 

Rote Bete und Bittersalat

Wo Frühling und Sommer sind dürfen Herbst und Winter natürlich nicht fehlen und so gibt es jede Menge Rezepte für gebackenen Topinambur mit Lauch und Créme Fraîche, in Granatapfelsirup gebackene rote Bete mit Orangen, Walnüssen, Dill und Labaneh, gebackenen Kürbis mit Tofu oder den gebackenen Knollensellerie mit Rosenkohl, Bacon und Maronen. Mit dem konnte ich den kleinen Mann nicht wirklich vom Hocker hauen, aber Bessere Hälfte hat sich riesig gefreut. 

Rezension - Aus dem Ofen

Weich Garen

Beim Thema Weich Garen dreht sich alles um Getreide und Hülsenfrüchte. Ihr findet sommerlich leichte Rezepte wie Weiße Bohnen und gebackene Tomaten mit Dressing aus Kapern, Minze und Chili neben deftigen Baked Beans mit smoked Bacon, Schweinebauch und Melasse. Arroz con Verduras oder al Horno bieten viel Raum für Inspiration zu jeder Jahreszeit…

Rezension - Aus dem Ofen

… beim Hähnchen mit Wildpilzen, Kürbis und Salbeibutter habe ich die Butter radikal reduziert und trotzdem war das Ganze sehr, sehr mächtig. Lecker, aber mächtig… und sehr lecker. Mehr gibt es da eigentlich nicht zu sagen.  

Rezension - Aus dem Ofen

Wochenende, Feiertage und besondere Anlässe

Ich finde es ja immer schön, wenn ein Kochbuch auch ein paar Rezepte anbietet die für besondere Anlässe geeignet sind. Wenn diese dann auch noch unkompliziert auf den Tisch gezaubert werden ist doch alles wunderbar. Den in Butter gebratenen Lachs mit roter Bete und Meerrettichpüree habe ich schon getestet und für sehr lecker befunden. Auch wenn ich nach dem Urlaub feststellen musste, dass die Kräuter im Garten überwiegen erfroren sind und der Lachs damit etwas „nackig“ auf den Teller kam. 

Rezension - Aus dem Ofen

Aber auch die Lammkeule aus dem Ofen mit Basilikum, Pecorino, Knoblauch und Wein, das Hähnchen mit den persischen Gewürzen, der Schweinerollbraten mit zerdrückten Trauben, Marsala und Wacholder oder die langsam gebratene Schweineschulter mit Radischen und Gurkensalat klingen sehr verlockend.

Etwas Süßes

Das Dessert kommt zum Schluss – Schokokuchen mit Rotwein, gebackenes Steinobst mit Mandeln und Orangenblütenstreuseln, ein süßer Auflauf mit Passionsfrucht und Kokos oder Bratäpfel mit gerösteten Roggenbröseln, Mincemeat und Sahne mit Cider Brandy lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen und bieten Inspiration für jede Jahreszeit und jeden Anlass. 

Alles in allem kann ich nur sagen, dass „Aus dem Ofen“ genau so ein Kochbuch ist wie man es von Diana Henry erwartet. Unkompliziertes Soulfood das einfach für jede Lust und Laune das passende Rezept bietet. Ich werde auf jeden Fall noch einige Rezepte aus diesem wunderbaren Buch zaubern!

** Das Buch “Aus dem Ofen” wurde mir freundlicherweise vom Ars Vivendi Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Dining In

Unter dem Titel „Dining In – freche Rezepte genial einfach und verblüffend im Geschmack„* ist gerade das ganz bezaubernde Kochbuch von Alison Roman im Unimedica Verlag** erschienen. Bessere Hälfte ist verliebt – die Gerichte treffen genau seinen Geschmack, haben einen rundum Soulfood-Faktor und sind dabei ganz vielseitig. So ist für jeden Geschmack etwas dabei. Falls ihr aber genauer wissen wollt was uns an diesem Buch so begeistert, dann solltet ihr euch unbedingt ansehen was ich alles schon getestet habe… und die to-cook Liste ist noch lang! 



Rezension - dining in - alison roman

Zu den harten Fakten von Dining In:

  • 328 Seiten, gebunden
  • 125 Rezepte
  • Verlag: Unimedica ein Imprint der Narayana Verlag; Auflage: 1 (29. August 2019)
  • Gewicht: 1305g
  • ISBN: 978-3-96257-106-1

Zum Buch:

Für alle die Alison Roman noch nicht kennen gibt es auf zwei Seiten eine kleine Einführung – sie hat das College unter-/abgebrochen um Köchin zu werden. Sie bezeichnet ihren Kochstil nicht als faul, sondern als Low-fi – denn sie besitzt weder einen Mixer noch sonstige ausgefeilte Küchentechnik, nutzt immer die gleiche Pfanne und ein und denselben Topf… die Zutaten die sie verwendet sind leicht aufzutreiben aber trotzdem sind die Gerichte weit davon entfernt langweilig zu sein. Findet Alison… und wir auch. 

Der kleinen Vorstellung folgt das mittlerweile schon fast obligatorische Register für Zutaten die man immer als Vorrat haben sollte.

Dann kommen die Würzmittel. Egal ob ihr in New York lebt oder nicht – ich vermute fast eher nicht… damit wir alle nie wieder aus dem Haus gehen müssen um coole Öle, Relish, Brotbrösel oder eingelegte Zitronen zu bekommen gibt es in diesem Kapitel von Dining In ein paar nützliche Rezepte bevor wir mit dem ersten richtigen Kapitel starten.

