Eierlikör Pralinen

Eierlikör Pralinen

Nachdem es vor Kurzem schon Pralinen mit Beeren-Schokolade Ganache gab hatte ich noch eine halbe Schachtel Pralinen Hohlkörper übrig. Und als dann auch noch – welch tragisches Schicksal – ein Rest weiße Ganache vom Eierlikör Kuchen übrig geblieben ist war ganz klar: ich mache Eierlikör Pralinen! Diesmal habe ich mir auch etwas mehr Mühe gegeben und die Pralinen ordentlich mit Schokolade ummantelt… zumindest die Eierlikör Pralinen, die mir die 7-köpfige Raupe und Bessere Hälfte nicht schon am Vorabend weggefuttert haben. Ich zitiere: „was willst du denn da noch glasieren, die schmecken auch so!“ Aber diesmal will ich es ordentlich machen und am Ende muss ich sagen, die Mühe hat sich gelohnt.

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Zutaten für 30 Eierlikör Pralinen:

30 Pralinen Hohlkugeln, Zartbitter*

150g weiße Kuvertüre

8g Butter

40g Schlagsahne

60ml Eierlikör

100g Zartbitter Kuvertüre

Zubereitung:

Die weiße Kuvertüre zusammen mit der Butter schmelzen. Dann die Schlagsahne und den Eierlikör einrühren und das Ganze abkühlen lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit sich keine „Puddinghaut“ bildet.

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Die Eierlikör-Ganache mit dem Spritzbeutel oder einer Deko-Spritze in die Pralinen füllen und aushärten lassen.

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Die zartbitter Kuvertüre schmelzen und die Pralinen mit etwas Schokolade verschließen. 5 Minuten abkühlen lassen, dann die Pralinen nacheinander in der Kuvertüre wenden und auf einem Stück Backpapier aushärten lassen.

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Die Pralinen in kleinen Papierförmchen platzieren.

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Die Ganache hat auch bei Raumtemperatur die perfekte Konsistenz.

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Wer möchte naschen?

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Pumpkin Pie Spice Pralinen mit weißer Ganache

Pumpkin Pie Spice Pralinen mit weißer Ganache

Was mache ich nur mit dem vielen, vielen Pumpkin Pie Spice Kürbis Sirup den ich gekocht habe? Latte Macchiato ist ja eine feine Sache, Cookies stehen auch noch auf meiner Liste, aber irgendwie schreit der Sirup förmlich nach Pralinen! So sind diese Pumpkin Pie Spice Pralinen mit weißer Schokoladen Ganache entstanden. Durch die Kombination aus Sirup und weißer Schokolade sind sie deutlich süßer als zum Beispiel die Pralinen mit der Beeren-Schokoladen Ganache, aber man will ja auch nicht alle 63 Stück auf einmal vernaschen… wobei – will man nicht? Die Pralinen habe ich am Ende in weißer Kuvertüre gewendet – beim nächsten Mal werde ich außerdem noch ein paar dunkle Pralinen befüllen – als geschmacklichen Kontrast.

Pumpkin Pie Spice Pralinen mit weißer Ganache

Zutaten für 63 Pumpkin Pie Spice Pralinen:

63 Hohlkörper* aus weißer Schokolade

Für die Ganache:

300g weiße Kuvertüre

75g Schlagsahne

25g Butter

Für die Pralinenfüllung:

400g weiße Schokoladen Ganache

200ml Pumpkin Pie Spice Kürbis Sirup

Für den Schokoladenüberzug:

300g Kuvertüre nach Wahl, hier weiße Schokolade

Zubereitung:

Die Schlagsahne mit der Butter in einem kleinen Topf erhitzen. Die grob gehackte Kuvertüre dazu geben und bei kleiner Hitze sanft schmelzen. Die Ganache auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Den Sirup aus dem Kühlschrank nehmen und unter die Ganache rühren bis sich alles zu einer gleichmäßigen Füllung verbunden hat.

Pumpkin Pie Spice Pralinen mit weißer Ganache

Die Kürbis Sirup Ganache mit einer Spritztülle oder einer Deko Spritze in die Hohlkörperpralinen füllen.

Pumpkin Pie Spice Pralinen mit weißer Ganache

Nochmal eine Stunde ruhen lassen und dann die Pralinen mit etwas geschmolzener Kuvertüre verschließen.

Die Kuvertüre kurz aushärten lassen und die Pralinen dann in der restlichen geschmolzenen Kuvertüre wenden. Auf einen Bogen Backpapier setzen und vollständig abkühlen lassen.

Die Pumpkin Pie Spice Pralinen in passende Förmchen setzen.

Pumpkin Pie Spice Pralinen mit weißer Ganache

Pumpkin Pie Spice Pralinen mit weißer Ganache

Viel Spaß beim Vernaschen!

Pumpkin Pie Spice Pralinen mit weißer Ganache

 




Pralinen mit Beeren-Schokoladen Ganache

Pralinen mit Beeren-Schokoladen Ganache

Ich habe meine ersten Hohlkörperpralinen gefüllt. Das wollte ich schon lange mal ausprobieren und als von meiner ersten Fondanttorte noch etwas Schokoladen Ganache übrig war habe ich die Chance genutzt und ganz spontan eine Kiste von den kleinen Schokoladenkugeln bestellt. Weil ich die Füllung aber nicht zu fest haben wollte habe ich die Ganache leicht erwärmt und mit einem fruchtigen Sirup vermischt. So hatte die Füllung am Ende genau die richtige Konsistenz. Bei der Deko war ich nur gemäßigt kreativ und habe die Pralinen mit der Beeren-Schokoladen Ganache zum Schluss nur mit Goldstaub bepinselt. Hübsch sahen sie trotzdem aus und irgendwie waren sie in windeseile vernascht!

