Entenbrust mit Mungbohnen und Klößen

Entenbrust mit Mungbohnen und Klößen

Heute sollte er sein, der große Tag der Mungbohnen. Vor einigen Wochen spontan gekauft haben sie bisher im Schrank geschlummert. Mit Mango und Granatapfel soll daraus eine Gemüsebeilage werden. So richtig zufrieden war ich damit noch nicht – sie hätten wohl noch ein wenig länger einkochen müssen, aber die spontan selbstgemachten Klöße und die wunderbar zarte Entenbrust haben uns für alles entschädigt!

Zutaten für 2 Personen:

2 Entenbrustfilets (je ca. 250-300g)

2 TL Orange-Rosmarin-Lavendel Salz (oder 1 1/2 TL Salz + 1 TL getrockneter Rosmarin)

50g Mungbohnen

1 Mango

1 Granatapfel

Salz

Pfeffer

1 TL Zucker

2 Schalotten

4 Klöße (Kochbeutel oder selbstgemachte Klöße)

400 ml Entenfond

1 Schalotte

1 EL Butter

2 EL Soßenbinder für dunkle Saucen

Zubereitung:

Lange, lange bevor man an irgendetwas anderes denkt müssen die Mungbohnen zum quellen eingeweicht werden. Ich habe sie dazu 2 Stunden in einem Schüsselchen mit Wasser stehen lassen.

Der weitere Plan hängt davon ab, ob man die Klöße selbst macht oder nicht. Für selbst gemachte Klöße sollten jetzt vorab die Kartoffeln geschält, gewürfelt und in Salzwasser gar gekocht werden.

Während die Kartoffeln köcheln können die Mungbohnen in einem kleinen Topf mit einer leichten Brühe gekocht werden. Meine bescheidenen Erfolge ruhen vermutlich darauf, dass ich die Mungbohnen nach Packungsanleitung nur 40 Minuten gekocht habe – ich werde sie beim nächsten Mal auf jeden Fall 60 Minuten köcheln lassen. Sobald die Kartoffeln fertig sind werden sie abgegossen und zum Abkühlen beiseite gestellt.

Für die Entenbrust plane ich bis zum Ende 30-40 Minuten ein. Den Ofen auf 120°C vorheizen. Die Entenbrüste rundherum mit Orange-Rosmarin-Lavendelsalz oder mit Salz und Rosmarin einreiben. Die Haut der Entenbrüste an den Seiten leicht einschneiden. In der Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Entenbrüste mit der Haut nach unten in die Pfanne legen und bei hoher Hitze so lange braten bis die Haut leicht gold-braun wird. Dann wandert sie mit der Haut nach oben auf dem Rost für ca. 20 Minuten in den Herd.

Jetzt geht es bei den Klößen weiter. Die abgekühlten Kartoffeln werden gestampft und mit Mehl und Ei vermengt. Den Teig wird zu Klößen geformt und in einem Topf mit Salzwasser aufgesetzt. Sobald das Wasser kocht die Hitze reduzieren und die Klöße ca. 10 Minuten kochen lassen.

In der Pfanne die Butter schmelzen und die Schalotten in kleine Stücke geschnitten glasig braten. Mit dem Fond auffüllen, aufkochen lassen und mit dem Soßenbinder abbinden.

Die Mungbohnen abgießen. Die Bohnen wieder in den Topf geben. Die Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Kern lösen. In kleine Würfel schneiden und diese zu den Bohnen geben. Den Granatapfel entkernen, vorher einmal kurz über dem Topf den Saft auspressen. Bei geringer Hitze bis zum Servieren unter gelegentlichem Rühren ein wenig köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Die Entenbrust aus dem Ofen holen und 3 Minuten ruhen lassen. Dann in Scheiben aufschneiden und auf den Teller legen. Die Klöße dazugeben und tief einschneiden. Über die eingeschnittenen Klöße gebe ich etwas Sauce. Dazu die fruchtigen Mungbohnen.

Guten Appetit!