Gemüse

Von gegrillten grünen Bohnen mit cremigem Tahini und frischer Chilisauce über einen rohen Brokkoli-Basilikum-Salat mit Erdnüssen und Schalotte, gebratenen Auberginen mit Harissa und Dill oder einem traumhaften Ofenkürbis mit Gremolata aus gerösteten Kokoschips ist hier für jede Saison etwas dabei. Ihr könnt euch sicher schon denken, dass ich dem Kürbis nicht widerstehen konnte. Alison empfiehlt dazu Brathähnchen oder Schweinekoteletts falls man den Kürbis nicht pur essen möchte – bei uns gab es dazu ein leckeres Steak und einen schnell angemachten Feldsalat.

Rezension - dining in

Aber auch die gedünsteten Artischocken mit gesalzener Knoblauchbutter und der Salat mit gegrilltem Mais, Frischkäse und Corn Nuts lachen mich spontan an.

Messer-und-Gabel-Salate

Da musste ich kurz lachen – Alison outet sich gleich zu Beginn des Kapitels, dass sie Salaten für die man Messer und Gabel braucht besonders viel abgewinnen kann. Bei mir sieht es da so lala aus und Bessere Hälfte ist schon genervt, wenn ich die Rucolablätter am Stück lasse. Das wird also nicht so ganz unser Kapitel. Die Kombination von Romanasalat mit Sauerrahm, Speck und Kräutern oder Radicchio mit Sardellen-Brotbrösel und Eigelb gefällt mit aber trotzdem gut. Vielleicht setze ich das einfach mal ein bisschen anders um.

Obstsalate

Hier treffen süß und salzig in saisonaler Kombination zusammen – vorausgesetzt das Obst ist perfekt gereift. Persimonen mit Blauschimmelkäse und würzigen Pekannüssen oder Cantaloupe-Melone mit Rucola und schwarzen Oliven lachen mich genau so an wie Blutorangen mit roter Zwiebel und Avocado. Gerade für die Wintersaison habe ich in Dining In  den einen oder anderen Post-it geklebt. 

Herzhafte Frühstücksgerichte

Seid ihr beim Frühstück eher süß oder herzhaft unterwegs? Bei uns ist es eher herzhaft und auch bei Alison kommt süßes Frühstück eher selten auf den Tisch. Dann doch lieber die gebackenen Eier auf Kichererbsen mit Chorizo und frischen Brotbröseln, Eier mit Krauskohl gebraten in Geflügelfett oder für Eilige eine Avocado mit dem Allrounder-Saatenmix. Ich habe mir die Eier mit den Kichererbsen tatsächlich eher als Abendessen auf die to-ccok Liste gesetzt – ich denke unter der Woche ist das eine unkomplizierte und schnelle Nummer.

Körner und Konsorten

Emmer, Dinkel, Hafer, Linsen, Bohnen und Kichererbsen finden in diesem Kapitel von Dining In ein Zuhause. Das geht los mit dem Spalterbsen-Salat mit kleinen Kartoffeln und Speck, führt uns zu Lammfleisch mit Gemüse und Knoblauch-Joghurt, zum vier Bohnen Salat mit grüner Romesco den ich nächstes Jahr unbedingt als Grillbegleiter zaubern werde, zum Sauerrahm Fladenbrot das ihr im Ofen, in der Pfanne oder auf dem Grill zubereiten könnt (und wenn ihr Lust habt könnt ihr es auch noch belegen), es gibt aber auch Spaghetti Vongole mit Chorizo und Walnussgremolata, die besten Baked Beans, oder einen Nudelauflauf mit Artischocken, grünem Blattgemüse und Käse über Käse. Ja, so schreibt Alison das ab und an – charmant und direkt, wer da nicht schmunzelt… ach ich weiß ja auch nicht. Sie nimmt sich auf jeden Fall nicht zu ernst und so macht es unglaublich Spaß die Einleitungen zu den Rezepten zu lesen. Nur mit den kalten Nudelgerichten lockt sie mich nicht so ganz in die Küche… 

Fisch

Ist Fisch ein Problemkapitel? Ich liebe Fisch, aber hier lese ich, dass viele Leute aus verschiedenen Gründen bei Fisch eine gewisse Skepsis an den Tag legen. Aber wenn ich „Garnelen in der Schale mit viel Knoblauch und wahrscheinlich zu viel Butter“ lese, dann habe ich den Duft förmlich in der Nase und freue mich schon riesig auf den nächsten Sommer mit einem Abendessen auf der Terrasse. Aber auch die Venusmuscheln mit grüner Knoblauchbutter und Weinresten oder der im ganzen gebackene Snapper mit Harissa und Cocktailtomaten sieht ganz bezaubernd aus. Die Fotos in diesem Buch sind überhaupt sehr schön, es gibt zu fast jedem Rezept ein Bild und das macht einfach Appetit. Ein schneller Fischtopf mit Oliven, Frühlings-Fischsuppe mit Erbsen, Frühkartoffeln und Estragon oder Heilbutt in Sojalake mit Blattsenf, Sesam und Limette – da findet doch wirklich jeder etwas… oder? 