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Zutaten für 30 Pralinen:

 30 Pralinen Hohlkugeln*, zartbitter

100ml Sirup – hier Apfel-Holunder

200g Schokoladen Ganache (120g Zartbitterschokolade, 60g Schlagsahne, 20g Butter)

40g Zartbitterschokolade

etwas Lebensmittel Goldpulver*

Zubereitung:

Ganachereste langsam und bei kleiner Hitze erwärmen. Alternativ Schokolade, Schlagsahne und Butter in einen kleinen Topf geben, langsam erhitzen bis die Schokolade geschmolzen ist und abkühlen lassen. Den Sirup einrühren und die Füllung für die Pralinen weiter abkühlen lassen.

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Die Masse in einen Spritzbeutel oder eine Spritze füllen und alle Pralinen damit füllen.

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Während die Pralinen vollständig abkühlen wird die Schokolade im Wasserbad geschmolzen. Die Hohlkörperpralinen jeweils mit etwas Schokolade verschließen und wieder vollständig abkühlen lassen.

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Etwas Goldstaub mit einem Pinsel durch ein Puderzuckersieb über die Pralinen stäuben.

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In einer kleinen Schale anrichten oder in kleine Papierförmchen geben und in einer passenden Dose aufbewahren oder verschenken. Die Füllung ist lecker cremig – für uns wirklich perfekt!

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Nach einer Woche waren die Pralinen bei uns vernascht, ich denke aber, dass sie rein theoretisch noch eine ganze Weile gehalten hätten.

Aber dafür waren sie einfach zu lecker!

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Marzipan-Nougat-Pralinen für Anfänger

Marzipan-Nougat-Pralinen für Anfänger

Wie sagt man so schön – „Schuster, bleib bei deinen Leisten“. So halte ich das in der Küche normalerweise auch, deshalb gibt es bei mir in erster Linie Herzhaftes. Mit dem Thema Süßigkeiten und Pralinen habe ich mich einfach noch nicht genug auseinander gesetzt. Nun hat aber die Anna gerade so ein schönes Event zum Thema Süßigkeiten laufen und da bin ich mit dabei – schließlich soll man ja immer fleißig seine skills improven. 😉

Und weil ich nix spektakuläres kann gibt es Marzipan-Nougat Pralinen. Im Vergleich zu meinen Marzipan-Ostereiern ist das schon eine gewisse Weiterentwicklung. Schmecken tun sie auf jeden Fall und sie sind so einfach, dass das wirklich jeder hin bekommt – eben Pralinen für Anfänger!

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Zutaten für 10 Pralinen:

150g Rohmarzipan

4-5 EL Puderzucker

ca. 10g Nougat

Schokoglasur (genug um die Pralinen darin zu versenken – hier ein 100g Becher)

10 Mandeln

Zubereitung:

Ich zupfe das Marzipan in kleine Stücken. Die werden nach und nach mit dem Puderzucker verknetet. Achtung – den Puderzucker unbedingt sieben. Das habe ich bei den ersten 2 EL nicht gemacht, deshalb habe ich kleine Klümpchen gehabt. Das macht geschmacklich zwar keinen Unterschied, ist aber nicht ganz so elegant. Das Marzipan ausrollen, in 10 Stücken schneiden und mittig ein kleines Stückchen Nougat (ca. so groß wie eine Erdnuss) platzieren. Das Marzipan einigermaßen drum herum falten und zu einer kleinen Kugel rollen. Vom Nougat sollte man jetzt nix mehr sehen.

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So arbeite ich mich Stück für Stück durch die Marzipan und Nougat Masse.

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Die Schokoglasur im Wasserbad schmelzen. Dann spieße ich die Marzipanbällchen auf einen Holzspieß auf, drücke sie oben wo später die Mandel hin soll leicht flach…

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… und tunke sie in die Schokolade.

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Ich lasse die Kugeln diesmal auf einem Gitter abtropfen. Dazu eignet sich der Einsatz aus der Mikrowelle ganz hervorragend. Ich stecke das Holzspießchen von oben durch das Gitter, nehme es von unten vorsichtig ab und ziehe es dann aus der Praline. Unbedingt ein Stück Küchenpapier oder Backpapier unterlegen, es tropft ein wenig.

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Auf die noch flüssige Schokolade setze ich eine Mandel.

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So verwandel ich nach und nach alle Marzipanbällchen in kleine Pralinen.

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Sobald die Schokolade ausgehärtet ist nehme ich die Pralinen vorsichtig vom Gitter und setze sie in kleine Papierförmchen.

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Angeschnitten sehen sie dann in etwa so aus:

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Auch wenn das Rezept furchtbar einfach ist bin ich trotzdem ein bissl stolz auf meine Pralinen. Ich finde sie hübsch und lecker!

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Eingereicht für das Event:

Blog-Event




Mini-Gugelhupf Schokoladen Pralinen

Mini-Gugelhupf Schokoladen Pralinen

Egal ob als leckere kleine last-minute Geschenkidee oder einfach zum selbst vernaschen – diese Mini-Gugelhupf Schokoladen Pralinen sind einfach zu machen und schmecken super lecker. Zimt, Kardamon und Nelken sorgen für weihnachtliche Aromen in den kleinen Schokoladenteilchen und der Goldstaub für den festlichen Glanz. Da passt es doch perfekt, dass Tina von Foodina gerade bei Zorra für ihr aktuelles Event Rezepte mit – na, ratet – genau, Kardamon, Zimt und Nelken sucht! Für mich ist das die Gewürzkombination in der diesjährigen Weihnachtsbäckerei. Besonders lecker war es auch in den weihnachtlichen Brownies. Aber jetzt zeige ich euch erstmal meine Mini-Gugelhupf Schokoladen Pralinen!