Kartoffelklöße selbstgemacht

Kartoffelklöße selbstgemacht

Was für ein Unglück – da habe ich an alles gedacht: an die Entenbrust, alle Zutaten für mein Mungbohnenexperiment und so weiter und so fort und dann stehe ich abends am Herd und denke „****!“ ich habe die Klöße vergessen. Bisher war ich bekennender Kochbeutel-Kloß-Anhänger. Welche Alternativen gibt es? Kartoffeln – nö… Nudeln – nö…, Reis – auch nicht besser… ok, so schwer kann es nicht sein einen Kloß zu zaubern. Also ran ans Werk, kurz online über die gängigsten Methoden informiert, ein bissl improvisiert und los geht’s.

kartoffelkloesse_-6

Zutaten für 6 Klöße:

700g Kartoffeln, mehlig kochend

1 Ei

200g Kartoffelmehl oder Weizenmehl

Salz

Zubereitung:

Die kurze Zutatenliste hat mich optimistisch gestimmt. Schon bevor der erste Kloß geformt ist nehme ich mir vor das jetzt immer so zu machen.

Einen Topf mit Salzwasser bereitstellen und die Kartoffeln ins kalte Wasser geben. Aufkochen und dann ca. 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze (4 von 9) köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind. Die Dauer hängt von der Größe und Art der Kartoffel ab.

Sobald die Kartoffeln gar sind abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und zum Abkühlen beiseite stellen. Wenn die Kartoffeln lauwarm abgekühlt sind werden sie gepellt, dann kann man sie entweder durch die Kartoffelpresse drücken oder kurzerhand den Kartoffelstampfer nehmen und sie stampfen. Ich passe dabei auf, dass die Kartoffelmasse nicht zu fein wird.

Sobald keine großen Stücken mehr zu sehen sind gebe ich das Ei, das Salz und das Mehl dazu. Wichtig – wenn die Kartoffeln noch zu heiß wären würde das Ei gerinnen! Den Teig mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine verkneten bis er eine feste, gleichmäßige Konsistenz hat.

kartoffelkloesse_-1

Sobald ich einen schönen, gleichmäßigen Kloßteig habe forme ich mit feuchten Händen die Klöße. Bei dieser Teigmenge komme ich auf 6 Klöße – etwas größer als die aus dem Kochbeutel.

kartoffelkloesse_-4

Die Klöße lege ich in kaltes Salzwasser und koche sie auf. Sobald das Wasser kocht auf mittlere Stufe (4 von 6) reduzieren und ungefähr 10 Minuten köcheln lassen.

Abgießen, kurz abschrecken und anrichten. Ein ganz klein wenig aufwendiger als die Kochbeutelvariante – aber deutlich leckerer!

Probiert es aus!

kartoffelkloesse_-8

Lecker zum Beispiel zur Entenbrust mit Mungbohnen:




Mangold Suppe mit Ingwer und Saiblingsfilet

Mangold Suppe mit Ingwer und Saiblingsfilet

Inspiriert von der Kopfsalatsuppe mit Ingwer und Bachsaibling von Cornelia Poletto, die ich im Küchenschlachtfinale kochen durfte, ist dieses Süppchen entstanden. Anstelle von Kopfsalat verwende ich Mangold – aus dem einfachen Grund, dass ich noch 2 Mangoldköpfe im Kühlschrank schlummern habe die darauf warten verarbeitet zu werden.

Zutaten für 2 Personen:

1 Bachsaiblingsfilet (150g)

1 Mangoldkopf

5cm Ingwer

1 kleine Zwiebel (oder 3 Schalotten)

2 Knoblauchzehen

1 Zitrone

200 ml Gemüsefond

100g Schlagsahne

4 EL Butter

1 EL Zitronenöl

Olivenöl

Salz & Pfeffer

Fleur de sel (hier Ingwer-Hibiskus)

Zubereitung:

Ich fange damit an den Mangold zu waschen und die äußeren Blätter abzutrennen. Die inneren, noch etwas festeren Blätter lege ich für die Einlage beiseite. Von den äußeren Blättern schneide ich den grünen Anteil ab, die Rispen werden entsorgt.