Fleisch-Gerichte

Fleisch ist ja so ein polarisierendes Thema – Alison bezeichnet sich eher als Allesfresser und weniger als Fleischfresser. Sie isst selten Fleisch, dann aber richtig und sehr aufwendig. Was mir gefällt ist die Animation zu experimentieren. Nimm dieses Gewürz doch mal für jenes Gericht, kombiniere das eine mit dem anderen oder tausche hier und dort mal eine Zutat aus. Das macht solche Kochbücher mehr als Alltags tauglich und gibt gerade Kochanfängern das nötige Selbstvertrauen eigene Wege zu gehen und einfach mal zu experimentieren. 

Uns gefällt die Hähnchenkeule aus der Pfanne mit Oliven und Sumach genau so gut wie die Schweinekoteletts mit Fenchel-Rub. Natürlich darf auch eine Hühnersuppe nicht fehlen – hier mit Knoblauch, Pilzen und Staudensellerie. Gebratene Shortribs oder Kreuzkümmel-Lammkoteletts mit Frühlingszwiebeln und Erdnüssen, langsam gegarte Schweineschulter mit Knoblauch, Zitrusfrüchen und Koriandergrün oder die Kurkuma-Lammschulter mit Karotten und allem Drum und Dran. Das Lamm haben wir ausprobiert – dank Vermerk im Rezept auch ohne schlechtes Gewissen weil ich keine Schulter sondern nur Keule bekommen habe. Und was soll ich sagen: unglaublich großartig, zart und wunderbar unkompliziert!

Rezension - dining in

Als weiteres Fleischrezept hatte ich das Hähnchen in Buttermilchlake mit frischem Zatar auf der to-cook Liste, habe mich dann aber ganz kurzfristig für das Sradellen-Butter-Hähnchen mit Geflügelschmalz-Croutons entschieden in das sich Bessere Hälfte spontan verliebt hat. Es war aber auch einfach unglaublich lecker. Aber halt auch sehr butterlastig. Das muss man der Fairnis halber anmerken – Fett ist ein Geschmacksträger und der Geschmack wird in diesem Buch nicht nur auf Händen sondern auf einem kuschelweichen Samtkissen getragen. Noch ein Flöckchen Butter? Na klar! Aber es ist halt auch sehr lecker und ich denke wenn man nicht täglich so kocht ist das ganz in Ordnung. 

Rezension - dining in

Süße Sachen

Wie jemand der beruflich viele Jahre in der Patisserie tätig war sagen kann, dass ihn süße Sachen eigentlich nicht sonderlich reizen ist mir unbegreiflich… aber auf der anderen Seite mag man ja nicht alles was man gut kann und die wenigsten von uns nehmen ihren Job mit nach Hause. 

Falls ihr also bei Nussbutter-Buttermilch-Kuchen Butter-Schoko-Shortbread mit Salz und Schoko-Tahini-Tarte mit Knuspersalz auch nicht einfach weiter blättern könnt, dann habt ihr Glück – ich habe die Tarte ausprobiert, dank Variationsvorschlag mit Erdnussbutter statt Tahini, und fand sie wirklich zum Niederknien. Bessere Hälfte mag die Kombination süß-salzig nicht sonderlich, aber ich fand die cremige Schokoladenfüllung einfach großartig.

Rezension - dining in

Crumbles und Pies, Obst und Eis – hier ist für jeden Geschmack das passende Dessert zu finden.

Für mich ist Dining In ein ganz klarer neuer Favorit im Kochbuchregal und hat sich seinen frisch gewonnenen Platz in meinen Top 5 mehr als verdient. 

Wie gefallen euch die Rezepte? 

** Das Buch “Dining In” wurde mir freundlicherweise vom Unimedica Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Girls Night

Unter dem Titel „Girls Night – Rezepte und Tipps für den Mädelsabend*“ ist gerade ein rosa-pinkes kleines Koch- und Ideenbuch im Thorbecke Verlag** erschienen. Häppchen, Drinks, Film und Beauty Tipps sollen alles liefern was man für einen gelungenen Abend mit seinen Freundinnen brauchen könnte, aufgepeppt mit ein paar Tipps wie man die Leckereien verpackt und garniert mit vielen bunten Fotos. Ich habe einen Blick ins Buch geworfen und natürlich auch ein Rezept für euch getestet. Was mir gefallen hat und wofür ich mich nicht ganz so begeistern konnte verrate ich euch hier.



Girls Night

Zu den harten Fakten:

  • Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
  • Verlag: Jan Thorbecke Verlag; Auflage: 1 (26. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3799514104
  • ISBN-13: 978-3799514101
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 1,3 x 20 cm

Zum Buch:

Dem ersten Satz „Mädelsabende sind das Größte“ stimme ich auf jeden Fall zu. Und es gibt so viele unterschiedliche Arten sie zu zelebrieren wie es nun einmal unterschiedliche Mädels gibt. Tatsächlich stelle ich beim ersten Durchblättern fest, dass ich mit meinen 35 Jahren möglicherweise nicht ganz die Zielgruppe für dieses Buch bin. Nicht, weil ich keine Mädelsabende mehr mag, aber es gibt schon verflixt viele eingeschmolzene rosa Schaumzucker-Erdbeeren… aber lasst uns das Ganze mit System angehen. 

Klassische Kapitel gibt es nicht, da das Buch aber auch recht übersichtlich ist stört das nicht wirklich. Es geht also mit herzhaften Happen wie Veggie-Burger-Schnecken, Mini Pizzen, Low Fat Taccos und selbst gemachten Brezeln los. 