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Zutaten für 14 Pralinen:

250g Zartbitter Schokolade

1/2 TL Zimt, gemahlen

1/4 TL Nelken, gemahlen

1/4 TL Kardamon gemahlen

1 EL Haslenusskrokant

essbarer Goldstaub

Zubereitung:

Die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen. Die Gewürze dazu geben und mit einer kleinen Gabel unterrühren.

In 6 Förmchen der Silikonbackform etwas Haselnusskrokant geben.

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Die geschmolzene Schokolade auf 14 Förmchen verteilen. Das geht am Besten mit einem kleinen Löffel. Kurz abkühlen lassen und dann zum Aushärten über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Morgen die kleinen Schokoladen-Gugel aus den Förmchen drücken. Die Gugel ohne Krokant mit etwas Gold bestäuben. Dafür einen Backpinsel mit „haarigen Borsten“ (keinen Silikonpinsel) vorsichtig mit den Spitzen in den Goldstaub dippen und dann die Gugel einstäuben.

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Einen nach dem anderen, bis ihr alle eingepinselt habt.

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So könnt ihr die Mini-Gugelhupf Schokoladen Pralinen zum Beispiel als Geschenk verpacken…

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… oder einfach einen nach dem anderen vernaschen!

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Greift zu und lasst sie euch schmecken!

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Mit dabei beim Event:

Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)




Weiße Schokoladen Pralinen mit Mohn und Beeren

Weiße Schokoladen Pralinen mit Mohn und Beeren

Die Kombination aus weißer Schokolade, Mohn und getrockneten Beeren ist bestens bekannt. Es passt, es schmeckt, es ist super einfach. Ich habe meine Weihnachtsbäckerei für dieses Jahr wohl abgeschlossen, aber eine Kleinigkeit wollte ich trotzdem noch zaubern. Als ich dann Abends auf der Couch mal wieder durch Drei gute Dinge auf dem Teller geblättert habe bin ich am letzten Rezept hängen geblieben – und sofort aufgestanden um es umzusetzen. Schokolade, Trockenobst, Körner – alles findet sich in der Vorratskammer. Allerdings wollte ich die Schokolade nicht auf dem Belch ausstreichen, sondern habe die Chance genutzt meine Pralinen-Herzen einmal einzuweihen. Und weil das Ergebnis aus meiner Sicht definitiv vorzeigbar ist wandern diese einfachen Schokoladen Pralinen mit Mohn und Beeren direkt zum Blog Event von Persis das unter dem Motto „auf den letzten Drücker“ läuft.

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Zutaten für 48 Schokoladen Pralinen mit Mohn und Beeren:

200g weiße Schokolade, hier die mit der lila Kuh

200g weiße Kuvertüre (im Original nur Schokolade)

2 EL Mohn

50g getrocknetet Beeren, hier Superfrucht Selection von Seeberger – im Original Cranberrys

Zubereitung:

Die Schokolade und die Kuvertüre etwas klein hacken, bzw. in einzelne Stücken brechen. Seit ich Induktion habe spare ich mir meist das Wasserbad – ich lasse beides zusammen in einem beschichteten Topf bei kleiner Stufe (3 von 14) schmelzen. Den Mohn einrühren.

In die erste Reihe der Pralinenform 1/2 TL Schokolade geben. Dann 2-3 Beeren hinein legen und mit Mohn-Schokolade auffüllen.

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Die Form mit der Schokolade zum Abkühlen in den Kühlschrank stellen. Ich habe sie nach 2 Stunden schon wieder heraus geholt und die kleinen Herzen aus der Form gedrückt. Vielleicht wäre es auch schon früher gegangen, ich habe zwischendurch nicht nachgeschaut.

Super einfach und extrem lecker!

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Eingereicht für das Event:




Eierlikörpralinen mit Kokos

Eierlikörpralinen mit Kokos

Diese Eierlikörpralinen mit Kokos habe ich als kleines Geschenk aus der Küche für Weihnachten gezaubert. Ich muss aber sagen, dass sie zwar winterlich aussehen – wie kleine Schneebälle – aber auch durchaus im Sommer einen Platz im Kühlschrank verdient hätten. Tatsächlich waren die kleinen Trüffel ganz einfach gemacht – mit Pralinen habe ich ja nicht so viel Erfahrung. Kurz angesetzt, gekühlt, geformt und wieder gekühlt… schon waren sie fertig und konnten hübsch verpackt werden. Zumindest alle, die ich nicht schon vorher vernascht habe! Die Idee zum Rezept habe ich übrigens auf Les Tissus Colbert gefunden und nur minimal verfeinert.

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Zutaten für 30-35 Pralinen:

400g weiße Kuvertüre

150ml Eierlikör

100g Butter

1 guter TL gemahlene Vanille

150g Kokosraspel

Zubereitung:

Die in Stücken gebrochene Kuvertüre bei kleinster Hitze in einem kleinen Topf schmelzen. Die Butter und den Eierlikör dazu geben…

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… und alles mit dem Handrührgerät oder einem Schneebesen zu einer glatten Creme schlagen.

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45 Minuten in den Kühlschrank stellen, dann ist die Creme bei mir bereits ziemlich dick. Die gemahlene Vanille dazu geben und alles nochmal ordentlich aufschlagen.