 

Die grünen Blattanteile zerpflücke ich grob und blanchiere sie für 2-3 Minuten in kochendem Salzwasser. Danach schrecke ich sie mit eiskaltem Wasser ab.

Der Ofen kann schonmal auf 120°C vorgeheizt werden.

Jetzt schneide ich die Zwiebel / Schalotten und eine Knoblauchzehe in Stücke und schwitze sie im Topf mit etwas Olivenöl an. Die Stücken müssen nicht zu klein sein, da die Suppe später mit dem Stabmixer püriert wird.

Sobald die Zwiebeln glasig sind gebe ich den Fond dazu und lasse alles zusammen kurz aufkochen.

In dieser Zeit halbiere ich das Saiblingsfilet und gebe es in eine kleine hitzebeständige Form. Ich reibe die Schale der Zitrone und ein Stück vom Ingwer darüber und würze den Fisch mit Salz, Pfeffer und Zitronenöl. Dann kommt er für ca. 10 Minuten in den Ofen.

Sobald der Fond kocht reduziere ich die Hitze (Stufe 5 von 9) und gebe das blanchierte Mangoldgrün dazu. Der restliche Ingwer wird in die Suppe gerieben, alles wird mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit dem Stabmixer püriert. Sobald eine schöne, gleichmäßige Konsistenz erreicht ist kommt die Butter dazu. Nochmal kurz aufmixen und die Hitze ausstellen. Den Topf aber trotzdem auf der warmen Herdplatte stehen lassen.

Jetzt werden die inneren Mangoldblätter in Streifen geschnitten und in einer kleinen Pfanne mit einem Schuss Olivenöl, etwas Salz, Pfeffer und Ingwer angebraten. Nur kurz – sie sollten nicht zuviele Röstaromen entwickeln! (Erfahrung aus der Küchenschlacht) 😉

Während die Salatblätter schmoren wird schnell die Schlagsahne aufgeschlagen.

Die leicht geschlagene Sahne unter die Suppe mixen, die geschmorten Mangoldblätter in die Suppenteller geben. Den Fisch aus dem Ofen nehmen und die Haut abziehen. Den Saibling auf den Mangoldblättern platzieren und die Suppe aufgießen.

Noch schnell etwas Fleur de Sel (z.B. Ingwer-Hibiskus) darübergeben.

Voilà – es ist angerichtet!




Rustikaler Vorspeisenteller mit Eitörtchen und Mini-Bouletten

Rustikaler Vorspeisenteller mit Eitörtchen und Mini-Bouletten

Geplant war eine schnelle Vorspeise… eher eine kleine Zwischenmahlzeit. Als ich dann aber am Herd stand hat mich mal wieder der Spieltrieb gepackt. Meine neuen Servier- / Häppchenlöffel (ein Weihnachtsgeschenk von meinem Bruder) haben nach einem ersten Einsatz verlangt! Also ran ans Werk…

Zutaten für 3 Eitörtchen:

3 Eier (Größe L)

3 Knoblauchzehen

5 Scheiben getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten

4 Champignons

1 kleines Bund Schnittlauch

5 Sardellenfilets (in Öl)

Pfeffer & Salz

Zutaten für 20 kleine Boulettchen:

400g Hackfleisch

1 Ei

3 rote Schalotten (oder 1 rote Zwiebel)

80g Paniermehl / Semmelbrösel (für die Bouletten)

50g Paniermehl / Semmelbrösel (für die „Kruste“)

Pfeffer & Salz

2 TL Paprikapulver

Senf & BBQ-Sauce / Ketchup

Zubereitung:

Ich fange mit der Vorbereitung für die Boulettchen an. Zuerst schneide ich die Schalotten in kleine Würfel und brate sie in einer kleinen Pfanne an bis sie glasig sind. Dann stelle ich sie kurz zum Abkühlen beiseite. Das Fleisch verknete ich jetzt mit Semmelbröseln / Paniermehl, Ei, Pfeffer, Salz und Paprikapulver. Sobald die Schalotten abgekühlt sind werden sie ebenfalls untergehoben. Aus der Fleischmasse forme ich jetzt kleine Boulettchen. Diese wende ich nochmals rundherum in Semmelbröseln / Paniermehl damit sie beim Braten noch etwas knuspriger werden. Die kleinen Boulettchen dürfen jetzt an der Seite warten bis es für sie weitergeht.

Zuerst ist aber das Eitörtchen an der Reihe. Ich schneide die Champignons und die getrockneten, in Öl eingelegten Tomaten in kleine Würfel, hacke den Schnittlauch in kleine Stifte, reibe den Knoblauch mithilfe der neuen Knoblauchreibe in hauchdünne Scheiben und schneide die Sardellenfilets so klein wie möglich. Auf diese Mischung gebe ich jetzt die Eier und quirle das Ganze mit der Gabel ordentlich durch bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Diese würze ich mit etwas Salz und Pfeffer.

In der Pfanne erhitze ich als nächstes einen guten Schuss vom Öl aus dem Glas mit den eingelegten Tomaten und einen Schluck Öl aus dem Sardellenglas. Dann gebe ich die Ei-Mischung dazu und lasse das Ei unter dauerhaftem Rühren leicht stocken. Dabei darf es auf keinen Fall zu trocken werden. Es muss noch nicht durch sein – es sollte noch leicht flüssig sein damit es später die Törtchenform annimmt. Das Ei kommt jetzt erstmal kurz auf einen Teller.

Ich erhitze nochmal Sardellen- und Tomatenöl in der Pfanne und brate bei hoher Hitze kurz die Boulettchen von allen Seiten an. Dann reduziere ich die Hitze (hier Stufe 6 von 9) und stelle einen Servier-/Anrichtering in die Pfanne und fülle ihn mit 3-4 EL von der Eimasse. Diese muss mit einem Esslöffel oder einem Stempel schön kompakt nach unten gedrückt werden. Dann lasse ich das Eitörtchen 3-4 Minuten braten bevor ich den gesamten Ring wende. Die Eimasse muss jetzt wieder vorsichtig nach unten gedrückt werden. Hier mit viel Feingefühl arbeiten, damit das Törtchen nicht zerfällt. Auch von der anderen Seite 3-4 Minuten braten.

Da die Boulettchen nicht ganz so lange brauchen können sie schon angerichtet werden. Ich positioniere auf jedem Teller einen Häppchenlöffel. Auf die vordere Hälfte setze ich einen Klecks Senf, bzw. auf den anderen Löffel einen Klecks BBQ-Sauce. Jetzt schiebe ich das Boulettchen von hinten auf den Löffel, so dass es die Sauce ein wenig vor sich herschiebt – ohne, dass die Sauce vorne „überläuft“.

Das Eitörtchen kann jetzt aus der Pfanne genommen werden. Ich setze den Servierring auf den Teller und drücke leicht mit dem Löffel das Eitörtchen aus dem Ring. Auch hier ist wieder etwas Feingefühl gefragt.

Dann streue ich noch ein wenig frisch gehackte Petersilie über das Eitörtchen.

Fertig – viel Spaß beim Experimentieren!




Bunter Tomatensalat

Bunter Tomatensalat

Der eine oder andere kennt diesen Tomatensalat vielleicht schon aus der Küchenschlacht. Ich habe ihn dort als Begleitung zum Straußensteak mit Folienkartoffelchen serviert, er passt aber auch gut zum Rindersteak oder anderen kräftigen Fleischgerichten. Durch den schwarzen Knoblauch bekommt das Dressing eine süßliche Note, der Oregano macht ihn deutlich kräftiger als andere Tomatensalate mit Basilikum.