Die Brezeln habe ich getestet und muss leider wieder einmal sagen, dass ich Natron einfach nicht als Ersatz für die Variante mit „echter“ Natronlauge sehe. Oder mit den Worten des knapp 3jährigen: „Mama, das ist keine Laugenbrezel!“

Geschmeckt haben sie trotzdem und der Senf-Ahornsirup Dip ist hier umso besser angekommen. Eine Hummus Variante und rote Bete Scheibchen mit Ziegenfrischkäse bilden das Schlusslicht. Ihr seht es vielleicht schon selbst – es gibt von allem etwas, aber eigentlich nichts so richtig. Die Rezepte klingen alle so, dass man sie unkompliziert nachmachen kann, aber im herzhaften Bereich fehlt mir leider definitiv das überraschende Highlight. 

Rezension - Girls Night Rezepte und Tipps für den perfekten Mädelsabend

Beim Süßkram lacht mich als erstes Flavoured Popcorn mit Erdbeergeschmack an. Ich habe erwähnt, dass eine Vorliebe für Schaumzucker-Erdbeeren in diesem Buch von Vorteil ist, oder? Eine kleine Anleitung für die Popcorntüte oder als Alternative ein Rezept für Popcorn-Lollys, gefolgt von Linzer-Plätzchen-Lollys oder den No-Bake-Balls mit Erdnussbutter, Haferflocken und Salzbrezeln. Die fand ich von der Idee her schon spannender und habe mir auch wirklich vorgenommen sie für euch zu testen, aber irgendwie hat dann doch das letzte Fünkchen Begeisterung gefehlt und so sind sie zwar auf der to-do Liste gelandet, aber eben leider nicht ganz oben.

Es folgen Beerentortillas oder Ananaspizza, aber auch verschiedenste Biskuitgeschichten oder Mini-Rosen-Panna-Cotta. 

Nach ein paar Wellness-Tipps folgen drei Eisrezepte: ein fruchtiges Semifredo, Fruchteis am Stiel und Eis Lollys im Stil von Tequila Sunrise oder Sex on the Beach. Die Cocktailvariante finde ich ganz lustig – vielleicht probiere ich das im nächsten Sommer mal aus…

Der Himbeer Freakshake wird seinem Namen nicht gerecht. Wenn ich auf Instagram echte Freakshakes sehe, dann hat es einen Grund warum die so genannt werden. Süßkram Overload! Hier ist es eher ein ganz klassischer Himbeer-Eisbecher / Eisshake. 

Umso verliebter bin ich in die heiße Schokolade mit Marshmallows. Die könnte ich mir auch einfach im Winter vor dem Kamin vorstellen – während ich den Mädels ein Foto in unseren Chat stelle… schließlich soll man ja teilen!

Der Sweet Berry Cocktail ist wieder ein Fall für die Schaumzucker-Erdbeerfans und die Beeren-Limo am Ende könnte ich mir vielleicht eher mit einem Schlückchen Gin vorstellen, als Limo selbst wäre mir das Verhältnis von Beeren zu Zucker etwas zu zuckerlastig. Aber das ist ja Geschmackssache. 

Wie ihr seht bin ich also nicht so richtig begeistert – zumal mir in dem Buch auch ein bisschen die „erzählende Stimme“ fehlt die einen mit kleinen Anekdoten von einem Kapitel ins nächste führt. 

Die Rezepte sind auf jeden Fall unkompliziert und ich denke im Großen und Ganzen auch recht gelingsicher – trotzdem fehlen mir hier einfach ein bisschen die kreativen Highlights. 

Und während ich ja anfangs erwähnt habe, dass ich vom Alter her vielleicht nicht ganz die Zielgruppe sein könnte bringt mich die Filmliste dann doch wieder ins Grübeln – natürlich ist „wie werde ich ihn los – in 10 Tagen“ aus meiner ganz persönlichen (und vermutlich einsamen) Sicht ein Meisterwerk der Filmgeschichte… aber ich bin bei den vorgeschlagenen Titeln nicht ganz sicher, ob die „Mädels von heute“ da noch so viel von kennen. 

In einem Mädelspräsentkörbchen oder um sich selbst bei einer Freundin zum Mädelsabend einzuladen ist das Buch trotzdem eine niedliche Geschenkidee, wer allerdings ernsthaft nach Rezepten sucht wird vielleicht etwas enttäuscht sein.

** Das Buch “Girls Night” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Food, Friends & Love

Kennt ihr Enikö Gruber? Noch nicht? Dann bin ich wenigstens nicht alleine. Das ändert aber nichts daran, dass wir das schnellstens ändern müssen! Eni ist „erst“ seit 2017 in der Foodbloggerszene und gerade ist im Thorbecke Verlag** ihr Kochbuch „Food, Friends & Love„* erschienen. Schon von der ersten Seite an war ich verzaubert – alles klingt so herzlich und warm, man hat nicht das Gefühl, dass es hier nur darum geht einem Trend zu folgen (oder ihn zu setzen). Hier geht es wirklich darum für seine Gäste zu kochen und dann mit ihnen gemeinsam eine schöne Zeit zu haben. Denn alles soll entspannt sein, der Gastgeber nicht nur in der Küche stehen und am Ende sollen alle satt und zufrieden sein. Habe ich euch neugierig gemacht? Gut, dann werft doch mal mit mir zusammen einen Blick ins Buch – ich habe schon einige Rezepte für euch getestet!