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Weitere 45 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Die Masse ist jetzt ziemlich fest – mit einem Teelöffel etwas Masse abstechen, ca. eine Walnussgroße Menge, und mit den Händen rund formen. Die Kokosraspeln in einen tiefen Teller geben und die Kugeln darin rollen. Noch einmal rund rollen und wieder in den Kokosrapseln rollen. Vorsichtig auf einen Teller setzen.

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Nachdem ich die Hälfte der Masse in kleine Eierlikörpralinen mit Kokos verwandelt habe stelle ich den Rest nochmal für 15 Minuten kühl. Auch die fertigen Kugeln wandern in den Kühlschrank.

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Den Rest der Masse ebenfalls zu kleinen Pralinen formen. Nach einer Stunde sind sie richtig fest. In kleinen Bechern verpacken und kühl aufbewahren. Mir schmecken sie tatsächlich direkt aus dem Kühlschrank am Besten.

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Schon sind sie fertig – und das ging wirklich ganz einfach.

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Greift zu und viel Spaß beim Verschenken!

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Kalbsleber Praline auf Rotkohlcreme

Kalbsleber Praline auf Rotkohlcreme

Der zweite Weihnachtsfeiertag ist für mich immer der Tag im Jahr an dem ich mich in der Küche komplett austoben kann. Ich liebe das und somit gehört natürlich auch ein kleines Amuse Bouche fest ins Programm. Diesmal habe ich lang überlegt was wohl passen könnte und mich am Ende für eine Kalbsleber Praline auf Rotkohlcreme mit einem Klecks Apfelgel entschieden. Zugegeben, eigentlich wollte ich eine Gänseleber Praline machen, aber dafür war ich an der Fleischtheke mit meiner Bestellung einfach zu spät dran. So hat aber alles ganz wunderbar gepasst und ist genau so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Und mit einem Haps ist es dann auch schon weg!

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Zutaten für 10 Löffel:

Für die Kalbsleber Pralinen:

150g Kalbsleber

Pfeffer & Salz

30g + 1 EL Butter

1/2 Zwiebel

Für die Rotkohlcreme:

5-6 EL Rotkohl, fertig zubereitet

Für das Apfelgel:

1/2 saurer Apfel, z.B. Grany Smith

4g Agar Agar

etwas Wasser

Zubereitung:

Am Vortag den Apfel schälen und klein würfeln.

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Die Apfelstücken mit 3-4 EL Wasser kurz anschwitzen…

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… und dann mit Agar Agar und etwas Wasser in den Mixer geben. Zu einer glatten Creme mixen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen aufmixen und in eine kleine Spritze füllen.

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Etwas Butter in der Pfanne schmelzen und die Leber in ca. 2x2cm große Würfel schneiden. Die Leber rundum scharf anbraten und 2-3 Minuten schwenken – sie sollte auf keinen Fall komplett durch gebraten sein. Mit Pfeffer und Salz würzen und beiseite stellen.

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Die Zwiebel klein Würfeln und die restliche Butter in der Pfanne schmelzen. Die Zwiebelwürfel darin bei kleiner Hitze glasig anschwitzen und mit der Butter zur Leber geben.

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Die Leber mit Butter und Zwiebeln fein pürieren und für ca. 3 Stunden kalt stellen. Danach sollte sie die Konsistenz von fester Leberwurst haben.

Den fertig zubereiteten Rotkohl (z.B. nach diesem Rezept) zu einer feinen Creme mixen.

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Einen Teelöffel Rotkohlcreme auf den Servierlöffel setzen und mit dem Löffelrücken glatt streichen. Mit einem Teelöffel etwas von der Kalbslebermasse abstechen und mit nassen Händen zu kleinen Kugeln formen. Auf der Rotkohlcreme platzieren.

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Einen Klecks Apfelgel vorne auf den Löffel setzen…

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… und falls zur Hand für die Optik einen kleinen Streifen vom Petersilienblatt mit anrichten.

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Länger als eine Stunde vor dem Servieren würde ich die Kalbsleber Pralinen nicht vorbereiten, damit die kleinen Kugeln nicht antrocknen.

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Und dann könnt ihr die kleinen Häppchen auch schon servieren.

Ein schöner Start ins Menü!

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Vreni Giger’s Jägerhof in Sankt Gallen

Vreni Giger’s Jägerhof in Sankt Gallen

Ende Januar hat es mich beruflich nach St. Gallen verschlagen. Das angesagte Wetter: kalt, grau, brrrr….

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Am Dienstag Abend bin ich angereist. Um am nächsten Tag einen kurzen Weg zu haben, habe ich mich im 3*** Hotel Jägerhof einquartiert. Mein kleines Einzelzimmer befindet sich direkt unterm Dach, es ist schlicht, aber nett eingerichtet und sauber – was will man mehr. Schon beim ersten Blick auf die ausgelegten Zeitschriften wird mir klar – das scheint hier keine kulinarische Einöde zu sein!

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Es lebe das freie WLAN – natürlich habe ich sofort gegoogelt wo ich hier eigentlich gelandet bin. Und das hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Dieses kleine Hotel hat ein im Gault Millau mit 17 Punkten bewertetes Spitzenrestaurant vorzuweisen! Vreni Giger schwingt hier im Vreni Giger’s Jägerhof mit ihrem Team den Kochlöffel. Ich überlege einen Moment hin und her, die Umrechnung von Schweizer Franken in Euro ist nicht gerade vorteilhaft und ich bin eigentlich kein „alleine Esser“… aber der Blick auf die Karte und die Neugierde treiben mich an. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Wenn ich alleine unterwegs bin trinke ich keinen Wein, dazu bin ich dann einfach nicht in Stimmung. Man könnte das hier aber durchaus gut, da ein Großteil der Flaschenweine auch als Glas angeboten wird. Preislich fair mit 1/7 des Flaschenpreises.