Bunter Tomatensalat

Zutaten für 2 Personen:

6 gelbe Cocktailtomaten

6 rote Cocktailtomaten

6 Datteltomaten

1/2 rote Zwiebel

2 schwarze Knoblauchzehen

4 Zweige Oregano

3-4 EL Olivenöl

3 EL Balsamicoessig

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Um diesen Tomatensalat zu mehr als „nur“ einem Tomatensalat zu machen greife ich zu einem einfachen Tip den Jamie Oliver empfiehlt. Ich verwende verschiedene Tomaten um optisch einen bunten Aspekt zu schaffen und schneide die Tomaten auf verschieden Art klein, wodurch der Salat deutlich aufwendiger und kreativer wirkt.

Bunter Tomatensalat

Auf los geht’s los – ich viertel den Großteil der roten und gelben Cocktailtomaten, den Rest (nach Möglichkeit kleinere Exemplare) halbiere ich einfach. Die Datteltomaten schneide ich in Scheiben. Alle Tomaten dürfen jetzt schon mal in die Salatschüssel.

Als nächstes hacke ich die frischen Oreganoblätter ganz fein und gebe sie zu den Tomaten. Von der halben Zwiebel ziehe ich die Haut ab und schneide sie in feine Würfel.

Im Mörser werden jetzt die zwei schwarzen Knoblauchzehen mit dem Balsamicoessig zerstoßen. Sobald eine gleichmäßige Konsistenz ohne Stückchen erreicht ist kann das Olivenöl dazu und das Dressing wird mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt.

Bunter Tomatensalat

Jetzt muss nur noch das Dressing unter den Salat gemischt werden.

Bunter Tomatensalat

Fertig!

Bunter Tomatensalat




Asiatische Nudelpfanne mit Fleisch und Gemüse

Asiatische Nudelpfanne mit Fleisch und Gemüse

Jeder kennt sie – die typische asiatische Nudelpfanne mit Fleisch und Gemüse. Wok-Nudeln, verschiedenes Gemüse, Hühner oder Schweinefleisch dazu. Lecker gewürzt, aber meistens leider viel zu fettig. Dieses Rezept ist also aus der reinen Verzweiflung entstanden eine leckere Alternative zur „Fast-Food-Asia-Pfanne“ zu schaffen und ich behaupte, dass es recht gut gelungen ist.

Zutaten für 2 Personen:

160g Woknudeln

300g Schweineschnitzel oder Hähnchenbrustfilets

2 EL Erdnussöl

4 EL Fischsauce

1 EL Austernsauce

1 EL Süß-scharfe-Chilisauce

2 EL Sojasauce

2 Karotten

1 Handvoll getrocknete Mu-err Pilze

1 Handvoll Mangetout

1 Daumen großes Stück Galgant

2 kleine rote Chilischoten

3-4 Frühlingszwiebeln

2 Schalotten (oder eine kleine Zwiebel)

2 Knoblauchzehen

2 rote Paprikaschoten

Zubereitung:

Zuerst lege ich die Woknudeln in eine Schale und übergieße sie mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher. Sie brauchen jetzt ca. 3-4 Minuten bis sie gar sind. Dann gieße ich das Wasser ab und stelle die Nudeln kurz beiseite. Das Gleiche mache ich mit den getrockneten Mu-err Pilzen.

Jetzt schäle ich Schalotten, Galgant und Knoblauch und schneide sie klein. Dann dürfen diese drei Zutaten mit einem Schuss Erdnussöl im Wok (oder in einer großen Pfanne) einen Moment anbraten bis die Schalotten glasig sind. In dieser Zeit schneide ich das Fleisch in Streifen. Diese sollten weder zu dick noch zu dünn sein – Durchmesser ca. 1-2 cm.

Sobald die Schalotten glasig sind kann also das Fleisch mit in den Wok. Ich brate es scharf von allen Seiten an und reduziere dann die Hitze ein wenig.