Rezension - Food, Friends and Love

Zu den harten Fakten:

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Jan Thorbecke Verlag; Auflage: 1 (26. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3799514120
  • ISBN-13: 978-3799514125
  • Größe und/oder Gewicht: 20,1 x 2,3 x 26,9 cm

Herzlich Willkommen! Diese Worte ersetzen das obligatorische „Vorwort“ und bringen einen sofort in die passende Stimmung – jeder soll sich dazu in der Lage fühlen Gäste einzuladen um mit ihnen eine schöne Zeit zu verbringen. Spontane Pasta-Party oder gemütlicher Brunch, mit den passenden Rezepten und einer Flasche Wein gibt es keine Argumente mehr die dagegen sprechen. Es gibt Tipps zur Menüplanung, einen QR Code für Einladungskarten (falls es mal etwas festlicher sein soll), ein paar Hinweise wie ihr vorausschauend plant, einen Zeitplan erstellt und vorher nochmal eure Vorräte checkt. Musik, Veggi oder SOS – zu jedem Schlagwort findet sich eine kleine Anregung und so ist man glatt überrascht als es auf Seite 26 mit den Rezepten für die Geheimzutaten los geht, die Zeit verfliegt!

Bei den Geheimzutaten sind von der Lieblings-Knoblauch-Kräuterbutter über das Jalapeno-Honig-Relish bis zur asiatischen Koriander-Minz Gremolata einiges dabei um euren Rezepten mit wenigen Handgriffen das gewisse Extra zu verleihen. 

Sonntagsbrunch mit Freunden

Als erstes „großes Kapitel“ bietet Eni uns hier alles an was das Frühstücksherz begehrt. New York Bagels, Avocado-Eiersalat, verschiedene Dips und Aufstriche wie den Lachs-Meerrettich-Dip, Carrot Cake Bircher oder Shakshuka, French Toast Sticks oder Frühstückspizza. Ich habe gleich den Avocado-Eiersalat und den Lachs-Meerrettich-Dip ausprobiert und war ganz begeistert. Das Cinnamon Monkey Bread hätte mich sicher auch angelacht, aber da habe ich schon mein eigenes Lieblingsrezept… dafür steht das Banana Bread Baked Oatmeal ganz weit oben auf meiner to-do Liste.

Rezension - Food, Friends and Love

Fingerfood, Dips, Salat & Co

Das Buffet ist eröffnet – sehr gut, ich mag Buffets. Gerade für Partys mit vielen Gästen die alle ganz unterschiedliche Vorlieben haben ist es einfach unglaublich praktisch. Egal ob Reisnudelsalat oder Panzanella, der Lieblings-Linsensalat oder die Kürbisquiche – es gibt ausgefallene Sachen und all-time-favorites. So lachen mich die Mini-Quetsch-Kartoffeln mit Cheddar, Bacon und Aioli genau so an wie die loaded Nachos und wenn ich Hummus mit Süßkartoffel oder Avocado und Minze kombiniert sehe muss ich das natürlich unbedingt probieren. 

Rezension - Food, Friends and Love

Softe Prezel Bites mit Cheddar-Honig-Whiskey Dip lassen mich sofort an einen Fußballabend denken, vielleicht gibt es ja zur nächsten EM mal wieder eine passende Gelegenheit um das zu testen. Und die Tipps für die perfekte Käseplatte helfen ganz wunderbar den passenden Mix zu finden, da braucht es dann nur noch etwas Brot (und vielleicht ein Fläschchen Wein) zum großen Glück.

Geniale Hauptgerichte mit Gelinggarantie

Wenn das mal kein gutes Versprechen ist! Ich bleibe gleich am zweiten Rezept hängen, das indische Butter Chicken lacht mich einfach an – auch wenn Bessere Hälfte lieber die Nummer eins, Gorgonzola Rouladen mit Nudeln, priorisiert hätte. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben und das indische Hähnchen hat uns ausgesprochen glücklich gemacht. 

Rezension - Food, Friends and Love

Es folgt ein marrokanischer Kefta-Eintopf und eine feurige Caponata mit Büffelmozzarella, Enchilada-Verdes oder ein Drunken Thai-Curry. Oder sucht ihr nach Pasta? Von den Spaghetti mit Mozzarella-Pesto-Hackbällchen und Gremolata bis zur Pasta mit Honig-Salbeibutter mit Pinienkernen und Ziegenkäse ist einiges dabei. 

Das fruchtige Linsencurry hat mich im handumdrehen zu diesem Rezept hier inspiriert. Dazu gab es das Knoblauch-Naanbrot das hier am Tisch zu großer Euphorie geführt hat. Unglaublich lecker und ein ganz unkompliziertes Rezept. Leider ist das Brot auf dem Foto nicht im Fokus, aber ihr könnt mir glauben, dass es extrem lecker war und unglaubliches Suchtpotential hat… wir haben auf jeden Fall alle viel zu viel davon gegessen und waren am Ende vielleicht ein bisschen zu voll, aber glücklich. Das muss auch mal sein. 

Rote Linsen-Kürbis Dal

Einfache Begleiter

Manchmal braucht man nur eine grandiose Beilage und schon wird das Hauptgericht in den Schatten gestellt – Emi hat Ideen die vom Weihnachtsdinner bis zum sommerlichen BBQ jedes Bedürfnis decken. Da wäre zum Beispiel das weltbeste Süßkartoffelpüree, ein extra käsiges Kartoffelgratin oder ihre 5 liebsten Gemüsebeilagen zu denen auch der Sweet-Chili-Brokkoli zählt. Buntes Ofengemüse oder mexikanischer Reis – hier findet jedes Rezept den passenden Begleiter. 