Ich entscheide mit für einen Spinatsalat mit Kartoffel- und Gemüsechips als Vorspeise und eine kleine hausgemachte Pasta, die Taleggiotrianglioni mit vers jus.

Vorab gibt es etwas Brot – Walnussbrötchen und Kürbiskernbrot mit hausgemachter Butter in den Geschmacksrichtungen Trüffel, Fleur de sel und Preiselbeere. Man darf wählen welche Buttersorten man gerne kosten möchte. Gerne auch alle drei. Ich liebe solche Butter-Brot Kombinationen und wäre auch mit diesem kleinen Abendbrot schon zufrieden gewesen.

Dann kommt ein kleiner Gruß aus der Küche – eine gefüllte Ofenzwiebel mit einer Backpflaume. Etwas das ich vermutlich nie bestellt hätte und das mich so positiv überrascht hat, dass es unbedingt nachgekocht werden muss.

Es folgen der Salat mit den leckeren Gemüsechips. Kartoffel, rote und bunte Bete (hier auch als Randen bekannt), Süßkartoffel – ich mag das.

Dann gibt es die wunderbare Pasta mit einem mir bis dahin unbekannten Käse, dem Taleggio. Mal schauen, ob ich den hier in Berlin bekomme.

Zum Abschluss wird ein Tablett mit hausgemachten Pralinen präsentiert von denen man eine wählen darf. Ich kann nicht anders als Salted Caramel zu kosten – es gab aber so unglaublich viele Varianten, dass die Schlagworte Kokos, Amarettini, Lebkuchen, Baileys, Mini Nougat Baumstamm, Jägermeister und Vanille die tolle Auswahl nicht annähernd beschreiben können. Es waren aber auch einfach zu viele um sich alles zu merken.

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Ganz klar, sollte ich einmal mit Bessere Hälfte nach Sankt Gallen* kommen wird hier gegessen… und dann gibt es ganz sicher eins der tollen Menüs und einen guten Wein!

Für Sightseeing hat man ja bekanntlich wenig Zeit wenn man beruflich unterwegs ist – ich laufe am nächsten Tag aber mit meinem Köfferchen flott die 20 Minuten zum Bahnhof und werfe dabei wenigstens einen kurzen Blick auf die Altstadt mit der Fürstabtei und den niedlichen Gassen. Im Frühling kann man hier sicher gut sitzen, mit einem Kaffee oder einem Glas Wein…

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Bücher zur Food-Fotografie

Bücher zur Food-Fotografie

Es gibt viele, viele, viele Bücher zu diesem Thema – da fällt die Entscheidung nicht leicht welches man nehmen soll. Ich habe meine kleine Fachlektüre mittlerweile auf 4 Stück ausgebaut und die möchte ich euch hier kurz vorstellen.

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Wie ich gerade jetzt darauf komme das mit euch zu teilen? Nachdem ich ursprünglich (vor 2 Jahren) mit einer uralten kleinen Olympus wirklich schlechte Fotos (sowohl vom Motiv als auch von der Qualität) gemacht habe, habe ich mir direkt nachdem ich mit meiner „alten Homepage“ gestartet bin eine Nikon Coolpix S5100 zugelegt. Nicht lachen! Damit waren die Fotos schon etwas besser, aber es hing noch am Motiv. Mir war außerdem klar, dass nur die Anschaffung einer guten Kamera da nix dran ändern wird. Also musste geübt werden. Ich bin auch Stück für Stück ein bissl besser geworden. Den ersten „größeren Sprung“ habe ich aber mit dem Buch Food Photography: From Snapshots to Great Shots von Nicole S. Young gemacht. Ich liebe das Buch… kann man einfach nicht anders sagen, die Details kommen gleich. Mein zweites Buch zum Thema (man kann sich ja noch eine zweite Meinung einholen) war dann FOODFOTOGRAFIE von Peter Rees. Das Buch setzt deutlich andere Schwerpunkte und war somit eine sinnvolle Ergänzung. Jetzt waren meine Motive zwar schon um einiges besser, aber die Technik ist dafür an ihre Grenzen gestoßen. Zum Geburtstag gab es also eine Proxistar Studioleuchte mit Tageslicht. Auch eines der Dinge die ich nicht mehr missen möchte. Seit September 2012 hatte ich Küchennutzungsrecht für Bessere Hälfte’s Kamera – eine Panasonic DMC-FZ8. Jetzt hat die Qualität der Fotos wieder einen Sprung gemacht. Ihr seht – ein ständiges hin und her… Anfang des Jahres habe ich mir noch das Buch Focus on Food Photography for Bloggers von Matt Armendariz bestellt. Das hat mich anfangs nicht so sehr umgehauen, ist aktuell aber meine tägliche Bettlektüre. Warum werdet ihr gleich verstehen. Zu Ostern habe ich dann den neusten Zugang in meiner Büchersammlung bekommen – Food Photography & Lighting von Teri Campbell. Das ist für den „normalen Blogger“ ein nice to have, ist aber wirklich (wie es auf dem Einband schon angekündigt wird), A Commercial Photographer’s Guide to Creating Irresistible Images.