Als nächstes dürfen die Chilis fein gehackt dazu. Dann werden die Karotten geschält, in Stifte oder Scheiben geschnitten und ebenfalls in den Wok gegeben.

Jetzt würze ich alles mit Austernsauce, Fischsauce, süß-scharfer Chilisauce und Sojasauce und lasse es kurz köcheln.

In dieser Zeit schneide ich die Frühlingszwiebeln in feine Ringe, Die Paprika in Würfel und die Mangetout in Rauten. Die Mu-err Pilze werden grob gehackt. Alle vier können kurz mit im Wok geschwenkt werden. Dann schmecke ich die Sauce ab. Wenn sie zu intensiv ist kann ein Schluck Wasser dazu. Auf keinen Fall mit Fischsauce oder Sojasauce verflüssigen, sonst wird es zu salzig. Wer es schärfer mag kann etwas Sambal-Olek, getrocknete Chilis oder andere scharfe Saucen dazugeben. Achtung – zwischendurch immer abschmecken und ruhig die Schärfe kurz etwas ziehen lassen!

Wenn dann alles im Wok ist können zu guter Letzt auch die Nudeln dazu. Alles schön durchmengen und dafür sorgen, dass die Nudeln rundherum etwas Sauce abbekommen.

Noch einmal abschmecken – Fertig!




Zitronenbutter

Zitronenbutter

Diese Butter passt wunderbar zu Gerichten mit Fisch oder Huhn, aber auch zu einem sommerlich marinierten Stück Schweinefleisch vom Grill. Zu Rindfleisch muss ich leider zugeben passt die „normale“ Kräuterbutter einfach besser. Die Zitronenbutter ist auf jeden Fall schnell gemacht und einfach mal etwas anderes.

zitronenbutter_-1

Zutaten:

4 EL Butter (ca. 100g)

Abrieb von einer kleinen Zitrone

Saft von der halben Zitrone

1 TL Pfeffer (grob gemahlen)

1 Zweig frischer Rosmarin oder ¼ TL getrockneter Rosmarin

etwas Salz (am besten fleur de sel)

Zubereitung:

Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Die zimmerwarme Butter in einer kleinen Schüssel mit der Gabel crémig rühren.

Dann die Schale von der Zitrone abreiben und zusammen mit dem Pfeffer, Salz und dem fein gehackten Rosmarin unter die Butter mengen. Ihr könnt auch getrockneten Rosmarin verwenden, dann sollte die Butter aber mindestens 4-5 Stunden ziehen!

Die halbe Zitrone leicht auspressen und den Saft (max. 1-2 TL) zur Butter geben. Dadurch wird die Butter jetzt nochmal crémiger. Am Ende nochmal mit etwas Pfeffer und fleur de sel abschmecken und in einem passenden Schälchen anrichten.

Wenn ihr frischen Rosmarin verwendet habt reicht es jetzt aus die Butter eine Stunde ziehen zu lassen, aber auch hier gilt – am nächsten Tag schmeckt sie immer nochmal ein bisschen besser.

Fertig!

zitronenbutter_-4

Und wie immer darf aus nostalgischen Gründen auch das alte Foto noch bleiben:




Chimichurri-Sauce

Chimichurri-Sauce

Inspiriert von dem Rezept für Chimichurri-Sauce von Chakall in der Sendung „Lanz kocht“ habe auch ich mich an dieses Experiment gewagt. Sicherheitshalber habe ich zu meinem Entrecôte trotzdem noch eine Kräuterbutter gemacht. Die hätte ich aber eigentlich gar nicht gebraucht, die Chimichurri-Sauce zum Steak war extrem lecker! Ich war mit dem Essig deutlich zurückhaltender als Chakall in der Sendung, dafür mit dem Knoblauch etwas großzügiger. Die Kräuter kann man sehr fein hacken – so habe ich das beim ersten Mal gemacht. Besser ist es aber, wenn man sie mit dem Mixer sehr fein mixt. Probiert einfach aus was euch lieber ist!