Köstliche Kuchen und Desserts zum Dahinschmelzen

Das Beste kommt zum Schluss – die Desserts! Brownie Kuchen mit Himbeeren und Amarettini, die cremige Nougat-Panna-Cotta, die superschokoladige Cho-Chip-Cookie-Mousse oder wolkenweicher Kaiserschmarrn mit Apfel-Zimt Kompott… wenn ihr euren Gästen zum Abschluss noch den Gnadenstoß versetzen ein seeliges Lächeln ins Gesicht zaubern möchtet, dann werdet ihr hier fündig. 

Willkommen an der Bar

Beim ersten Blättern bin ich hier hängen geblieben und habe mir für den zweiten Durchgang gleich mal einen Granatapfel-Gin-Secco gemixt. Bei mir sah das nicht ganz so elegant aus wie auf dem Foto, aber vielleicht liegt es daran, dass ich TK-Granatapfelkerne verwendet habe. Für das Frühjahr habe ich mir auf jeden Fall schon den Lillet-Rhabarber-Spritz vorgemerkt und der Virgin Ginger Passionsfrucht Caipi klingt nach einem leckeren Vitaminbooster. 

Rezension - Food, Friends and Love

Zum Abschied gibt es noch etwas Menüinspiration und ein sehr herzliches „Danke“, dann sind gut 200 Seiten auch schon um, die to-cook Liste ist lang und zahlreiche Post it’s markieren die Highlights die unbedingt bald auf den Tisch gewünscht wurden. 

Mein Fazit: die Rezepte sind übersichtlich geschrieben, es gibt für jeden Zeit und Budgetrahmen das Passende und auch vom Schwierigkeitslevel wird jeder Rezepte finden an die er sich heran traut. Außerdem lassen sich die Mengen bei Bedarf gut rauf oder runter rechnen und so an mehr oder weniger Personen anpassen.

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass die Rezepte im Großen und Ganzen nicht „light“ sind, aber man hat ja auch nicht jeden Abend Gäste und falls einem doch danach ist kann man ja kurzerhand die Creme fraiche gegen Creme legere austauschen – ihr wisst was ich meine. 

Für mich ist dieses Buch definitiv eines der gleichzeitig unkompliziertesten und trotzdem vielseitigsten Kochbücher das sich mit dem Thema „Kochen für Gäste“ beschäftigt das ich seit langem in der Hand halte. Falls ihr sie also noch nicht kennt solltet ihr Eni und ihre Rezepte unbedingt bald kennenlernen!

** Das Buch “Food, Friends & Love” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Big Salads

Sättigende Salate aus einer Schüssel – Big Salads *! Das ist der Titel von Kat Meads neuem Kochbuch das diesen Sommer im Thorbecke Verlag** erschienen ist. In 60 ganz unterschiedlichen Rezepten wird gezeigt wie vielseitig leckere Salate die ganze Familie oder eure Gäste glücklich machen können. Und genau darum geht es – die Gäste nicht mit Menüs zu beeindrucken, sondern alle mit farbenfrohen und saisonalen Zutaten zu begeistern. Die Rezepte sind dabei bunt gemischt und sowohl Fleischfans als auch Vegetarier oder Veganer kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich persönlich finde Menüs ja toll, aber ein unkomplizierter Salat kann auch ganz großartig sein. Meine Erwartung war also ein Buch voller leichter und leckerer Rezepte – aber tatsächlich wurde diese Erwartung nochmal übertroffen! Für das ganze Jahr gibt es jede Menge ganz unterschiedliche Rezepte, einige davon leichte, bunte Girlie-Salate, andere mit asiatischem Touch und die nächsten lassen selbst die Männerherzen bei uns im Haus höher schlagen. Vier Rezepte habe ich schon für euch getestet, aber die Liste der Post-it’s ist noch lang und für den Herbst steht einiges auf der Liste – aber lest selbst was mir an diesem Buch so gut gefallen hat…



Zu den harten Fakten:Rezension - Big Salads

Taschenbuch: 176 Seiten

Verlag: Jan Thorbecke Verlag 

ISBN-10: 3799513388

ISBN-13: 978-3799513388

Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 2,2 x 25,9 cm

Zur groben Übersicht ist das Buch neben der Einleitung zu Beginn und einem Kapitel Wissenswertes am Ende saisonal in Frühling, Sommer, Herbst und Winter eingeteilt. Abgesehen davon, dass man heute doch immer mehr versucht saisonal zu kochen und einzukaufen ist das für mich als „Gartenmensch“ natürlich auch sehr praktisch. 

In der Einleitung stellt sich die Frage was einem zum Thema Salat einfällt? Und ein Beispiel ist: etwas, das man essen soll, aber nicht unbedingt will.

Und ich muss sagen, genau gegen dieses Vorurteil wird hier ein Zeichen gesetzt. Denn die Salate sind nicht langweilig, nicht zu „Öko“ oder so, dass sie einem das Gefühl geben nur und ausschließlich gesund zu sein. Es gibt „Schlemmersalate“ und leichte Varianten – mit der Idee den Salat als Hauptgericht zu präsentieren und jedem am Tisch etwas zu bieten. Ich würde sagen das Ganze ist gelungen – die Rezepte sind allgemein für 4 Personen gedacht, mit einem Hinweis auf vegetarische oder vegane Varianten versehen und leicht nachzuzaubern. Was will man mehr, ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon darauf in den Herbst zu starten!