Falls ihr also auch grübelt ob ihr euch ein Buch zum Thema Food-Photography holt und wenn ja welches, dann kann ich euch eventuell mit meiner kleinen Zusammenstellung ein bissl weiterhelfen. Durch klick auf den jeweiligen Link oder das Cover kommt ihr zu Amazon – dort gibt es dann noch mehr Rezensionen.

Food Photography – From Snapshots to Great Shots von Nicole S. Young

Dieses Buch habe ich zuerst gekauft weil das Preis-Leistungs Verhältnis gepasst hat. Seinerzeit war es ein Stück günstiger als die Konkurenz, mittlerweile nehmen die sich alle nicht mehr so viel. Es ist aber auch im Aufbau sehr schön. Das erste Kapitel widmet sich den Basics. Sie schreibt von Licht, von White balance, von den Dateitypen JPEG und RAW und den verschiedenen, gängigen  Kameraeinstellungen in der Übersicht. Das Ganze übersichtlich zusammengeschrieben auf 21 Seiten.

Kapitel 2 widmet sich dem Equipment. Sie stellt point-and-shoot Kameras in den Vergleich mit DSLR Kameras, erklärt die Grundlagen zu den Sensoren und gibt ein paar schöne Einblicke in die verschiedenen Objektive. Alles mit schönen Bildern unterlegt damit man gut vergleichen kann und sieht wovon sie redet.

Im 3. Kapitel dreht sich alles um das Thema Licht, Beleuchtung, Reflektoren und verschiedene Wege das „Set“ aufzubauen um gute Ergebnisse zu erzielen. Besonders dieses Kapitel fand ich damals unglaublich interessant und es hat mir oft weiter geholfen. Danach habe ich mich auch entschieden mir eine Studiolampe zu holen. Wir essen meistens Abends und wenn es nicht gerade Sommer ist kann das mit dem Licht schon manchmal kniffelig werden.

Kapitel 4 ist ein Mix aus Tipps und Tricks für ein schönes Foto auf einem essbaren Gericht – wo stecke ich am besten die Kräuterdeko hin, wie richte ich an, welche Unterlagen und Accessoires nutze ich, usw. und einigen Tipps wie man Essen anrichtet und fotografiert das dann später nicht gegessen werden soll. Da ich alles essen möchte kommen hier nur die passenden Tipps in Frage. Mir hat damals besonders gut gefallen, dass sie ein paar Ideen für Untergründe, Geschirr und Deko liefert.

Dann endlich – im 5. Kapitel – fügt sich alles zu einem Bild zusammen. Wie richte ich das Essen an, wo fokussiere ich dann hin, wie gestalte ich Unter- und Hintergründe, Farbgestaltung und welches Objektiv passt zu welchem Foto. Auch hier gibt es wieder viele Bilder. In der Praxis werde ich das wohl erst mit der nächsten Kamera so richtig nutzen fange ich wohl gerade erst an das mit meiner neuen Kamera richtig zu nutzen.

Zu Kapitel 6 kann ich nicht so wirklich viel sagen – es widmet sich dem Adobe Photoshop und den nutze ich nicht. Es ist aber einiges beschrieben und mit Screenshots untermauert.

Kapitel 7 ist dann das finale Kapitel in dem Food Photography von Anfang bis Ende gezeigt wird. Aufbau des Set, Ausleuchtung, nach und nach alles anrichten, 100 Fotos schießen um am Ende eine gute Auswahl zu haben. Dabei darf sowohl am Licht als auch am Motiv immer wieder ein bissl variiert werden.

Alle Kapitel bieten einen schönen Überblick zu den jeweiligen Themen und besonders als erstes Buch kann ich es sehr empfehlen. Als negativen Punkt könnte man vielleicht werten, dass das Buch keinen Schwerpunkt hat und in allen Kapiteln mehr für den guten Überblick als für das ultimative Background-Wissen sorgt. Aber deshalb meine Anmerkung – als erstes Buch wirklich super.

FOODFOTOGRAFIE von Peter Rees

Das Einzige deutschsprachige Buch in meiner Sammlung, wobei es das oben vorgestellte mittlerweile auch auf deutsch gibt. Was macht dieses Buch sonst so anders? Es gibt zu den verschiedenen Fotos nicht nur die Styling und Beleuchtungstipps – es gibt die Rezepte! Das ist schon teilweise sehr lustig weil es nicht nur zum fotografieren, sondern auch zum kochen inspiriert.

Auch in diesem Buch startet das 1. Kapitel mit einer kurzen Einleitung, gefolgt vom 2. Kapitel zum Thema Equipmment. Hier geht es aber direkt ans Eingemachte – es werden DSLR Kameras, Mittelformat Kameras und Großformat Kameras mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen vorgestellt. Das ist wirklich recht spannend, auch wenn man als Hobby-Foodfotograf vermutlich nicht unbedingt die Profi-Geräte wählen wird… aber es ist auch schön zu sehen, dass die nicht nur Vorteile haben. Auch die Objektive werden kurz miteinander verglichen, dann geht es weiter zur Lichttechnik mit 16 Fotos vom gleichen Apfel bei unterschiedlicher Beleuchtung. Danach achtet man bei den eigenen Fotos auch irgendwie ganz anders darauf… Im letzten Schritt werden dann noch hilfreiche Küchenutensilien und sonstige Hilfsmittel aufgelistet. Keine großen, neuen Erkenntnisse, aber ein schöner Überblick was alles nützlich sein kann.

Im 3. Kapitel geht es um die Requisite. Ich liebe es, wenn die Profis einen mal in ihr Requisitenlager schmulen lassen. Wenn ich nur etwas mehr Platz hätte… zu schön um wahr zu sein was sich da alles an Tellern, Tassen, Brettchen und Gläsern findet. Dann werden auch hier ein paar Hinter-/ Untergründe gezeigt und auch hier lautet die Weisheit des Tages – im Zweifelsfall selber machen.