Chimichurri-Sauce

Zutaten für ein 50 ml Dipschälchen (ausreichend für 4 Personen):

1 Handvoll glatte Petersilienblätter

6 EL Olivenöl

2 EL heller Balsamicoessig

1 große Knoblauchzehe

½ kleine rote scharfe Chilischote

3 Zweige frischer Oregano oder Majoran

Pfeffer

Salz

Zubereitung:

Für die Version im Mixer ist es ganz einfach: Petersilie und Oregano grob hacken und zusammen mit der Chili, dem Knoblauch, Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer in den Mixer geben. Mixen bis keine Stücke mehr zu sehen sind und die Chimichurri-Sauce in ein kleines Schälchen geben.

Schon fertig!

Für die von Hand gemachte Version:

Als erstes schäle ich den Knoblauch und presse ihn in das Dipschälchen. Man kann ihn auch ganz fein hacken, dann gibt er seine Aromen später allerdings nicht ganz so schön in das Olivenöl ab.

Dazu kommt eine halbe Chilischote. Da ich nur eine halbe nehme dürfen die Kerne heute drin bleiben. Wer mit Schärfe allerdings sehr empfindlich ist kann die Kerne natürlich auch entfernen. Wie auch immer man sich entscheidet, die Chilischote sollte ganz, ganz fein gehackt werden.

Jetzt nehme ich die Petersilienblätter und hacke sie ebenfalls klein. Die Petersilie muss dabei natürlich nicht ganz so fein gehackt werden wie die Chili. Dazu kommt der klein gehackte Oregano.

Wenn jetzt alles zusammen im Dipschälchen ist gebe ich das Olivenöl und den hellen Balsamicoessig dazu. Einfach ein paar Mal umrühren und mit Pfeffer und Salz würzen. Abschmecken macht jetzt noch nicht allzu viel Sinn, da sich die Aromen noch nicht im Öl entfaltet haben. Der Dip sollte also wenigsten 15 Minuten beiseite gestellt werden bevor man ihn zum Ende nochmal mit Pfeffer, Salz und je nach Geschmack etwas Essig verfeinert.

Diese Sauce ist unglaublich lecker und wird ab jetzt ein regelmäßiger Begleiter zum Steak werden.

Probiert es selbst aus!

Chimichurri-Sauce




Pizza Mista

Pizza Mista

Ich liebe selbstbelegte Pizza, man is(s)t damit unglaublich flexibel – für jeden kann etwas dabei sein. Egal ob man eine Pizza macht und sie einfach oder „halb-halb“ belegt, oder ob man bleche weise Pizza backt und seine Kreativität voll und ganz auslebt. Man hat unglaublich viele Möglichkeiten. Hier meine Version für Pizza Mista.

Pizza_Mista_ (2)

Zutaten für eine große Pizza:

1/2 Pizzateig (oder eine Rolle fertiger Pizzateig aus dem Kühlregal)

Für die Sauce:

250 ml passierte Tomaten

1 TL getrocknete Kräuter der Provence

1 TL getrocknetes Basilikum

1/2 TL Paprikapulver (scharf)

Pfeffer

Salz

Für den Belag:

200g geriebener Gouda

2 große Scheiben Kochschinken

8 kleine Scheiben Salami

6-8 Pepperonis oder Pfefferonis

10-12 grüne oder schwarze Oliven

3-4 Champignons

150g Mozzarella (1 Mozzarella)

2 EL Olivenöl oder 1 Ei

Zubereitung:

Zuerst muss natürlich der Pizzateig zubereitet werden. Dafür sollte in etwa eine Stunde Vorlauf eingeplant werden.

Während der Teig ruht bereit ich die Tomatensauce vor. Dazu gebe ich die passierten Tomaten in eine kleine Schüssel und rühre die getrockneten Kräuter (Kräuter der Provence und Basilikum) ein. Dann würze ich die Sauce mit Paprikapulver, Pfeffer und Salz. Kurz abschmecken – wenn alles passt ist sie fertig und kann bis zum Einsatz beiseite gestellt werden.