Frühling

Okay, ich gebe zu – das erste Gericht ist zwar für den Frühling gedacht, aber ich konnte nicht widerstehen. Melone, Gurke, Ziegenkäse, Pistazien und Minze waren für mich auch absolut sommertauglich und so hat dieser Salat auch gleich den Anfang gemacht:

Rezension - Big Salads

Lecker, frisch und unkompliziert – wer könnte da nein sagen? Im Frühling locken auch Erbsen, Spargel und Eier oder ein warmer Cocktailsalat mit Riesengarnelen jeden Soulfoodfan aus der winterlichen Schmortopfecke hervor. Oder wie wäre es mit einem Dukkah-Kabeljausalat mit Frühkartoffeln? Natürlich mit passendem Rezept für die Gewürzmischung. Eier, Spargel und Aijoli klingen genau so lecker wie der Fenchel-Orangensalat mit den karamellisierten Pekannüssen. Ich find es sehr charmant gelöst, dass nicht jedes Rezept ein separates Bild hat, sondern man auch immer mal wieder eine Doppelseite mit 3-4 tollen, bunten Salaten findet. So bleibt glaube ich kein Rezept ohne Foto… und ich liebe Kochbücher wie Big Salads mit vielen Rezeptfotos! Rote Bete, Rhabarber – der Frühling zeigt sich von allen Seiten.

Sommer

Auch im Sommer lacht mich das erste Rezept gleich ganz besonders fröhlich an – Steakstreifen auf Ananasreis. Im Original werden sie in der Ananas serviert, aber bei drei Personen mit kleinem Kind wäre das irgendwie schwierig geworden. Ich hoffe also auf eure Nachsicht – bei mir gab es den super leckeren Salat einfach in tiefen Tellern angerichtet:

Rezension - Big Salads

Geschmacklich hat das dem Ganzen aber absolut nicht geschadet und so wurde der Salat bis auf das letzte Reiskorn verputzt!

Beim zweiten Sommerrezept konnte ich auch nicht nein sagen – wir haben so viele Tomaten geerntet, dass die Kombination Tomaten und Burrata mit Basilikum-Walnusspesto schon fast Pflicht war. Ich muss mich leider outen, dass ich es nicht geschafft habe einen Burrata zu holen und wir somit am Ende den vorgeschlagenen Büffelmozzarella als Alternative gewählt haben, der Salat war aber dadurch nicht weniger lecker. Besonders die Kombination mit den gebackenen Tomaten fand ich ziemlich genial:

Rezension - Big Salads

Grüne Bohnen mit Chipotle und Honig oder Oktopus mit Sauerteigbrot-Toast klingen genau so verlockend wie das Chili-Hähnchen mit Reisnudeln und Erdnüssen oder die gegrillten Pfirsiche mit Brunnenkresse und Ricotta. Ich habe mich wegen der reichlichen Tomatenernte trotzdem erstmal für den Tomatensalat mit gebackenem Feta und Pinienkernen entschieden. Nicht zuletzt, weil ich wissen wollte ob dieses italienisch-griechische Crossover funktioniert oder nicht. Basilikum und Pinienkern? Ja. Feta, Oregano und Oliven? Ja. Aber alles zusammen? Es funktioniert – wer hätte das gedacht!

Rezension - Big Salads

Herbst

Damit kommen wir auch schon im Herbst an. Ein Honig-Maisbrot mit Paprika-Mais-Salat steht für die kommende Woche auf meiner to-do Liste, dicht gefolgt von den Balsamico-Feigen mit gebackenem Ziegenkäse und Hanfsamen und der Kombination aus Mangold, roter Bete, Ziegenkäse und Nüssen. Ein warmer Salat mit Birnen, Pilzen und Ricotta oder Rote Bete mit Brombeeren? Warum nicht! Aber natürlich kommen auch Kürbis, Lamm und anderes gebackenes Gemüse zum Einsatz. Da wird mir der Herbst doch gleich ein bisschen sympathischer! 

Winter

Salat im Winter könnt ihr euch nicht so recht vorstellen? Vielleicht kann euch das Buch Big Salads doch überzeugen – wie wäre es mit Flanksteak und Chicorée oder gegrilltem Stubenküken mit Muhammara? Gebratene Orangen mit Makrele. Grünkohl und Speck wechseln sich mit grünen Linsen, gebackenem Halloumi und frittierten Kapernäpfeln ab. Karotten und Pastinaken kommen genau so zum Zug wie die Ente mit Wurzelgemüse, Grünkohl und Orange (ein Gericht das ich mir leicht abgewandelt auch super zur Resteverwertung für den Gänsebraten vorstellen könnte). 

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen neugierig machen – mir hat das Buch Big Salads unglaublich gut gefallen und somit ist es nicht nur gut geeignet für die Vorsätze im neuen Jahr, sondern um das ganze Jahr durch immer wieder leckere, vielseitige Salate auf den Tisch zu zaubern!