Kapitel 4 widmet sich der Gestaltung des Fotos. Auch wenn dieser Abschnitt recht kurz gehalten ist war ich überrascht wie viel man mit ein paar aufgeschnittenen Limetten zeigen kann. Ich gebe mein Bestes um die Linienführung ab und an aufzugreifen – das kann an einem Bild schon wirklich viel verändern.

Kapitel 5 spricht mit dem Thema Styling wieder alle an die ihr Essen nicht essen wollen. Ist aber trotzdem ganz lustig zu lesen.

Dann endlich kommt das wirklich, wirklich, wirklich große Kapitel zur Fotopraxis. Dabei sind alle (über 40!) Motive mit Foto, wichtigen Foodstylingtipps, Lebensmitteln (Zutaten), Requisiten und dem entsprechend gewählten Fotoequipment aufgelistet – gefolgt vom Studioaufbau und dem Rezept. Dieser Teil des Buchs ist wirklich super, es gibt herzhafte Gerichte wie Hähnchenschenkel oder Roastbeef, aber auch Suppen, Salate, Pralinen, verschiedene Beilagen wie Kartoffelpüree oder Schupfnudeln, Dips und Crémes, Kuchen und Getränke sind dabei. Fragt mich mal nicht wie der seine Suppen so sexy ablichtet… ich bin bisher (fast) immer gescheitert. Durch dieses Kapitel – mit seinen rund 170 von 230 Seiten – hebt sich das Buch auf jeden Fall deutlich von den anderen ab.

 

Food Photography for Bloggers von Matt Armendariz

Das erste Kapitel ist auch hier eine kurze Einleitung, gefolgt von Kapitel 2 zum Thema Kameras, Objektive und Datei-Formate. Verschiedene Möglichkeiten Fotos zu machen werden beschrieben und – was mir gut gefällt – es wird immer wieder betont, dass jeder selbst sehen muss womit er wann am liebsten arbeiten möchte und dass Regeln dazu gemacht sind um gebrochen zu werden – man soll keine Angst haben zu experimentieren und seine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Vom Schreibstil ist das Buch ohnehin sehr schön – es ist sehr locker geschrieben, ein bissl eben wie ein Blog. Dadurch wirkt es sehr lebendig und macht Spaß zu lesen, ich musste manchmal wirklich herzhaft lachen wenn er Sätze die wichtig sind einfach wiederholt oder immer wieder schreibt „in a nutshell…“.

In Kapitel 3 wird mit verschiedenen Einstellungen an der Kamera (alle mit Foto und Einstellung beschrieben) gezeigt wie man den Hintergrund so wunderbar blurry darstellen kann. Dabei nennt er zu jedem Beispielbild die entsprechenden Einstellungen und erläutert kurz nochmal die Unterschiede – auch wenn man die ja schon auf dem Foto sieht – und wie sie zustande kommen.

Kapitel 4 beschäftigt sich mit dem Thema Licht. Auch hier keine großen Unterschiede zu den anderen Büchern, aber einiges an Fotos wie es aussieht wenn es nicht so gut ist. Das finde ich teilweise etwas schöner als nur positiv-Beispiele zu haben. So erkennt man auch die Zeichen von Überbelichtung und Co. besser.

Unter dem Moto „Nimm was du hast“ geht es dann im kleinen Kapitel 5 zur Sache. Verglichen wird ein Motiv mit verschiedenen Kameras aufgenommen vom Profi-Model bis zum Handy. Dabei ist es wirklich erstaunlich in welchen Punkten sich die Bilder unterscheiden – außerdem ist das Fazit recht positiv, selbst wenn das eigentliche Bild mit günstigeren Modellen teilweise auf den ersten Blick nicht ganz perfekt wirkt schreibt er, dass es trotzdem gut ist und nur ein bissl Liebe in der Nachbearbeitung braucht… Recht hat er wohl..

Ohne Farben und White balance kommt wohl keins der Bücher aus – dieser Abschnitt findet in Kapitel 6 seinen Platz. Kurz, knapp und bündig.

In Kapitel 7 werden kurz die Arbeitsabläufe umrissen bevor es in Kapitel 8 um die Bildgestaltung geht. Die finde ich hier besonders schön dargestellt, er fotografiert im Vergleich ein Motiv mit verschiedenem Fokus um die Unterschiede und Auswirkung zu zeigen, gibt Beispiele für den Raum den das Motiv im Bild ausfüllt (positive and negative space), wann man wie nah zoomen sollte um das Motiv noch zur Geltung kommen zu lassen – da habe ich mich auch schon das Eine oder Andere Mal geärgert, wenn ich zu nah dran war und man eigentlich keinen guten Überblick über das ganze Gericht mehr hatte. Dann geht es weiter mit verschiedenen Perspektiven – wann macht welche Perspektive Sinn, mit ein paar Lachern… und nochmal zwei Beispiele wie man ein und das selbe Gericht sehr ähnlich, aber trotzdem in der Wirkung total unterschiedlich fotografieren kann.

Kapitel 9 finde ich ganz spannend – es ist ein Frage und Antwort Kapitel in dem er die häufigsten Fragen zu schwierigen Motiven aufgreift die er in Workshops gestellt bekommt und sie mit Praxisbeispielen beantwortet.