Wenn dann der Pizzateig ausgerollt vor euch liegt kann es losgehen.

Ich verteile die Sauce löffelweise auf dem Teig und streiche sie glatt. Ich würde nicht alles auf einmal auf den Teig geben, falls es zuviel ist bekommt man sie sonst so schlecht wieder runter.

Als nächsten Schritt verteile ich den geriebenen Käse gleichmäßig auf der Sauce. Das mag vielen nicht ganz einleuchtend sein – ich hatte die Diskussion schon öfters, jeder kann natürlich selbst entscheiden ob er das so machen möchte oder nicht, aber es ist geschmacklich wirklich schön und wir haben ja noch den Mozzarella der später zum Überbacken oben drüber gelegt wird.

Auf diesem Käsebett verteile ich jetzt mehr oder weniger systematisch meine Zutaten. Dazu viertel ich die Kochschinkenscheiben und lege sie abwechselnd mit der Salami aus. Die Champignons werden in Scheiben geschnitten und gleichmäßig dazwischengelegt. Die Pepperonis und Oliven werden auf die letzten Lücken und zum Teil einfach ein wenig oben drüber platziert.

Sobald ich mit dem Ergebnis zufrieden bin schneide ich den Mozzarella in Scheiben (nicht zu dick, eher etwas dünner!) und lege ihn gleichmäßig auf. Nach Möglichkeit nicht zu nah am Rand, sonst läuft er beim Backen leicht runter.

Nicht vergessen den Rand mit Olivenöl oder gequirltem Ei zu bestreichen bevor die Pizza in den Ofen kommt. Nur so wird er knusprig gold-braun. Ansonsten würde er durch das Mehl einfach nur trocken und spröde aussehen.

Jetzt kann die Pizza für ca. 25-35 Minuten unter gelegentlicher Sichtkontrolle bei 200°C Ober-/Unterhitze in den Ofen. Die Dauer hängt auch davon ab, wie dick der Teig ausgerollt wurde.

Guten Appetit!




Pizzateig

Pizzateig

Pizza selbst belegen macht schon eine Menge Spaß, wenn man dazu noch den Teig selbst gemacht hat ist das Ganze schon mehr als „nur“ Pizza. Dieser Teig ist ähnlich wie der von Jamie Oliver – ich schwöre hierbei aber auf frische Hefe anstelle von Trockenhefe!

Pizzateig

Zutaten für 2 große Pizzen / 4 Personen:

1 Hefewürfel (42g)

420g Weizenmehl

80 g Hartweizengrieß

1 EL brauner Zucker

1 TL Salz

300 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

Zuerst Mehl und Gries abwiegen und in einer ausreichend großen Schüssel vermischen. Zucker und Salz dazugeben. Den Hefewürfel kleinbröseln und in lauwarmem Wasser lösen. Das Wasser nach und nach unter die Mehlmischung rühren. Mit einer Gabel von Anfang an alles schön durchmengen. Dabei aufpassen, dass der Teig nicht zu klebrig wird. Im Zweifelsfall lieber etwas weniger Wasser nehmen und bei Bedarf welches nachgeben.

Sobald der Teig zu fest zum verrühren mit der Gabel wird kann er mit den Händen auf der gut mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche geknetet werden. Sobald er gleichmäßig geschmeidig ist stelle ich ihn in der Schüssel, abgedeckt mit einem Handtuch, unter die Bettdecke (oder an einen anderen warmen Ort) und lasse ihn 20-30 Minuten gehen.

Wenn der Teig aufgegangen ist wird er halbiert und jede Hälfte zu einer Kugel gerollt. Diese wird ordentlich mit Mehl bestäubt und ausgerollt.

Sobald der Teig belegt ist und die Pizza in den Ofen kommt streiche ich den Rand mit etwas Olivenöl ein.

Die Pizza braucht dann in etwa 30 Minuten bei 180-200°C Ober-/Unterhitze im Backofen.

Viel Spaß beim Belegen!