** Das Buch “Big Salads” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.




Rezension – Hol A Sol

Was verbindet ihr mit der Karibik? Klar, Jack Sparrow und seine Crew sind da ein Punkt – aber was fällt euch noch ein? Ich habe riesige Vorfreude auf das Ende des Jahres – wir machen nämlich eine Karibik Kreuzfahrt und haben außerdem vorher und im Anschluss noch ein paar Tage in der Dominikanischen Republik eingeplant. Sooo viel schöne Inseln, Strände, Orte, Berge, Höhlen, Buchten – ihr seht schon, wir haben schon ein paar Ausflüge geplant. Und natürlich freue ich mich auch schon riesig auf das Essen vor Ort. Da passt es doch gleich doppelt so gut, dass im Thorbecke Verlag** gerade das Kochbuch Hol A Sol * erschienen ist! Unter dem Motto: „Karibik – Palmen, Strand und gutes Essen“ haben Julia Cawley, Vera Schärper und Saskia van Deelen eine tolle Sammlung alltags tauglicher Rezepte aus der Karibik zusammengestellt. Vom Frühstück bis zum Cocktail ist alles dabei, die Zutaten sind gut zu bekommen und die Rezepte eher unkompliziert. Dazu gibt es viele tolle Fotos die mich umgehend in Urlaubsstimmung versetzt haben – so konnten wir in den letzten Tagen schon ein bisschen Urlaubsfeeling auf der Terrasse genießen!



Rezension Hol a Sol

Zu den harten Fakten:

1. Auflage 2019
Format 19 x 26 cm
168 Seiten
Hardcover mit Schmuckfarbe
mit zahlreichen Fotos
ISBN: 978-3-7995-1339-5

Das erste Kapitel widmet sich dem Morgen. Unter dem Motto: „Frühstück unter Palmen“ startet man mit zehn Seiten Bildmaterial in den Tag – das Meer, der Markt, die Straßen, alles lädt zu einem Frühstück in der Karibik ein.  Ihr mögt es lecker und leicht? Dann wäre der in der Ananas servierte Kokos-Minze Joghurt mit frischen Ananasstücken genau das Richtige für euch! Oder wollt ihr lieber das Banana Bread mit der Pina Colada Konfitüre probieren? So oder so hat der Start in den Tag einen süßen Schwerpunkt!

Weiter geht es mit den Mittags Rezepten. Nach einer kleinen Bildstrecke -gibt es vom Ceviche mit Melonen-Avocado Tartar, zur Salsa Verde oder Roja oder einer Hackpfanne mit Rosinen und Kochbanane ein paar schöne Basics für die unkomplizierte Mittagsküche.

Das nächste Kapitel nennt sich „Zwischendurch“ und sorgt mit Guacamole, dreierlei fruchtigen Salsas, einem warmen Maiskolbensalat oder Thunfisch-Frikadellen mit Zitronen-Mayonnaise für Abwechslung zu jeder Gelegenheit. Ich fand die Thunfisch-Frikadellen sehr lecker und auch Bessere Hälfte und der kleine Mann waren sehr angetan.

Rezension Hol a Sol

Abends – was essen wir zu später Stunde? Nein, wir gehen noch nicht zu den Cocktails – geduldet euch noch ein Wenig! Aber die Fotos vom Steg mit den Muschellampen oder vom Sonnenuntergang am Meer schreien nach romantischen (oder mit Kind zumindest gemütlichen) Abenden. Die Küche bleibt trotzdem bodenständig, von der frischen Fischsuppe über das Coconut Chicken (das eigentlich mit Reis statt mit Reisnudeln serviert wird – aber wer kann schon immer wissen was man im Vorratsschrank hat)… 

Rezension Hol a Sol

… zum Jambalaya (ich mag meines einen ganz kleinen Tick mehr, aber Bessere Hälte hat sofort gesagt: das ist extrem lecker!)…

Rezension Hol a Sol

… zum Jerk Chicken oder dem Maisschaumsüppchen mit Chorizo und karamellisiertem Mais – hier kleben noch einige Post it’s die vor dem Urlaub abgearbeitet werden wollen!

Bei den Desserts sorgt die Mascarponecreme dafür, dass selbst der Obstsalat auf die Hüfte geht, ansonsten kommt man bei Kokoseis, Churros oder gebackener Banane als Süßschnabel voll auf seine Kosten. 

Last but not least lachen mich die Getränke an – und an was denkt man da sofort? Cocktails! Und auch wenn die pinke Grapefruit Limonade und der Eis-Kaffee mit Jamaikanischem Rum sehr verlocken sind wird es am Ende doch der Bahama Mama. Ein bisschen anders als ich ihn kenne und ich muss gestehen, dass wir so wenig Rum trinken, dass der kubanische Klassiker anstelle eines jamaikanischen Rums zum Einsatz kam – aber lecker war er definitiv! 

Rezension Hol a Sol

Mein Fazit: das Buch Hol A Sol überzeugt durch unkomplizierte Alltagsküche – wer auf die ganz großen Überraschungen hofft muss vielleicht bei einigen Rezepten zwei Mal hinsehen, aber gerade dadurch wirken die Gerichte authentisch und die Zutaten sind wie eingangs erwähnt im gut sortierten Supermarkt ohne Probleme zu finden. 

Für mich eine ganz klare Empfehlung für alle die ein wenig Fernweh auf de Tisch zaubern wollen!

** Das Buch “Hol A Sol” wurde mir freundlicherweise vom Thorbecke Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Rezension zum Buch und zu den Rezepten ist davon unabhängig und entspricht ausschließlich meiner persönlichen Meinung.