Dann kommen auch hier die Themen Foodstyling und Accessoires – wieder mit schönen Tipps wie man z.B. mit minimalem Einsatz von Servietten oder Tüchern Abwechslung in seine Bilder bringen kann. Keine neuen Erkenntnisse im Vergleich zu den anderen beiden Büchern, aber auch nix was wirklich fehlt.

Kapitel 12 ist kurz und beschreibt seine Top 10 Tipps zur Food Photography. Kapitel 13 gibt Hinweise wie man in einem Restaurant Fotos machen kann und was man (einfach aus Höflichkeit gegenüber anderen) nicht machen sollte.

Kapitel 14 ist nochmal extrem cool – es geht um schwierig zu fotografierendes Essen und wie man es sich einfacher machen kann. Wenigstens scheine ich nicht der einzige Mensch mit dem „Suppen-Problem“ zu sein. Für manche Suppen konnte ich seine Tricks auch anwenden und so habe ich mittlerweile zumindest ein paar schöne Suppenfotos.

Den Abschluss bildet das Thema „Hilfe – ich fotografiere mein Essen“ mit ein paar Ideen wie man als Blogger der sein Essen noch warm genießen möchte oder bei dem jemand anderes gerne endlich zu Messer und Gabel greifen will seine Abläufe ein wenig optimieren kann um Verzögerungen zu vermeiden… ich arbeite an mir – ein Glück, dass Bessere Hälfte so geduldig ist.

Alles in allem ist dieses Buch wirklich sehr lebendig und herzlich geschrieben – es hat wirklich viele „Haushaltstipps“ wie man mit einfachen Mitteln gute Ergebnisse erzielen kann.

Food Photography & Lighting von Teri Campbell

Wer ein Buch sucht um die Fotos für seinen Blog zu verbessern muss hier eigentlich nicht weiterlesen. Wie schon beschrieben – das Buch ist ein „nice to have“ aber für private Zwecke nicht so besonders hilfreich. Dafür ist es aber auch nicht gedacht. Der erste Teil ist eine kleine Biografie über Tery Campbell und wie er seinen Weg zum Food-Fotografen gemacht hat. Es ist spannend geschrieben, besonders wie immer wieder der Stauraum im Studio zu knapp geworden ist, usw. Das Buch ist eher für angehende Profis ein Leitfaden. Wie stelle ich mich Kunden vor, was muss ich bieten, wann brauche ich welchen Assistenten, wer ist für was verantwortlich, wie vermarkte ich mich, wie gehe ich auf die Bedürfnisse von wem ein. Dazu ein paar wirklich gute Tipps wie man Essen richtig ablichtet – allerdings durch und durch von Foodstylisten präpariertes Essen, nix was noch auf den Teller könnte. Er beschreibt wie er sich Skizzen zum Set-Aufbau macht um später die Szene für ähnliche Fotos 1:1 nachbauen zu können. Das Ganze ist schon spannend, aber wie gesagt für den „Hausgebrauch“ ein bissl too much. Ich habe es trotzdem gerne gelesen, einfach weil es super interessant war. Wer also mal in die Profiwelt schnuppern möchte – eine schöne Lektüre.


Seit kurzem bin ich stolzer Besitzer einer Spiegelreflex Kamera! Nachdem ich mir bei Zorra das Roundup zum Event Food-o-grafie 2013 angeschaut habe stand für mich fest, dass es wieder eine Nikon wird. Ich bin zum einen einfach zu Werbeempfänglich, aber zum anderen wirken die Nikon-Besitzer alle rundherum sehr zufrieden. Nachdem ich mich also an verschiedenen Stellen belesen habe ist meine Entscheidung zuerst auf die D5100 gefallen… dann habe ich mich aber kurz vorher für den aktuellen Nachfolger, die Nikon D5200 DSLR mit einem AF-S DX 18-55 mm VR Objektiv entschieden. Da es meine erste DSLR Kamera ist habe ich mir auch das passende Buch zur Kamera geholt – Nikon D5200 von Michael Gradias. Nun haben meine Bilder wieder einen großen Sprung gemacht – ihr seht, es geht ständig voran. Die nächsten Verbesserungen werden dann wohl irgendwann durch neue Objektive kommen, aber erstmal muss ich mit der Kamera selbst vernünftig umgehen können.

Ich hoffe ich konnte euch mit den Büchern eine gute Übersicht geben, mir hat immer ein bissl der Vergleich gefehlt wenn ich nach einem neuen Buch zum Thema Food-Fotografie gesucht habe.

Wer spezielle Fragen zu einem der Bücher hat kann mich natürlich gerne anschreiben. Ich habe hier erstmal aufgezählt was mir so aufgefallen / eingefallen ist.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos aus den letzten 2 Jahren…

Ganz alt:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA HähnchenbrustImSpeckbandMitKartoffelstampf Bananencréme auf betrunkenen Kekschen

Ziemlich alt:

IbericoBratenMitSpinatUndSüßkartoffelpüree_5 TapasThymianFleischbaellchen3 SafranravioliMitRinderfiletEstragonUndRicottaInItalienischerTomatensauce8

Bis vor Kurzem:

Griechischer_Bulgursalat_4 Eierkuchen_Mit_Banane_Und_Schoko_7 Blumiges_Kaviarherz_3

Ganz neu:

Bananen-Karamel_Kuchen_11 Curry_Zitronengras_Suppe_4 Gegrillter_Wolfsbarsch_3

Natürlich hängt es auch immer ein bissl vom Motiv und meiner Tagesform ab – aber im Großen und Ganzen kann man denke ich ein paar Unterschiede ausmachen 😉

In diesem Sinn bleibe ich optimistisch, dass es auch weiter voran geht…